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Die Erfindung bezieht sich auf solehe Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen, bei denen Besetztprüfung, SpeiTung und Anschluss der Teilnehmerstellen nach der im Patente Nr. 54946 be- schriebenen Anordnung erfolgen und die Wähler in den Vermittlungsstellen durch Schleifenunterbrechung eingestellt werden.
Bei solchen Anlagen treten beim Besetztprüfen durch einen Teilnehmer Schwierig- i keiten auf, wenn bereits ein anderer Teilnehmer Wahlstromstösse aussendet, da durch die Besetzt- prüfung das Stromstossempfangsrelais störend beeinflusst wird. Zur Vermeidung dieses Nachteiles ist es bekannt, das Stromstossempfangsrelais in der Vermittlungsstelle zwischen eine Sprechader und
Erde zu legen und die Sperrsehaltmittel der Anschlussstellen bei Anruf an die andere Spreehader der Gesellsehaftsleitung anzusehalten (Patent Nr. 111496).
Hiebei müssen aber die Sperrschaltmittel so I hoelhohmig sein, dass bei Anschaltung während der Stromstossgabe seitens einer ändern Anschlussstelle für das richtige Ansprechen des Stromstossempfangsrelais nötige Stromstärke nicht störend vermindert wird. Das verzögerte Ansprechen des Stromstossempfangsrelais wird gemäss der Erfindung durch eine Stromteilung vermieden, indem dieses Relais zwischen die eine Spreehader und die Amtsbatterie gelegt wird, während die Sperrschaltmittel über die andere Sprechader und eine Hilfsspannung zur , Wirkung kommen.
Ferner sollen auch nach der Erfindung bei den Teilnehmerapparaten nach dem Patente Nr. 54945 störende Geräusche im Telephon während des Aufbaues der Verbindung verhindert werden. Zu diesem
Zwecke findet gemäss der Erfindung keine Potentialumkehrung auf der Anschlussleitung während des Verbindungsaufbaues statt, wodurch vermieden wird, dass ein plötzlicher Spannungsstoss in den Hörer des Teilnehmers gelangt.
Durch die Erfindung wird also erreicht, dass der Teilnehmerapparat nach dem Patente Xr. 54945 einerseits bei der Besetztprüfung keine Störungen in der Vermittlungsstelle verursachen kann. anderseits auch selbst bei der Verbindungsherstellung keinen Störungen unterworfen ist.
Die Erfindung ermöglicht auch eine einwandfreie Besetztprüfung und Verbindungsherstellung mit jenen bekannten Teilnehmerapparaten, bei denen die Bewegung des Hakenumschalters nach dem
Abheben des Spreehapparates unmittelbar oder in fester Kupplung erfolgt und durch eine Bremse verzögert wird, wobei diese Apparate ohne zusätzliche Schaltmittel zur Verwendung kommen können.
In der Zeichnung, bei welcher alle nicht für das Verständnis erforderlichen Einzelheiten fort- gelassen sind, ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die einer Gesellsehaftsleitung zugehörigen Anschlussstellen A l-A 4 sind mit der Vermittlungs- stelle V. ST. über die beiden Leitungsäste a, b verbunden. In den Anschlussstellen sind in bekannter
Art die Sperrschaltmittel B über Kondensator K zwischen den beiden Leitungsästen angeschlossen.
Hebt irgendeine Stelle den Hörer vom Automaten ab, so wird vorübergehend der Kontakt 11, 2 geschlossen. Durch den Kontakt a 2 wird das Sperrschaltmittel B prüfend an Erde gelegt. Ist der
Leitungsast a spannungführend, so wird das Sperrschaltmittel B betätigt und sperrt in bekannter
Weise die weitere Bewegung des Automaten und damit die Betätigung der übrigen Kontakte (z. B. bei Stelle A 4 des Kontaktes a 3).
In der Anschlussstelle A 4 ist mit M das Mikrophon und mit J eine Induktionsspulenwicklullg bezeichnet. Die Wahlscheibenkontakte sind mit JE (Impulskontakte) und mit KE (Kurzsehluss- kontakt) bezeichnet. Wird z. B. in der Stelle A 4 abgehoben, so wird seitens dieser Stelle vorÜbergehend der Kontakt a 2 geschlossen und hiedurch das Sperrschaltmittel B mit Erde an den Leitungsast a gelegt.
Da dieser Leitungsast bei unbesetzter Gesellsehaftsleitung in der Vermittlungsstelle V. ST. bei Schleifen- systemen über das Teilnehmerrelais T ebenfalls geerdet ist, bleibt das Sperrmittel B der anrufenden
Stelle A 4 unbetätigt. Der Automat gleitet weiter und schliesst durch den Kontakt a 3 die Spreeh- garnitur an den Punkten X, Y zwischen beide Leitungsäste.
Durch Bildung der Gleichstromschleife wird das Teilnehmerrelais T im Punkte 1 an die Spannung S gelegt über :
Erde, Relais T, Leitungsast a, Kontakt a 3, Induktionsspule J, Mikrophon M, Impulskontakt JK,
Leitungsast b, Widerstand W, Minus (1).
Auf irgendeine bekannte, hier nicht interessierende Weise erfolgt dann die Überleitung der
Teilnehmeranschlussschaltung AS auf den ersten Gruppenwähler 1. dF. Ist derselbe gefunden, so liegt die in der Anschlussstelle A 4 gebildete, den Impulskontakt JK enthaltende Gleichstromschleife X,
Y zwischen den beiden Leitungsästen a, b im Gruppenwähler 1. GTY einerseits über das Stromstoss- empfangsrelais A, anderseits über die Drosselspule DB an den Punkten 1 bzw. 2 an der Batteriespannung s 1.
Das Stromstossempfangsrelais A wird somit, in bezug auf die Stromstossgebung durch den Impuls- kontakt JJ mittels Schleifenunterbreehung, durch die Differenzspannung s 1 der beiden Spannungen S und s 2 beeinflusst.
Hebt irgendeine andere Stelle ab, und schaltet damit über den vorübergehend geschlossenen, zugehörigen Kontakt a 2 das Sperrschaltmittel B dieser Stelle mit Erde an den Leitungsast a an, so
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wird es im Gruppenwähler 1. GW. über die Drosselspule DR an die Sperrspannung s 2 gelegt, gleichgültig ob der Impulskontakt JE der wählenden Stelle A 4 gerade geöffnet oder geschlossen ist.
Das Sperrschaltmittel B der prüfenden Stelle wird also betätigt über :
Erde, Sperrspannung s 2, Drossel DR, Leitungsast a, Sperrschaltmittel B der prüfenden Stelle, Kontakt a 2, Erde.
Daraus geht hervor, dass eine störende Beeinflussung des Sperrschaltmittels B der anrufenden Stelle durch den Wahlvorgang bzw. durch den Impulskontakt JX vermieden ist. Anderseits kann aber auch eine störende Einwirkung des Sperrsehaltmittels B auf die Wirkungsweise des Stromstoss- empfangsrelais A nicht eintreten. Denn bei der Schliessung des Impulskontaktes JK erhält das Stromstossempfangsrelais A trotz Anlegung der Sperrschaltmittel B gegen Erde durch die zweite Stelle den vollen Ansprechstrom, da einerseits der Wahlvorgang durch die Spannung s 1 (Differenzspannung) und unbeeinflusst davon anderseits die Betätigung des Sperrschaltmittels B durch die Sperrspannung s. ? erfolgt.
Somit ist auch ein verzögertes Ansprechen des Stromstossimpulsrelais A durch eine Stromteilung vermieden, wobei es ganz gleichgültig ist, ob der Widerstand des SpPrrRcha1tmittels B hoch oder nieder gewählt ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, liegt der Leitungsast b sowohl im Vorwähler bzw. in der Teilnehmeranschlussschaltung AS als auch im Gruppenwähler I. GW. an gleicher Polarität und es ist daher ein Knalleffekt bei der aurufenden Stelle im Moment des Auftreffens auf den Gruppenwähler
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spannung beseitigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit gesellschaftsleitungen und Wählerbetrieb,
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beschriebenen Anordnung erfolgen und die Wähler in den Vermittlungsstellen durch Unterbrechung der über die Sprechadern verlaufenden Leitungsschleife eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromstossempfangsrelais (A) in der Vermittlungsstelle zwischen der einen Sprechader und der Amtsbatterie liegt, während die Sperrschaltmittel (B) der Teilnehmerstellen bei besetzter Leitung über die andere Sprechader und eine Hilfsspannung zur Wirkung gebracht werden, und der aufbau einer Verbindung ohne Potentialumkehrung auf der Anschlussleitung erfolgt.
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