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Elektrische Lichtanlage, bei der ein Weehselstromerzeuger mit permanent magnetischer Erregung einen elektrischen Sammler über einen Gleichrichter ladet, insbesondere für Krafträder.
Für Krafträder kennt man bereits elektrische Lichtanlagen, bei denen ein Wechselstromerzeuger mit permanent magnetischer Erregung einen elektrischen Sammler über einen Gleichrichter ladet. Bei den bekannten Ausführungen besteht jedoch die Gefahr, dass der Sammler bei Tagfahrt überladen wird und infolgedessen die Sammlerplatten vorzeitig unbrauchbar werden.
Um das Überladen des Sammlers zu verhüten, ist gemäss der Erfindung parallel zum Wechselstromerzeuger auf der Wechselstromseite des Gleichrichters ein Widerstand angeordnet, der selbsttätig eingeschaltet wird. Das selbsttätige Einschalten des Widerstands kann z. B. zwangsläufig bei Tagfahrt durch den von Hand betätigten Schalter für die elektrische Anlage oder durch einen selbsttätigen elektrischen Schalter erfolgen.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Anlage, bei welcher der Widerstand zwangsläufig durch den Handschalter für die elektrische Anlage eingeschaltet wird, Fig. 2 eine Anlage, bei welcher der Widerstand durch einen elektromagnetischen Schalter selbsttätig eingeschaltet wird, und Fig. 3 eine Anlage, bei welcher der Widerstand durch einen elektromagnetischen Schalter selbsttätig eingeschaltet wird, dessen Stromkreis zwangsläufig durch den Handschalter für die elektrische Anlage geschlossen bzw. geöffnet wird.
In der Fig. 1 bezeichnet 1 einen Wechselstromerzeuger mit beispielsweise zwei halbringförmigen Magneten 2 aus permanentem Magnetstahl und mit einem Anker 3, dessen beide Wicklungsenden mit den beiden Wechselstromklemmen eines Gleichrichters 4 verbunden sind. Von dessen Plusklemme führt eine Leitung zu einem feststehenden Kontakt 5 eines Schaltkasten 6, während die Minusklemme des Gleichrichters 4 an Masse angeschlossen ist.
Ausser dem Kontakt 5 hat der Schaltkasten 6 noch die feststehenden Kontakte 7,8, 9, 10, 11 12 und 14 sowie 34 und 35. Von diesen sind jeweils 5, 7, 8 und 11 sowie 10 und 14 durch Stromschienen verbunden. Vom Kontakt 5 führt eine Leitung zu der Plusklemme eines elektrischen Horns 15, dessen Minusklemme durch einen Druckknopf 16 mit Masse verbunden werden kann. An den Kontakt 8 ist der Pluspol eines elektrischen Sammlers 17 angeschlossen, dessen Minuspol an Masse liegt. Der Kontakt 9 ist mit dem einen Pol einer Standlampe 18 verbunden, deren anderer Pol an Masse liegt. Von dem Kontakt 12 führt eine Leitung zu einem vorzugsweise an der Lenkstange angeordneten Umschalter 19, von dem zwei Leitungen zu dem einen Pol einer Hauptlampe 20 und einer Abblendlampe 21 führen, deren anderer Pol an Masse liegt.
Die beiden Lampen 20 und 21 können in bekannter Weise zu einer Zweifadenlampe vereinigt sein. An den Kontakt 14 ist der eine Pol einer Schlusslampe 23 angeschlossen, deren anderer Pol an Masse liegt. Von dem Kontakt 34 führt eine Leitung über einen Widerstand 22 zu der einen Wechselstromklemme des Gleichrichters 4. Die andere Weehselstromklemme desselben ist durch eine Leitung mit dem Kontakt 35 verbunden.
Zu dem Schaltkasten 6 gehört ein drehbares Schaltglied 24, dessen vier Schaltstellungen mit 0,
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bei Nacht und III Nachtfahrt. An dem Schaltglied 24 befinden sich vier Kontaktzungen mit den Kontakten 25, 26,27 und 28 sowie eine isolierte Kontaktzunge mit den Kontakten 36 und 37.
In der gezeichneten Schaltstellung 0 sind alle Stromkreise des Schaltkasten ausgeschaltet.
In der Schaltstellung I liegen die Schaltkontakte 27, 28, 36 und 37 auf den feststehenden'Kon- takten 8, 5,34, 35. Hiebei kann das Horn 15 betätigt und der Sammler 17 von der Wechselstrommaschine 1
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über den Gleichrichter 4 geladen werden, wobei der Widerstand 22 an die Wechselstromklemmen des Gleichrichters 4 angeschlossen ist.
In der Schaltstellung fliegen die Schaltkontakte 25, 26,27, 28 auf den feststehenden Kontakten 7,
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den Gleichrichter 4 geladen werden. Ausserdem brennen die Standlampe 18 und die Schlusslampe 23.
Der Widerstand 22 ist abgeschaltet.
In der Schaltstellung 111 liegen die Schaltkontakte 25, 26,27, 28 auf den feststehenden Kontakten 8, 5, 12, 10. Hiebei kann das Horn 15 betätigt und der Sammler 17 von der Wechselstrommaschine 1 über den Gleichrichter 4 geladen werden. Ausserdem brennen die Schlusslampe 23 und je nach der Stellung des Umsehalters 19 die Hauptlampe 20 oder die Abblendlampe 21. Der Widerstand 22 ist abgeschaltet.
Vorteilhaft ist der Schaltkasten 6 ausserdem noch mit weiteren feststehenden Kontakten versehen, durch welche die Zündung in der Schaltstellung 0 abgeschaltet werden kann. Diese Kontakte sind in der Figur der Übersichtlichkeit halber weggelassen.
Wie ersichtlich, ist der Widerstand 22 in der Schaltstellung 1 (Fahrt bei Tag) an die Wechselstromseite des Gleichrichters 4 angeschlossen, so dass der Sammler bei Tagfahrt vor Uberladung geschützt ist. In den Schaltstellungen 11 und 111 (Stadt-und Landfahrt bei Nacht) ist hingegen der Widerstand 22 abgeschaltet. Bei Nachtfahrt in der Stadt läuft die Lichtmaschine kaum längere Zeit mit hoher Drehzahl, ausserdem sind die Lampen 18 und 23 angeschlossen. Bei Nachtfahrt auf dem Lande sind ausser der Schlusslampe 23 die Haupt-oder Abblendlampe 20 bzw. 21 angeschlossen, die viel Strom verzehren.
Deshalb ist bei Nachtfahrt ein Überladen des Sammlers nicht zu befürchten und der Widerstand 22 kann abgeschaltet bleiben.
Die Fig. 2 weicht von der Fig. 1 in folgenden Punkten ab. Die Kontakte 34 und 35 im Sehaltkasten 6 sind weggefallen. Dafür ist an die Gleichstromklemmen des Gleichrichters 4 die Spannungspule 29 eines selbsttätigen elektromagnetischen Schalters angeschlossen, dessen Anker 30 ein Kontaktpaar 31, 32 betätigt. Der Kontakt 31 ist an die eine Wechselstromklemme des Gleichrichters 4 und der Kontakt 32 ist über den Widerstand 22 an die andere Wechselstromklemme des Gleichrichters 4 angeschlossen.
In der gezeichneten Ruhestellung ist das Kontaktpaar 31, 32 geöffnet und infolgedessen der Widerstand 22 abgeschaltet. Der selbsttätige Schalter 29,30 ist als Trägregler ausgebildet, der den Widerstand 22 beispielsweise bei 7'5 Volt einschaltet und bei 6'5 Volt abschaltet. Der Widerstand 22 wird daher stets beim Überschreiten einer bestimmten Ladespannung des Sammlers eingeschaltet, gleichviel ob bei Tag oder bei Nacht gefahren wird. Der Sammler ist also stets vor Überladung geschützt.
Durch die Spannungsspule 29, die ständig eingeschaltet ist, wird ein gleichstromseitiger Leerlauf des Gleichrichters 4 verhindert. Die Spannungsspule 29 wird so an den Gleichrichter 4 angebaut, dass ihre Verbindung mit den Gleichstromklemmen desselben nicht gelöst werden kann. Dadurch wirkt sie bei abgetrenntem Sammler als gleichstromseitige Belastung des Gleichrichters und verhütet eine Zerstörung des Gleichrichters durch die Spannungsspitzen der leerlaufenden Wechselstrommaschine. Bei entsprechend hoher Maschinenspannung wird ausserdem noch der Widerstand 22 durch den selbsttätigen Schalter 29,30 eingeschaltet.
Dadurch, dass der Widerstand 22 zwischen den Wechselstromklemmen des Gleichrichters angeordnet ist, wird dieser gleichzeitig vor Überlastung bewahrt.
Die Fig. 3 weicht von der Fig. 1 in den folgenden Punkten ab. Die Kontakte 34 und 35 sowie der Widerstand 22 sind fortgefallen. Dafür ist an einen Kontakt 13 das eine Ende der Spannungsspule 29 angeschlossen, deren anderes Ende an Masse liegt. Der Anker 30 und das Kontaktpaar 31, 32 sind ebenso angeordnet wie bei der Ausführung nach der Fig. 2. An den Kontakt 31 ist die eine Wechselstromklemme des Gleichrichters 4 angeschlossen, und der Kontakt 32 ist über eine als Widerstand ausgebildete Lampe 33 mit der andern Wechselstromklemme des Gleichrichters verbunden.
Der Stromkreis der Spannungsspule 29 wird durch den Schaltkasten 6 in der Schaltstellung 1 geschlossen und in den Schaltstellungen 0, 11 und 111 geöffnet. Der selbsttätige Schalter 29,30 kann daher nur bei Tagfahrt und nicht bei Nachtfahrt in Tätigkeit treten.
Dadurch, dass der Widerstand gleichzeitig als Lampe ausgebildet ist, kann der Fahrer erkennen, ob der Sammler selten oder häufig überladen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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magnetischer Erregung einen elektrischen Sammler über einen Gleichrichter ladet, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Wechselstromerzeuger ein auf der Wechselstromseite des Gleichrichters angeordneter Widerstand einschaltbar ist, um eine Überladung des Sammlers zu verhüten.