AT140859B - Verfahren zur Herstellung weißgetrübter Eisenemails. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung weißgetrübter Eisenemails.

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AT140859B
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Ignaz Dr Kreidl
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Ignaz Dr Kreidl
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Die Erfindung bezieht sich auf die   Herstellung weiss getriibter Emails und Glasuren, insbesondere   Eisenemails, bei welchen Gastrübungsmittel im Verein mit   Emailfritten   verwendet werden, die an sieh im Schlicker gegenüber normalen   Emailfritten   erhöhte   Kolloidalität   bzw. grössere kolloidale Anteile 
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 kolloid-chemische Massnahmen schon bei normaler Mahlung auf normalen   Emailmühlen   erreicht werden. So kann man durch   Veränderung   der Zusammensetzung des Emailsatzes (d. i. die   nicht geschmolzene   Rohmischung) z.

   B. durch Erhöhung des Fluorgehaltes Emailfritten erhalten, bei welchen die kolloidalen Eigenschaften gegenüber denen von   gewöhnlichen   Emailfritten   schon bei normaler Mahlung erhöht sind.   



  So ergeben Emailsätze. die das Doppelte des üblichen Fluorgehaltes normaler Emailsätze (d. i. ungefähr 5% Fluor enthaltender Emailsätze) aufweisen. also z. B. 10% fluor und auch mehr enthalten, diese Eigenschaft, wobei für diesen Zweck von den fluorhaltigen Stoffen sich besonders der Zusatz   von Kiesel-   
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 zweckmässig aber durch Kombination beider   Massnahmen   erreicht werden. d. i. sowohl   Verminderung   des Borgehaltes als auch Erhöhung des. alkaligehaltes erreicht werden. Hiebei kann die   grössere Alkali-   menge in Form aller fÜr die Emaille in Verwendung kommenden, alkalihaltigen Rohstoffe eingeführt werden, beispielsweise als Soda. Feldspat u. dgl.

   Bei den zumeist in Verwendung stehenden   Emailsätzen   kann das Verhältnis von Alkali zu Borsäure im Durchschnitt ungefähr mit 11/2 Teilen Alkali zu 1 Teil 
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 Rohmischung, zu erhöhen. Die günstigste Zusammensetzung für die Fritten lässt sich in jedem   Faiie   auf empirischem Wege durch in der Kolloidchemie bekannte Massnahmen feststellen. Bei der Verwendung solcher Fritten tritt manchmal der   {'bestand   auf. dass die Emaille beim Einbrennen einen Schleier bekommt bzw. matt wird. Die Erfindung beruht nun auf der Feststellung, dass dieser Übelstand dadurch vermieden werden kann. dass man den Einfluss der die Wasserbindung des Tones begünstigenden Stoffe. die im Emailsehlieker vorhanden sind. auf den Ton herabsetzt, ohne die Adsorptionsfähigkeit des Tones zu beeinträchtigen.

   Gemäss der Erfindung werden daher der   Emaille auf der Mühle Stoffe zugesetzt.   die eine mindestens teilweise Umsetzung der im Schlicker   vorhandenen   Verbindungen,. die die Wasserbindung des Tones begünstigen, wie z. B. Soda. Borax u. dgl., hervorrufen können, offenbar unter Bildung von auf den Ton schwächer wirkenden Stoffen, ohne dass durch den Zusatz dieser Stoffe die Adsorptionsfähigkeit des Tones beeinträchtigt wird. Solche Stoffe sind insbesondere Salzsäure bzw. Salzsäure abgebende Stoffe. zweckmässig   salzsaure   Salze mit flüchtigen Basen. 



   Als Beispiel eines Stoffes, welcher ausserordentlich gut wirksam ist. sei Ammonchlorid genannt, 
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 in Mengen von 1/2 pro Mille bis 2 pro Mille auf die   Emailfritte gerechnet bzw. an   Stelle   von Ammon-   chlorid die einer solchen Menge ammonchlorid entsprechende Menge Slazsäure, wobei jedoch Ammon- 

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 chlorid der Verwendung von Salzsäure vorzuziehen ist. Der Zusatz von Salzsäune bzw. Ammonchlorid auf der   Mühle zu kolloidalen   Emails hat mit der bekannten Verwendung   von Stellmitteln zu gewöhnlichen   Emails, die im   übrigen   in   viel grösseren Mengen zugesetzt werden müssen, nichts   zu tun. 



   Beispiele :
1. 1000 g einer kolloidalen Fritte,
100 g Ton   0#25 g Methylenblau als Trübungsmittel.   



     0'-1 g   Salpeter. 



   1 y Ammonchlorid werden auf   der Mühle   mit ungefähr   450   g Wasser vermahlen. 
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   2. 1000   g   einer kolloidalen Fritte. 



   100 g Ton. 



    0#5 g Teer (trocken)     0#4 g   Salpeter
1 g Ammonchlorid werden auf der Mühle mit   ungefähr 450 g Wasser Yermahlen.   
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1. Verfahren zur Glanzerhöhung weisser, gasgetrübter emails, dadurch gekennzeichnet. dass kolloidalen Emailfritten, insbesondere Emailfritten normaler Mahlung. bei welchen   durch Veränderung   der Zusammensetzung des Emailsatzes die kolloidalen Eigenschaften bzw. kolloidalen Anteile der Fritte im Schlicker erhöht sind. auf der   Mühle Stoffe zugesetzt werden,   die eine mindestens teilweise Umsetzung   von im Sehlicker vorhandenen,   die   Wasserbindung   des Tones   begünstigenden   Salzen bewirken, insbesondere Salzsäure bzw.

   Salzsäure abgebende Stoffe,   zweckmässig salzsaure Salze von     flüchtigen Basen, wie Ammonchlorid.   
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