AT137329B - Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen.

Info

Publication number
AT137329B
AT137329B AT137329DA AT137329B AT 137329 B AT137329 B AT 137329B AT 137329D A AT137329D A AT 137329DA AT 137329 B AT137329 B AT 137329B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
parts
weight
compounds
aromatic
solution
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Application granted granted Critical
Publication of AT137329B publication Critical patent/AT137329B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen. 



   Es ist bekannt, dass Isoeugenol und andere aromatische Oxyverbindungen, die in o-oder   p-Stellung   zur Hydroxylgruppe einen Propenylrest enthalten, durch Oxydation ihrer Alkalisalze mit Nitrobenzol in Gegenwart überschüssigen Alkalis und bei höherer Temperatur in die zugehörigen Aldehyde übergeführt werden können (s. z. B. schweizerische Patentschriften Nr. 132305 und Nr. 139178). 



   Diese Oxydationen erfolgen derart, dass die Alkalisalze in trockenem Zustand oder bei Gegenwart von wenig Wasser bzw. konzentrierter Alkalilauge mit dem Nitrobenzol auf Temperaturen über   1000 erhitzt   werden. Dabei muss man die mehr oder weniger heftig verlaufende Reaktion durch Rühren sowie durch Verwendung eines grossen Überschusses an Nitrobenzol und durch sorgfältige Beobachtung der Temperatur (Abstellen der Heizung bei Eintritt der Reaktion) mildern, um sie gleichmässig zu gestalten. 



   Es wurde nun gefunden, dass alle diese Schwierigkeiten in einfachster Weise beseitigt werden können, wenn man solche aromatische Nitroverbindungen verwendet, die infolge eines Gehaltes an   SOgH-oder COOH-Gruppen   wasserlösliche Alkalisalze zu bilden vermögen. Man kann dann die Reaktion in klarer, wässeriger Lösung vor sich gehen lassen, ohne zu rühren und ohne einen grossen Überschuss an Nitroverbindungen anwenden zu müssen ; ferner braucht man die Reaktion nicht zu überwachen. Es genügt z. B. die alkalische Lösung von m-nitrobenzolsulfonsaurem Natrium und Isoeugenolnatrium einige Zeit zu kochen, um Vanillin in sehr guter Ausbeute zu erhalten. 



   An Stelle von Phenolen mit einem Propenylrest können auch Phenole mit einer Carbinolgruppe in   0- odr p-StelIung   zur Hydroxylgruppe zur Verwendung gelangen. So können z. B. die Oxybenzylalkohole, die in bekannter Weise durch Kondensation von Formaldehyd mit Phenolen in alkalischer Lösung gewonnen werden, unmittelbar ohne Isolierung derselben durch blosses Kochen des Kondensationsansatzes unter Zusatz von z. B. m-nitrobenzolsulfonsaurem Natrium in die entsprechenden Oxyaldehyde übergeführt werden. Es gelingt auch auf diesem Weg aromatische Oxyalkohole, welche mehrere Carbinolgruppen enthalten, wie z. B. das durch Kondensation von 1 Mol. p-Kresol mit 2 Mol. Formaldehyd in alkalischer Lösung bei Zimmertemperatur erhaltene 2. 11.   31-Trioxy-1.   3. 5-trimethylbenzol, in die entsprechenden Dialdehyde zu überführen. 



   Beispiel 1 : 164 Gewichtsteile Isoeugenol und 240 Gewichtsteile m-nitrobenzolsulfonsaures Natrium werden mit 1200 Gewichtsteilen   10"/oger   Natronlauge übergossen und drei Stunden zum Sieden erhitzt. Hierauf wird die rotbraune Lösung angesäuert, das entstandene Vanillin mit Äther ausgezogen und die ätherische Lösung mit Natriumbisulfitlösung ausgeschüttelt. 



  Durch Zersetzung der Bisulfitlösung mit verdünnten Mineralsäuren erhält man 136 Gewichtsteile Vanillin vom   F=78-79 ,   das durch einmaliges Umkristallisieren aus Wasser völlig rein gewonnen werden kann. 



   Statt vom Isoeugenol selbst auszugehen, kann man auch die durch Erhitzen von Eugenol oder Nelkenöl mit Alkalihydroxyd gewonnene Schmelze verwenden. 



   Beispiel 2 : 42 Gewichtsteile Isoeugenol, 70 Gewichtsteile   p-Nitrobenzoesäure   und 55 Gewichtsteile Ätznatron werden in 800 Teilen Wasser gelöst und sechs Stunden unter Rückfluss gekocht. Das entstandene Vanillin wird in gleicher Weise wie im Beispiel 1 gewonnen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    -.,.-,   Beispiel 3: 164 Gewichtsteile Isoeugenol, 340 Gewichtsteile 6-Chlor-3-nitrobenzolsulfonsäure-(1) und 160 Gewichtsteile Ätznatron werden in 1500 Teilen Wasser gelöst und-'wie im Beispiel 1 beschrieben, weiter behandelt., Man erhält in sehr guter Ausbeute Vanillin. 



   Beispiel 4 : 89 Gewichtsteile 2-Oxy-3-propenylbenzoesäure werden mit 150 Gewichtsteilen m-nitrobenzolsulfonsaurem Natrium,   500.-Gewichtsteilen 20"/oiger   Natronlauge und 300 Gewichtsteilen Wasser vier Stunden auf dem   Dampfbad. erhitzt.   Nachher wird angesäuert, ausgeäthert und der ätherischen Lösung die entstandene 2-Oxy-3-formylbenzoesäure mit   Bisumtlösung   entzogen. Durch Zersetzung der Bisulfitlösung mit verdünnter Mineralsäure erhält man die Säure in Form fast weisser Kristalle vom F = 174-176 ; beim Umkrisfallisieren aus Wasser steigt der Schmelzpunkt auf   178-179 .   



   Beispiel 5 : 15 Teile Vanillylalkohol [4.11-Dioxy-3-methoxy-1-methylbenzol] werden in 120 Gewichtsteilen 10% iger Natronlauge gelöst, 25 Gewichtsteile   m-nitrobenzolsulfonsaures   Natrium zugefügt und vier Stunden am Rückflusskühler gekocht. Dann wird mit Schwefelsäure angesäuert, ausgeäthert und der ätherischen Lösung mit Bisulfitlauge das in sehr guter Ausbeute entstandene   Vanillin entzogen.'   
 EMI2.1 
 teile   20 /oiger   Natronlauge zugefügt. Unter Erwärmen auf dem Wasserbade werden sodann   13#6 Gewichtsteile [4-Oxy-3-methoxyphenyl]-trichlormethylcarbinol (B.   56 [1923] 982) eingetragen und hierauf noch 14 Stunden am   Rückflusskühler   gekocht. Dem sodann angesäuerten Reaktionsgemisch werden die Oxydationsprodukte durch Ausschütteln mit Äther entzogen.

   Nach dem Abdampfen des'Äthers wird das in überwiegendem Masse entstandene Vanillin durch Umkristallisieren aus Benzol und Wasser von nebenher entstandener 4-0xy-3-methoxybenzoylameisensäure getrennt. 



   Beispiel 7 : 9'4 Gewichtsteile Phenol werden in 150 Volumteilen   3'3%piger   Natronlauge gelöst und 8-5 Gewichtsteile   40%igue   wässerige Formaldehydlösung hinzugefügt. Nach längerem Stehen,   wobei, sich 0- und   p-Oxybenzylalkohol bildet, werden in der Flüssigkeit lOg Ätznatron aufgelöst, 12y m-nitrobenzolsulfonsaures Natrium zugefügt und   1. 1/2 Stunden   am   Rückflusskühler   gekocht. Das angesäuerte Reaktionsgemisch wird mit Äther extrahiert, dem die entstandenen Aldehyde durch Bisulfitlosung entzogen werden. Im Äther bleibt unverändertes Phenol, während bei der Aufarbeitung der Bisulfitlösung neben etwas Salicylaldehyd hauptsächlich p-Oxybenzaldehyd gewonnen wird. 



   Beispiel 8 : 4 Gewichtsteile 2.   11.     31-Tl'ioxy-1.   3.5-trimethylbenzol werden   in 40 Ge-     wichts teilen 10%iger   Natronlauge gelöst, 10 Gewichtsteile m-nitrobenzolsulfonsaures Natrium 
 EMI2.2 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen durch Oxydation   ent-   sprechender, in o-oder p-Stellung einen zu einer Oxogruppe oxydierbaren Rest-enthaltender Oxyverbindungen in, Gegenwart wässeriger Alkalilösungen. bei höherer Temperatur mit aromatischen Nitroverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation mit Nitrobenzolsulfonsäuren   bzw. -carbonsäuren oder   deren Derivaten in wässerig-alkalischer Lösung durch-   geführt wird.  

Claims (1)

  1. 2. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks, Darstellung von Oxyoxoverbindungen, welche mehrere Oxogruppen enthalten, solche Oxyverbindungen als Ausgangsstoffe verwendet werden, die neben dem in o-oder p-Stellung befindlichen, zu einer Oxogruppe oxydierbaren Rest weitere derartige Reste enthalten.
AT137329D 1932-12-19 1932-12-19 Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen. AT137329B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT137329T 1932-12-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT137329B true AT137329B (de) 1934-04-25

Family

ID=3639654

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT137329D AT137329B (de) 1932-12-19 1932-12-19 Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT137329B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT137329B (de) Verfahren zur Darstellung von aromatischen Oxyoxoverbindungen.
DE686111C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten aus Ligninsulfonsaeuren
DE578037C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Oxyaldehyden
DE622966C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von Isovanillin in 4-Oxy-3-aethoxybenzaldehyd
DE580981C (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Oxyaldehyde
DE610317C (de) Verfahren zur Herstellung von Dichloressigsaeure
AT110915B (de) Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze.
DE563126C (de) Verfahren zur Herstellung von m-Alkylaethern des Protokatechualdehyds
AT114106B (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen aus Inden und Phenolen.
CH211488A (de) Verfahren zur Darstellung von 17-Methyl- 4-androstenol-17-on-3.
DE561519C (de) Verfahren zur Darstellung aromatischer Oxyaldehyde
DE701134C (de) , die eine olefinische Doppelbindung im Molekuel enthalten, mit aromatischen oder gemischt aromatisch-alicyclischen Kohlenwasserstoffen
DE707006C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte
AT87999B (de) Verfahren zur Trennung von Emulsionen, insbesondere solcher, die beim Waschen sulfurierter Mineralöle entstehen.
DE193958C (de)
DE920668C (de) Verfahren zur Herstellung eines Unkrautvertilgungsmittels in bestaendiger hochkonzentrierter Form
AT113324B (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen Phenolen aus den Phenole und Phenoläther enthaltenden Buchenholzteerölen.
DE547026C (de) Verfahren zur Darstellung von Propenylbrenzkatechinmonomethylaethern
AT156793B (de) Verfahren zur Herstellung bzw. Verbesserung von organischen Kationenaustauschern.
AT64977B (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Dimethylaminobuten-3 und 1-Dimethylamino-2-methylbuten-3.
AT135705B (de) Verfahren zur Darstellung von 6-Mono- oder 6-Dialkyl- bzw. -aralkylamino-2-methylhepten-(2).
AT73420B (de) Verfahren zur Herstellung von löslichen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd.
AT38882B (de) Verfahren zur Darstellung von Kamphen.
DE851949C (de) Verfahren zur Herstellung von synthetischen Gerbstoffen
AT124273B (de) Verfahren zur Darstellung von Vanillin und eines Vanillinhomologen.