AT124273B - Verfahren zur Darstellung von Vanillin und eines Vanillinhomologen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Vanillin und eines Vanillinhomologen.

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  Verfahren zur Darstellung von Vanillin und eines Vanillnholllologen. 



   Im Stammpatent Nr. 117483 ist ein Verfahren zur Darstellung von Vanillin   geschützt,   dass darin besteht, dass man das beim Erhitzen von Safrol bzw. Isosafrol mit alkoholischem Alkali oder einer alkoholischen Lösung von Alkalialkoholat erhaltene Gemisch der   3-und 4-Alkoxymethyläthcr   des   1-Pro-     panyl-3#4-dioxybenzols   methyliert,   sodann durch Erwärmen   mit Mineralsäuren den   Alkoxymethykest   abspaltet und das so gewonnene Gemisch von Isochavibetol und Isoeugenol entweder unmittelbar oder nach Trennung in die Komponenten sowie   Überführung   des Isochavibetols in Isoeugenol oxydiert. 



   Es wurde nun gefunden, dass man an Stelle von Safrol auch Campheröl als Ausgangsprodukt anwenden kann. In diesem Falle ist es jedoch erforderlich, das durch Aufspaltung mittels   alkoholischem   Alkali oder Alkalialkoholat erhaltene Reaktionsprodukt vor der Weiterverarbeitung, nach Abdestillieren des Alkohols, durch Extraktion mit indifferenten Lösungsmitteln von den im Campheröl enthaltenen Begleitstoffen des Safrols zu befreien. 



   Es wurde weiter gefunden, dass man auf dem weiter oben angegebenen Wege auch zu Homologen des Vanillins bzw. Isovanillins, nämlich den beiden isomeren Athyläthern des   Protoeatechualdchyds   gelangen kann. Das Verfahren des Stampatents lässt sieh in analoger Weise   durchführen,   wenn   man   die im Zuge des Verfahrens   erhältlichen   Monoäther des 1-Propenyl-3. 4-dioxybenzols, statt zu   methylieren,   einer   Äthyliening   unterwirft.

   Als derartige   Monoäther kommen   die bei der Aufspaltung des Safrols bzw.   Campheröls   als Gemisch   erhältlichen   3- und 4-Alkoxymethyläther des   1-Propenyl-3,     4-dioxybpnzols,   ferner das 3-Oxy-4-äthoxy-1-propenylbenzol, welches aus den an verschiedenen Stellen des Verfahrens anfallenden Gemischen von 3- und 4-Äthyläthern des   1-Propenyl-3.   4-dixoybenzols gewonnen wird, sowie schliesslich die in den Laugen, welche bei der Abscheidung des 4-Oxy-3-äthoxy-1-propenylbenzols in Form von Alkalisalzen aus Gemischen mit seinen Isomeren anfallen, enthalteen 4-Propenylbrenz-   catechinäther   in Betracht.

   Durch Erwärmen des Reaktionsproduktes, welches bei der   Athylierung   des an erster Stelle genannten Äthergemisehes entsteht, mit Mineralsäuren sowie der Diäthyläther, welche   durch Athylierung   der an zweiter und dritter Stelle genannten Produkte entstehen, mit Alkalien erhält man Gemische der   1- und 2-Äthyläther   des   4-Propenylbrenzcatechins,   die ähnliche Löslichkeitsverhältnisse aufweisen wie die entsprechenden   Methyläther.   So ist der den Äthylrest in der p-Stellung zur Pro- 
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 teilen Atznatron und 1000 Gewichtsteilen Methylalkohol im Rührautoklaven 20 Stunden lang auf 130 bis   140'erhitzt   ;

   durch Ansäuern der alkalischen Lösung gewinnt man 400 Gewiehtsteile des Gemisches der Methoxymethyläther, nachdem vorher dem Reaktionsgemiseh durch Extraktion mit Benzol 360 Ge- wiehtsteile alkaliunlösliche Produkte, die im wesentlichen aus den im Campheröl enthaltenen Kohlen- wasserstoffen und zu etwa 6 % aus Safrol bestehen, entzogen wurden. Die Weiterverarbeitung dieses
Gemisches erfolgt entweder nach dem im Stammpatent Nr. 117483 oder nach dem im ersten Zusatzpatent
Nr. 121543   geschützten   Verfahren. 



   Beispiel 2 : 1 kg Safrol wird mit 3l 25%iger methylalkoholischer Kalilauge im Rührautoklaven
20 Stunden lang auf   130-1400 erhitzt.   Alsdann destilliert man den Methylalkohol ab, nimmt den Rück- stand mit Wasser auf und schüttelt die Lösung zur Entfernung von nicht   umgesetztcm Isosafrol   mit 
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 Zusatz von    !   Wasser mit 750   cm3   Äther aufgenommen, worauf man die   ätherische   Lösung zur Entfernung einer kleinen Menge des äthylierten Produkts mit verdünnter Natronlauge   wäscht.   Aus der alkalischen Waschlauge kann man durch Ansäuern ungefähr 8g nichtäthylierten Produkts wieder- 
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   170g des Äthyläthergemisches werden mit 1'1l Alkohol, 450 cm3 Wasser und einigen Tropfen Salzsäure   (25% ig)   6 Stunden am Rückfluss gekocht, der Alkohol abdestilliert und das ausgeschiedene Öl mit Äther aufgenommen. Zur Entfernung eines kleinen Restes von nicht verseiftem Produkt extrahiert 
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 und der   Rückstand   im Vakuum destilliert. Man erhält   123 g   eines bei 14 mm von 148-152  siedenden, in der Kälte zum Teil kristallinisch erstarrenden Öls, das einen   eugenolartigen Geruch   besitzt und aus einem Gemisch der   4-und 3-Äthyläther   des   1-Propenyl-3.   4-dioxybenzols besteht. 



   Beispiel 3 : 123   g   des nach Beispiel 1 erhaltenen Äthergemisches werden unter Erwärmen in 120 ems Hexahydrotoluol gelöst. Beim Erkalten kristallisiert das 3-Oxy-4-äthoxy-1-propenylbenzol aus, das nach dem Absaugen durch   Umkristallisieren aus Hexahydrotoluol   rein gewonnen wird. Ausbeute :   45     g ; F = 84-85" (Acetat   : F = 68-69  ; Benzoat : F =   60-61 ).   



   Die Mutterlauge wird vom Lösungsmittel befreit und der   Rückstand   durch Erwärmen in 180   cm."   10% iger Natronlauge gelöst. Das beim Erkalten auskristallisierte Natriumsalz wird abgesaugt, mit verdünnter   Kochsalzlösung   gewaschen und aus Wasser umkristallisiert, wobei man es in Form langer Nadeln erhält. Durch Lösen in Wasser und   Zersetzung mit verdünnter Mineralsäure   erhält man das 4-Oxy-3-äthoxy-1-propenylbenzol, das durch Ausschütteln mit Äther und Abdestillieren des letzteren gewonnen wird. Ausbeute 45   g ; Kpl3   = 145 , F =   42-44    (Benzoat : F = 89  ; Acetat : F =   39-41 ).   



   Aus den anfallenden   Mutterlaugen   wird durch   Ansäuern   eine dritte Fraktion gewonnen, aus der mit Hexahydrotoluol noch ein kleiner Teil des   4-Äthyläthers gewonnen wtrden   kann. 



   Die auf diese Weise isolierten   4-und 3-Äthyläther   des   1-Propenyl-3.   4-dioxybenzols werden nun, je nachdem ob man beide isomeren Äthyläther des Protocatechualdehyds oder nur den als Riechstoff verwendbaren 3-Äthyläther herzustellen beabsichtigt, entweder für sich oder aber nach   Überführung des   3-Oxy-4-äthoxy-1-propenylbenzols in das 4-Oxy-3-äthoxy-1-propenylbenzol (nach dem Verfahren des Stammpatents) oxydiert. 



   Beispiel 4 : 200 g 4-Oxy-3-äthoxy-1-propenylbenzol werden zwecks Oxydation mit Hilfe von Chromsäure zunächst durch vierstündiges Erhitzen mit 150   Essigsäureanhydrid   und 30 g geschmolzenem Natriumacetat auf 135-140  in die Aeetylverbindung übergeführt. Man destilliert die gebildete Essigsäure ab und giesst den   Rückstand   in Wasser. Das als Öl ausfallende Reaktionsprodukt wird mit Benzol aufgenommen, die Benzollösung mit etwas Natriumbicarbonat gewaschen und getrocknet. Nach Abdestillieren   des Benzols bleibt das Acetyli@rungsprodukt   in fast quantitativer Ausbeute zurück ; Kp15 =   170-175 .   Beim Abkühlen erstarrt es und kann aus Benzin umkristallisiert werden ;   F=39-41 .   



   Zur Oxydation werden 110 g des rohen Acetats in 100   cm3   Benzol gelöst, 200 g Kaliumbichromat in   1l   Wasser und 25 g Sulfanilsäure zugesetzt, das Gemisch auf ungefähr 70  erwärmt und unter gutem Rühren 850 g   35% ige Schwefelsäure zugetropft. Nach   der Oxydation setzt man noch etwas Benzol zu und trennt die wässerige Chromlauge ab.

   Der Benzollösung entzieht man durch Ausschütteln mit Bisulfitlauge das Acetat des   4-0xy-3-äthoxybenzaldehyds.   Die   zurückbleibende   Benzollösung hinterlässt nach Abdestillieren des Benzols etwa 22 g nicht oxydiertes Produkt, das einem neuen Ansatz wieder zugesetzt werden kann. 
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 Zeit mit wässerig-alkoholischer Natronlauge erwärmt, der Alkohol abdestilliert und aus dem Rückstand der 3-Äthyläther des 3. 4-Dioxybenzaldehyds durch   Ansäuern   ausgefällt, abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Durch Umkristallisieren aus Alkohol erhält man 50   9   reines Produkt vom F =   77-78 .   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ausführungsform des Verfahrens zur Darstellung von Vanillin gemäss Stammpatent Nr. 117483, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle des dort zur Verwendung gelangenden Safrols Campheröl als Ausgangsprodukt verwendet, wobei man das durch Aufspaltung mittels alkoholischem Alkali oder Alkalialkoholat in der Wärme erhaltene   Reaktionsprodukt   vor der Weiterverarbeitung, nach Abdestillieren des Alkohols, durch Extraktion mit indifferenten Lösungsmitteln von den im Campheröl enthaltenen Begleitstoffen des Safrols befreit.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens des Stammpatents Nr. 117483 und des Verfahrens nach Anspruch 1, zwecks Darstellung eines Vanillinhomologen, nämlich des Monoäthyläthers des Protoeatcehualdehyds in beiden isomeren Formen, dadurch gekennzeichnet, dass man die im Zuge des Verfahrens erhältlichen Monoäther des 1-Propenyl-3. 4-dioxybenzols anstatt zu methylieren einer Äthylierung unterwirft.
AT124273D 1925-11-10 1927-01-24 Verfahren zur Darstellung von Vanillin und eines Vanillinhomologen. AT124273B (de)

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