AT136378B - Verfahren zur Darstellung von Alkalilaugen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkalilaugen.

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  Verfahren zur Darstellung von Alkalilaugen. 



   Es ist bekannt, dass Alkaliamalgame mit Wasser in Gegenwart von Katalysatoren, wie Graphit, Koks, Kohle, Eisen und Eisenlegierungen oder durch Rührvorrichtungen aus diesen Stoffen, unter Gewinnung von Alkalilaugen zersetzt werden. Bisher ist es jedoch nur gelungen, etwa   35% ige Alkalilaugen   auf diese Weise zu erhalten, die für die meisten Verwendungszwecke weiter eingedampft werden müssen. 



   Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das die Herstellung   stärker   konzentrierter Alkalilaugen aus Alkaliamalgamen gestattet. Das Verfahren besteht darin, Alkaliamalgam von oben nach unten durch einen mit den oben angegebenen Katalysatoren gefüllten Turm rieseln zu lassen und im Gegenstrom zu dem Amalgam Wasser durch den Turm von unten nach oben hindurchzuführen. Um ein Kristallisieren der Lauge zu vermeiden, muss die Umsetzung bei höherer Temperatur vorgenommen werden. 



  Hiezu reicht in den meisten Fällen die Reaktionstemperatur aus. Auf diese Weise gelingt es, über   50%   Alkalihydroxyd enthaltende Lösungen zu gewinnen. Bei einer so hohen Konzentration der Laugen erübrigt sich ein Eindampfen derselben, so dass die kostspieligen Eindampfanlage vollständig wegfallen können ; das Verfahren bringt somit einen grossen technischen Fortschritt mit sich. Nach dem Verfahren können selbstverständlich auch verdünnte Laugen erzeugt werden, indem man eine entsprechend grössere Menge Wasser in den Turm einführt. 



   Das Verfahren wird durch das nachstehende Beispiel an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. 



   Beispiel :
In einen   100l   fassenden   Turm 1   aus Eisenblech, der im oberen Teile mit einer Verteilerplatte 2 und am Boden mit einer Siebplatte 3 versehen ist, werden durch das im Deckel befindliche Rohr 4 stündlich 3000 kg Natriumamalgam mit   0'1%   Na eingeführt. Das Natriumamalgam rieselt über die Verteilerplatte 2 und über die Graphitstücke, mit denen der Turm gefüllt ist, wobei es fein verteilt wird. Es wird hiebei durch Wasser zersetzt, das am Boden des Turmes durch das Rohr 5 in einer Menge von 55 kg je Stunde eingeführt wird. Durch die Reaktionstemperatur wird der Apparat auf etwa   60  C erwärmt.   Das Quecksilber verlässt den Turm durch das am Boden angebrachte Rohr 6.

   Der bei der Umsetzung erzeugte Wasserstoff entweicht durch das Rohr 7 aus dem Apparat und die Natriumhydroxydlösung verlässt den Turm durch das Rohr 8. Der Turm ist von einer Heizschlange 9 umgeben, damit man gegebenenfalls den Apparat heizen kann, falls die Alkalilauge infolge ihrer hohen Konzentration auszukristallisieren droht. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Alkalilaugen, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkaliamalgam von oben nach unten durch einen Turm rieseln lässt, der mit einem die Zersetzung von Alkaliamalgam mit Wasser befördernden Katalysator gefüllt ist und im Gegenstrom zu dem Amalgam von unten nach oben Wasser durch den Turm führt, wobei man die Temperatur so hoch hält, dass ein Kristallisieren der erhaltenen Alkalilauge vermieden wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT136378D 1932-02-25 1933-02-06 Verfahren zur Darstellung von Alkalilaugen. AT136378B (de)

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