AT135329B - Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen.

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  Verfahren zur Herstellung von   Kiipenfarbstoffen.   



   In der deutschen Patentsehrift Nr. 239761 wird die Kondensation von reinem 3.8-Dibenzoylpyren zu Pyranthron mittels Aluminiumchlorid beschrieben. Angaben über die erhaltenen Ausbeuten fehlen in dieser Patentschrift. In der das gleiche Thema   ausführlich   behandelnden Arbeit von R.

   Scholl, Annalen (1912), 394,164, wird die hiebei erhaltene Ausbeute mit 25% der Theorie angegeben.   Berücksichtigt   man, dass bei der Herstellung des 3.8-Dibenzoylpyrens aus Pyren und Benzoylchlorid durch die notwendige Trennung von   Di- und Tribenzoylderivat durch   wiederholte fraktionierte Kristallistation die Ausbeuten ebenfalls nur etwa   2500 der   Theorie betragen (etwa 3 gaurs 6   g   Pyren), so ergibt sieh, dass die von Scholl erhaltenen Ausbeuten an   Pyranthron,   bezogen auf angewandtes Pyren. unter   10% lagen.   



   Es wurde gefunden, dass man zu Küpenfarbstoffen der Pyranthronreihe gelangt, wenn man aromatische   Säureehloride oder Monokarbonsäuresanhydride   mit wenigstens einer freien o-Stellung bei Gegenwart von   Aluminiumehlorid   und einem dehydrierend wirkenden Mittel auf Pyren einwirken lässt. Die Ausbeute an Farbstoffen nach diesem Verfahren beträgt durchschnittlich 50-60 0 der Theorie. 



  Ausbeuten in dieser Höhe waren nach den bisher bekannten Arbeiten nicht zu erwarten. 



   Bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens erweist es sich als   zweckmässig, zur Aluminium-   chloridschmelze schmelzerleichternde Zusätze zu geben, wie Alkalihalogenide oder überschüssiges Säurechlorid oder Säureanhydrid. Als dehydrierend wirkende Mittel können gasförmiger Sauerstoff. Luft oder feste Oxydationsmittel, wie Schwermetalloxyde und gewisse Nichtmetalloxyde verwendet werden 
Beispiele :
1. Eine Lösung von 20 Gewichtsteilen Pyren in 28.2 Gewichtsteilen Benzoylehlorid lässt man unter Rühren bei etwa   110-120'C in   eine Schmelze von 270 Gewichtsteilen Aluminiumchlorid und 58 Gewichtsteilen Natriumchlorid einlaufen. Man heizt die Schmelze rasch auf etwa 160  C und leitet bei dieser Temperatur unter gutem Rühren Sauerstoff ein. Die Farbe der Schmelze verändert sich von   gelbrot über violett nach blau.

   Nach einer Stunde zersetzt man mit Wasser und reinigt das orangebraune   Rohprodukt durch   Umküpen   oder durch Behandlung mit Hypochlorit. Die Ausbeute an gereinigtem Farbstoff beträgt etwa 20 Gewichtsteile =   50%   der Theorie. Aus Nitrobenzol kristallisiert der Farbstoff in rotgelben Nadeln ; die Lösungsfarbe in   Schwefelsäure   ist blau. Aus violettblauer   Kilpe   liefert er orange Färbungen auf Baumwolle und verhält sich in jeder Hinsicht wie Pyranthron. 



   2.80 Gewichtsteile Pyren werden mit 168 Gewichsteilen Benzoylchlorid bei Wasserbadtemperatur gelöst. Die Lösung lässt man bei etwa   130-150   C   unter Rühren in eine Schmelze von 1350 Gewichtsteilen Aluminiumchlorid und 250 Gewichtsteilen Natriumchlorid einlaufen. Man hält unter gutem Rühren 
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 einlaufen. Dann trägt man unter Rühren in kleinen Anteilen soviel Braunstein ein, bis die Farbe der   Schmelze blau geworden ist, was in 20-30 Minuten erreicht ist. Aufarbeitung der Schmelze und Reinigung des Rohfarbstoffes geschieht wie in den vorhergehenden Beispielen. Der erhaltene Farbstoff löst sich   

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   ähnlichen   Farbstoff. 



   4.20 Gewichtsteile Pyren und 31 Gewichtsteile   p- Toluylsäurechlorid werden   mit 400 Gewichtsteilen Natriumchloridaluminiumchlorid unter Luftzufuhr bei etwa 150-160  C verschmolzen, bis die Schmelzfarbe rein blau ist. Der wie in den vorigen Beispielen isolierte und gereinigte Farbstoff kristallisiert aus Chinolin in orangegelben Nädelchen und liefert aus blaustichig roter Küpe klare Orangetöne von guten Echtheiten. Der Farbstoff hat vermutlich folgende Konstitution : 
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Veiwendet man an Stelle von   p-ToluyIsäurecHorid     m-Toluylsäureehlorid,   so erhält man einen ähnlichen Farbstoff. 



   5.20 Gewichtsteile Pyren werden bei 120-130  C unter Rühren in eine Lösung von 30 Gewichtsteilen Benzoesäureanhydrid in 400 Gewichtsteilen Natriumaluminiumchlorid   (NaCIALCle)   eingetragen. 



  Die rotviolette Schmelze wird unter Zufuhr von Luft rasch gerührt, bis sie eine rein blaue Farbe angenommen hat. Sodann wird die Schmelze mit Wasser zersetzt und der ausgeschiedene Rohfarbstoff durch Umküpen gereinigt ; er ist identisch mit dem nach Beispiel 1 erhaltenen. 



   6. Eine etwa 100  C warme Lösung von 20 Gewichtsteilen Pyren in 40   Gewichtsteilen x-Naphtoyl-   chlorid wird unter Rühren bei   110-120  C   in 500 Gewichtsteile   Natriumaluminiumchlorid   eingetragen und anschliessend mit Luft oder Sauerstoff behandelt, wie in den vorigen Beispielen angegeben, bis die Farbe der Schmelze blau ist. Der erhaltene Farbstoff küpt ziemlich schwer und liefert auf Baumwolle braunorange Färbungen. 



     7.   In eine wie im Beispiel 1 hergestellte Schmelze von Pyren, Benzoylchlorid,   Aluminiumehlorid   und Kochsalz werden bei   160-180  C   unter Rühren allmählich etwa 20 Gewichtsteile lockeres Eisenoxyd eingetragen. Der Sauerstoff des Eisenoxyds wirkt dehydrierend, so dass die Schmelze rasch die blaue Lösungsfarbe des Pyranthrons zeigt. Die Aufarbeitung geschieht wiederum wie in Beispiel 1 angegeben. 



   8.20 Gewichtsteile Pyren werden mit 40 Gewichtsteilen p-Toluylsäureanhydrid durch Vermahlen gut vermischt und die Mischung unter Rühren bei   120-130  C   in eine Schmelze von 400 Gewichtsteilen Chlorkalium-Aluminiumehlorid   (KCI. AlCl,)   eingetragen. Dann trägt man im Verlaufe von etwa einer Stunde allmählich 20-30 Gewichtsteile feingepulverten Braunstein ein und verrührt noch so lange, bis die Schmelze eine violettblaue Farbe angenommen hat. 

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Salzsäure aus, saugt ab und reinigt den   Rückstand   durch Umküpen. Der so erhaltene gelborange Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe. Je nach der angewendeten Menge Braunstein enthält der Farbstoff 1-2 Atome Chlor. 



   Ersetzt man im vorliegenden Ausführungsbeispiel das   p-Toluylsäureanhydrid dureh m-oder     o-Toluylsäureanhydrid,   so werden entsprechend substituierte, analoge Farbstoffe erhalten. 



   9.140 Gewichtsteile Benzoylchlorid werden in bekannter Weise mit 145 Gewichtsteilen benzoesaurem Natrium zu Benzoesäureanhydrid umgesetzt. Das so erhaltene-kochsalzhaltige-rohe Benzoesäureanhydrid wird unter Rühren in 3200 Teile geschmolzenes   Natriumaluminiumchlorid   bei 120  C eingetragen, dann werden 150 Teile gepulvertes Pyren zugesetzt und wie im Beispiel 5 angegeben weiterbehandelt. Der erhaltene Farbstoff ist identisch mit dem nach Beispiel 1 erhaltenen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Pyren mit aromatischen Säurechloriden oder aromatischen Monokarbonsäureanhydriden, die wenigstens eine freie o-Stellung besitzen, mittels Aluminiumchlorid bei Gegenwart eines dehydrierend wirkenden Mittels, zweckmässig unter Zusatz eines sehmelzerleiehternden Mittels, kondensiert.
AT135329D 1931-04-17 1932-04-04 Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen. AT135329B (de)

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