DE254684C - - Google Patents

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DE254684C
DE254684C DENDAT254684D DE254684DA DE254684C DE 254684 C DE254684 C DE 254684C DE NDAT254684 D DENDAT254684 D DE NDAT254684D DE 254684D A DE254684D A DE 254684DA DE 254684 C DE254684 C DE 254684C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B63/00Lakes

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 254684 KLASSE 22/. GRUPPE
in BASEL.
Körperfarben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. November 1911 ab.
Es wurde gefunden, daß die durch Einwirkung von arylierten Fettsäurehalogeniden, wie z. B. Phenylessigsäurechlorid oder dessen Substitutionsprodukten, auf Indigo oder dessen Derivate erhältlichen, rot bis violett gefärbten Kondensationsprodukte (vgl. britische Patentschrift 8421/1912) sowie deren durch Nachbehandlung mit Halogenierungsmitteln entstehende Halogenderivate mit den in der Farblackfabrikation üblichen Substraten, wie Tonerde, Blanc fixe, Kaolin, Schwerspat usw., in hervorragendem Maße als rote bis violette Körperfarben Verwendung finden können. Die >; in solcher Weise zusammengesetzten Körperfarben zeichnen sich namentlich durch gute Deckkraft sowie vorzügliche Licht-, Wasser- und Kalkechtheit aus. In Verbindung mit Albumin lassen sich ferner die obengenannten Kondensationsprodukte auch im Zeugdruck verwenden.
Beispiele.
i. 10 kg einer 2oprozentigen Paste des Kondensationsprodukts aus Phenylessigsäurechlorid und Indigo werden mit 50 1 Wasser angeschlämmt und in eine Lösung von 10 kg schwefelsaurer Tonerde in 500 1 Wasser eingerührt. Sodann fügt man bei etwa 80 ° C. eine Lösung von 5 kg Chlorbarium oder 5 kg Chlorcalcium in 200 1 Wasser hinzu und fällt, mittels 5 kg Soda gelöst, in 50 1 Wasser.
Nach gutem Rühren wird filtriert, getrocknet und gemahlen.
J^ 2. Eine Lösung von 10 kg schwefelsaurer Tonerde in 500 1 Wasser wird mit einer Aufschlämmung der Kondensationsprodukte aus Phenylessigsäurechlorid und Tetrabromindigo (10 kg 20 prozentige Paste + 501 Wasser) vermischt, worauf bei einer Temperatur von 80° C. mittels .5 kg Soda gefällt wird. Man filtriert, trocknet bei mäßiger Temperatur und vermahlt das erhaltene Pigment mit abgekochtem Leinöl zur Steindruckfarbe,
3. 10 kg des Kondensationsprodukts aus Phenylessigsäurechlorid und Hexabromindigo werden unter Zusatz von Wasser mit 90 kg Schwerspat innigst vermählen.
4. 10 Teile des Produkts, erhalten durch Behandlung des Kondensationsprodukts aus Phenylessigsäurechlorid und Indigo mit flüssigern Brom, werden in kalter konzentrierter Schwefelsäure gelöst. Die schwefelsaure Lösung läßt man sodann in 1000 1 Eiswasser einlaufen, in welchem 40 kg Chlorbarium gelöst sind. Der sich abscheidende Farblack wird abfiltriert, gewaschen, getrocknet und gemahlen.
5. 300 g einer 20 prozentigen Paste des Kondensationsprodukts aus Phenylessigsäurechlorid und Indigo werden mit 500 g Tragantlösung und 200 g Albuminlösung (1:1) vermischt. Mit dieser Mischung druckt man auf Stoff und dämpft 1 Stunde.
Setzt man vorstehender Druckfarbe Hydrosulfit NF zu, so lassen sich auf geeigneten gefärbten Böden Buntätzeffekte erzielen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Körperfarben, bestehend aus den durch Einwirkung von arylierten Fettsäurehalogeniden und Indigo oder dessen Derivate erhältlichen Verbindungen oder deren durch Nachbehandlung mit Halogenierungsmitteln entstehenden Halogenderivaten und den in der Farblackfabrikation verwendeten Sub- 7S straten bzw. Bindemitteln.
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