AT133921B - Verfahren zur Aufbereitung natürlicher Silikate auf hochaktive Bleicherde. - Google Patents
Verfahren zur Aufbereitung natürlicher Silikate auf hochaktive Bleicherde.Info
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Description
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Es ist bekannt, natürliche Silikate nach Aufschlämmen mit Wasser unter Zusatz von Salz- oder Schwefelsäure, deren Menge sich zur Erzielung der höchsten Bleiehkraft nach der Eigenart und dem
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Es ist auch vorgeschlagen worden, Bleicherde derart aufzubereiten, dass man statt in freier Säure aufzukochen die Säure in statu nascendi auf die Roherde einwirken lässt. So wurde beispielsweise die Erde mit Kochsalz gemischt und mit Schwefelsäure behandelt. Bekannt ist des weiteren, Blecherde dadurch herzustellen, dass man auf die Roherde Schwefelsäure oder Bisulfat oder ein Gemisch beider Stoffe einwirken lässt und das Gemenge annähernd oder ganz zur Trockne bringt. Schliesslich ist es
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schliessen bzw. mit einem Säure abspaltenden Salz oder einem Säure-Salzgemisch u. dgl.
Die beiden letzteren Verfahren unterscheiden sieh jedoch grundsätzlich von dem einleitend geschilderten Schlämm- und Koehverfahren.
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dass die Roherde an dem einen Ende und die erforderliche Aufschlusssäure am andern Ende der Apparatur eingeführt und dass sodann Erde und Säure im Gegenstrom zueinander durch die Aufschlussapparatur hidnurchgedrückt werden, wobei die Säure allmählich verbraucht und die löslichen Salze der Roherde
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und als Abfallauge zu Verlust gebracht wird.
Nach diesem Verfahren soll angeblich eine bessere Säure- ausnutzung gegenüber den bisherigen, nicht nach dem Gegenstromprinzip arbeitenden Verfahren erzielt werden.
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bei dem einleitend geschilderten Schlämm- und Kochverfahren zu der Roherde neben der bisher verwendeten freien Säure zusätzlich gewisse Salze dieser Säure zugibt.
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verwendet. Diese Ablaugen enthalten je nach der Beschaffenheit des verwendeten Rohmaterial neben geringen Mengen freier Säure ebenfalls hauptsächlich Aluminiumsalze, sowie wechselnde Mengen von Eisen-, Erdalkali- und Alkalisalzen der jeweils angewandten Säure.
Zweckmässigerweise verwendet man bei einem Aufschluss mit Salzsäure die Ablaugen eines entsprechend vorausgegangenen Salzsäureaufsehlusses und bei Verwendung von Schwefelsäure die Ablaugen eines entsprechend vorausgegangenen Schwefelsäureaufschlusses, so dass sich bei zweckentsprechender Anwendung des Verfahrens ein beliebig wiederholbarer Kreislauf der Lauge ermöglichen lässt.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird demnach wie folgt durchgeführt :
Die Roherde wird entweder wie bisher mit Wasser unter gleichzeitigem oder nachträglichem Zusatz einzelner oder mehrerer der angegebenen Salze oder unter Zugabe einer der angegebenen Ablaugen bzw. unter Anwendung eines entsprechenden Gemisches angerührt. Zweckmässig erfolgt bereits das H. \11-
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schlämmen selbst mit den angewandten Salzlösungen oder Ablaugen, um unnötige Verdünnung durch Schlämmwasser zu vermeiden.
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als dies nach dem bisher übliehen Verfahren zur Erzielung gleich guter Bleichkraft notwendig war.
Darüber hinaus wird durch die neue Art des Aufschlusses die Ausbeute an hoehaktiver Bleieherde nicht unbeträchtlich erhöht, was bei dem Preise des Produktes ebenfalls sehr ins Gewicht fällt. In allen Fällen aber, wo auf die Säureersparnis und Mehrausbeute an Bleicherde kein ausschlaggebendes Gewicht gelegt wird, und man mit den bisher üblichen Säuremengen weiterarbeiten will, ist es trotzdem zweck- mässig, zusätzliche Salzlösungen bzw. Ablaugen zu verwenden, da hiedurch der wesentliche Vorteil erzielt wird, dass die Ablaugen in konzentrierter Form anfallen und somit leichter weiterverarbeitet werden können.
Die nach dem neuen Verfahren anfallenden Ablaugen reicheren sich naturgemäss hinsichtlich ihres Gehaltes an gelösten Inhaltsstoffen (Salzen des Aluminiums, Eisens, der Erdalkalien und Alkalien) nach und nach an, so dass es zur Vermeidung übermässiger Konzentrationen notwendig wird, dieselben nach ein-oder mehrmaligem Gebrauch-zweckmässig durch Zugabe der Waschwässer des Filtergutes- auf die geeignete Konzentration zurückzuführen.
1. Ausführungsbeispiel für das bisher übliche Kochverlahren mit Säure : 2000 leg grubenfeuchter Roherde mit 1140 leg Trockensubstanz werden angeschlämmt mit 1420 l Wasser, sodann mit 1260 l Salzsäure von 18 Bé (= 36 kg Chlorwasserstoff auf 100 kg Trockensubstanz) versetzt, gekocht und auf bekannte Art weiterbehandelt.
Die Ausbeute beträgt 78'5% der angewandten Trockensubstanz.
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Die Ausbeute beträgt 82% der angewandten Trockensubstanz bei gleich guter Bleichkraft wie der nach Beispiel 1 erhaltenen Bleicherde. b) 2000 leg grubenfeuchter Roherde mit 1140 kg Trockensubstanz werden angeschlämmt mit
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von 18 Bé (= 20 leg Chlorwasserstoff auf 100 hjf Trockensubstanz) versetzt, gekocht und wie üblich weiterbehandelt.
Die Ausbeute beträgt ebenfalls 82% der angewandten Trockensubstanz bei gleich guter Bleichkraft wie der nach Beispiel 1 erhaltenen Bleicherde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufbereitung natürlicher Silikate auf hochaktive Bleicherde unter Schlämmung der Roherde und nachfolgender Kochung derselben in Gleichstrom von Aufschlussgut und Auisehluss- agenz, dadurch gekennzeichnet, dass neben den bisher dafür angewandten freien Säuren zusätzlich entsprechende wasserlösliche Salze dieser Säure mitverwendet werden mit der Massgabe, dass beim Aufschluss mittels Salzsäure Chloride und beim Aufschluss mittels Schwefelsäure Sulfate angewandt werden.
Claims (1)
- EMI2.4 wasserlöslichen Salze Ablaugen verwendet werden, wie sie beispielsweise nach den bisher üblichen Trockenbzw. Nassaufschlussverfahren oder nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 anfallen.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei gleicher Bleiehkraft der anfallenden Erde statt der bisher zum Aufschluss verwendeten Säuremenge nur ein Teil derselben auf die gleiche Roherdmenge zur Einwirkung gebracht wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschlämmung der Roherde mit Abfallaugen eines vorhergehenden Aufschlussverfahrens oder mit entsprechenden Salzlösungen vorgenommen wird.5. Verfahren nach den Anspruüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die nach ein-oder mehrmaligem Gebrauch zu konzentriert gewordenen Ablaugen entsprechend verdünnt und sodann erneut zum Aufschluss verwendet werden.
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