DE515018C - Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von NatronzellstoffInfo
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- DE515018C DE515018C DEH111732D DEH0111732D DE515018C DE 515018 C DE515018 C DE 515018C DE H111732 D DEH111732 D DE H111732D DE H0111732 D DEH0111732 D DE H0111732D DE 515018 C DE515018 C DE 515018C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C3/00—Pulping cellulose-containing materials
- D21C3/02—Pulping cellulose-containing materials with inorganic bases or alkaline reacting compounds, e.g. sulfate processes
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff Bei der Herstellung von Zellstoff nach dem Sulfatverfahren wird der günstige Effekt der Anwesenheit von Schwefelnatrium in der Ätznatronlauge zugeschrieben. Dieses Verfahren hat aber, insbesondere wegen der dabei auftretenden Geruchsbelästigung, mannigfache Nachteile. Man hat auch bereits Versuche mit anderen Zusätzen, wie z. B. Schwefel, gemacht, die jedoch ebenfalls nicht voll befriedigen.
- Vorliegende Erfindung bezweckt, die Verbesserung des Aufschließprozesses auf einem sowohl wirtschaftlichen als auch keine unbequemen Nebenerscheinungen zeitigenden Wege zu erreichen. Das Verfahren besteht darin, daß ein Teil der aus dem Kocher kommenden Schwarzlauge, nachdem die Hauptmenge der in der Schwarzlauge enthaltenen organischen Substanz in bekannter Weise durch Druckhitzebehandlung bei etwa 350' C und etwa Zoo Atm. ausgeschieden wurde, dem Kocher wieder zugeführt wird. Die Versuche haben ergeben, daß bei Einleitung von etwa 1/3 der aus dem Hochdruckgefäß kommenden Lauge in die dem Kocher zuzuführende Weißlauge eine wesentliche Verbesserung der Zellstoffqualität erzielt wird. Luftzutritt zu der aus dem Hochdruckgefäß kommenden Lauge beeinträchtigt den Effekt und sollte daher vermieden werden. Ausführungsbeispiel Man bringt in üblicher Weise zerkleinertes Nadelholz in den Kocher ein und kocht mit der q.- bis 5fachen Menge Ätznatronlösung, deren Konzentration so bemessen ist, daß das Ätznatron etwa 2o bis 25 °/o des trockenen Holzgewichts ausmacht. Die beim Kochprozeß entstehende Schwarzlauge wird in einen Hochdruckbehälter übergeführt und hier zum Zweck der weitgehenden Entkohlung in bekannter Weise einer Erhitzung bis zu etwa 350' C entsprechend einem Druck von Zoo Atm. unterworfen. Die entkohlte Lauge wird zu 2/3 kaustiziert und zu 1/3 in nicht kaustiziertem Zustande dem Zellstoffkocher wieder zugeführt. Der in Soda umgewandelte Anteil von Ätznatron wird durch Zusatz von frischem Ätznatron in die Kocherlauge ersetzt.
- Sobald eine hinreichende Anreicherung an Acetat in der vom Kocher kommenden Lauge erreicht ist, wird der kaustizierte Anteil der aus dem Hochdruckbehälter kommenden entkohlten Schwarzlauge von Acetat durch Kristallisation zum Teil befreit und danach in den Zellstoffkocher zurückgeführt, in dem die erforderliche Konzentration an Ätznatron dauernd aufrechterhalten wird.
- Man erhält die übliche Ausbeute an Zellstoff, jedoch in einer erhöhten Qualität, welche sich besonders durch gesteigerte Geschmeidigkeit bemerkbar macht, derart, daß die Faltzahl bei nach dem Verfahren gewonnenem Zellstoff gegenüber von ohne Anwendung des Verfahrens gewonnenem auf das il/2fache und darüber gestiegen ist.
- Das wesentlich Neue an dem Verfahren besteht in der Verwendung der aus dem Hochdruckbehälter kommenden Lauge in nicht kaustiziertem Zustande, da die Kaustizierung gerade solche bei der Hochdruckerhitzung entstandene Stoffe zerstört,,_die günstig5auf den Kochprozeß wirken. Hierdurch-unterseheidet sich das vorliegende; Nerfahren-von'elneix bereits früher von dem Erfinder vorgeschlagenen Verfahren der Wiederverwendung der aus dem Hochdruckgefäß kommenden Lauge nach voraufgegangener Kaustizierung. .
- Auch sonst vorgeschlagene Arten der Verwendung von Ablauge als Zusatz zur frischen Kochlauge haben nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt. Das gilt insbesondere sowohl von der Verwendung der unveränderten Schwarzlauge als auch von der Verwendung der Schwarzlauge nach teilweiser Befreiung von Ligninsübstanz durch Fällung mit Kohlensäure, Der durch das vorliegende Verfahren erzielte günstige Effekt beruht auf dem bereits kurz angedeutetem Umstand, däß durch die Druck hitzebehandlung nicht nur eine Verköhlung der organischen Substanz der Schwarzlauge herbeigeführt wird, sondern daß auch ein Teil des Lignins und der anderen organischen Verbindungen der Schwarzlauge in Substanzen übergehen, welche löslich sind und besonders wegen ihrer reduzierenden Eigenschaften den Kochprozeß günstig beeinflussen. Eine solche günstige Beeinflussung des Kochprozesses kann durch den Zusatz von Ablauge nicht erzielt werden, aus welcher nur eine mehr oder minder große Menge des LiQ ins durch Säurebehandlung gefällt worden ist. Eine derartig behandelte Ablauge vermag die günstige Wirkung der einer Druckhitzebehandlung unterworfenen Ablauge um so weniger auszuüben, als durch die Säurebehandlung große Mengen Sacharinsäuren gebildet werden, welche den Kochprozeß eher hindern als fördern.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff unter Mitverwendung von Schwarzlauge für den Kochprozeß, welche durch Druckerhitzung von organischer Substanz großenteils befreit wurde, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der aus dem Druck-Behälter kommenden Lauge in nicht kaustiziertem Zustande dem Kocher wieder zugeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB die Rückführung der aus dem Druckbehälter kommenden Lauge in denKocher ohne jede Zwischenbehandlung unter Vermeidung von Luftzutritt erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH111732D DE515018C (de) | 1927-06-10 | 1927-06-10 | Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH111732D DE515018C (de) | 1927-06-10 | 1927-06-10 | Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE515018C true DE515018C (de) | 1930-12-22 |
Family
ID=7171392
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH111732D Expired DE515018C (de) | 1927-06-10 | 1927-06-10 | Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE515018C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1046466B (de) * | 1954-06-24 | 1958-12-11 | Sterling Drug Inc | Verfahren zur Rueckgewinnung von Natronkochlauge aus beim Aufschluss von Holz anfallender Ablauge |
-
1927
- 1927-06-10 DE DEH111732D patent/DE515018C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1046466B (de) * | 1954-06-24 | 1958-12-11 | Sterling Drug Inc | Verfahren zur Rueckgewinnung von Natronkochlauge aus beim Aufschluss von Holz anfallender Ablauge |
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