DE464240C - Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/04Pulping cellulose-containing materials with acids, acid salts or acid anhydrides
    • D21C3/16Pulping cellulose-containing materials with acids, acid salts or acid anhydrides nitrogen oxides; nitric acid nitrates, nitrites

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz Im Patent 395I92 Zusatz zum Patent 391713, ist ein Verfahren zur Aufschließung von Holz in Form von Spänen beschrieben, darin bestehend, daß die Späne in verdünnter Natronlauge gekocht, gewaschen und dann in 2- bis 5prozentiger Salpetersäure oder einem entsprechenden Gemisch von Nitrat und Mineralsäure aufgeschlossen, dann nachgewaschen und neutralisiert werden, worauf das Behandlungsgut zerkleinert und weiterverarbeitet wird.
  • Es hat sich gezeigt, daß man in solchen Fällen, wo die Späne nicht zu grob sind, also z. B. bei Maschinenspänen und allerhand Abfallspänen von der Holzverarbeitung zu Möbeln und anderen Gebrauchsgegenständen, wenn die Späne eine Dicke von- 2 bis 3 mm nicht überschreiten, die Herstellung von Zellstoff aus solchen Abfällen auch ohne die alkalische Vorkochung bewerkstelligen kann, wenn man die Salpetersäure etwas stärker, etwa 7prozentig, anwendet, die Temperatur möglichst nahe beim Siedepunkt, also bei etwa 94 bis 96° C, hält und die Erhitzung etwas länger, auf .etwa 6 Stunden, ausdehnt. Auch hier wird die Kochung in offenen Gefäßen ohne überdruck ausgeführt, wobei die entweichenden nitrosen Gase abgefangen und wiedergewonnen werden können.
  • Da man auf diese Weise die Aufschließung in zwei. Stufen - Erhitzung mit Säure und nachfolgendes Abneutralisieren - ausführen kann, zwischen welche lediglich die Auswaschung mit Wasser einzuschalten ist, so ist diese Vereinfachung des Verfahrens besonders da wichtig, wo billige Salpetersäure zu haben ist bzw. wo solche billig aus Nitraten und Mineralsäure oder aus Luft hergestellt werden kann.
  • Während man früher schon versucht hat, Holz mit Salpetersäure aufzuschließen, wie z. B. in C. H o f m a n n, Papierfabrikation, 2. Aufl. 11, 1632 beschrieben wird, ist es doch bisher nicht gelungen,- dies in technisch einwandfreier Weise durchzuführen, weil man die richtigen Bedingungen nicht herausgefunden hatte. Es ist auch bereits vorgeschlagen, Holz ohne alkalische Vorkochung mit verdünnter Salpetersäure zu behandeln. Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende dadurch, daß. in ersterem ein Einlegen des Holzes in die verdünnte Salpetersäure entweder 14 Tage lang bei zo° oder 2 Tage lang bei 6o° empfohlen wird, während das vorliegende Verfahren bei etwa 95° ausgeführt wird und in 6 bis 8 Stunden beendet ist. Die dadurch gegebenen technischen und wirtschaftlichen Vorteile liegen klar zu Tage.
  • Das Zusatzverhältnis vorliegender Erfindung zu der im Patent 391 713 beschriebenen besteht darin, daß in beiden Fällen mit verdünnter Salpetersäurelösung gearbeitet wird. Die Verbesserung, die durch die vorliegende Erfindung dem Verfahren des Patents 391 713 gegenüber erzielt wird, besteht darin, daß der überschuß an Salpeter vermieden wird. Beispiel r. Kiefernholzhackspäne werden mit der achtfachen Menge 7prozentiger Salpetersäure in einem Kessel, der z. B. aus dem. salpetersäurebeständigen V 2a-Stahl der Gußstahlfabrik Friedr. Krupp besteht, 6 bis 8 Stunden mit indirektem Dampf erhitzt, so daß die Temperatur in der Masse 9:5 bis 96° G beträgt. Hierauf wird die Säure abgelassen und die Masse zweimal mit warmem Wasser versetzt. Das erste Wasser wird zu der abgelassenen Säure geleitet und zusammen mit dieser durch Zusatz von konzentrierter Salpetersäure wieder zur nächsten Kochung verwendet. Das zweite Waschwasser enthält nur noch Spuren von Säure und wird nicht mehr verwendet. Die Masse selbst wird mit heißem Wasser m einem Holländer gespült und dort mit etwas Soda versetzt, Dis das Ganze eben Lackmuspapier bläut. Der Holländer zerteilt die Masse in Einzelfasern. Der Stoff wird im Holländer gewaschen und dann auf die Pappmaschine geleitet.
  • Beispiel e.
  • Statt 7prozentiger Salpetersäure wendet man eine Lösung an, die 9,5 % Natriumnitrat und 5,5 % Schwefelsäure enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz in Form von Spänen mit Hilfe von heißer verdünnter Salpetersäure ohne Druckkochung nach Patent 391 7z3, gekennzeichnet durch die Verwendung von ungefähr 7prozentiger Salpetersäure oder von entsprechenden Nitrat-Säure-Bildungsgemischen bei einer ihrem Siedepunkt naheIi:egenden Temperatur.
DEK88841D 1922-12-12 1924-03-16 Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz Expired DE464240C (de)

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DE739005C (de) * 1936-11-24 1943-09-08 Robert Funck Verfahren zur Herstellung von Zellstoff
GB1505070A (en) * 1974-06-11 1978-03-22 Canadian Ind Process for bleaching of lignocellulosic material

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