DE663446C - Verfahren zur Herstellung von Faservliesen, Papier u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Faservliesen, Papier u. dgl.

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DE663446C
DE663446C DEM133383D DEM0133383D DE663446C DE 663446 C DE663446 C DE 663446C DE M133383 D DEM133383 D DE M133383D DE M0133383 D DEM0133383 D DE M0133383D DE 663446 C DE663446 C DE 663446C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H15/00Pulp or paper, comprising fibres or web-forming material characterised by features other than their chemical constitution
    • D21H15/02Pulp or paper, comprising fibres or web-forming material characterised by features other than their chemical constitution characterised by configuration
    • D21H15/06Long fibres, i.e. fibres exceeding the upper length limit of conventional paper-making fibres; Filaments

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Faservliesen, Papier u. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Faservliesen, Papier u. dgl. aus Zellstoff. Es ist bereits bekannt, aus Zellstoffbrei durch Aufschäumen lange Fasern und Faserbündel auszuscheiden. Es ist ferner bereits bekannt, mit Hilfe mechanischer Vorrichtungen lange Fasern auszuscheiden, die infolge ihrer großen Zugfestigkeit, hohen Saugfähigkeit und Falzfestigkeit zur Herstellung hochwertiger Papiere besonders geeignet sind.
  • Gemäß der Erfindung werden die durch Aufschäumen von Zellstoffaufschwemmungen gewonnenen langen Zellstoffasern unmittelbar zur Herstellung von Faservliesen, Papier u. dgl. verwendet.
  • Das nachstehend beschriebene, an sich bekannte Schäumverfähren zur Gewinnung der langen Fasern ist nicht Gegenstand der Erfindung.
  • Das in üblicher Weise gewonnene gemischte Fasergut wird bis zu einem geeigneten Verdünnungsgrade aufgeschlämmt, der beliebig gewählt werden kann je nach den Mitteln, mit welchen das Schäumen bewirkt oder gefördert wird. Das Gewinnungsverfahren kann hierbei parallel zum Aufbereitungsvorgang für normale Zellulose durchgeführt werden. Die Auf schwemmung wird zweckmäßig durch Luft- und Wasserzusatz zum Schäumen gebracht, indem beispielsweise in der Gefällstufe feine Wasserstrahlen unter hohem Druck eingeblasen werden. Man kann das Schäumen aber auch durch chemische Mittel bewirken oder fördern, etwa durch Zusatz von Sulfitablauge oder von Seifenlösungen o. dgl. Auch mechanische Rührwerke, z. B. Schleudermaschinen mit eingebauten Schlagwerkzeugen, können zur Herbeiführung oder Unterstützung des Schäumvorganges verwendet werden.
  • Das in dem abgezogenen Schaum enthaltene Fasergut wird durch Ausspülen von ihm getrennt und auf Entwässerungsmaschinen oder in Absitzbecken getrocknet. Die so gewonnenen Fasern sind für die Weiterverarbeitung besonders wichtig, sie können u. a. als Rohstoffe dienen für die Herstellung von Kunstleder oder von Japanseide, von saugfähigen Papieren und Papieren mit großem Volumen aller Art, für welche bisher Hadernpapier verwendet werden mußte, für Modellpapiere, beispielsweise für Flugzeugmodelle usw. Die so gewonnenen Fasern können auch ohne weiteres nachträglich gebleicht werden. Da die aufgeschlossene Faser dem Angriff der Bleichmittel viel weniger Widerstand bietet als das übliche Fasergemisch und Verunreinigungen, im Gegensatz zum chemischen Sortierverfahren, vollständig fehlen, so ist die Bleichfähigkeit dieser Fasern wesentlich höher als jene der bisher gewonnenen Zellstoffasern.
  • Es ist natürlich auch möglich, von dem gesamten Kochgut nur einen Teil abzutrennen und diesen einem getrennten Schäumungs-und Ausscheidungsverfahren zu unterwerfen.
  • Ebenso ist es möglich, das Kochgut während der Aufbereitung an verschiedenen Stellen nacheinander zum Schäumen zu bringen und dabei jedesmal den Schaum mit den in ihm enthaltenen Fasern auszuscheiden, so daß also auch eine stufenförmige mehrfache Behandlung erfolgen kann. Auch aus einem Gemenge von Faserstoffen verschiedener Art und Herkunft können Fasern -bestimmter
    fallstoffen, welches Bäumwoll- und Zellstofffasern gemischt enthält, die ersteren wieder getrennt werden sollen. Es ist nicht erforderlich, daß das zu behandelnde Fasergut aus einheitlichen Stoffen besteht: Infolge seines Mangels an Schleimstoffen und Abbauprodukten aus dem Kochvorgang gestattet der so gewonnene Langfaserzellstoff auch eine Auffiockung zu einem aus Einzel-6#J.asern bestehenden watteähnlichen Erzeugnils.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCI3: Verfahren zur Herstellung von Faservliesen; Papier u. dgl., gekennzeichnet durch die Verwendung von durch Aufschäumen von Zellstoffaufschwemmungen gewonnenen langen Fasern.
DEM133383D 1936-02-01 1936-02-01 Verfahren zur Herstellung von Faservliesen, Papier u. dgl. Expired DE663446C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE913082C (de) * 1939-01-25 1954-06-08 Schoeller & Hoesch Kondensatorpapier, dessen Ausgangsstoff weitgehend von Aschebestandteilen befreit ist, und Verfahren zu seiner Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE913082C (de) * 1939-01-25 1954-06-08 Schoeller & Hoesch Kondensatorpapier, dessen Ausgangsstoff weitgehend von Aschebestandteilen befreit ist, und Verfahren zu seiner Herstellung

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