AT132718B - Verfahren zur Veredelung von Kartoffelstärke. - Google Patents
Verfahren zur Veredelung von Kartoffelstärke.Info
- Publication number
- AT132718B AT132718B AT132718DA AT132718B AT 132718 B AT132718 B AT 132718B AT 132718D A AT132718D A AT 132718DA AT 132718 B AT132718 B AT 132718B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- starch
- sep
- moisture content
- potato starch
- weight
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 18
- 229920001592 potato starch Polymers 0.000 title claims description 11
- 238000007670 refining Methods 0.000 title claims description 3
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 claims description 15
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 claims description 15
- 239000008107 starch Substances 0.000 claims description 15
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 4
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 3
- 235000013312 flour Nutrition 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 229920002261 Corn starch Polymers 0.000 description 1
- 240000008042 Zea mays Species 0.000 description 1
- 235000005824 Zea mays ssp. parviglumis Nutrition 0.000 description 1
- 235000002017 Zea mays subsp mays Nutrition 0.000 description 1
- 235000015173 baked goods and baking mixes Nutrition 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 235000013339 cereals Nutrition 0.000 description 1
- 235000005822 corn Nutrition 0.000 description 1
- 239000008120 corn starch Substances 0.000 description 1
- 230000018044 dehydration Effects 0.000 description 1
- 238000006297 dehydration reaction Methods 0.000 description 1
- 238000007730 finishing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 235000011962 puddings Nutrition 0.000 description 1
- 235000015067 sauces Nutrition 0.000 description 1
Landscapes
- Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
- Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Veredelung von Kartoffelstärke.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung von Kartoffelstärke, bei dem der Zweck verfolgt wird, die Stärke insofern zu veredeln, als ihr die Eigenschaft gegeben wird, zu bewirken, dass die aus ihr hergestellten Erzeugnisse geleeartig werden. Dies ist für viele Verwendungsarten der Stärke sehr vorteilhaft. Wird im Sinne der Erfindung veredelte Kartoffelstärke in geeigneten Mengenverhältnissen mit Wasser gekoeht, so erhält man, ebenso wie aus Maisstärke, einen geleeartigen Teig, der im Gegensatz zu dem aus gewöhnlicher nicht veredelter Kartoffelstärke erzeugten Teig keine fadenziehenden oder gummiartigen Eigenschaften hat. Das ist besonders wichtig für die Puddingbereitung. Ferner lässt sich die veredelte Kartoffelstärke sehr gut an Stelle von andern stärkehaltigen Materialien (z. B.
Getreidemehl oder Maismehl) zur Herstellung von Backwaren, Sossen u. dgl. verwenden.
Zur Erreichung des angegebenen Zweckes wird erfindungsgemäss die Stärke in luftdicht geschlossenem Behälter erwärmt, u. zw. auf eine Temperatur zwischen ungefähr 60 und 100 C. Man könnte zwar statt dessen zur Erreichung des Zweckes die Behandlung der Stärke, wenn sie lufttrocken ist, in offenem Behälter vornehmen, aber man müsste sie dann auf eine Temperatur zwischen ungefähr 120 und 160 C erhitzen und dies mehrere Stunden hindurch fortsetzen, so dass das Verfahren umständlicher und kostspieliger wäre, als das der Erfindung gemäss ausgeführte Verfahren.
Es kann vorteilhaft sein, vor dem Beginn der Erwärmung der Stärke ungefähr 0'2 Gewichtsproduzente einer beliebigen Säure zuzusetzen. Es empfiehlt sieh, während der Erwärmung oder Erhitzung durch Rotieren des Behälters oder durch ein Rührwerk die Stärke in Bewegung zu halten.
Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass Kartoffelstärke, die einen höheren Feuchtigkeitsgehalt als 20 Gewichtsprozente-bis zu 50 Gewichtsprozenten-hat, in geschlossenem Behälter auf eine Endtemperatur erwärmt wird, die entsprechend dem Feuchtigkeitsgehalte der Stärke, die aus der folgenden Zahlentabelle zu entnehmende Höhe hat.
Zahlentafel.
EMI1.1
<tb>
<tb>
Feuchtigkeitsgehalt <SEP> der <SEP> Stärke <SEP> Endtemperatur, <SEP> auf <SEP> welche <SEP> die
<tb> in <SEP> Gewichtsprozenten <SEP> Kartoffelstärke <SEP> gebracht <SEP> wird
<tb> 50................................................................ <SEP> ungefähr <SEP> 580 <SEP> r
<tb> 35 <SEP> ............................................................... <SEP> # <SEP> 70 <SEP> #
<tb> 30 <SEP> ............................................................... <SEP> # <SEP> 80 <SEP> #
<tb> 25................................................................, <SEP> 900..
<tb>
20................................................................ <SEP> " <SEP> 1000"
<tb>
Die Zwischenwert ergeben sich durch Interpolation.
Gegenüber einem Arbeiten mit lufttrockner Stärke bietet das Verfahren mit der feuchteren Stärke folgende Vorteile : a) Ersparen des Trocknens der Stärke oder wenigstens eines Teiles ihrer Trocknung vor ihrer Einbringung in den Behälter, also Wärmeersparnis, weil die Stärke zunächst noch nicht auf Lufttrockenheit gebracht zu werden braucht. b) Wärmeersparnis, weil während der Behandlung in dem Behälter wegen des höheren Wassergehaltes mit niedrigeren Temperaturen gearbeitet wird, als bei den ersten Verfahren.
Es genügt die
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
e) Das Verfahren kann so gestaltet werden, dass beim Öffnen des Behälters nach der Beendigung der Behandlung die Temperatur des Gutes hoch genug ist, um bei seiner Abkühlung Wasser abzugeben, ohne dass es zu dieser Wasserentziehung eines besonderen Kostenaufwandes bedarf. Dabei kann das
Verfahren so gestaltet werden, dass zur Erreichung der handelsüblichen Feuchtigkeit des Gutes am Schlusse des Verfahrens kein Wasser hinzugefügt zu werden braucht, während sonst eine solche Hinzufügung je nach der Art der Weiterbehandlung des Gutes unter Umständen nötig sein könnte.
Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen des Verfahrens bleibt der Wassergehalt des
Gutes in Gewichtsprozenten vom Beginn der Behandlung bis zu ihrer Beendigung unverändert, da er sich hier nur nach der zu erreichenden Endtemperatur zu richten hat oder vielmehr diese sich nach ihm zu richten hat.
Eine andere unter Umständen vorteilhafte Ausführungsform des neuen Verfahrens besteht jedoch darin, dass man die Behandlung mit Stärke beginnt, welche einen höheren absoluten Feuchtigkeitsgehalt hat als sie ihn bei der Beendigung der Behandlung haben soll und dass man diesen Feuchtigkeitsgrad dadurch herbeiführt, dass man während der Behandlung des Gutes durch zeitweises Öffnen des Behälters oder durch Absaugen soviel von dem Feuchtigkeitsgehalt aus dem Behälter entfernt, dass der absolute Feuchtigkeitsgehalt in ihm nur noch das gewünschte Mass hat, dass man jedoch dann die nach der Zahlentafel erforderliche, d. h. die diesem Feuchtigkeitsgehalt entsprechende Endtemperatur herbeiführt.
Der Vorteil dieses Verfahrens gegenüber den ersterwähnten Ausführungsformen besteht darin, dass mit dem Veredlungsprozess ein Trocknen der Stärke verbunden ist und somit eine Vereinfachung der Fabrikation entsteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Veredelung von Kartoffelstärke, dadurch gekennzeichnet, dass sie in luftdicht geschlossenem Behälter auf eine Temperatur zwischen ungefähr 60 und 1000 C erwärmt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stärke vor der Erwärmung ungefähr 0-2 Gewichtsprozente Säure zugesetzt wird.3. Verfahren zur Veredlung von Kartoffelstärke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Kartoffelstärke, die einen Feuchtigkeitsgehalt von mehr als 20 bis zu 50 Gewichtsprozenten hat, in geschlossenem Behälter auf Temperaturen erwärmt wird, deren Höhe sich nach dem absoluten Feuchtigkeitsgehalt der Stärke richtet, u. zw. so, dass z. B. bei einem Feuchtigkeitsgehalte von 50 Gewichtsprozenten die Endtemperatur ungefähr 58 , bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 35 Gewichtsprozenten ungefähr 70 C sein soll usw.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass während der Behandlung der Behälter zeitweise geöffnet oder Feuchtigkeit aus ihm abgesaugt wird, so dass der in ihm verbleibende Feuchtig- keitsgehalt ein gewünschtes Mass erlangt und dass dann die Endtemperatur entsprechend den im Anspruch 3 enthaltenen Angaben diesem Feuchtigkeitsgehalt angepasst wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE132718X | 1931-03-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT132718B true AT132718B (de) | 1933-04-10 |
Family
ID=29277728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT132718D AT132718B (de) | 1931-03-10 | 1931-09-21 | Verfahren zur Veredelung von Kartoffelstärke. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT132718B (de) |
-
1931
- 1931-09-21 AT AT132718D patent/AT132718B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT132718B (de) | Verfahren zur Veredelung von Kartoffelstärke. | |
| DE629798C (de) | Verfahren zur Umwandlung von Kartoffelstaerke in Puddingstaerke | |
| DE69429811T2 (de) | Schnellkochleguminosen | |
| DE904104C (de) | Verfahren zum Koagulieren waessriger Thioplastsuspensionen | |
| AT101660B (de) | Verfahren zur Behandlung von Kaffee. | |
| DE852739C (de) | Verfahren zum Herstellen eines Bindemittels fuer Giessereizwecke | |
| DE513275C (de) | Verfahren zur Herstellung weißen und reinen Pektins | |
| DE695118C (de) | Verfahren zur Herstellung von Quellstaerke | |
| DE693333C (de) | r Pflanzen | |
| DE742225C (de) | Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln | |
| DE511696C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Trockenkartoffel | |
| AT132408B (de) | Verfahren zum Veredeln von Kartoffelstärke. | |
| AT102940B (de) | Verfahren zur Herstellung von vulkanisiertem Kautschuk. | |
| AT103968B (de) | Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Konzentrationsproduktes aus Latex. | |
| AT76654B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Brotes mit teilweisem Mehlersatz. | |
| AT154664B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Trockenmilch. | |
| DE579948C (de) | Verfahren zur Herstellung geformter Kunstmassen | |
| DE756001C (de) | Verfahren zum Herstellen von rindenfreiem Gebaeck | |
| AT32974B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Stärke und Kleber aus Weizenmehl. | |
| AT154663B (de) | Verfahren zur Behandlung von Weizen. | |
| DE856835C (de) | Verfahren zum Enthuelsen von Johannisbrotsamen | |
| AT28072B (de) | Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, gutschmeckenden Hämoglobinpräparates von der Farbe des arteriellen Blutes. | |
| DE878441C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen | |
| DE661255C (de) | Verfahren zur Herstellung von Milchprodukten | |
| AT38841B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Dauerware aus Grünmalz. |