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Die vorliegende Erfindung betrifft eine insbesondere für den Gartenbau bestimmte Winde, die mit dem Antriebsmotor auf einem nach Art eines Schubkarrens auf Rädern ruhenden Gestell angebracht ist.
Wesentlich ist hiebei, dass die Winde und der Motor auf dem unteren Teil des Gestells gelagert sind und dass das von der Winde kommende Tragseil vorerst über eine am oberen Teil des Gestells gelagerte Umlenkrolle läuft und hierauf über eine Rolle geführt ist, die senkrecht hiezu in dem unteren Teil des Gestelles liegt.
Mittels eines an dem Gestell schwingbar angeordneten Hebels, der durch ein angeschlossenes Seil aus der Ferne betätigt werden kann, lässt sich die Winde aus der Ferne auskuppeln. Der Hebel nimmt bei dieser Bewegung einen Haken mit, der den Ausschalter des Elektromotors steuert.
Wenn der Hebel so geschwenkt worden ist, dass er die Winde auskuppelt und den Strom unterbricht, wird er in dieser Ruhestellung durch eine an ihm angeordnete Klinke festgehalten, die hinter einem an dem Apparategestell angebrachten Zahn einfällt.
Durch weiteres Ziehen an dem Hebel wird die Klinke wieder ausgerückt, u. zw. dadurch, dass sie auf eine in geeigneter Weise angeordnete schräge Fläche hinaufgleitet und dabei ein unter Federwirkung stehender Sperrhaken hinter eine Schulter der Klinke einfällt, wenn diese durch die schräge Fläche vollständig zurückgedrückt ist. Die Klinke wird dadurch verriegelt und kann nunmehr beim Loslassen des Hebels über den Sperrzahn hinweggehen. Zieht man also den Hebel in seine äusserste Lage und lässt ihn dann los, so kehrt er unter Einwirkung einer Feder in seine Anfangslage wieder zurück, in der er den Schalter des Motors schliesst und die Kupplung mit der Winde in Eingriff bringt.
In dieser Endstellung des Hebels stösst ein Fortsatz des Sperrhakens, der die Klinke gesperrt hielt, gegen einen Anschlag, wodurch der Sperrhaken ausgerückt und die Klinke wieder freigegeben wird, so dass sie bei erneutem Schwenken des Hebels wieder in Tätigkeit treten kann.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass der Hebel aus zwei aneinandergelenkten Teilen besteht, die in der Verlängerung zueinander liegen und durch einen schrägen Schnitt voneinander getrennt sind. Auf jeden dieser Teile wirkt eine Rückzugsfeder. Wird der Hebel in die Haltstellung gezogen, so wird dadurch gleichzeitig die Winde ausgekuppelt und der Schalter des Motors geöffnet, jedoch wird bei der Rückkehr des Hebels der Schalter geschlossen, ohne dass dabei die Kupplung in Eingriff tritt. Wenn nämlich beim Schliessen des Schalters die Zähne der Kupplung sich nicht gegenüber den betreffenden Ausnehmungen befinden, ist ein Einrücken der Kupplung noch nicht möglich.
Dieses erfolgt erst, wenn der Motor sieh so weit gedreht hat, dass die Zähne über die Ausnehmungen gelangen, worauf sie dann durch die auf den zweiten Teil des Hebels wirkende Feder zum Einfallen gebracht werden.
Die beiden Umlenkrollen sind in Schlitten gelagert, die miteinander verbunden und an dem Apparategestell verschiebbar sind, so dass man die Stelle, an der der Zug wirkt, ohne Ortsveränderung der Motorwinde verschieben kann.
Der Schlitten der zur Winde parallelen Umlenkrolle ist an einer sägezahnförmig ausgestalteten Schiene verschiebbar, in die eine oder mehrere an dem Schlitten angeordnete Sperrklinken in einer solchen Richtung eingreifen, dass der Schlitten nicht durch den Zug des Drahtseiles verschoben wird. Nach dem Ausheben der Sperrklinken kann man den Schlitten in jede beliebige Lage verschieben.
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Die Motorwinde ist an der Seite, an der der Zug erfolgt, offen, so dass man den Pflug oder die sonstige gezogene Maschine bis dicht an die Umlenkrolle heranziehen kann, über die das Drahtseil geführt ist.
Vor der Umlenkrolle, über die das Drahtseil bei seinem Eintritt zuerst hinweggeht, ist eine Gabel angeordnet, die um das Drahtseil herumgreift. Diese Gabel befindet sich auf einer vierkantigen Welle und wird auf dieser durch die Schlitten, auf denen die Umlenkrollen angeordnet sind, verschoben. Wenn die von dem Drahtseil gezogene Maschine gegen diese Gabel stösst, wird dadurch die vierkantige Welle der letzteren gedreht und ein senkrecht von der Welle abstehender Hebel geschwenkt, der dabei den Hebel, der den Schalter ausrückt und die Kupplung öffnet, mitnimmt, so dass also diese beiden Arbeitsschritte erfolgen, wenn die gezogene Maschine an den Apparat anstösst.
Das Anstossen dieser Maschine gegen ihren Anschlag kann unter Vermittlung einer über das Drahtseil geschobenen Feder erfolgen, damit starke Stösse gedämpft werden.
Damit es möglich ist, mit der Motorwinde eine Maschine sowohl auf diese zu wie auch unter Vermittlung einer am andern Ende des Feldes angebrachten Umlenkrolle von ihr hinwegzuziehen, werden beiderseitig an der Windetrommel die Hälften einer Seilscheibe angebracht, um die das Drahtseil einmal herumgeschlungen ist, so dass es sowohl im einen wie auch im andern Sinne gezogen werden kann.
Die Motorwinde enthält alsdann zwei Sätze von Umlenkrollen, deren Schlitten miteinander verbunden und zusammen in dem Gestell verschiebbar sind.
Die Umkehrung der Zugrichtung des Drahtseiles wird hiebei aus der Entfernung mittels desselben Steuerseiles bewirkt, mit dem die Kupplung und der Schalter gesteuert werden. Das Steuerseil ist hiezu mit einem zweiten Hebel verbunden, der auf den ersteren Hebel federnd in der Weise einwirkt, dass durch erneutes Ziehen des Steuerseiles nach dem Ausschalten der Kupplung und des Stromes sich nur der zweite Hebel fortbewegt und dabei mittels einer geeigneten Schaltvorrichtung die Steuerung der Drehrichtung des Motors umkehrt. Die-Umkehrung'der Steuerung in die erste Drehrichtung erfolgt später von Hand, wenn die gezogene Maschine an'die Motorwinde herangekommen ist.
Andere Vorzüge und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen, die schematisch ein Ausführungsbeispiel der-Erfindung darstellen. Es ist darin : Fig. 1 eine Ansicht der Motorwinde nach der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe, Fig. 3 eine Stirnansicht, in der Richtung des Pfeiles A der Fig. l gesehen, Fig. 4 eine Stirnansicht, in der Richtung des Pfeiles B der Fig. 1 gesehen, Fig. 5,6 und 7 sind Einzelheiten.
Die verschiedenen Teile der Motorwinde sind auf einem Gestell 1 aus Metallschienen angeordnet, das mit Füssen 2 versehen und an der Vorderseite durch eine Art von Plattform 3 verlängert ist. Unter der Plattform 3 befinden sich zwei Räder und am andern Ende des Gestelles 1 zwei Holme 5, die in Handgriffe 6 auslaufen. Mittels der letzteren kann man die Motorwinde anheben, so dass sie nur noch auf den Rädern 4 ruht, und ihn leicht in der Art eines Schubkarrens verschieben. Die Räder 4 sind vorzugsweise innerhalb des Rahmens der Plattform 3 angebracht, so dass die Spurweite gering ist und die Motorwinde auch auf schmalen Wegen gefahren werden kann.
Auf der Plattform 3 befindet sich ein Elektromotor 7, auf dessen Welle eine Scheibe 8 sitzt. Diese Scheibe bildet vorzugsweise einen Teil einer selbsttätigen Fliehkraftkupplung bekannter Art, so dass sie erst in Umdrehung kommt, wenn der Motor eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat. Der Motor läuft infolgedessen stets leer an, so dass ein Anlasswiderstand entbehrlich ist. Ausserdem erfolgt bei einer derartigen Scheibe die Kupplung durch Reibung, so dass sie nur eine begrenzte Kraft überträgt und zu gleiten beginnt, wenn der entgegenstehende Widerstand zu gross ist.
Auf der Plattform 3 ist ferner ein Vorgelege 9 angeordnet, dessen Antriebswelle 10 in der Verlängerung der Welle des Motors 7 liegt. Auf die Welle 10 ist eine Kupplungsscheibe 11 verschiebbar aber undrehbar aufgekeilt. Diese Scheibe trägt an ihrer einen Seite zwei Zähne 12, die mit entsprechenden Ausnehmungen der Scheibe 8 in Eingriff gebracht werden können, so dass alsdann die Scheiben 11 und 8 miteinander gekuppelt sind und das Vorgelege von dem Motor angetrieben wird. Werden, diese Teile ausser Eingriff miteinander gebracht, so kann man den Motor zu beliebigen andern Zwecken verwenden, beispielsweise zum Antrieb einer Pumpe durch einen um die Scheibe 8 gelegten Riemen. Diese Pumpe könnte fest in dem Apparategestell angebracht sein.
Das Vorgelege kann beliebige Bauart haben. Am besten eignet sich das in der Zeichnung dargestellte Vorgelege mit drei Übersetzungen, die die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors erheblich herabsetzen und auf die zum Ziehen einer Maschine, beispielsweise eines Pfluges, erforderliche Geschwindigkeit vermindern. Die drei Vorgelegewellen 13, 14 und 15 ragen aus dem Gehäuse des Vorgeleges heraus, so dass man sie auch zum Antrieb andrer Apparate verwenden und hiezu die geeignete Geschwindigkeit auswählen kann. Zweckmässig ist die letzte Vorgelegewelle auf zwei verschiedene Geschwindigkeiten umschaltbar, so dass man an der Winde eine Zugwirkung erhalten kann, von der im nachstehenden als von zwei verschiedenen Geschwindigkeiten die Rede sein wird.
Hiezu dient in bekannter Weise ein auf
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messer, die abwechselnd mit den auf der Welle 15 sitzenden Zahnrädern 18 und 19 in Eingriff gebracht werden können. Zum Verschieben des Wechselrades Ma von der Aussenseite des Gehäuses her dient
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eine heraustretende Stange 14', die durch einen Vorstecker in der einen oder andern von zwei Stellungen festgestellt werden kann, in denen entweder die Räder 17 und 18 oder die Räder 16 und 19 miteinander in Eingriff stehen.
Die Windetrommel 20 sitzt lose auf der Welle 17 und kann mit dieser durch eine Zahnkupplung gekuppelt werden. Diese besteht aus einer mit der Welle 15 auf Drehung verbundenen aber auf ihr verschiebbaren Scheibe 21 mit Zähnen, die mit entsprechenden Gegenzähnen der Trommel 20 in Eingriff gebracht werden können.
Das Zugseil 22 ist auf die Trommel 20 aufgewickelt und läuft von dieser über eine Seilscheibe 23, die in der senkrechten Mittelebene der Trommel 20 angeordnet ist. Die Seilscheibe 2. 3 ist in dieser Ebene längsweise verschiebbar und befindet sich hiezu auf einem Schlitten 24, der an einer im oberen Teile des Gestelles angeordneten Gleitschiene 25 entlang verschoben werden kann. Diese Gleitschiene trägt zu beiden Seiten Sägezähne 26 (Fig. 7), mit denen bei 28 an dem Schlitten 24 schwingbar angeordnete Klinken 27 in Eingriff kommen können. An dem Schlitten 24 ist ein um den Punkt 30 schwingbarer Handgriff 29 angeordnet.
Verschiebt man den Schlitten nach der rechten Seite der Fig. 2, so werden die Sperrklinken durch die einzelnen Zähne ausgehoben und fallen hinter diesen durch ihr Eigengewicht, das noch durch Federn 31 unterstützt werden kann, wieder ein. Auf diese Weise ist der Sehlitten gegen eine Verschiebung nach links durch den Zug des auf die Trommel 20 laufenden Drahtseiles gesichert.
Um den Schlitten in dieser Richtung zu verschieben, drückt man den Handgriff 29 herunter, so dass die Klinken 27 durch den Druck des Handgriffes auf ihre Verlängerungen geschwenkt und ausgehoben werden.
Der Schlitten 24 ist alsdann auf der Schiene 25 frei nach links verschiebbar.
Von der Rolle 23 aus läuft das Drahtseil 22 über eine zweite Seilscheibe 32, die zu der Scheibe 23 senkrecht steht. Das Drahtseil tritt somit senkrecht zur Längsrichtung der Motorwinde aus dieser aus und kann in der senkrechten Ebene zur Rolle 32 jede beliebige Neigung annehmen, wodurch es ermöglicht wird, einen Pflug oder ein sonstiges Werkzeug über eine Fläche von beliebiger Neigung zu ziehen.
Die Scheibe 32 ist in einem in einer Gleitbahn 34 verschiebbaren Rahmen 33 angebracht. Der Rahmen 38 ist mit dem Schlitten 24 durch eine oder mehrere Stangen 35 fest verbunden, so dass das Drahtseil 22 stets senkrecht von der Scheibe 24 zur Scheibe 32 läuft. Durch gleichzeitiges Verschieben der beiden Scheiben 23 und 32 in dem Gestell kann man die Stelle, an der der Zug erfolgt, verändern und beispielsweise mit einem Pflug mehrere parallele Furchen ziehen, ohne den gesamten Apparat zu verschieben.
Die Fernsteuerung zum Ingangsetzen und Anhalten der Winde erfolgt durch nachstehende Vorrichtung. Im oberen Teil des Gestelles 1 (Fig. 3) befindet sich ein Unterbrecher 36 für den Strom des
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Haken 38 umfasst. Der Haken, 38 ist durch einen Lenker 40 mit einem gekröpften Hebel 41 verbunden, der bei 42 am Gestell 1 schwingbar ist. Der kurze Arm 43 des Hebels 41 ragt in eine Nut der Scheibe 21 hinein. Der Hebel 41 ist bei 44 schräg durchschnitten, und die beiden so gebildeten Teile sind bei 45 durch ein Scharnier verbunden. Zwei Zugfedern 46 und 46', die einerseits am Gestell 1 und anderseits an den beiden Teilen des Hebels 41 befestigt sind, suchen die beiden Teile des Hebels nach der linken Seite der Fig. 3 zu ziehen.
Mit dem oberen Ende des Hebels 41 ist bei 47 ein Steuerseil 48 verbunden, das an dem Pflug oder der sonst zu ziehenden Maschine auf einer selbsttätigen Aufwickeltrommel aufgewickelt sein kann, damit es nicht schlaff herabhängt und am Boden schlepp, jedoch darf es hiebei nicht so stramm gespannt werden, dass sein Zug zur Bewegung des Hebels 41 ausreicht. In Fig. 3 befinden sich die Teile in der Arbeitsstellung, d. h. der Schalter ist geschlossen und die Scheibe 21 befindet sich mit der Trommel 20 in Eingriff. Zieht man nun an dem Seil 48, so wird dadurch der Hebel 41 um den Punkt 42 geschwenkt,
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zeitig schwenkt der Hebel 41 durch den Lenker 40 den Haken 38, so dass dieser den Schaltergriff in die Ausschaltstellung bewegt.
Ausserdem zieht der Hebel 41 noch durch eine Feder 41'einen weiteren Hebel 41 a, an dem ein Bremsklotz 41b angebracht ist, gegen die Stirnwand der Trommel 20, wodurch diese sofort angehalten wird und nicht mehr infolge der Trägheit der verschiedenen umlaufenden Teile nach der Unterbrechung des Stromes weiterläuft.
Zum Feststellen des Hebels 41 in dieser Ruhestellung gegen den Zug der Federn 46 und 46'ist an dem Hebel eine Klinke 49 angebracht, die durch eine Feder 50 nach oben gedrückt wird und beim Herumziehen des Hebels 41 mittels des Seiles 48 auf eine am Gestell 1 angebrachte schräge Fläche 51 trifft. Hiedurch wird die Klinke 49 unter Zusammendrückung der Feder 50 eingedrückt und springt dann unter dem Druck der Feder in eine Ausnehmung 52 ein. Der mit der Klinke verbundene Hebel 41 ist hiedurch verriegelt, und die Vorrichtung bleibt in Ruhe.
Um sie wieder in Gang zu setzen, zieht man von neuem an dem Steuerseil 48, wodurch der Hebel 41 noch weiter nach rechts geschwenkt wird (Fig. 3 und 5) und die mit ihm verbundene Sperrklinke 49 auf eine schräge Fläche 53 trifft und wieder ihre Feder 50 zusammendrückt. Dies geschieht so lange, bis ein um den Punkt 54'schwingbarer und unter der Wirkung einer Feder 55 stehender Spenhaken 54 über eine Schulter 56 der Klinke 49 einfällt und diese dadurch verriegelt. Lässt man nun das Steuerseil 48 los, so wird der Hebel 41 durch die Feder 46
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zurückgeschwenkt, da, die durch den Sperrhaken 54 zurückgehaltene Klinke nunmehr über die Ausnehmung 52 hinweggeht. Der Hebel 41 kommt dadurch wieder in die Stellung, in der er die Vorrichtung in Gang setzt.
In dieser Stellung trifft eine Verlängerung 57 des Sperrhakens 54 auf einen am Gestell 1 angebrachten Anschlag 57', wodurch der Sperrhaken von der Schulter 56 abgezogen wird und die Sperrklinke 4rJ unter dem Druck der Feder 50 wieder in ihre Anfangsstellung zurückspringt, so dass sie nunmehr wieder wirksam ist.
Bei seiner Rückwärtsbewegung schwenkt der Hebel 41 mittels des Lenkers 40 den Haken 38 zurück, so dass dieser den Schaltergriff wieder in die Einschaltestellung bringt und der Motor anläuft. Gleichzeitig sucht auch der Hebel 43 die Kupplung 20, 21 wieder einzurücken. Da es aber möglich und sogar meistens der Fall ist, dass die Zähne des einen dieser Teile nicht genau den Zahnlücken des andern Teiles gegenüberstehen, würde der Hebel 41, wenn er starr wäre, nicht ganz zurückgehen und insbesondere den Schaltergriff 37 nicht in die Einschaltestellung bringen können. Dies wird aber durch die gelenkige
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ein, während der untere Teil des Hebels noch zurückbleibt.
Erst nachdem der Motor und mit ihm die Scheibe 21 in Drehung gekommen ist, bewirkt die Feder 46'ein Einfallen der Kupplung in dem Augenblick, in dem die Zähne des einen Kupplungsteiles den Zahnlücken des andern Teiles gegenübergetreten sind. Auf diese Weise wird die Vorrichtung durch den Mann, der den Pflug oder die sonstige Maschine bedient, aus der Entfernung in Gang gesetzt und angehalten, ohne dass ein besonderer Bedienungsmann an der Winde erforderlich ist. Hiedurch werden die Betriebskosten erheblich vermindert.
Es ist noch zu bemerken, dass der Haken 38 so ausgestaltet ist, dass während der Haltestellung des Hebel 41, bei der die Klinke 49 in die Ausnehmung 52 eingefallen ist, der Schalthebel 37 von Hand geschwenkt werden kann. Dies ist zweckmässig, wenn man den Motor zu einem andern Gebrauch als dem des Antriebs der Winde in Gang setzen will.
Damit die Motorwinde nicht durch das Anstossen des Pfluges beschädigt wird, wenn der Führer des letzteren die erforderlichen Handgriffe nicht rechtzeitig genug ausführt, ist sie mit einer selbsttätigen Anhaltevorrichtung versehen. Diese besteht aus einer Gabel 58, die vor der Rolle 32 um das Drahtseil 22 herumgreift. Diese Gabel ist auf einer parallel zur Gleitbahn 34 liegenden vierkantigen Welle 59 verschiebbar, wobei sie durch den Rahmen 33 mitgenommen wird, so dass sie sich stets vor der Scheibe 32 befindet. Die vierkantige Welle 59 ist in dem Gestell drehbar und trägt an ihrem Ende an der Seite des Hebels 41 einen Arm 60. Läuft der Pflug gegen die Gabel 58, so drückt er diese zurück und schwenkt dadurch die Welle 59 mit dem Arm 60 in der dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung (Fig. 4).
Der Arm 60 verschiebt hiebei mittels eines Lenkers 61 einen auf dem Gestell gelagerten Schieber 62 (Fig. 2 und 4), der mit einem Vorsprung hinter den Hebel 41 greift und diesen nach rechts schwenkt (Fig. 3).
Auf diese Weise werden dieselben Vorgänge ausgelöst wie beim Ziehen an dem Steuerseil 48, d. h. die Winde wird ausgekuppelt und der Motor angehalten.
Eine an der Gabel 58 angebrachte Stange 8' stösst dabei gegen den Rahmen 33 und begrenzt den Hub der Gabel 58 und der von ihr in Bewegung gesetzten Teile nach der Bewegungsrichtung hin, in der das Auskuppeln und die Unterbrechung des Stromes erfolgen.
Es ist hiezu noch zu bemerken, dass der Pflug bis in das Innere der Vorrichtung hineinfahren kann und dass das Gestell an der betreffenden Seite keinen unteren Längsbalken enthält. Man kann daher bis dicht an den Apparat heran arbeiten, ohne Gelände zu verlieren.
Zur Verankerung der Motorwinde am Boden und zur Verhinderung eines Verschiebens derselben, wenn der Pflug auf ein starkes Hindernis trifft, sind eine oder mehrere, bei 64 am Gestell schwingbare Schaufeln 63-angeordnet. Jede Schaufel hängt an einem Seil 65, das auf eine Rolle 66 aufgewickelt ist. Diese kann durch eine Kurbel 67 zum Heben oder Senken der Schaufel gedreht werden. Vorzugweise befindet sich an jedem Ende des Apparates eine solche Schaufel. Die beiden entsprechenden Rollen 66 sitzen alsdann auf einer gemeinsamen Welle, die durch eine einzige Kurbel 67 drehbar ist. Durch Nachlassen des Seiles 65 wird die Schaufel 63 auf den Boden gesenkt, in den sie unter dem Zug des Drahtseiles eindringt und sieh darin so festsetzt, dass sie jede spätere Verschiebung des Apparates in der Richtung des Seilzuges verhindert.
Da die Schaufel mit dem Gestell an dem sehr tief liegenden Punkte 64 verbunden ist, liegt die Resultante der durch den Seilzug, den Widerstand der Schaufel und das Gewicht des Apparates gebildeten Kräfte, von denen die beiden ersteren ungefähr parallel in der Nähe der Horizontalen verlaufen, auch dann, wenn das Gewicht des Apparates nicht-besonders gross ist, unterhalb des Angriffspunktes der
Schaufel 63 am Boden, im Gegensatz zu der Kräfteverteilung bei den bekannten Apparaten dieser Art, deren Gewicht sehr gross sein muss, wenn sie dem Zug des Drahtseiles Widerstand leisten sollen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist infolgedessen bedeutend handlicher.
In der vorstehend beschriebenen Anordnung zieht die Motorwinde die Arbeitsmaschine, beispielsweise einen Pflug, nur in einem Sinne, nämlich auf den Apparat zu. Ist die Maschine bei dem Apparat angekommen, so muss man sie mit der Hand bis an das andere Ende des zu bearbeitenden Feldes zurückschieben. Ist der Apparat, wie früher gesagt, vorzugsweise für Arbeiten im Garten bestimmt, wo die zu bearbeitenden Felder gewöhnlich nicht besonders lang sind, so ist dies Verfahren nicht nachteilig.
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Es kann aber auch vorkommen, dass man ein Feld von grosser Länge bearbeiten will und daher die Maschine stets um eine grosse Strecke verschieben muss. In diesem Falle ist das Arbeiten mit einem Apparat vorteilhafter, der nach zwei Richtungen hin wirkt, d. h. die Arbeitsmaschine sowohl gegen den Apparat wie auch von diesem hinweg zieht.
Der Apparat kann so ausgerüstet werden, dass er in dieser Weise arbeitet.
In diesem Falle lässt man das Zugseil sich nicht auf die Trommel der Winde aufwickeln, sondern bringt zu beiden Seiten der letzteren die beiden Hälften einer Seilrolle 68 an, um die das Zugseil herumgeschlungen wird, damit es genügend Reibung an ihnen hat. Ausserdem wird in dem Apparatgestell auf der Gleit-
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und 24'sind so miteinander verbunden, dass sie sich zusammen verschieben können. An dem Schlitten 24' brauchen daher keine Klinken 27 angebracht zu werden. Ebenso wird in der unteren Gleitbahn 34 ein zweiter Schlitten 33'mit einer Seilrolle 32'angebracht. Der Pflug oder die sonstige Maschine wird an dem einen Ende des Zugseiles befestigt und dessen anderes Ende über die am andern Ende des Feldes angeordnete Umlenkrolle und dann zu dem andern Ende des Pfluges geführt.
Die Winde zieht, indem sie sich in dem einen Sinne dreht, den Pflug bis an das Ende des Feldes ; ist der Pflug dort angekommen, so wird er umgedreht und seine Befestigung an den beiden Enden des Zugseiles umgewechselt, worauf dann die Winde ihn in entgegengesetzter Richtung zieht.
Damit das Zugseil vollkommen gespannt bleibt und von der Seilscheibe an der Winde mitgenommen wird, ist an irgendeiner Stelle, beispielsweise auf dem Pflug, eine Spannvorrichtung für dasselbe angeordnet.
Zu dieser Vorrichtung wird. vorzugsweise ein umsteuerbarer Motor verwendet, so dass man unmittelbar die Drehrichtung des Motors und die aller von ihm angetriebenen Teile umkehren kann. Wenn die Maschine an dem entferntesten Teile des Feldes angekommen ist, wird folgende Vorrichtung verwendet :
Seitlich von dem Hebel 41 befindet sich ein andrer Hebel 69, der ebenfalls am Maschinengestell schwingbar und mit dem Hebel 41 durch eine starke Feder 70 verbunden ist. An dem Hebel 69 ist das Steuerseil 48 befestigt. Zieht man an diesem im Sinne des Pfeiles in Fig. 6, so schwingt der Hebel 69 und nimmt dabei den Hebel 41 mit, der alsdann in der früher angegebenen Weise arbeitet. Mit dem Hebel 69 ist ferner ein Seil 71 verbunden, das zunächst über eine Umlenkrolle 72 und darauf durch ein Auge 7. 3 geht, das an einem Hebel zum Umsteuern der Drehrichtung des Motors sitzt.
An dem Seil hängt auf der andern Seite des Auges ein Gewicht 74, das so bemessen ist, dass es nicht durch das Auge 73 hindurchgehen kann. Zieht man an dem Steuerseil 48, nachdem, wie gesagt, der Hebel 41 ganz nach rechts geschwenkt ist, so kann der Hebel 41 nicht weiter ausschwingen, und ein erneuter Zug an dem Hebel 69 bewirkt lediglich ein Spannen der Feder 70. Dabei wird aber ein Zug auf das Seil 71 ausgeübt, durch den das Gewicht 74, dessen Stellung an dem Seil 71 dementsprechend geregelt ist, das Auge 73 des Umschalthebels hebt und dadurch die Drehrichtung des Motors umsteuert.
Lässt man nun das Steuerseil 48 los, so wird der Hebel 69 zunächst durch die Feder 70 an den Hebel 41 herangezogen, worauf letzterer in der früher beschriebenen Weise nach links schwingt und den Motor in Gang setzt, der sich jetzt in der entgegengesetzten Richtung dreht.
Nachdem der Motor auf diese Weise vom andern Ende des Feldes aus in Gang gesetzt worden ist, zieht er die Maschine in der Richtung auf den Apparat zu. Wenn sie dort angekommen ist, kann ihr Bedienungsmann die Drehrichtung des Motors wieder selbst mit der Hand umsteuern, indem er das Auge 73 herunterdrückt. Dies ist möglich, da sich zu dieser Zeit das Gewicht 74 in einer Stellung befindet, in der es die Bewegung nicht hindert.
Wie früher gesagt, kann die Motorwinde auch zu andern Zwecken als zum Gartenbau verwendet werden, z. B. als Motorpumpe oder zum Antrieb andrer Maschinen. Insbesondere können die Winde und das Zugseil zum Aufziehen von Lasten benutzt werden. Eine Bremse 11' (Fig. 1), die mit der Hand oder dem Fuss an die Kupplungsscheibe 11 angedrückt wird, kann beispielsweise dazu dienen, die aufgezogene Last schwebend zu erhalten oder sie langsam niederzulassen.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass die Vorrichtung nach der Erfindung eine grosse Anzahl von Vorzügen hat, die bereits im Verlauf der Beschreibung erwähnt wurden und die nachstehend noch einmal zusammengefasst werden sollen :
Der Schwerpunkt liegt sehr tief, und das ganze Gewicht der Antriebsteile ruht an der Vorderseite der Vorrichtung auf den Rändern, wodurch die Beweglichkeit sehr erleichtert wird.
Die Fahrräder sind anderseits im Innern des Apparates angeordnet, so dass dieser eine geringe Spurweite hat und auch auf sehr schmalen Wegen gefahren werden kann.
Die Verankerung des Apparates geschieht sozusagen selbsttätig durch an demselben angebrachte Teile, so dass es nicht nötig ist, von aussen irgendwelche Verankerungen anzubringen.
Der Pflug oder die sonstige Arbeitsmasehine kann bis in den Apparat hineinfahren. Der Pflug kann daher bis dicht an das Ende eines Gartenbeetes und bis an den Weg arbeiten, auf dem der Apparat gefahren wird und auf dem er in Arbeitsstellung gebracht wurde.
Die Motorwinde kann auf jedem Gelände arbeiten, auch wenn dieses geneigt ist, und das Gelände kann auf einer gewissen Breite ohne Verschiebung des Apparates bearbeitet werden.
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Die Motorwinde kann aus der Ferne durch den Bedienungsmann des Pfluges oder der sonstigen Maschine gesteuert werden, so dass ein besonderer Bedienungsmann für den Apparat nicht erforderlich ist und ein einziger Mann die ganze Arbeit verrichtet.
Das Zugseil der Maschine bewegt sich in geringer Höhe fast dicht am Boden hin und geht daher unter den Blättern etwa in dem Gelände vorhandener Pflanzen hindurch, ohne diese zu beschädigen.
Was den Apparat selbst anbetrifft, so erfolgt die Kupplung des Motors mit allen von ihm angetriebenen Teilen durch eine selbsttätige Fliehkraftkupplung, die ein allmähliches Einrücken bewirkt und gleichzeitig zur Begrenzung der übertragenen Kraft dient. Infolge dieser Anordnung ist kein Anlasswiderstand und kein Ausschalter erforderlich, wodurch die Bauart sehr vereinfacht und der Preis erniedrigt wird. Das Vorgelege der beschriebenen Art ermöglicht es, auch andre Vorrichtungen mit verschiedenen Geschwindigkeiten, je nach der benutzten Vorgelegewelle anzutreiben. Schliesslich kann die Winde mittels einer Zahnkupplung ausgekuppelt werden.
Die Vorrichtung kann zum Ziehen der Arbeitsmaschine sowohl in einem Sinne wie auch in beiden Richtungen verwendet werden, und es ist nicht nur möglich, durch die Fernsteuerung die Winde einund auszurücken und den Motor ein-und auszuschalten, sondern man kann durch diese auch die Drehrichtung des Motors umkehren, wobei alle diese drei Arbeitsschritte mittels eines einzigen, an der Maschine befestigten Steuerseiles bewirkt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Motorwinde, die mit dem Antriebsmotor auf einem nach Art eines Schubkarrens auf Rädern ruhenden Gestell angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Winde (20) und der Motor (1) auf dem unteren Teil des Gestells (1) gelagert sind und dass das von der Winde (20) kommende Tragseil (22) vorerst über eine am oberen Teil des Gestelles (1) gelagerte Umlenkrolle (23) läuft und hierauf über eine Rolle (32) geführt ist, die senkrecht hiezu in dem unteren Teil des Gestelles (1) liegt.