AT127820B - Verfahren zur Darstellung von Arsen und Antimon enthaltenden Wismutverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Arsen und Antimon enthaltenden Wismutverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Arsen und Antimon enthaltenden Wismutverbindungen. 
 EMI1.1 
 mit anorganischen Wismutsalzen, wie beispielsweise Wismutnitrat oder Wismutehlorid,   umsetzt.   Man führt die Reaktion am besten in der Weise aus, dass man die Phenylenstibinsäurearsinsäuren in einem   wässerig-alkalischen   Lösungsmittel, wie beispielsweise verdünnte Natronlauge, löst und zu dieser Lösung das Wismutsalz zusetzt, gegebenenfalls in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels, wie beispielsweise Glycerin. Das so erhaltene Alkalisalz des neuen Produktes kann nach üblichen Methoden gereinigt und durch organische Lösungsmittel, wie beispielsweise Alkohol, aus der Reaktionslösung ausgefällt werden ; die freie Säure erhält man durch Versetzen des Alkalisalzes mit Säure. 



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle therapeutische Eigenschaften, z. B. zur Behandlung von Blutparasiten. Sie werden zur therapeutischen Verwendung entweder in Öl suspendiert oder in Form ihrer Alkalisalze in Wasser gelöst. 



   Sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch übertreffen sie bei Kaninehensyphilis die bisher bekannten Wismutverbindungen. Beispielsweise verhindern 100 mg der nach Beispiel l erhaltenen Substanz pro kg Kaninchen die Infektion mit Syphilis noch nach 39 Tagen vollkommen ;   5-10 mg   bringen einen Schanker regelmässig schon nach 7 Tagen zum Verschwinden, während dies mit andern Wismutpräparaten erst nach 18 Tagen gelingt. 
 EMI1.2 
 saugt man von wenig Wismuthydroxyd ab, macht die Lösung mit Essigsäure schwach curcuma-alkalisch und fällt mit Alkohol. Man erhält das Natriumsalz der neuen Wismutverbindung als schwach rosa gefärbtes Pulver, das in Wasser leicht löslich ist ; mit Essigsäure lässt sich aus der wässerigen Lösung die freie Säure als Gallerte abscheiden. 



   Die bei der Umsetzung der Stibinarsinsäure mit Wismutnitrat erhaltene alkalische Lösung kann auch durch Zusatz von Essigsäure schwach sauer gemacht und durch einen Sack aus regenerierter Cellulose oder Pergamentpapier gegen fliessendes Wasser dialysiert werden, bis keine   N03-Ionen   mehr nachweisbar sind. Die so erhaltene kolloidale Lösung der freien Säure kann ohne Zersetzung keimfrei gemacht und unmittelbar zu therapeutischen Zwecken verwendet werden. 



   Beispiel 2 : 23,   5 g 4-0xy-3-acetaminobenzolstibinsäure- (5)-arsinsa, ure- (1) [hergestellt   aus   4-Oxy-   5-amino-3-acetamino-benzolarsinsäure-(1) nach dem Diazoverfahren] werden, wie in Beispiel l beschrieben, in 50 cm3 Wasser und 100   cm3   2 n-Natronlauge gelöst und mit einer Lösung von 24,3 g Wismutnitrat in 25 cm3 Glycerin und 40   cm3   Wasser umgesetzt ; die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt ebenfalls nach Beispiel 1. Die Eigenschaften der neuen Verbindung entsprechen den Eigenschaften der nach Beispiel 1 darstellbaren Verbindung. 



   Beispiel 3 : Zu 22 p-Phenylenstibinsäurearsinsäure in 70 cm3 Wasser und 60 em3 5 n-Natronlauge gelöst, lässt man unter starkem Rühren eine Lösung von   24,   3 g Wismutnitrat in 25    < *tM   Glyeerin und 30   cm3   Wasser zufliessen ; man rührt eine halbe Stunde nach, wobei ein gallertartiger Brei entsteht, 
 EMI1.3 
 

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 gewaschen und getrocknet. Zur Entfernung von anorganischen Bestandteilen wird das so erhaltene Pulver mit Wasser ausgewaschen, erneut getrocknet und in Öl angerieben zur Depotbehandlung benutzt. 



  Die Wismutverbindung stellt ein gelbliches Pulver dar, das durch Alkalien unter Abscheidung von Wismuthydroxyd zerlegt wird. 



   Beispiel 4 : 21,   5g 4-Oxybenzolstibinsäure- (3)-arsinsäure- (1)   werden in   wässerig-alkalischer   Lösung, wie in Beispiel 1 angegeben, mit einer Lösung von 48,6 g Wismutnitrat in 50 cm3 Glycerin und 60 cm3 Wasser umgesetzt und das Reaktionsgemisch in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aufgearbeitet. Während die nach den vorhergehenden Beispielen hergestellten Verbindungen auf ein Atom Arsen und ein Atom Antimon ein Atom Wismut enthalten, verhält sich in diesem Präparat As : Sb : Bi wie 1 : 1 : 2. 



  Die Verbindung ist ein rosa gefärbtes Pulver, das sich in Wasser mit alkalischer Reaktion löst. 



   Beispiel 5 : 15,6 g Phenoxyessigäurestibinsäure-(2)-arsinsäure-(4) [hergestellt aus 2-Aminophenoxyessigsäurearsinsäure- (4) nach dem Diazoverfahren] werden in   100 cm3 n-Natronlauge gelöst   und unter Rühren eine Lösung von 16,1 g Wismutnitrat in 16,1   cm3   Glycerin und 32 cm3 Wasser zutropfen gelassen ; sodann saugt man von der hiebei entstehenden Ausscheidung ab und trocknet den mit Wasser, Alkohol und Äther gewaschenen   Rückstand.   Die neue Wismutverbindung stellt ein schwach gefärbtes, in Alkalien leicht lösliches Pulver dar, das beim Erhitzen verkohlt, ohne zu schmelzen. 
 EMI2.1 
 Wasser und 24   cm3   Natronlauge   (400 Bé)   lässt man eine Lösung von 15,7 g Wismuttrichlorid in 100 cm3 gesättigter Kochsalzlösung   zufliessen ;

   nach 15 Minuten   setzt man Natronlauge bis zur schwach phenolphtalein-alkalischen Reaktion zu, saugt ab, stumpft mit Essigsäure auf schwach curcuma-alkalisch ab und giesst in 5 Teile Alkohol.. Hiebei fällt das gleiche Produkt wie nach Beispiel   1,   vermischt mit Kochsalz, aus. Um es von letzterem zu befreien, wird es entweder in Wasser gelöst und mit Methylalkohol wieder gefällt oder es wird die wässerige, mit Essigsäure angesäuerte Lösung der Dialyse unterworfen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Arsen und Antimon enthaltenden Wismutverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenylenstibinsäurearsinsäuren oder deren Derivate in wässerig-alkalischer Lösung mit Lösungen anorganischer Wismutsalze umsetzt und gegebenenfalls aus den erhaltenen Reaktionsprodnkten die freien, Wismut enthaltenden Phenylenstibinsäurearsinsäuren abscheidet.
AT127820D 1930-02-15 1931-02-05 Verfahren zur Darstellung von Arsen und Antimon enthaltenden Wismutverbindungen. AT127820B (de)

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