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Vorrichtung zum Heften von Schachteln oder Schachtelteilen.
Im Stammpatent Nr. 121831 ist eine Schachtelmaschine beschrieben, bei der das Arbeitstück. eine Schachtel oder ein Selhachtelteil aus Pappe od. dgl.. auf einem Wandertisch oder
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Heften bestimmten Vorrichtungen. nehmen entweder an der Wanderung des Arbeitsstückes teil oder sind längs der Bahn des Wandertisches (oder der Trommel) angeordnet. wobei sie in entsprechender Reihenfolge ihre Operationen ansführen. was im zweitgenafnnten Fall dann geschicht, wenn das Arbeitsstück an ihnen vorheiwandert.
Um eine durchwegs fliessende Herstellung der Schachtel oder des Schachtelteiles zu erzielen. muss auch der Vorgang des heftens an dem wandernden Arbeitsstück vorgenommen werden. Gegenstand der Erfindung ist nun eine Heftvorrichtung. die ein Heften am wandernden
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Heftern. deren jeder mit den nötigen Heftwerkzeugen verschen ist und als Ganzes die Wanderbewegung des Heftgutes während des Heftens mitmacht. Jeder Hefter der Heftvorrichtung bewegt sich also, während er heftet. mit gleicher Geschwindigkeit wie das Heftgut. so dass er sich. während seind Werkzeuge und Organe ihre Arbeitsbewegungen ausführen, in relativer Ruhe- lage zum Heftgut befindet.
Dieses Mitwandern des Hefters kann entweder dadurch erzielt werden, dass man ebenso wie das Heflgut auch die Heftvorrichtung vom Wandertisch (Wandertrommel) forthewegen lässt oder man verwendet ortsfeste Heftvorrichtungen. die längs des Wandertisches aufgestellt sind und deren Hefter so bewegt werden, dass sie sich an der Heftstelle mit gleicher Geschwindigkeit wie das Heftgut bewegen. Bei einer solchen ortsfesten Heftvorrichtung sind wieder zwei Fälle möglich :
1.
Der Hefter wandert während des Heftens ein Stück Weges mit dem Heftgut mit und kehrt dann nach vollzogener Heftung in scine Ausgangslage wieder zurück. er führt also gewissermassen eine hin und her gehende Bewegung aus; dies kann beispielsweise so ge- scheren. dans der Hefter auf einem Schlitten sitzt. der eine Zeit lang. nämlich während des Heftens mit dem wandernden Arbeitstisch des Heftgutes gekuppelt ist. nach vollzogener Heftung
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Gut weiterwandert.
2. Der Hefter führt eine kreisende Bewegung aus. die ihn mit entsprechender Geschwindigkeit an der Arbeitsstelle, d. h. an der Stelle, wo er heften soll. vorbeiführt. In diesem Fall ist der Hefter zweckmässigerweise auf einem rotierenden Organ. dem"Hefterrad". ange- ordnet, das konstruktiv in beliebiger Weise. beispielsweise als Scheibe. Radstern. Arm. Trommel od. dgl., ausgebildet sein kann. Das Hefterrad trägt also einen oder mehrere Hefter und rotiert mit gleichmässiger oder ungleichmässiger Geschwindigkeit, jedenfalls jedoch so. dass seine Hefter die Heftstelle mit einer der Heftgutgeschwindigkeit gleichen Geschwindigkeit passieren.
Bei den erfindungsgtemässen Heftvorrichtungen kann sich die Tätigkeit der Hefter auf das eigentliche Heften beschränken. In vielen Fällen wird es aber vorteilhaft sein. auch die
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im weiteren Sinne zum Heften gehörigen, vorbereitenden Handlungen oder einen Teil derselben vom Hefter oder von dessen Organen ausführen zu lassen. Solche vorbereitende Handlungen sind : Das Abschneiden jenes Drahtes, der zur Vornahme einer Heftung benötigt wh-d. des sogenannten Heftdrahtes, das Zuführen des Heftdrahtes zur Heftstelle. das Biegen des Heftdrahtes zu einer C-förmigen Heftklammer. u. dgl. mehr.
Bei Verwendung eines Hefterrades können diese vorbereitenden Handlungen während der kreisenden Bewegung des Hefters von diesem vorgenommen werden. Trägt das Hefterrad mehrere Hefter, so ergibt sich der Vorteil, dass. während einer der Hefter eine Heftung vornimmt, ein anderer Hefter eine oder mehrere der vorbereitenden Handlungen ausführen kann. also beispielsweise den Heftdraht aufnimmt. abschneidet oder vorbiegt.
Der bewegliche Hefter der erfindungsgemässen Heftvorriehtung kann alle zum eigentlichen Heften nötigen Organe enthalten oder auch nur einen Teil derselben. wobei der restliche Teil der Heftorgane nur während des Heftens mit dem Hefter zusammenarbeitet, sonst aber von letzterem unabhängig angeordnet ist.
Der Vorgang des Heftens geht. bekanntlich so vor sich. dass eine offene. beispielsweise d-förmige Heftklammer mit den vorragenden Enden (Klammerschenkeln) durch das Heftgut durchgestossen wird. worauf die durchgestossenen Enden
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bedarf daher während der Heftung je eines die Heftklammer und das Heftgut stiitzenden Organs. welche Organe im folgenden als Heftkopf und Gegenkopf bezeichnet werden sollen.
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im beweglichen Hefter untergebracht sein. d. h. der Hefter kann aus Heftkopf und Gegenkopf bestehen. die sich dann während des Heftens klemmbackenartig zusammenschliessen und später wieder offnen ; es kann aber auch der bewegliche Hefter bloss aus dem Heftkopf bestehen und der Gegenkopf getrennt vom Hefter angeordnet sein.
In letzterem Fall kann beispielsweise der Heftkopf mit dem Hefterrad rotieren, während sieh der Gegenkopf auf dem Wandertisch mit dem Heftgut bewegt und dabei auch noch andere Aufgaben erfüllen kann. oder es kann der Heftkopf mit dem Heftgut am Wandertisch transportiert werden, während der Gegenkopf ortsfest angeordnet ist und nur während des Heftens mit dem Heftkopf zusammen- arbeitet.
Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert werden, wobei auch Ausführungsbeispiele der Heftdrahtzuführung beschreeten werden sollen.
Fig. 1. und 2 zeigen eine Ausführungsform einer Heftvorrichtung mit rotierendem Hefterrad. wobei Fig. 2 ein Längsschnitt der Vorrichtung durch die Hefterradachse ist. während die obere Hälfte der Fig. 1 ein Schnitt längs der Linie A-A der Fig. 2 und die untere Hälfte der Fig. 1 eine Vorderansicht der Heftvorrichtung, von rechts in Fig. 2 gesehen, ist.
Fig. 3 zeigt in Längsschnitt die Einrichtung einer Drahtzuführung zum Hefterrad (zur Heftvorrichtung), wie sie beispielsweise für eine Vorrichtung gemäss Fig. J und 2 Verwendung finden kann.
Fig. 4-6 zeigen eine zweite Ausführungsform einer Heftvorrichtung, bei der die Drahtzuführung zum Hefterrad nicht dauernd mit dem letzteren mitrotiert. wobei Fig. 3 ein Längs- schnitt der Vorrichtung durch die Hefterradachse ist. während die obere Hälfte der Fig. 4 ein Schnitt längs der Linie B-B der Fig. 5 und die untere Hälfte der Fig. 4 eine Vorderansicht der Heftvorrichtung, von rechts in Fig. 5 gesehen, ist. Fig. 6 ist eine (der Blickrichtung von Fig. 4 entsprechende) Ansicht des die Drahtzuführung zum Hefterrad besorgenden Kupplungsgliedes.
In den Figuren sind die einander entsprechenden Konstruktionsteile verschiedener, aber konstruktiv gleich ausgebildeter Hefter mit gleichen Ziffern bezeichnet.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist die Heftvorrichtung als ein rotierender Körper (Hefterrad) ausgebildet. der alle Hefter und alle zum Heften erforderlichen Werkzeuge und Organe trägt. Dieses Hefterrad 1 ist als Scheibe ausgebildet und auf der Welle 2 (Hefter- radw-elle) aufgekeilt, mit welcher es (im Pfeilsinn der Fig. 1.) rotiert. Die Welle 2 ist im Maschinenrahmen oder in mit demselben verbundenen Lagern 3 (in Fig. 1 und 2 nicht eingezeichnet, dagegen in Fig. 3 angedeutet) frei drehbar, aber ortsfest gelagert und erhält ihre Drehbewegung von irgendeiner passenden Antriebsvorrichtung (die gleichfalls in den Figuren aicht eingezeichnet ist).
Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle 2 wird so gewählt oder geregelt, dass die vom Hefterrad 1 am wandernden Heftgut vorbeigeführten Hefter sieh an der Heftstelle mit gleicher Geschwindigkeit wie das Heftgut bewegen. Zu diesem Zweck kann gegebenenfalls der Antrieb der Hefterradwelle 2 auch in Abhängigkeit vom Antrieb des das Jeftgut tragenden Wandertisches (Wandertrommel) gebracht werden.
Das Hefterrad 1 trägt vier Hefter a, b, c, d, von denen je zwei paarweise angeordnet sind, aber unabhängig voneinander arbeiten ; der im Umdrehungssinn des Hefterrades voreilende
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Hefter jedes Paares (t. c soll beispielsweise die Stirnwand des Schachtelbodens einer Schachtel heften, während der nacheilende Hefter b, d die Stirnwand des Deckels der nachfolgenden
Schachtel heften soll.
Die Hefter vollführen während der Drehung des Hefterrades auch die vorbereitenden Handlungen zur Heftung, nämlich das Abschneiden des Heftdrahtes, das Zuführen desselben zur Heftstelle und Biegen zu einer offenen Klammer. Die dabei erforderlichen Bewegungen der einzelnen Organe und Werkzeuge jedes Hefters sowie auch die während des Hefters zu vollziehenden Arbeitsbewegungen werden sämtlich von feststehenden Kurvenscheiben 24, 28, 36 usw. abgeleitet und gesteuert. die also die Drehung des Hefterrades 1 nicht mitmachen.
Diese Kurvenscheiben sind auf einer gemeinsamen Büchse 4 aufgekeilt, die zwecks gut zentrierter Lage die Nabe 5 und die Welle 2 des Hefterrades 1 umschliesst, wobei sie gegebenenfalls als Lager für das Hefterrad oder für dessen Welle ausgebildet sein kann. An der Büchse 4 ist seitlich durch Schrauben das ringförmige Ende eines Tragarmes 6 befestigt, der bei 7 (Fig. 1) mit dem Maschinenrahmen fest verbunden ist und die ruhende Lage der Büchse 4 und der von ihr getragenen Kurvenscheiben verbürgt. In den Figuren sind also das Hefterrad 1 und die von ihm getragenen Hefter a, b, c, d in ständiger Drehung gegenüber den ruhend angeordneten Kurvenscheiben der Büchse 4 und dem Tragarm 6 zu denken.
Jeder der vier Hefter a, b. f. d ist konstruktiv in gleicher Weise aufgebaut, nur sind die beiden Hefter jedes Paares auf dem Hefierrad gewissermassen spiegelbildlich zueinander angeordnet (s. Fig. 1), da dies im vorliegenden Fall die Lage der zu heftenden Schachtelflächen verlangt. Jeder Hefter besteht aus einem Heftkopf 7 und einem Gegenkopf 8. Der Heftkopf 7 enthält die zum Aufnehmen, Abschneiden. Vorbiegen und Vorschieben bzw. Einheften nötigen Organe und Werkzeuge, während der Gegenkopf 8 während des Heftens als
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ausserdem die Organe und Werkzeuge zum Einbiegen der durch die Schachtelfläche durch- gestossenen Heftdrahtenden trägt.
Die meisten beweglichen Teile des Hefters, sowohl des Heftkopfes 7 als des Gegenkopfes 8 sind um eine gemeinsame Achse, den Bolzen 9. frei drehbar angeordnet, wobei jedoch jeder Teil seine Drehbewegung um den Bolzen 9 unabhängig von den andern Teilen ausführen kann.
Der Bolzen 9 liegt parallel zur Hefterradwelle 2 und ist an einem Ende mit dem Körper des Hefterrades 1 fest verbunden, während das andere Ende von einem Stützring 10 aufgenommen wird, der alle vier Bolzen 9 fest untereinander und mit dem Hefterrad verbindet und eine starre Lagerung der Bolzen 9 im Rad 1 sichert.
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abschneidet und sogleich auch das abgeschnittene Stuck durch den Spalt 14 gegen die Ausschuböffnung 18 vorwärts schiebt. die Gleitbewegung des Schiebers 16, welche das Abschneiden und Vorschieben des Heftdrahtes im Spalt 14 bewirkt, wird von einer der auf der Büchse 4 aufgekeilten Kurvenseheiben abgeleitet.
Der Schieber 16 ist nämlich als winkelförmiges Btättchen ausgebildet, von dem ein Schenkel im Spalt 14 gleitet, während der andere Schenkel an einem um den Bolzen 9 drehbar gelagerten Hebel 21 befestigt ist. der mit einem Ende,' ! 2 auf der entsprechend geformten Kurvenbahn 23 der Kurvenscheibe 24 aufläuft. Da im Spalt 14 zwei Schieber 16 den Mittelteil des Spaltes freilassend. gleiten, sind auch für jeden Hefter zwei Hebel 21 und zwei Kurvenscheiben 24 vorgesehen.
Das Aufnehmen und Abschneiden eines Heftdrahtstückes im Hefter erfolgt, wenn der Hefter sich auf der der Heftstelle diametral gegenüberliegenden Seite befindet, also beispielsweise in der Stellung der Hefter c, cl der Fig. 1.
3. Das Biegen des Heftdrahtes zu einer offenen Heftklammer : Die Schieber 16 besorgen auch das Biegen des geraden Heftdrahtstückes zu einer C-förmigen Klammer. Wie bereits erwähnt, schieben die Schieber 16 das gerade Heftdrahtstüek durch den Spalt 14 vorwärts, wobei sie es an seinen beiden Enden angreifen. seinen Mittelteil jedoch freilassen.
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vorragt, aber aus diesem auch zurückgezogen werden kann und sich eine Zeit lang der Ausschubbewegung des Heftdrahtstückes in den Weg stellt.
Der in den Spalt 44 ragende Stempel 24 nimmt nur den Mittelteil des Spaltes in einer Breite ein. die der Rückenhreite der zu bildenden Heftklammer entspricht, so dass sich die beiden Schieber 16 seitlich an ihm vorbei durch den Spalt 14 weiterbewegen können, wogegen der Mittelteil des Heftdrahtstückes
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Zusammenwirken der Schieber 16 mit dem Biegestempel. 24 der Draht um letzteren zu einer C-förmigen Klammer gebogen.
4. Das Einheften der Heftklammer in das Heftgut : (Oberer Teil von fig. 1).
Es wird durch das klemmbackenartige Zusammenschliessen von Heftkopf 7 und Gpgpnkopf 8 eingeleitet, die dabei die zu heftende Schachtelfläche 25 zwischen sich klemmen. so dass eine feste Stützung derselben während der Heftung gewährleistet ist. Der Ge1 < el1kopf 8 ist um den Bolzen 9 drehbar gelagert und läuft mit einem hebelförmigen Ansatz 28 auf'der
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Schachtelfläche 25. die sich gerade zwischen Heftkopf und Gegenkopf befindet und auf der bei, 29 schematisch angedeuteten Oberfläche der Wandertrommel sitzt. gegen die Stirnfläche 30 des Heftkopfes 7 presst. In dieser Stirnfläche 30 liegt auch die Ausschuböffnung 18 des Spaltes 14 (siehe untere Hälfte der Fig. 1).
Der Biegestempel. 34 des Heftkopfes 7 wird lurch eine Hebelübersetzung 31 vom Gegenkopf 8 gesteuert, u. zw. ist diese Hebelverbindung so ausgebildet. dass der Biegestempel 24 aus dem Spalt 14 zurückgezogen wird. wenn sich der Gegenkopf 8 mit dem Heftkopf 7 klemmbackenartig zusammenschliesst. Sobald daher die Schachtelwand 25 zwischen Heftkopf und Gegenkopf eingeklemmt ist. ist auch der Aus-
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5ffnung 18 ausschiebt und in die gerade vor der Ausschuböffnung 18 befindliche Schachtelwand 25 stösst. Die Ausstosshewegtung des heftdrahtes in das Heftgut erfolgt also in diesem 4. usführungsbeispiel ungefähr tangential zur Kreisbewegung des Hefters.
5. Das Einhiegen der durch die Schachtelwand durchgestossenen Heftdraht- enden (Klammerschenkel). Der Gegenkopf 8 ist an jener Stelle, die der Ausschuböffnung 18 les Heftkopfes 7 gegenüberliegt. also in der Mitte. der die Schachtelfläche abstützenden Druck- sache ansgenommen, so dass die durch die Schachtelfläche durchgestossenen Klammerschenkel inbehindert in diese sich nach hinten herzförmig erweiternde Ausnehmung des Gegenkopfes lineinragen.
In dieser Ausnehmung befinden sich zwei blättchenartige Backen, die im folgenden ils Klint6scher" bezeichnet werden mögen und längs des Innenrandes der herzförmig er- weiterten Ausnehmung gleiten können, wobei sie eine kombinierte (Dreh- und Schub-)
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drahtstückes durch die Klintscher bewirkt. Die Drehbewegung der Hebel 37 wird so gesteuert bzw. im richtigen Augenblick eingeleitet, dass das Einbiegen der Klammerschenkel unmittelbar nach dem Einstossen des Heftdrahtes in die Schachtelwand erfolgt. Dies wird in einfacher Weise dadurch erreicht, dass ein entsprechend geformter Arm. M des Hebels. 97 auf der Kurvenbahn 35 der Kurvenscheibe. 86 aufläuft.
Der Hebel 97 wiederholt also. gewissermassen etwas verspätet, die Drehbewegung des Gegenkopfes 8.
6. Die Rückkehr der Heftorgane in die Ausgangsstellung : Nach vollzogener Heftung werden alle Hebel und damit alle Werkzeuge und Organe des Hefters durch Federkraft in ihre Anfangslage zurückgezogen, wobei natürlich auch die Kurvenscheiben so gestaltet sind, dass diese Rückkehr im gegebenen Zeitpunkt ohne weiteres möglich wird. Der Hefter, der mit dem
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Wenn. wie in dem eben beschriebenen Ausführungsbeispiel. der bewegte Hefter bzw. das rotierende Hefterrad das Zubringen des Heftdrahtes zur Heftstelle besorgt, so muss auch eine geeignete Zuführung des Heftdrahtes zum beweglichen Hefter bzw. rotierenden Hefterrad vorgesehen werden. Dies kann durch eine Einrichtung geschehen, die dauernd mit dem Hefter wandert bzw. mit dem Hefterrad synchron rotiert, oder durch eine Einrichtung, die nur eine Zeit lang. nämlich während des Aufnehmens eines Heftdrahtstückes durch einen Hefter, mitwandert bzw. mit dem Hefterrad synchron rotiert, in den Zwisehenzeiten dagegen nach Rückkehr in ihre Ausgangslage in Ruhe verharrt.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Heftdrahtzuführung. die synchron mit dem Hefterrad um eine gemeinsame Achse rotiert. 1 ist das rotierende Hefterrad. für welches der Einfachheit halber angenommen werden mag. dass es eine Heftvorrichtung gemäss dem Aus- führungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist. doch könnte selbstverständlich jede andere beliebige rotierende Heftvorrichtung an ihre Stelle treten. Dementsprechend ist angenommen. dass das Hefterrad 1, das auf der Hefterradwelle 2 anfgekeilt ist. vier Hefter trägt, denen in bereits beschriebener Weise der Heftdraht durch vier biegsame Röhrchen 11 zugeführt wird.
Jeder Hefter wird von einer eigenen Drahtspule mit Heftdraht versorgt. Diese vier Drahtspulen. 9S sitzen unabhängig voneinander und frei drehbar an der Welle 40. die durch die Kupplung 41 mit der Hefterradwelle 2 verbunden ist und daher synchron mit ihr rotierl. Die Welle 40 trägt mittels der Naben 4. 2 und 4. 9 einen Rahmen 44, der also gleichfalls mit der Welle 2 synchron rotiert. An diesem Rahmen 44 sind Blättchen 45 hfestigt. die zwischen den Spulen 3.9 eingeschoben sind. Die Naben 42 und 43 sind so montiert. dass sie die Spulen 39 unter schachem axialem Druck aneinanderpressen.
Die Spulen 39 werden infolge- dessen von den Blättchen 45 und dem synchron mit dem Hefterrad 1 rotierenden Rahmen 44 durch Reibungsschluss mitgenommen, so dass sie gleichfalls synchron mitrotieren. jede Spule aber für sich unter der Zugwirkung des Abspulens eine relative Drehbewegung gegenüber der Welle 40 ausführen kann. wobei die Blättchen 45 bremsend wirken. Durch diese Ein- richtung-wird jedes vorzeitige Abwickeln der Spulen 39 vermieden.
Von den Spulen 39 wird der Draht durch Ösen 46 und Fährungen 47 des Rahmens 44 in einen Drahtvorschub- mechanismus 48 geführt. der mit der Nahe- fest verbunden ist und daher ständig mit dem
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rad 51. der Sperrklinke 5,' und dem Fortschaltehebel 53. Letzterer wird während der Rotation des Vorschubmechanismus von einem am Lager 3 angebrachten Anschlag 54 betätigt. mit dem er für kurze Zeit in Eingriff kommt. Die Anordnung des Vorschubmechanismus 48 und
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betätigt.
Vom drahtvorschubmechanismus 48 wird der Draht in das Innere der hohl ausge- führten Wellen 40 und. ? geführt. aus welchen er in der Nähe des Heftrades wieder austritt. um dem Hefter des Hefterrades 1 in bereits heschriebener Weise zugeführt zu werden.
Die
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der Fig. 1-3 durch teilweise verschiedene konstruktive Ausbildung der Hefrterteile und vor allem durch eine verschiedene Art der Drahtzuführung zum Hefterrad unterscheidet.
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ist und von einem (nicht eingezeichneten) Antrieb ihre Drehbewegung erhält. die der Wanderbewegung des Heftgutes so angepasst wird. dass sich der Hefter an der Heftstelle in relativer
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paarweise zusammengefasst sind, um beispielsweise in kurzer Aufeinanderfolge die Stirnwand eines Schachtelbodens und die Stirnwand des Deckels der nachfolgenden Schachtel zu heften.
Wie im ersten Ausführungsbeispiel führt auch hier der Hefter alle vorbereitenden Handlungen durch, und die Arbeitsbewegungen seiner Werkzeuge und Organe sind von feststehenden Kurvenbahnen oder Kurvenscheiben 68, 72, 79 usw. abgeleitet bzw. gesteuert. Die Kurvenscheiben umschliessen die Nabe 56 des Hefterrades und sind mit zwei. an den Enden ring- förmig die Nabe 56 umschliessenden Tragarmen 59 mittels Schrauben verbunden. so dass sie,
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feststehende Konstruktion bilden.
Jeder der Hefter ist aus einem Heftkopf 61 und einem Gegenkopf 62 aufgebaut, die sich beim Heften klemmbac-kenartig zusammenschliessen. Der Heftkopf 61 ist. ähnlich wie im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2. mit einem oder mehreren Spalten 63 versehen, welche den (in später zu besehreibender Weise eingeführten und abgeschnittenen) Heftdraht aufnehmen und durch welche der Heftdraht in ungefähr tangentialer Richtung zur Kreisbewegung des Hefters in das Heftgut ausgeschoben bzw. ausgestossen wird. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 und 5 ist die spaltförmige Öffnung 63 auf drei Seiten offen, und der von ihr aufgenommene Heftdraht ragt mit seinen beiden Enden auf beiden Seiten ein Stück aus dem Spalt 63 seitlich heraus.
Diese herausragenden Enden des Heftdrahtes werden nun von Armen (Treibern) 64 gefasst. welche, um den Bolzen 65 drehbar gelagert. auf jenen Flächen des Hefters. welche die äusseren seitlichen Öffnungen der Spalten 63 enthalten, gleiten, wobei der Heftdraht von diesen Armen 64 durch den Spalt 63 vorwärtsgeschoben wird.
Die Drehbewegung des Armes 64 wird hiebei durch Auflaufen einer Nase 66 dieses Armes auf die entsprechend
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beispiel stellt sich auch hier ein Stempel 69, der für gewöhnlich in den Mittelteil des Spaltes 63 hineinragt, aber aus demselben auch zurückgezogen werden kann. der Ausschub- bewegung des Heftdrahtstückes in den Weg, so dass der Heftdraht infolge des Weitergehens der treibenden Arme 64 um den Stempel 69 herum zu einer C-förmigen Heftklammer gebogen wird.
Nun erfolgt der Vorgang des Einheftens. wobei der um den Bolzen 65 drehbar gelagerte
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Spalt 63 ausgeschoben und in die die Ausschuböffnung bedeckende Schachtelfläche 73 ein- gestossen. nachdem zuvor der Biegestempel 69 aus dem Spalt 63 zurückgezogen worden ist.
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ziehen des Biegestempels 69 nicht von der Bewegung des Gegenkopfes, sondern von der Bewegung der Treiber 7a abgeleitet, was in folgender Weise durchgeführt ist : Der als einfaches Blättchen ausgeführte Treiber 75 wird von einem Drehstück 76 vorgeschoben. das um den Bolzen 77 drelibar gelagert ist.
Aus dem Drehstück 76 tritt in axialer Richtung ein
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und damit die Drehbewegung des Drehstückes 76 in passender Weise steuert. Das Drehstück 76 besitzt eine Nase SO, die in eine Rast M eines Hebels R2 eingreift und diesen ei Vorwärts-
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nach unten drückt. Das Ende dieses Hebels 82 2 trägt den biegestempel 69. Daher bewirkt ein Niederdrücken des Hebels 8 : 2 ein nach Abwärtsziehen des Stempels 69 und dieser wird aus dem Spalt 63 zurückgezogen, wenn das Drehstück 76 den Treiber 75 vorschiebt.
Bei dem Heftkopf des Hefters f ist eine etwas andere Konstruktion des Antriebes der Treiber 75 und der Verbindung dieses Antriebes mit der Steuerung des Biegestempels 69 eingezeichnet. Das Vorschieben des Treibers 75 hesorgt hier ein Schiebestück 84, welches in radialer Richtung (in bezug auf das Heftrad) verschoben werden kann und dabei mit seiner schrägen Fläche Sa den Treiber 75 in ungefähr tangentialer Richtung durch den Spalt 63 schiebt.
Der Antrieb des Schiebestüekes 84 erfolgt wie beim Hefter e durch einen auf der Kurvenbahn 79 auflaufenden axialen Stift 7'8 des Sehiebestückes 84. Bei Beginn seiner radialen Auswärtsbewegung verdreht das Schiebestück 84 mittels seiner schrägen Fläche 8a ein ent-
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eingreift und diesen gegen die Feder 87 nach unten drückt, so dass er aus dem Spalt eiS zurückgezogen wird.
Das Einbiegen der durch die Schachtelwand durchgestossenen enden der Heftdraht-
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zum Zuführen des Heftdrahtes bestimmten Vorrichtungen oder ein Teil derselben nur während des Einführens des Heftdrahtes synchron mit dem Hefterrad rotieren. dagegen in den Zwischenzeiten nach Rückkehr in ihre Ausgangslage in Ruhe verharren. dies geschicht hier mittels eines abwechselnd ein- und ausgerückten Kupplungszwischengliedes 89, dessen zugehörige
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Klauenkupplungshälfte 90 ausgebildet, während die andere Kupplungshälfte 89 das Zuführungs- segment M trägt. Die Klauenkupplung 89, 90 ist so ausgebildet.
dass sie für jede Stellung des Hefterrades, in der ein Hefter Heftdraht aufnehmen soll. eine eingerückte Stellung besitzt.
Im vorliegenden Beispiel kann die Klauenkupplung 89.. 90 in zwei verschiedenen Stellungen eingerückt werden, und es wird jeweils das der Heftstelle gegenüberliegende Hefterpaar mit Heftdraht versorgt. Das Einrücken der Klauenkupplung wird durch eine Feder 92 bewirkt. die sich gegen den Maschinenrahmen oder einen andern feststehenden Konstruktionsteil abstützt.
Das Zuführungssegment 91 enthält eine bohrung 93. in welche der Heftdraht von einer (nicht eingezeichneten) Drainabspulvorrichtung mittels eines von einer Zugstange 9 (Fig. 6) betätigten
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gerückter Lage derselben der Heftdraht welter bis in den Spalt 68 vorgpschohen werden kann. Sobald die für eine Heftklammer erforderliche Drahtlänge sich im Spalt 63 befindet, wird der Vorschub des Heftdrahtes unterbrochen und der im Spalt 6. 3 befindliche Heftdraht mittels der im Zuführungssegment 97 angeordneten Messer 98. 99 vom Zuführungsdraht abgeschnitten.
Die Schneidehewegung der Messer wird auf folgende Weise von der Relativbewegung eines im Zuführungssegment 91 beweglich zu diesem angeordneten gleitstückes 100 abgeleitet.
Dieses als Ringsegment ausgebildete gleitstück 100. welches für gewöhnlich zusammen mit dem Zuführungssegment 91 in relativer Ruhelage zu demselben rotiert, besitzt einen Ansatz 101. der im geeigneten Augenblick heim vorbeirotieren an einer um den feststehenden Bolzen 102 drehbar angeordneten federnden Klinke 103 von dieser Klinke gefasst und festgehalten wird. wodurch das Gleitstück 100 unter Zusammendrücken der Druckfeder 104 relativ zum Zuführungssegment 91 verschoben wird. Das Gleitstück 100 trägt die Messer. 98. die sich heim Verschieben des Gleitstiiekes 100 an den Messern 99 des Zuführungssegmentes 91 vorbeibewegen und dabei den Draht abschneiden.
Beim Weiterrotieren des Zuführungssegmentes stösst nun ein Anschlag 705 desselben auf die Klinke 10. 9 und bringt sie mit dem Ansatz 101 ausser Eingriff, so dass das Gleitstück 700 mit den Messern 98 durch die Feder 104 in die Ausgangslage zurückbewegt wird. Zu gleicher Zeil erfolgt auch das Ausrücken der Klauen-
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das Zuführungssegment 91 samt dem Kupplungsglied 89 unter Zusammendrücken der Feder 92 in axialer Richtung verschoben und die Klauenkupplung ausperückl wird.
Sowie jedoch die Klauenkupplung ausgerückt ist. ziehen eine oder mehrere das Znführungssegment 91 mit dem Tragarm 59 verbindende Federn 708 das Zuführungssegment 91 nnd damit auch das Kupplungszwischenglied 8. 9 in die Ausgangsstellung zurück, so dass die Vorrichtung zum Einführen des Heftdrahtes in den nächsten Hefter bereit steht. Bei der eben beschriebenen Einrichtung ist also im Gegensatz zur Einrichtung des ersten Ausführungsbeispiels nicht die Anzahl der Hefter am Hefterrad. sondern nur die Anzahl der gleichzeitig mit Draht zu speisenden Hefter für die Anzahl der Drahtspulen massgebend.
Die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele erschöpfen keineswegs die Möglichkeiten der konstruktiven Durchbildung der Erfindung. So kann beispielsweise bei Verwendung eines
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zweckmässig in radial verlaufenden Spalten der Heftköpfe führen und beispielsweise durch radial bewegte Schieber ausschieben. Auch in diesem Fall wird die Steuerung der Arbeitsbewegungen vorteilhaft von feststehenden Kurvenscheiben aus erfolgen.
Bei radialem Ausstossen der Heftklammer ist es konstruktiv bequem, den Gegenkopf, wie bereits erwähnt, nom Wandertisch des Heftgutes anzuordnen ; in einem solchen Fall wird man mit Vorteil den auch sonst zum Festhalten des Sehaehtelteiles auf der Wandertrommel dienenden Stempel als Gegenkopf ausbilden.
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