AT122935B - Verfahren zum Veredeln von vegetabilischen Textilfaserstoffen. - Google Patents
Verfahren zum Veredeln von vegetabilischen Textilfaserstoffen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Veredeln von vegetabilischen Textilfaserstoffen. Es ist bekannt, dass die Behandlung von vegetabilischen Textilfaserstoffen mit heissen starken EMI1.1 heissen starken Alkalilaugen für die Erzielung seiden ähnlichen Glanzes auf vegetabilischen Textilfaserstoffen weniger geeignet ist, indem der mit heissen starken Laugen erzielbare Glanz matt (s. kritische Patentschrift Nr. 254695) und nicht so augenfällig ist wie bei mercerisierter Baumwolle. Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass es gelingt, die Festigkeit von Textilfaserstoffen, insbesondere Baumwolle, noch weiter, als es bisher mit heissen Laugen möglich war, zu verbessern und auf vegetabilischen Textilfaserstoffen, insbesondere Baumwolle, einen seidenähnliehen Glanz zu erzielen, der dem durch gewöhnliche Mercerisationsverfahren erreichbaren nicht nachsteht und ihn in manchen Fällen übertrifft, wenn man die starken Laugen bei Temperaturen verwendet, die 100'C erheblich übersteigen, z. B. bei 140-150 C. Folgende vergleichende Angaben veranschaulichen den Unterschied des Arbeitens bei look C und des erfindungsgemässen Arbeitens bei Temperaturen über 1000 C. Ein mit 50%iger Natronlauge bei 100 C in gespanntem Zustande behandeltes, dann durch kochen- EMI1.2 und einen Nassfestigkeitszuwachs von 26'6%. Dasselbe Garn in gespanntem Zustande mit 50%iger Natronlauge bei 140 C behandelt und in gleicher Weise fertiggestellt zeigte einen Troekenfestigkeits- zuwachs von 68% und einen Nassfestigkeitszuwaehs von 42'5%. Der Glanz des mit 50%iger : Natronlauge bei 1400 C mereerisierten Garnes war vorzüglich und dem des in gewöhnlicher Weise mereerisierten Garnes zumindest gleichwertig. Der Glanz des mit 50% iger Natronlauge bei 1000 C mercerisierten Garnes war matt und deutlich geringer als der, welchen man bei gewöhnlicher Mereerisation erzielt. Annähernd ähnliche Festigkeiten und Glanzunterschiede ergeben sieh auch, wenn man den Vergleich mit schwächeren Laugen ausführt, indem man z. B. mit 20% iger oder 30% iger Natronlauge nach dem vorliegenden Verfahren bei 120 bzw. 1250 C mercerisiert. Für das vorliegende Verfahren kann man sieh aber auch noch stärkerer Laugen bedienen, z. B. EMI1.3 Das vorliegende Verfahren lässt sich mit ähnlichem Erfolge auch für Gewebe verwenden. Wendet man das vorliegende Verfahren auf vegetabilische Textilfaserstoffe, insbesondere Baumwolle, in ungespanntem Zustande an, dann ergibt sich auch ein Festigkeitszuwachs, der jedoch nicht so gross ist wie der bei Ausübung des Verfahrens am gespannten Textilfaserstoff erreichbare. Das Gewebe oder Garn bekommt jedoch, wenn ungespannt behandelt, erhöhte Dehnbarkeit und wollähnlichen Charakter. In den vorhergehenden Beispielen können der heissen Natronlauge die verschiedenen aus der Mercerisationstechnik bekannten Zusätze einverleibt werden. An Stelle von Natronlauge kann z. B. auch Kalilauge in äquivalenter Stärke verwendet werden. Der Ausdruck"Textilfaserstoff"in der Beschreibung und in den Patentansprüchen bedeutet EMI1.4 und insbesondere Baumwolle, u. zw. in Gestalt von rein pflanzlichen (z. B. rein baumwollenen) oder gemischten Geweben oder in Form von Garnen in Strähnen oder Kopsen oder von Ketten. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI1.5 heissen Alkalilaugen, dadurch gekennzeichnet, dass man sip mit den starken Alkalilaugen bei Temperaturen über 100 C behandelt.
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- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man Temperaturen zwischfn] 0 und 150'C verwendet.
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