DE490342C - Lauftuch fuer Trocken-, Filtriermaschinen u. dgl. - Google Patents
Lauftuch fuer Trocken-, Filtriermaschinen u. dgl.Info
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- DE490342C DE490342C DEA57350D DEA0057350D DE490342C DE 490342 C DE490342 C DE 490342C DE A57350 D DEA57350 D DE A57350D DE A0057350 D DEA0057350 D DE A0057350D DE 490342 C DE490342 C DE 490342C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B17/00—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
- F26B17/02—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by belts carrying the materials; with movement performed by belts propelling the materials over stationary surfaces
- F26B17/04—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by belts carrying the materials; with movement performed by belts propelling the materials over stationary surfaces the belts being all horizontal or slightly inclined
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D25/00—Woven fabrics not otherwise provided for
Landscapes
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Description
- Lauftuch für Trocken-, Filtriermaschinen u. dgl. Die bisher verwendeten Lauftücher für Trocken-, Filtriermaschinen u. dgl. haben den Nachteil, daß sie sich schnell unter der Einwirkung von Hitze und Feuchtigkeit verschlechtern bzw. zerstört werden. Außerdem müssen derartige Lauftücher aus einem starken und festen Gewebe bestehen, damit sie der bei der Verwendung als Fördertücher für Gut über Trockenzylinder, durch Preßwalzen usw. auftretenden Dehnungsbeanspruchung widerstehen. Wird, um ein Längen der Tücher zu verhindern, eine dichte Webart angewandt, so sind die Tücher nicht genügend porös, um ein Entweichen der Feuchtigkeit, des Dampfes usw. zu gestatten.
- Diese Übelstände werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß man ein Gewebe verwendet, welches eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen die zerstörenden Einflüsse von Hitze und Feuchtigkeit und eine hohe Festigkeit aufweist, wobei gleichzeitig das Gewebe genügend locker ist, so daß die Tücher die erforderliche Porösität besitzen.
- Dies wird erreicht durch die Verwendung von Agavefasern zur Herstellung der Lauftücher, da diese Fasern alle oben angeführten vorteilhaften Eigenschaften besitzen. Diese Agavefasern sind unter den verschiedensten Namen im Handel, »Sisal«, »Henequen«, »Tampico«, auch unter dem Namen »Aloe« oder »Mauritius Hanf«.
- Die Agavefaser ist eine sehr steife, beinahe drahtartige Faser, welche eine hohe Festigkeit besitzt; sie ist außerordentlich widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Hitze und saugt Feuchtigkeit fast gar nicht auf. Außerdem ist der Gestehungspreis der Agavefaser sehr niedrig.
- Da jedoch die Agavefasern sehr schwer zu feinen Garnen auszuspinnen sind und Agavegarne sich schwer verweben lassen und aus dem Garn stets eine Menge Faserenden hervorragen, so daß Agavegewebe ein schlechtes Aussehen und eine harte und rauhe Oberfläche haben, sind bei der Verwendung von Agavefasern zur Herstellung von Lauftüchern diese erheblichen Schwierigkeiten zu überwinden.
- Dieses wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß man die Lauftücher aus Agavefasern und anderen Textilfasern herstellt, wobei die anderen Textilfasern den Garnen des Gewebes die nötige Weichheit geben oder die Oberfläche des Lauftuches bilden. Als Textilfasern können vegetabilische, mineralische oder tierische Fasern Verwendung finden, wie Baumwolle oder ähnliches Material, Asbest, Wolle USW. Man bildet aus, Agavefasern sozusagen nur das Gerüst der herzustellenden Gewebe. Dies kann geschehen, indem man die Agavefasern mit anderen Textilfasern zusammen verspinnt oder indem man die Agavefäden mit Fäden aus Baumwolle, Wolle oder anderen geeigneten Stoffen in einer solchen Weise verwebt, daß die Agavefäden nicht an die Oberseite des Gewebes treten und dort nicht sichtbar sind, so daß also die Oberseite aus anderem Stoff, wie beispielsweise Baumwolle oder Wolle, gebildet wird.
- Das gleiche Ergebnis kann gemäß der Erfindung weiter dadurch erzielt werden, daß man die Agavegarne mit Baumwolle, Wolle oder einem ähnlichen Stoff umhüllt, so daß jeder Faden eine Außenweite aus Baumwolle, Wolle o. dgl. zeigt und im Innern den starken Agavefaden enthält.
- Lauftücher, die auf diese Art und Weise hergestellt sind, bringen die vorteilhaften Eigenschaften der Agavefaser voll zur Geltung und haben in Verbindung hiermit die guten Eigenschaften einer weichen Oberseite.
- Eine weitere Verbesserung der Lauftücher wird erreicht, wenn man statt Baumwolle, Wolle oder ähnlichem Stoff Asbest verwendet und diesen in gleicher Weise wie die Baumwolle, Wolle o. dgl. mit den Agavefasern zusammen verarbeitet. Asbest verleiht den Lauftüchern eine gleich weiche, vorteilhafte Oberfläche wie Baumwolle, Wolle o. dgl. und hat hierbei gegenüber der Baumwolle, Wolle o. dgl. noch den großen Vorteil, daß er durch Feuchtigkeit und Hitze nicht angegriffen wird, und daß er infolge der kapillaren Struktur der Garne eine hohe Saugfähigkeit hat und demzufolge die Feuchtigkeit leicht aufnimmt und wieder verdunstet.
- Eine besonders vorteilhafte Ausführungsart der Agavefasernasbestlauftücher besteht darin, daß man ein Obergewebe aus Asbest und ein Untergewebe aus Agavefasern bildet und die beiden Gewebe durch Einweben von Ketten oder Schußfäden des Asbestobergewebes in das Agaveuntergewebe verbindet, sodann diese Ketten oder Schußfäden durch das Agavegewebe hindurchgehen und an dessen Rückseite erscheinen. Es wird dadurch bewirkt, daß die von der oberen Asbestschicht aufgenommene Feuchtigkeit durch das Agavegewebe hindurch auf die Unterseite des Gewebes geführt wird, wo die Feuchtigkeit leicht ausdunsten und austrocknen kann, während der Hauptbestandteil der Lauftücher aus Agavefasern, der nur wenig Feuchtigkeit aufnimmt, verhältnismäßig trocken bleibt. Durch diese Anordnung lassen sich Lauftücher erzeugen, welche dünner sind als die aus mit Asbestumsponnenen Agavegarne, und welche doch dieselben vorteilhaften Eigenschaften -großer Saugfähigkeit - besitzen.
- Die Lauftücher gemäß der Erfindung haben neben den obenerwähnten Vorteilen noch die wertvolle Eigenschaft, daß bei ihrer Verwendung auf Trockenmaschinen o. dgl., wo sie dem Einfluß von Chemikalien, insbesondere Säuren, ausgesetzt sind, die Agavefasern der Einwirkung solcher Chemikalien in stärkerem Maße widerstehen wie die bisher für derartige Lauftücher verwendete Baumwolle, Wolle, o. dgl.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Lauftuch für Trocken-, Filtriermaschinen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe aus Agavefasern in Verbindung mit anderen Textilfasern hergestellt ist.
- 2. Lauftuch nach Anspruch i, dadurch ' gekennzeichilet, daß das Gewebe aus Agavefasern mit einer Oberschicht aus anderen Textilfasern, wie Baumwolle, Wolle, Asbest, besteht.
- 3. Lauftuch nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Fäden der Oberschicht durch die Unterschicht aus Agave hindurchgehen, so daß sie an der Unterseite der Unterschicht liegen. q.. Lauftuch nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Fäden mit einem Kern aus Agave und einer Umhüllung aus anderen Textilfäden, Baumwolle, Wolle, Asbest, besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US674236XA | 1928-06-14 | 1928-06-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE490342C true DE490342C (de) | 1930-01-27 |
Family
ID=22075886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA57350D Expired DE490342C (de) | 1928-06-14 | 1929-03-29 | Lauftuch fuer Trocken-, Filtriermaschinen u. dgl. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE490342C (de) |
| FR (1) | FR674236A (de) |
-
1929
- 1929-03-29 DE DEA57350D patent/DE490342C/de not_active Expired
- 1929-04-29 FR FR674236D patent/FR674236A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR674236A (fr) | 1930-01-24 |
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