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Trociiennlz für Pappen-und Papiermaschinen.
Trockenfilze für Pappen-und Papiermaschinen, welche aus Asbest und ändern Textilfasern bestehen, sind bereits bekannt. Derartige Filze wurden bisher in verschiedener Weise hergestellt, indem man reine Asbestfäden und Fäden aus Asbest mit andern Textilien verzwirnt, sowie andere Textilfäden in den verschiedensten Arten zusammen verarbeitete und verwebte. Auch Gewebe, die aus einem Obergewebe aus Asbest und einem Untergewebe aus andern Textilien bestehen, sind schon bekannt geworden. Es sind auch Mischgewebe bekannt, deren Schuss aus Fäden oder Garnen gebildet ist, die aus mit Asbest umsponnenen Textilfasern bestehen, wogegen die Kettenfäden aus Wolle hergestellt sind.
Alle diese Gewehe haben jedoch Nachteile, die darin liegen, dass die verschiedenen verwandten Stoffe, die auch ganz verschiedene besondere Eigenschaften aufweisen, in derartig zusammengesetzten Geweben aufeinander störend wirken.
Die vorteilhaften Eigenschaften des Asbestes, die für Trockenfilze zur Geltung zu bringen sind,
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Fähigkeit der feuchten Papierbahn Wasser zu entziehen. Die Widerstandsfähigkeit gegen Hitze wird stark herabgemindert dadurch, dass man Asbest zusammen mit andern Textilfasern verwebt, sei es nun, dass diese andern Textilfasern, die alle durch die Hitze leiden, in einem besonderen Untergewebe einem Asbestobergewebe hinzugefügt werden, sei es, dass man die Asbestfäden mit andern Textilien zusammenverwebt und verzwirnt.
Gemäss der Erfindung bestehen sämtliche Fäden, sowohl die Schuss-als auch die Kettenfäden, aus dicht mit Asbest umsponnenen Textilfasern. Bei Geweben aus solchen Fäden ist durch die Asbestumhüllung der Kern-aus andern Textilien gegen die Hitze vollständig geschützt und isoliert.
Ein ganz wesentlicher Vorteil derartiger Gewebe besteht ferner darin, dass nun im ganzen Gewebe in jedem Faden der Asbest die Aussenseite bildet, die ändern Textilien ganz eingehüllt sind, und dass dadurch der Charakter der reinen Asbestgewebe erhalten bleibt. Die Saugkraft des Asbestes kommt daher voll zur Geltung. In gemischten Geweben der bisher bekannten Arten wird die vom Asbest aufgesaugte Feuchtigkeit von den mitverarbeiteten andern Textilien nur in geringem Masse aufgesaugt, da Woll-, Baumwoll-u. dgl. Fäden im Vergleich zum Asbest nur wenig Feuchtigkeit aufsaugen. Anderseits geben sie aber infolge der gleichen mangelhaften Fähigkeit Wasser aufzusaugen auch nur schlecht das aufgesaugt Wasser wieder ab, d. h. sie trocknen langsam, wogegen Asbest, wie die Erfahrung gezeigt hat, Wasser und Feuchtigkeit leicht aufsaugt und sehr schnell wieder abgibt.
Dies hat seinen Grund
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haben. Im Asbestfaden liegen nicht wie in andern Textilfäden die Fasern mehr oder minder parallel gestreckt nebeneinander, sondern sie liegen wilt durcheinander, sind selbst von grosser Feinheit und bilden so einen Faden mit vielen kleinen Hohlräumen, oder Poren, der leicht Feuchtigkeit aufsaugt und infolge seiner Porosität auch leicht austrocknet, weil die mineralische Asbestfaser selbst trocken bleibt, die
Feuchtigkeit nur durch die Kapilarität die in der Struktur des Fadens begründet ist, aufgesaugt wird.
Da nun in den Geweben nach Art der Erfindung die andern Textilien nur das Innere des Fadens bilden, so sind sie gegen die Hitze genügend geschützt, da ferner das Äussere des Fadens aus reinem Asbest besteht und nur mit andern Asbestfasern unmittelbar in Berührung kommt, so ist die volle Saugkraft dieser Filze erhalten, verbunden mit grosser Porosität und Dampfdurchlässigkeit. Derartige Filze wider- stehen also der Hitze, sind saugfähig, porös und dampfdurchlässig. Sie ertragen die Hitze der Trocken- zylinder ohne zu leiden, saugen das Wasser aus der PapierbÅahn auf und lassen die feuchten Dämpfe durchziehen.
Es sind bereits Gewebe aus Draht und Asbest bekannt, bei welchen jeder einzelne Draht mit
Asbest umsponnen ist. Die Vorteile dieser Trockenfilze sollen darin bestehen, dass sie gänzlich unver- brennlich sind und siebartig offen bleiben. Ein Gewebe mit einem Kern aus Draht hat aber den Mangel, dass es nicht ausreichend geschmeidig ist, und wenn auch der Draht nicht verbrennt, so wird er doch bei stetem Laufen auf der Papiermaschine schliesslich brüchig, und infolge ihrer Sprödigkeit sind die
Drahtgewebe für viele Zwecke überhaupt ungeeignet.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Gewebe hat mit dem bekannten Drahtgewebe weder im Äusseren noch in den Eigenschaften eine Ähnlichkeit. Das neue Gewebe hat vollkommen die Eigen- schaften eines Textilgewebes, es bleibt stets weich und schmiegt sich leicht den Führungswalzen an.
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