DE257609C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/01—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
- D06M15/03—Polysaccharides or derivatives thereof
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-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M11/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
- D06M11/32—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
- D06M11/36—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
- D06M11/38—Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/10—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
- D06M13/144—Alcohols; Metal alcoholates
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
- M 257609 KLASSE 8#. GRUPPE
MASAO MURAI in TOKIO, Japan.
Verfahren zum Mercerisieren von Garnen oder Geweben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1910 ab.
° 14. Dezember 1900
auf Grund der Anmeldung in Japan vom 25. Februar 1909 anerkannt.
Bisher wurde beim Mercerisieren von Garn, um einen noch höheren Glanz zu erzielen, vor
dem eigentlichen Mercerisieren das Garn einem Sengverfahren unterworfen, in der Absicht,
einen dem Garn anhaftenden haarartigen Flaum zu entfernen. Dieses mit Gas ausgeübte
Sengverfahren führt insbesondere beim einfachen Garn nicht vollständig zum Ziel.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugründe, dem einfachen Garn (Baumwolle oder anderen vegetabilischen Fasern) eine ebenso schöne Glätte zu verleihen, wie es bisher nur an Doppelgarn erreichbar war, und auch dem Doppelgarn ein erhöhtes seidenartiges, glänzendes Aussehen zu erteilen, wie es bisher mit dem Sengen erstrebt worden ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugründe, dem einfachen Garn (Baumwolle oder anderen vegetabilischen Fasern) eine ebenso schöne Glätte zu verleihen, wie es bisher nur an Doppelgarn erreichbar war, und auch dem Doppelgarn ein erhöhtes seidenartiges, glänzendes Aussehen zu erteilen, wie es bisher mit dem Sengen erstrebt worden ist.
Das Verfahren wird wie folgt ausgeführt:
Zunächst wird eine Lösung von »Konnyaku« (Conophallusart) entweder nur in Wasser oder in Wasser und Alkohol unter Hinzufügung einer geringen Menge von Glyzerin o. dgl. hergestellt und diese Lösung mittels geeigneter Apparate auf die Oberfläche von Baumwollgarn, das vorher abgebürstet oder gekocht oder in geeigneter Weise gereinigt worden ist, aufgetragen und sorgfältig verrieben oder gestrichen, bis der Flor vollkommen verschwindet. Das Garn wird dann gestreckt oder unter Spannung in eine starke Lösung kaustischer Soda (warm oder kalt) gebracht und in dieser 20 bis 30 Minuten belassen. Nachdem das Garn mercerisiert und gespült worden ist, wird es durch eine Säurelösung gezogen, um das zurückbleibende Alkali zu neutralisieren, und schließlich in Wasser gut gewaschen.
Zunächst wird eine Lösung von »Konnyaku« (Conophallusart) entweder nur in Wasser oder in Wasser und Alkohol unter Hinzufügung einer geringen Menge von Glyzerin o. dgl. hergestellt und diese Lösung mittels geeigneter Apparate auf die Oberfläche von Baumwollgarn, das vorher abgebürstet oder gekocht oder in geeigneter Weise gereinigt worden ist, aufgetragen und sorgfältig verrieben oder gestrichen, bis der Flor vollkommen verschwindet. Das Garn wird dann gestreckt oder unter Spannung in eine starke Lösung kaustischer Soda (warm oder kalt) gebracht und in dieser 20 bis 30 Minuten belassen. Nachdem das Garn mercerisiert und gespült worden ist, wird es durch eine Säurelösung gezogen, um das zurückbleibende Alkali zu neutralisieren, und schließlich in Wasser gut gewaschen.
Bei Anwendung dieses Verfahrens ist man imstande, auch dem einfachen Garn den störenden
Flaum vollständig zu nehmen und den Glanz gleichzeitig wesentlich zu erhöhen. Das
hierbei in Anwendung kommende Konnyaku ist eine im wesentlichen aus Kohlenhydraten
bestehende Substanz, die durch Einwirkung von Alkalien unlöslich wird (vgl. Patent 207636
der Kl. 22).
Das Konnyaku glättet nicht allein die Fasern, sondern es erhöht auch die Transparenz,
die durch die Alkalibehandlung erzielt wird. Es wird mithin ein Glanz erzielt, der den mit
dem gewöhnlichen Mercerisierverfahren erreichbaren wesentlich übertrifft. Das Garn erhält
nicht nur eine höhere Zugkraft, sondern verliert auch keinen Glanz, und der Flor erscheint
nicht wieder, wenn das Garn den verschiedenen Operationen des Waschens, Bleichens,
Färbens, Webens, Appretierens usw. unterworfen wird.
Da das Garn auch das richtige Gewicht und einen vollen Griff besitzt, so weist es
keinerlei Unterschied gegenüber Seide oder glänzendem Leinen auf.
Je nach der Stärke der Lösung von Konnyaku und des Prozentsatzes an Glyzerin
kann ein glänzendes Baumwollgarn irgend beliebiger Glätte oder Weichheit erzielt werden.
Auch andere vegetabilische Fasern und Gewebestücke können vorteilhaft nach vorliegendem
Verfahren behandelt werden, um die Qualität des Materials zu verbessern.
Es sind bereits im Patent 207636 der Kl. 22 wasserdichte Imprägnierungen für Gewebe aus Schleimstoffen, die mit Hilfe von Alkalien unlöslich gemacht werden, beschrieben, indessen enthält das vorerwähnte Patent keine Angabe ίο darüber, daß man dieses Verfahren gleichzeitig mit der Mercensation zur Erzielung besonderer beständiger Glanzeffekte auf Garnen oder Geweben in Anwendung bringen kann.
Es sind bereits im Patent 207636 der Kl. 22 wasserdichte Imprägnierungen für Gewebe aus Schleimstoffen, die mit Hilfe von Alkalien unlöslich gemacht werden, beschrieben, indessen enthält das vorerwähnte Patent keine Angabe ίο darüber, daß man dieses Verfahren gleichzeitig mit der Mercensation zur Erzielung besonderer beständiger Glanzeffekte auf Garnen oder Geweben in Anwendung bringen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Mercerisieren von Garnen oder Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß man die Faserstoffe vor der Mercerisation mit einer Lösung von Konnyaku (Conophallusart) imprägniert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP411702X | 1909-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE257609C true DE257609C (de) |
Family
ID=8897726
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT257609D Active DE257609C (de) | 1909-02-20 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE257609C (de) |
| FR (1) | FR411702A (de) |
-
0
- DE DENDAT257609D patent/DE257609C/de active Active
-
1910
- 1910-01-19 FR FR411702A patent/FR411702A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR411702A (fr) | 1910-06-24 |
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