AT122491B - Verfahren zur teilweisen Verseifung von Acetylcellulose. - Google Patents

Verfahren zur teilweisen Verseifung von Acetylcellulose.

Info

Publication number
AT122491B
AT122491B AT122491DA AT122491B AT 122491 B AT122491 B AT 122491B AT 122491D A AT122491D A AT 122491DA AT 122491 B AT122491 B AT 122491B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cellulose
partial saponification
acid
acetyl cellulose
acetyl
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ruth Aldo Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruth Aldo Co Inc filed Critical Ruth Aldo Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of AT122491B publication Critical patent/AT122491B/de

Links

Landscapes

  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur teilweisen Verseifung von   Acetylcellnlose.   



   Aus der Literatur ist es bekannt, dass man Celluloseester, insbesondere Acetylcellulose durch Einwirkung von   Säureanhydriden,   die gegebenenfalls in geeigneten Lösungsmitteln gelöst sind, auf Cellulose in Gegenwart eines Katalysators erhalten kann. Der Katalysator kann beispielsweise aus einer starken   Mineralsäure,   aus sauren Salzen, z. B. Alkalibisulfaten, aus Salzen mit saurer Reaktion, wie beispielsweise Kupfersulfat, Zinkchlorid,   oder schliesslich   aus freien Halogenen, wie Chlor, Brom, Jod, bestehen. Die so erhaltenen   acetonunlöslichen   Celluloseacetate können durch teilweise Verseifung in 
 EMI1.1 
 Essigsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von   reaktionsfördernden Mitteln,   wie   Schwefelsäure,   beschrieben ist.

   Ebenso ist es aus den deutschen Patentschriften Nr. 297504 und Nr. 305348, sowie aus der franz. Patentschrift Nr. 371447 bekannt geworden, eine teilweise Verseifung der Celluloseester unter Zugabe einer entsprechenden Wassermenge und eines sauren oder neutralen Katalysators, insbesondere Schwefelsäure, Bisulfate, neutrale Salze usw. vorzunehmen. Es hat sich nun herausgestellt, dass diese Katalysatoren erhebliche Nachteile aufweisen, weil sie erst nach verhältnismässig langer Zeit ihre Wirkung 
 EMI1.2 
 estern der Cellulose zu erklären ist. 



   Erfindungsgemäss werden nun diese Nachteile durch folgende Arbeitsweise beseitigt. Das Verfahren wird in zwei Phasen durchgeführt, von denen die erste Phase sich im wesentlichen an die Verfahren der genannten Druckschriften anlehnt. Es wird hier nach Vollendung der Acetylierung die durchsichtige viskose Masse mit einer wässerigen Essigsäure-bzw. Ameisensäurelösung oder einer Lösung, die 
 EMI1.3 
 zu zersetzen, während die beigegebene Säuremenge hinreichen muss, um den Beginn einer Ausflockung zu verhindern. Während dieser Operation steigert sich die Temperatur ; durch Abkühlen erniedrigt man ungefähr auf die Anfangstemperatur, damit während der zweiten   Verfahrensphase   keine Veränderung der Acetylcellulose herbeigeführt wird.

   Die den eigentlichen Gegenstand der Erfindung bildende zweite Phase besteht darin, von neuem in die Masse eine weitere Menge wässeriger   Essigsäure-oder Ameisen-   
 EMI1.4 
 sind die Mengenverhältnisse im Gemisch so berechnet, dass die gesamte vorhandene Wassermenge ungefähr 5-15% der Gesamtheit der vorhandenen Säuren entspricht, wenn der zweite Zusatz verdünnter Säure zur Gänze erfolgt ist. Der Zweck der Verseifung mit Chlorwasserstoffsäure ist die Zersetzung der Cellulosesulfoacetate, die sich während der Acetylierung gebildet haben, und Umwandlung derselben in Chlorderivate der Cellulose, die nicht unbeständig sind und grösstenteils durch das Waschwasser entfernt werden.

   Der Vorgang kann durch eine geringe Temperaturerhöhung beschleunigt   werden,-worauf   die Operation, wie üblich, in der Weise beendet wird, dass das Celluloseaeetat in Wasser oder in irgendeinem 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Bei der Acetylierung handelt es sieh um einen Vorgang, welcher den Gesetzen der chemischen Statik gehorcht. Solange Anhydrid vorhanden ist, welches das Wasser bindet, findet die Reaktion im Sinne der Bindung von Acetylgruppen an die Cellulose statt. Um nun eine teilweise Verseifung des gebildeten Esters, d. h. die umgekehrte Reaktion hervorzurufen, ist es daher notwendig, nicht nur den Anhydridüberschuss zu zerstören, welcher dieser Reaktion hinderlich wäre, sondern auch der Masse 
 EMI2.1 
 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun die Auffindung der Chlorwasserstoffsäure als besonders vorteilhaften Katalysator für diese umgekehrte Reaktion.   Tatsächlich   war es nicht möglich vorherzusehen, dass die Salzsäure die   Zerstörung der Cellulosesulfoaeetate bewirken konnte   und demzufolge dem erzeugten Produkt eine grössere Beständigkeit und eine grössere Widerstandsfähigkeit gegen   Wärmeeinwirkung zu   verleihen in der Lage ist. Dies ist dadurch leicht nachweisbar, dass einerseits ein Acetat gemäss vorliegender Erfindung, anderseits ein Acetat, das von Anfang bis zum Ende der Operation ganz unter Anwendung von Schwefelsäure dargestellt wurde, während einer Viertelstunde auf dem Ölbad auf   240-2500 C erhitzt   wird.

   Es zeigt sich dabei, dass das Acetat gemäss vorliegender Erfindung sich kaum gelb färbt, während das zweite wie braungebrannter Zucker aussieht. Wenn nun in Betracht gezogen wird, dass das Celluloseacetat dazu dienen soll, Gewebe herzustellen, die wie alle Gewebe häufig mit einem warmen Eisen geplättet werden sollen, so ist es leicht zu verstehen, dass durch vorliegende Erfindung ein technischer Fortschritt herbeigeführt wurde. 



   Zur   Durchführung   des Verfahrens wird eine klare Lösung von Aeetyleellulose aus 18 kg aufge- 
 EMI2.2 
 hergestellt. Diese Lösung wird auf eine Temperatur von   420 C gebracht   und so lange bei dieser Temperatur gehalten, bis eine Probe nach dem Ausflocken, Waschen und Trocknen   46-48%   Acetylgehalt aufweist. In die   Masse werden allmählich 25 ibg Essigsäure   von etwa   60%   eingebracht. Die Temperatur steigt hiebei ungefähr um   12'C. Durch Abk-rihlen wird sie   auf   410 C   herabgesetzt.

   Hierauf werden in 45 Minuten 20 kg 60%iger Essigsäure zugefügt, die genau 0.739 kg trockene Chlorwasserstoffsäure enthält und es wird die Temperatur solange aufrecht erhalten, als erforderlich, um ein   Celluloseaeetat   zu erzielen, das einen Acetylgehalt   von 38-43% am   Ende der Verseifung aufweist, was einer vollkommenen   Acetonlöslichkeit   entspricht. Nunmehr wird mit   45 kg   Wasser ausgefloekt und die Operation durch Auswaschen in der Kälte und in der Wärme in   üblicher   Weise beendet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur teilweisen Verseifung von auf üblichem Wege mit Essigsäureanhydrid und Schwefelsäure hergestellter Acetylcellulose, ohne vorhergehende Abscheidung derselben aus dem Acetyliermgsgemisch unter Zugabe einer für diese teilweise Verseifung genügenden Wassermenge in Form von verdünnter Essigsäure oder Ameisensäure und unter Verwendung von sauren Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass als solcher saurer Katalysator Salzsäure angewendet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Salzsäure in einer der ursprunglichen als Veresterungskatalysator angewendeten Schwefelsäuremenge mindestens äquivalenten Menge angewendet wird.
AT122491D 1926-12-28 1927-10-07 Verfahren zur teilweisen Verseifung von Acetylcellulose. AT122491B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR122491X 1926-12-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT122491B true AT122491B (de) 1931-04-25

Family

ID=8873363

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT122491D AT122491B (de) 1926-12-28 1927-10-07 Verfahren zur teilweisen Verseifung von Acetylcellulose.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT122491B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT122491B (de) Verfahren zur teilweisen Verseifung von Acetylcellulose.
DE927140C (de) Verfahren zur Fraktionierung von Staerke
DE599560C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymethinfarbstoffen
DE971483C (de) Verfahren zur Reinigung von p-toluylsaeurehaltiger Terephthalsaeure
DE626788C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem 2-Acetylamino-3-chloranthrachinon
AT128071B (de) Verfahren zur Darstellung von Calciumglycerophosphat.
AT160562B (de) Verfahren zur Herstellung von Vanillin.
DE360691C (de) Verfahren zur Herstellung von Phtaleinen
DE722554C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylpentaerythrittrinitrat
DE421387C (de) Verfahren zur Darstellung von reinem ª‡-Sparteinjodmethylat
DE963330C (de) Verfahren zur Gewinnung von reiner Pimelinsaeure
AT114018B (de) Verfahren zur Darstellung von Äthylidendiacetat.
AT134811B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylcellulose.
DE702574C (de) Verfahren zur Darstellung von 17-Monoestern des OEstradiols
DE506278C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gallensaeuren
DE724268C (de) Verfahren zur Herstellung eines reinen ª‡-Tokopherolesters bzw. von reinem ª‡-Tokopherol
AT228189B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen γ-Lactons der 2,3-Dihydroxycyclododecen-(1)-carbonsäure und seiner Salze mit Alkalimetallen
AT326638B (de) Verfahren zur herstellung von n(beta-diäthylaminoäthyl) -4-amino-5-chlor-2-methoxybenzamid
AT128866B (de) Verfahren zur Darstellung von Celluloseestern.
AT95240B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Arylamido-2-naphtholen.
AT157582B (de) Verfahren zur Darstellung von l-Ascorbinsäure.
DE641639C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Ascorbinsaeure
AT147163B (de) Verfahren zur Darstellung von organischen Wismutverbindungen.
DE676194C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykosiden der Digitalis- und Digitaloidklasse
AT164549B (de) Verfahren zur Herstellung von Sterinabbauprodukten