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Schaltungsanordnung für vollautomatische Telephonzentralen zur selbsttätigen Abschaltung von Teilnehmerleitungen bei säumiger Wahl, bzw. von gestörten Teil- nehmerleitungen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für die selbsttätige Abschaltung von Teilnehmerleitungen, im Falle, dass eine Sprechverbindung nicht während einer vorher bestimmten Zeit hergestellt ist. Diese Verzögerung bei der Herstellung der Verbindung kann mehrere Ursachen haben, z. B. dass der rufende Teilnehmer die Nummer zu langsam mittels der Nummernscheibe wählt oder dass seine Leitung gestört ist, so dass die Leitungsschleife geschlossen ist oder einer der Leitungszweige zufällig geerdet ist. Ein anderer Grund der nicht vollständigen Durchführung der Verbindung kann darin liegen, dass der rufende Teilnehmer die Wahl nicht vollständig durchgeführt und seinen Hörer trotz der unvollständigen Wahl nicht auflegt.
Eine weitere Störungsursache kann darin liegen, dass der gerufene Teilnehmer besetzt ist oder sieh nicht meldet und der rufende Teilnehmer die Verbindung durch Auflegen des Hörers trennt. Die rufende Leitung, die diese Störung verursacht, wird selbsttätig abgeschaltet und bleibt in diesem abgeschalteten Zustand, bis die Störungsursache behoben ist. Um eine Überwaehungsperson davon in Kenntnis zu setzen, dass eine gestörte Teilnehmerleitung für den Dienst ungeeignet gemacht wurde, ist eine akustische Alarmvorrichtung vorgesehen. Nachdem die Störungsursache behoben ist, gehen alle Sehaltapparate selbsttätig in ihre Ruhelage zurück.
Wird bei einer automatischen Telephonanlage in der Teilnehmerstation A der Hörer vom Haken genommen, so wird über den Fingerscheibenunterbrecherkontakt folgender Stromkreis hergestellt : Erde, Pluspol, Ruhekontakt 24, Teilnehmersehleife, Ruhekontakt 23, Wicklung des Linienrelais 10 zum Minuspol der Batterie. Relais 10 wird erregt und betätigt alle seine Kontakte 11-16. Durch Kontakt 11 wird das Relais 80 Über 24 erregt, welches über seinen Kontakt 81 und den Kontakt 33 den Drehmagneten 3 des Anrufsuehers einschaltet. Der Drehmagnet 3 schaltet die Kontaktarme 5-7 des Anrufsuchers mit Hilfe seines Unterbrechers 4 weiter.
Der Kondensator 8, in Serie mit dem Widerstand 9 geschaltet, dient zur Funkenlöschung. Kommt der Kontaktarm 7 auf das Segment der rufenden Teilnehmerstation zu stehen, so wird Relais 30, 30a sowie Prüfrelais 20,20a erregt : Pluspol 82, Wicklung 30-30a, Kontaktarm 7, Segment des rufenden Teilnehmers, Arbeitskontakt , Ruhekontakt 22, Wicklung 20, Minuspol der Batterie. Durch Relais 30-30a werden die Kontakte 31-33 betätigt.
Durch Trennen des Kontaktes 33 wird Drehmagnet 3 des Anrufsuchers aberregt und dieser zum Stillstand gebracht. Über die Kontakte 31 und 32 wird der a-Zweig und b-Zweig der Leitung über die Wählerarme 5 und 6 zu einem ersten Gruppenwähler und den folgenden Wählern, in der Folge kurz Verbindungsstromkreis genannt, durchgeschaltet. In diesem Kreis spricht das Relais 40, 40a, das bei der Nummernwahl als Stromstossempfangsrelais wirkt, über die Teilnehmerschleife an und bringt über seinen Kontakt 41 das langsam abfallende Relais 50 zum Ansprechen. Das Relais 50 übernimmt die Festhaltung der Relais 30, sowie 20a, das durch Öffnen des Ruhekontaktes 22 eingeschaltet wurde, und 20 über Kontakt 51.
Gleichzeitig wird am Kontakt 51 ein Zeitrelais 60 eingeschaltet, das aber erst nach einer vorher bestimmten Zeit anspricht. Beim Ansprechen des Relais 20 wurde Kontakt 24 geöffnet und das einer Anzahl von Teilnehmern gemeinsame Relais 80 stromlos und sein Anker fällt ab. Relais 10 wird über Erde, Wicklung J0a, Kontakt 12, Teilnehmerschleife, Kontakte 23 und 13, Wicklung 10, Minuspol der Batterie festgehalten. Sendet nun der Teilnehmer die Stromimpulse mittels Nummernscheibe aus, so werden durch die erste Unterbrechung der Teilnehmersehleife durch
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den Nummernscheibenunterbrecherkontakt die Anker der Relais 10 und 40 abfallen. Relais 40 steuert über seine Kontakte nicht nur den Gruppenw hler, sondern auch als Übertrager (in der Zeichnung nicht angeführt) die übrigen Wähler in bekannter Weise.
Das Relais 10 kann jedoch nicht mehr ansprechen, da das Relais 20 die Kontakte 23, 24 umgeschaltet hat. Es bleibt daher von den beiden einer Teilnehmerleitung zugewiesenen Relais 10, 20 nur Relais 20 erregt. Meldet sich der gerufene Teilnehmer, so wird dadurch Relais 70 ansprechen, wodurch am Kontakt 7I das Zeitrelais 60 abgeschaltet wird0
Ist der gerufene Teilnehmer besetzt oder meldet er sich nicht oder wurde die Wahl unvollständig durchgeführt, so tritt nach dem vorerwähnten Zeitintervall das Zeitrelais 60 in Funktion und schaltet den am Aufbau der Verbindung beteiligten Verbindungsstromkreis aus. Hat der Teilnehmer jedoch auch nunmehr nach dieser unvollständigen Wahl oder nach Aufhören des Empfanges des Besetzttons
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geschilderte Fall ein.
Wird auf der Leitung zwischen dem a-und b-Zweig eine Schleife gebildet-sei es durch irgendeinen Kontaktfehler, sei es dass das Telephon vom Haken genommen wurde, ohne dass eine Nummernwahl erfolgte-so wird diese Leitung nach einer vorher bestimmten Zeit abgeschaltet und so lange, bis die Störungsursache beseitigt ist, in einem solchen Zustand gehalten, dass kein Anruf erfolgen kann.
Bei einer derart gestörten Leitung vollzieht sich der Anruf und das Belegen des Verbindungsstromkreises genau wie vorher beschrieben. In gleicher Weise wird das Zeitrelais 60 eingeschaltet (über Kontakt 51 und 71). Da jedoch kein Wahlvorgang stattfindet, somit auch kein Teilnehmer gerufen wird, wird die Sohleifenbildung durch einen gerufenen Teilnehmer und damit das Ansprechen des Relais 70 entfallen, das Zeitrelais also genügend lange eingeschaltet bleiben, um seinen Kontakt 61 zu betätigen.
Das Relais 30 wird kurzgeschlossen und seine Kontakte 31, 32 werden geöffnet, was in weiterer Folge die Aberregung der Relais 40 und 50 bewirkt, wodurch der Verbindungsstromkreis für weitere Anrufe frei wird0 Dagegen bleiben die Relais 10, 10a sowie 20, 20a, 20b erregt Relais 10, 10a hält über die Schleife der gestörten Teilnehmerleitung und über die eigenen Kontakte 12, 13 fest Über die Kontakte 15, 22 wird die Wicklung 20, 20a, 20b unter Strom gehalten. Somit kann über diese Teilnehmerleitung kein neuer Anruf erfolgen.
Die c-Leitung ist über die niederohmige Wicklung 20b an Erde geschaltet, also für einlangende Anrufe besetzt. Über Kontakt 16 des Relais 10, 10a und Kontakt 24 des Relais 20, 20a, 20b wird eine Zeitalarmvorrichtung (in der Zeichnung nicht dargestellt) angeschaltet, welche dem Aufsichtpersonal die Störung durch akustische und optische Zeichen anzeigt0
Der gleiche Vorgang spielt sieh ab, wenn anstatt eines Schlusses zwischen a- und b-Leitung eine dauernde Erdung der b-Leitung erfolgt, nur wird in diesem Falle das Relais 10, 10a nur über seine Wick- lung 10 festgehalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für vollautomatische Telephonzentralen zur selbsttätigen Abschaltung von Teilnehmerleitungen, bei denen eine Störung durch dauernde Schleifenbildung, bzw. Erdung der b-Leitung vorliegt oder auf denen die Sprechverbindung bei einem Anruf innerhalb einer vorherbestimmten Zeit nicht vollständig hergestellt wurde, wodurch eine andauernde Belegung der Wähler eines Verbindungstromkreises verursacht werden würde, gekennzeichnet durch ein Zeitrelais (60), das durch ein Strom- stossempfangsrelais (40) eingeschaltetwird, aber erst nach einer vorherbestimmten Zeit seinen Kontakt (61) betätigt und dadurch bewirkt, dass die Auslösestromkreise für die in Verwendung genommenen Wähler geschlossen werden und eine Alarmvorrichtung an die gestörte Leitung angeschaltet wird,
während das Prüfrelais (20) und das Linienrelais (10) der rufenden Leitung erregt bleiben, so dass kein weiterer Anruf auf dieser Leitung und damit auch keine Inanspruchnahme eines der Wähler eines Verbindungstromkreises während der Zeit der Störung erfolgt.