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Motorfahrzeug, insbesondere Motordraisine.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Motorfahrzeuges, insbesondere Motordraisine gemäss dem Patent Nr. 107874. Die Erfindung bezweckt ein motorisch angetriebenes Sehienenfahrzeug zu schaffen, das neben den Vorteilen des Fahrzeuges gemäss dem Stammpatent noch zusätzliche Vorteile hinsichtlich des Naehstellens oder Nachspannens der Antriebstransmission und vom fabrikatorischen Standpunkt aus gewährleistet. Der Erfindung gemäss wird dies dadurch erreicht, dass parallel zur Welle der angetriebenen Fahrzeugräder eine Teile des Fahrzeugtriebswerkes tragende Hilfswelle angeordnet ist, deren Abstand von der Motorwelle und der angetriebenen Fahrzeugwelle eingestellt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, u. zw. ein einsitziges Eisenbahnmotorrad dargestellt. Fig. 1 zeigt das Fahrzeug in Seitenansicht, Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die Hinterachse des Fahrzeuges nach Linie II-II der Fig. 1. Fig. 3 zeigt die Lagerung der angetriebenen Fahrzeugwelle und der Hilfswelle in Seitenansicht. Fig. 4 veranschaulicht einen Querschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 5 und Fig. 5 zeigt in einem teilweisen Längsschnitt die Anordnung und Lagerung der Hilfswelle.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Fahrzeug ist 100 der Fahrzeugrahmen, 101 der beispielsweise luftgekühlte Motor, 102 der Brennstoffbehälter, 103 der Vergaser, 104 die Auspuffleitung, 105 die Griff- stange und 106 der Sattel für den Fahrer. Der Rahmen 100 weist zwei Querstangen 108 und 77 auf.
Auf der vorderen Querstange 108 sind mittels Konsolen 110 die Vorderräder 111 des Fahrzeuges angeordnet. Auf den beiden Enden der hinteren Querstange 77 sind Konsolen 73 befestigt. Auf diesen Konsolen sind mittels Bolzen 72 Arme 70 drehbar aufgehängt. Die Arme 70 tragen die Lager 2,5 für die hintere Radwelle 1 des Fahrzeuges. Auf beiden Enden der Welle 7 sind die Hinterräder 6,7 des Fahrzeuges angeordnet. Die Arme 70 weisen, wie Fig. 3 zeigt, bogenförmige Längsschlitze 74 auf, in die Feststellschrauben 75 eingreifen. Die vorstehend beschriebene Aufhängung der Hinterradwelle 1 gewähr- leistet eine Verschwenkung der Welle 1 um die Achse A-A sowie eine Feststellung der hinteren Fahrzeugwelle in den Schwenklagen mittels der Schrauben 75.
Parallel zur angetriebenen Fahrzeugwelle 1 ist eine Hilfswelle 120 vorgesehen ; diese Hilfswelle trägt Teile desFahrzeugantriebes und kann mit Bezug auf dasAntriebsrad10 des Motors verstellt werden, zu dem Zwecke, die vom Motorritzel 10 kommende Kette 20 spannen zu können. Die Hilfswelle 720 ist bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel (Fig. 5) in Lagern 121 gelagert, die auf Hebeln 122, 123 sitzen. Der Hebel 122 ist mittels eines Bolzens 125 schwenkbar auf der einen Konsole 73 der Querstange 77 gelagert. Der zweite Lagerhebel 123 ist mittels eines Bolzens 128 auf einer Konsole 129 aufgehängt.
Die Konsole 129 ist mittels einer Klemme 130 auf der Querstange 77 befestigt. Die Bolzen 125, 128 liegen in einer Achse C-C, um die die Hilfswelle verschwenkt werden kann. Zum Feststellen der Hilfswelle in den Schwenklagen weisen die Lagerarire 122, 123 Längsschlitze 132 auf, durch die Feststellschrauben 134 durchgesteckt sind (Fig. 3).
Auf dem einen Ende der Hilfswelle 120 sitzt ein Kettenrad 136, das mittels einer Kette 137 ein Kettenrad 138 antreibt. Das Kettenrad 138 ist, wie Fig. 2 zeigt, im Innern des einen hinteren Fahrzeugrades 6 befestigt.
Auf dem andern Ende der Hilfswelle 120 ist ein Kettenrad 140 und ein Kettenrad 141 angeordnet.
Das Kettenrad 140 steht mittels der Kette 24 mit dem Pedal 13 in Verbindung. Auf das Kettenrad 141 läuft die vom Motorritzel kommende Kette 20 auf. Das Kettenrad 140 sitzt lose drehbar und verschiebbar
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volle 120 aufgekeilten Kupplungsstückes 145 in Eingriff gebracht werden können. Auf der andern Seite les Kettenrades 140 sind Kupplungszähne 147 vorgesehen, die mit auf dem Kettenrad 141 angeordneten ähne 148 im Eingriff gebracht werden können. Die Kupplungsklauen 143, 144 sind so ausgebildet, lass sie nach beiden Drehrichtungen kuppeln wirken. Die Kupplungszähne 147, 148 dagegen wirken mr in einer Drehrichtung kuppelnd und sind dementsprechend ausgebildet.
Die Nabe 151 des Ketten-
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ler Welle 120 ist ferner eine Kupplungsscheibe 153 befestigt, die sich zwischen dem Kettenrad 141 und sinuer mit diesem Kettenrad auf Drehung verbundenen Scheibe 154 befindet. Auf die Scheibe 154 wirken Federn 155 ein, die auf Mitnehmerbolzen 156 angeordnet sind. Im Innern der Kupplungsscheibe 154 st auf der Welle 120 ein Bund 158 verschiebbar angeordnet ; auf ihn wirkt eine im Innern der Hilfswelle Lngeordnete Stange 160 ein, die mit einem Stellkörper 161 verbunden ist. Der Stellkörper 161 weist Gewinde auf und ist mittels dieses Gewindes in einer im Lager 121 sitzenden Mutter 162 eingeschraubt.
(63 ist ein auf dem Stellkörper vorgesehener Hebel, der mittels eines Bowdenzuges von irgendeiner Stelle des Fahrzeuges, z. B. von der Griffstange 105 verschwenkt werden kann.
Bei Bewegung des Hebels 163 in einem Drehsinne wird der Stellkörper 161 aus der Mutter 162 herausgeschraubt ; er. nimmt hiebei die Muffe 158 mittels der Stange 160 mit und lüftet die Kupplung- scheibe 154. In diesem Falle ist die Kupplugg141, 153, 154 ausgerückt. Bei Verschwenken des Hebels 163 in entgegengesetzter Drehrichtung schraubt sich der Stellkörper 161 in die Mutter 162 hinein. Die Stellmuffe 158 verschiebt sich in der entgegengesetzten Richtung und die Federn 155 bewirken Einspannung : Ier Kupplungsscheibe 153 zwischen den Teilen 141, 154 ; die Motorkupplung ist in diesem Falle eingerÜckt.
Zum Einrücken der Kupplungen 143, 144 oder 147, 148 ist ein : Hebel 166 vorgesehen, der bei 167 auf ainer Muffe 168 schwenkbar aufgehängt ist. Die Muffe 168 ist auf der Querstange 77 befestigt. Der Hebel 166 ist mit einem seitlich vom Sitz 106 angeordneten Handgriff 170 ausgestattet, so dass er von dem Fahrer leicht bedient werden kann.
Im Innern des hinteren Fahrzeugrades 7 ist eine Bremsscheibe 175 befestigt ; das Bremsband 176 ist auf einem zweiarmigen Hebel 177 verankert, dessen Schwingwelle 178 in der einen Konsole 73 drehbar lagert und durch einen in der Zeichnung nicht näher dargestellten Hebel oder einen Bowdenzug vom Fahrer betätigt werden kann.
Die Hinterräder 6,7 können einerseits vom Motor 101 in der einen Drehrichtung, anderseits vom Pedaltrieb 13 in beiden Drehrichtungen angetrieben werden. Es ist auch möglich, die Hinterräder vom Motor-MY und mittels des Pedaltriebes 13 gleichzeitig anzutreiben. Überdies gestatten die auf der Hilfs- welle 120 angeordneten Antriebe-und Kupplungsmechanismen das Anwerfen des Motors bei stillstehendem Fahrzeug mittels des Pedaltriebes 13 sowie auch das Anwerfen des Motors bei laufendem Fahrzeug unter Zuhilfenahme des Beharrungsvermögens des laufenden Fahrzeuges.
Sollen die Fahrzeugräder 6, 7 durch den Pedaltrieb. 13 angetrieben werden, so wird die Kupplung 143, 144 eingerückt, die Motorkupplung 141, 153, 154 ist hiebei ausgerückt. Die Drehbewegung des Pedaltriebes 13 wird auf dem Wege 24, 140, 143, 144, 145, 120, 136, 13't und 138 auf die Fahrzeugräder 6,7 übertragen und letztere je nach der Drehbewegung des Pedaltriebes 13 im Vorlauf oder Rücklauf angetrieben. Wird der Hebel 126 so verschwenkt,
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sind die Kupplungen 143, 144 einerseits und 147, 148 anderseits ausgerückt und wird die Motorkupplung.141, 153, 154 eingerückt, so werden bei laufendem Motor 101 die Fahrzeugräder 6,7 motorisch angetrieben.
In der gleichen Kupplungsstellung, also bei eingerückter Motorkupplung kann auch der stillstehende Motor durch das beispielsweise bergablaufende Fahrzeug zum Arbeiten gebracht werden. Ist die Kupplung 143, 144 und die Motorkupplung 141, 153, 154 eingerückt, so werden die Hinterräder 6, 7 sowohl motorisch wie auch mittels des Pedaltriebes 13 angetrieben. Die dreieckigen, nur nach einer Drehrichtung wirkenden Kupplungszähne 147, 148 bewirken bei Anwerfen des Motors, wenn letzterer den Pedaltrieb 13 vorläuft, eine selbsttätige Ausrückung der Kupplung 147, 148 und eine Verschwenkung des Hebels 166 in seine Mittelstellung.
Die schwenkbare Anordnung der Hinterradwelle 1 und der Hilfswelle 120 um quer durch das Fahrzeug verlaufende Achsen A-A und C-C im Verein mit der Feststellung der Wellen. ! und 120 in den Schwenklagen gewährleistet auf einfache und betriebssichere Weise ein Nachstellen und Nachspannen der Ketten 20 und 137. Überdies gewährleistet diese Anordnung der Wellen 101 und 120 beim Zusammenbau des Fahrzeuges auf einfache Weise das Einstellen der Lager 2, 5 und j ! M. Schliesslich gestattet diese Wellenanordnung auch auf einfache Weise die Anbringung der Antriebs-und Bremsteile des Fahrzeuges auf den Enden der Wellen 1 und 120.
Hiedurch wird insbesondere der Vorteil erzielt, dass grosse Teile der Wellen 1 und 120 unbearbeitet bleiben können.
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