-
Schaltvorrichtung für Wendegetriebe von nach Art eines Elektrokarrens
gebauten Fahrzeugen Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltvorrichtung für das
Wendegetriebe von nach Art eines Elektrokarrens gebauten Fahrzeugen, bei denen zum
Anziehen der Bremse ein unter Federwirkung stehender Fußhebel vorgesehen ist.
-
Um ein derartiges als Transportkarren zu verwendendes Fahrzeug noch
leistungsfähiger zu machen und die Bedienung des Schalthebelwerkes der des Elektrokarrens
noch mehr anzupassen, wird gemäß vorliegender Erfindung das Schaltgestänge für das
Wendegetriebe mit einer Sperrvorrichtung verbunden, die durch den Fußtritthebel
für die Bremse bedient wird, und zwar wird der genannte Fußhebel mit einem verschiebbaren
Sperrglied derart verbunden, daß das verschiebbare Glied des Wendegetriebes bei
niedergedrücktem Fußhebel verschoben werden kann, dagegen bei entlastetem Fußhebel
gesperrt ist. Infolge dieser Anordnung der Schaltvorrichtung wird der Vorteil erreicht,
(laß erst nach Niederdrücken des Fußhebels (las Wendegetriebe eingerückt werden
kann, während bei Entlastung des Fußhebels das Wendegetriebe sofort selbsttätig
ausgerückt und sein Schaltgestänge verriegelt wird. Hierdurch wird eine Bedienung
des vorliegenden Transportkarrens ermöglicht, die der eines Elektrokarrens gleichkommt,
da auch bei den bekannten Elektrokarren der Kontroller nur eingeschaltet werden
kann, wenn der Fußtritthebel niedergedrückt ist.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. i ist eine Seitenansicht des Fahrzeuges mit dem Getriebe, und
Abb. 2 ist ein Grundriß des Getriebes. -Abb. 3 und 4 zeigen das bei dem Fahrzeug
verwendete Wendegetriebe in zwei rechtwinklig zueinander stehenden Ansichten.
-
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist in dem Fahrgestell i
ein Wendegetriebe 17 eingebaut, und zwar in dem Hauptantriebe hinter dem Motor und
dem Getriebekasten zwischen der Vorder- und Hinterachse des Karrens. Von dem Motor
wird durch eine Kette das auf der Welle 56 des Wendegetriebes sitzende Kettenrad
8 angetrieben. Das Wendegetriebe besteht aus zwei Antriebskegelrädern 27 und 28
und einem Zwischenrad 26 sowie aus der Klauenkupplung 25. Das Kegelrad 27 besteht
aus einem Stück mit der Antriebswelle 56, während die getriebene Welle 46 mittels
Zapfens in dem Rade 27 gelagert ist. Auf der Welle 46 läuft-das Kegelrad 28 lose,
während die Kupplungsmuffe 25 mit der Welle 46 umläuft, aber axial darauf verschiebbar
ist. Auf der Welle 46 sitzt ferner ein Kettenrad 18, von welchem der Antrieb durch
eine Kette auf ein Kettenrad der Hinterachse erfolgt. Die Bewegung der Klauenkupplüngsmuffe
25 geschieht durch einen Hebel24 mit Bügel2g (Abb.4). Ein an der Lehne i5 des Karrens
gelagerter Hebel 23 wirkt durch das Gestänge 22 auf den Hebe121, der mit dem vorgenannten
Hebel 24 verbunden ist. Wird die Kupplungsmuffe 25 in die Klauen des Kegelrades
27 eingerückt, so überträgt sich die Drehbewegung
von dem Kettenrad
8 in gleichgerichtetem Sinne auf das Kettenrad 18, und die Kegelräder 26 und 28
laufen leer mit. Soll die Fahrtrichtung geändert werden, so wird die Kupplungsmuffe
25 in die Klauen des Kegelrades 28 eingerückt, und die Drehbewegung erfolgt von
dem Kegelrad 27 über das Rad 26 nach dem Kegelrad 28, so daß das Kettenrad 18 sich
im umgekehrten Sinne dreht.
-
Durch das vorliegende Wendegetriebe kann der Karren mit sämtlichen
Geschwindigkeiten des Wechselgetriebes sowohl in der einen wie in der anderen Fahrtrichtung
angetrieben werden.
-
Auf der Plattform 3 des Führerstandes des Karrens ist mittels Lagers
47 ein Fußhebel 35 drehbar angebracht. Der Fußhebel 35 wirkt mittels eines nach
oben gehenden Hebels 48 auf eine Sperrstange 34, die unter der Karrenplattform angeordnet
und über der Hinterachse mit einer Lasche 36 versehen ist. An dieser greift eine
am Karrengestell befestigte Feder 37 an, durch die die Stange 34 zurück- und der
Fußtritt 35 hochgeklappt wird, sobald letzterer entlastet ist. An der Sperrstange
34 befindet sich ein weiterer Ansatz 33, der in einen sich nach dem einen Ende zu
erweiternden Ausschnitt eines Gleitstückes oder Schiebers 32 eingreift, der mit
dem Schaltgestänge des Wendegetriebes verbunden ist. Zu diesem Zweck ist der Schieber
32 in den Lagern 38 quer zur Längsachse des Karrens verschiebbar und durch einen
Hebel 31 mit einer 'Welle 30 verbunden, ; auf welcher der Einrückhebel
24 mit Bügel 29 für die Klauenkupplung des Wendegetriebes 17 sitzt.
-
Sobald man auf den Fußtritt 35 tritt, wird der Ansatz 33 aus der in
dem Schieber 32 befindlichen Rast herausgezogen, so daß der Schieber 32 sich frei
verschieben kann. Jetzt ist man in der Lage, durch den vorderen Handhebel
23 und vermittels des Gestänges 22 und des Hebels 2i den Hebel 24 der Klauenkupplung
einzurücken, da die Welle 30 an ihrer Drehung durch den Schieber 32 nicht mehr gehindert
ist. Der Motor kann also in beliebiger Richtung eingeschaltet werden. An der Rücklehne
15 des Karrens ist ein Segment 44 mit Rasten 45 angebracht, und durch einen
federnden Schnapper wird der Hebel 23 in der betreffenden Rast festgehalten.
-
Sobald man den Fußtritt 35 losläßt, zieht die Feder 37 durch das Gestänge
34 und vermittels des in den Ausschnitt des Schiebers ;2 eingreifenden Ansatzes
33 den Schieber 32 zurück, welcher durch den Hebel.-3i die Welle 3o dreht und damit
durch den Hebel 2,4 die Klauenkupplung des Wendegetriebes außer Tätigkeit setzt.
Der Handhebel 23 stellt sich in die Mittelstellung und wird hier durch die Mittelrast
festgehalten. Der Motor läuft sonach leer weiter.
-
Neben der vorgenannten Feder 37 ist eine weitere Feder 43 am Fahrgestell
befestigt. Die Feder 43 ist durch eine Lasche 42 und einen Hebel 39 mit einer
auf die Bremsscheibe 41 wirkenden Bremse 40 verbunden. Ein am Hebel 39 sitzender
Stift greift ferner in einen Schlitz 49 der Lasche 36, welche durch die Feder 37
zurückgezogen ist. In diesem Falle kann die Feder 43 die Bremse anziehen, wodurch
der Karren in bekannter Weise gebremst wird und stehenbleibt, während der Motor
noch weiterlaufen kann. Soll der Karren in der einen oder anderen Fahrtrichtung
weiterlaufen, so muß erst durch Niedertreten des Fußtritts 35 der Ansatz 33 zurückgezogen
werden. Durch die Zurückziehung der Stange 34 wird gleichzeitig die Bremse gelöst
und andererseits der Schieber 32 freigegeben. Durch Einrücken des Handhebels 23
kann die gewünschte Fahrtrichtung eingeschaltet werden.
-
Durch die oben beschriebene Einrichtung wird erreicht, daß, sobald
der Führer des Karrens die Plattform verläßt, die Motorkupplung sofort ausgeschaltet
und der Karren durch die Bremse festgehalten wird. Es kann auch beim Weiterlaufen-
des Motors ein selbsttätiges Einkuppeln des Getriebes nicht erfolgen.. -