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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 11290.
STEFAN POPPER iN WIEN. Selbsttätige Blocksignaleinrichtung.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende, selbsttätige Blocksignaleinrichtung esteht aus drei Teilen : 1. den Schienenkontakten, 2. dem Seilzug, 3. dem Semaphor.
Die Schienenkontakte müssen so konstruiert sein, dass sie nur von einem in bestimmter richtung fahrenden Zug angesprochen werden können, und vermitteln durch den Stromschluss lie Erlaubnis bezw. das Verbot für die #Frei"-Stellung der Signale.
Der Seilzug besteht im Wesen aus einer zwischen den Schienen gelegenen, schiefen Ebene (Fig. 2) 8011, auf der der kleinere Gleitklotz sch in der Fahrtrichtung verschiebbar st, wobei er das Seil S mitnimmt. Trifft nun der an der Lokomotive angebrachte Dorn K @uf sch, so wird dieser Klotz so lange mitgenommen, als eine Berührung zwischen dem Dorne orne K und sch stattfindet. Das Gewicht G' zieht den Klotz sch wieder in seine ursprüngliche Lage zurück.
Der Semaphor kann für mechanischen oder elektrischen Betrieb eingerichtet sein.
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Bewegung des Zahnkranzes T, der die Schoibe SI trägt, während Z1 in das Rad J ? g ein- greift. Dieses Rad Z2 dreht sich gemeinsam mit dem Steigrade St2 um D12 als Achse.
Z2 besitzt um die Punkte J, 2, 3... u. s. w. drehbare Zähne t, t, t3 u. s. w., die nur einen
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sperrbar. Das ganze System , Sg. nt ist an dem um D1 drehbaren Hebel h befestigt, der am zweiten Ende den Zahnkranz t und das Gegengewicht P trägt. Durch den Zahnkranz t wird die Bewegung des Hebels h auf das aus dem Steigrade St3, das wieder durch 3 sperrbar ist, und dem Zahnrade d1 bestehende System übertragen. Das vom
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und mittelbar um d. Die beiden Enden tragen gemeinsam das Gewicht G.
Die Wirkungsweise ist nun folgende : Angenommen ein in der Richtung des Pfeiles fahrender Zug nehme den Gleitklotz sch mit und bewege dadurch das Seil entgegen der Fahrtrichtung. Dadurch wird das Gewicht G aufgezogen, ferner der in Normalstellung rechts schräg nach abwärts hängende Hebel li so weit emporgedreht, bis Zl und Z2 ineinander greifen. Das Gewicht G zieht nach abwärts, dabei versucht es, die Steigräder Stl und St3 zu drehen, was durch die Sperrklinken K1 und K3 verhindert wird.
Der Semaphor bleibt also so lange in der Haltstellung, bis der Elektromagnet. E die Klinke EI anzieht und dadurch aushebt. Nun. kann das Gewicht G das Rad Stol, soumit
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windet und dadurch den Signalhebel nach aufwärts in die Freistellung bewegt. Hat nun der Zug den Semaphor passiert, so stellt er mittelst eines Schienenkontaktes den Semaphor selbsttätig auf Halt, und zwar in folgender Weise : Strom wird durch #039, K1 nach ss, von
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aber auch St2 resp. Z2 ausgehoben, K2 erlaubt freies Drehen, so dass der Signalarm SA vermöge der eigenen Schwere in die haltstellung sinkt.
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Stellung der Semaphor sich befindet.
Die Einrichtung des Semaphors für Starkstrombetrieb besteht aus dem Doppelmagnet E E1, den beiden Elektromagneten , 1, dem Starkstromkontakt-Vermittler m und aus dem Starkstromapparate selbst, der in Fig. 3 der Zeichnung nur schematisch dargestellt ist, und entweder aus einem Zugmagnete oder aus einem Motor besteht. Wird bei der Stellung des Semaphors nach Fig. 3 der Stromkreis LI ! LI geschlossen, so zieht tt, den Anker d an und stem hiedurch den Kontakt Cl her ; der Strom durchläuft nun nu, stellt den Starkstromschluss bei C her und bewegt hiedurch den Arm S A des Semaphors in die Freistellung. Hat der Elektromagnet EI die Klinke k angezogen, so schliesst der Strom ebenfalls den Kontakt bei Ci, aber m wird nicht erregt.
Trifft nun aber die
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durch Cl nach m, um den Semaphor auf Frei zu stellen. Erst nach Befahren des jenseits des Signales liegenden Kontaktknopfes seitens des Zuges, wird p. stromführend und bringt d in die Normallage zurück.
Das Sicherungssystem für elektro-mechanischen Betrieb ist in Fig. 4 dargestellt, wobei der grösseren Deutlichkeit halber die Seilzüge weggelassen sind. Angenommen, ein Zug verlasse eben die Station II in der Richtung gegen die Station I, wobei nur die links in der Richtung der Fahrt gelegenen Kontakte angesprochen werden können. lliebei befährt er zuerst den Kontakt Z, ; der Strom geht daher von L über Z'in die Leitung L2, wo alle Semaphoren zur Freistellung bereit stehen. Demzufolge kann der Strom durch y, K. , M5, M'5, E'ü gehen, wobei die Magnete die Anker E anziehen und dadurch ein Freistellen der Semaphore unmöglich machen (Fig. 4).
Dies erfolgt bei allen Semaphoren. indem durch Leitung L2 der Strom denselben Vorgang im nächsten und in den folgenden Signalen bewerkstelligt, bis er im Nachbarstationssignal durch P in die Erde gelangt. Der Zug hat sich also auf Stationsdistanz gegen jeden Gegonzug gedeckt. Bei der Weiterfahrt
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Signale IV, das eben vom Zuge beim Passieren der Sektion 3 geschlossen wurde, und, indem er von 3 über oc durch e4 in die Erde geht, gibt er die Möglichkeit, das Signal auf" Frei" zu stellen, d. h. ein Folgezug kann IV vermöge des Seilzuges betätigen. Der Zug deckt sich also nach rückwärts. Bliebe der Zug nun auf der Strecke liegen, so wäre er nach vorn (auf Stationsdistanz) und nach rückwärts auf höchstens zwei und mindestens eine Sektion gedeckt.
Versagt ein Apparat, so kann der Zugsführer sich über den Fehler leicht orientieren, indem er die Zeiger des Semaphors T und Tg besichtigt, deren Stellung
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genommen wird.
Gelangt der Zug zur Station 1, so betätigt er bei der Einfahrt den Kontakt pi q'1'/, der von Z über p'Strom nach rückwärts zum Schliessen von II und Öffnen von IH entsendet und durch 1. 1 den letzten Semaphor für Gegenzüge, der geschlossen war, seit der Zug die Station II verlassen hat, öffnet.
Die in den einzelnen Sektionen für Gegenzüge geltenden Semaphore wurden schon beim Betreten der Sektionskontakte vermöge der Schaltungen # T p und # # geöffnet bezw. auf frei erlaubt gestellt.
Beim elektrischen System ist der Stromkreislauf derselbe, nur öffnen die Kontakte vermöge eines Soparatdrahtes die Semaphore, d. h. sie betätigen wie oben beschrieben die Magnete resp. # # und M resp. m.
Zu erwähnen ist noch, dass in der Zeichnung der Deutlichkeit wegen Rückleitungen statt Erdleitungen verwendet sind, wodurch die Zahl der Drähte erhöht wurde. Sieht man hievon ab, so benötigt das mechanische System drei Leitungen, das rein elektrische drei Schwachstrom-und eine Starkstromleitung, da, falls Rückleitungen dennoch erwünscht sein sollten, hiezu die Schienen verwendet werden können.
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