AT111022B - Klavieret- und Klaviermechanik. - Google Patents
Klavieret- und Klaviermechanik.Info
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Description
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Klavieretw nad lilaviermeehanik.
Den Erfindungsgegenstand bildet eine Mechanik, mittels welcher die Saiten nicht wie beim Klavier angeschlagen werden, sondern durch Anreissen wie bei Harfen, Gitarren usw. zum Ertönen gebracht werden. Ähnliche Mechaniken waren schon früher in Verwendung. Diese waren jedoch mangelhaft und deshalb nicht verwendbar.
Durch vorliegende Erfindung sind nicht allein diese Mängel behoben, sondern es ist die Mechanik auch technisch vervollkommnet und bis zur Erreichung neuer Klangeffekte so verbessert, dass sie den Anforderungen moderner Musik entspricht.
Die Erfindung besteht darin, dass an die Tasten der Mechanik Anreisshebel wagrecht verdrehbar angelenkt sind, die in einem zu ihrer Führung dienenden Rahmen mittels entsprechend angeordneter Führungsorgane so geführt werden, dass sie bei der Aufwärtsbewegung die Saiten anreissen, jedoch beim
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zwei Saiten der Beeinflussung durch die Anreisshebel entzogen werden, anderseits die Anreisshebel auch gezwungen werden können, sowohl bei der Aufwärts-als auch bei der Abwärtsbewegung die Saiten anzureissen.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt die Mechanik in Seitenansicht und teilweise im Schnitt, Fig. 2 stellt den Führungsrahmen in Vorderansicht dar. Fig. 3 zeigt die Klaviatur in Oberansicht mit Teilen der Mechanik in schematischer Darstellung. Fig. 4 stellt den Dämpfer dar.
Die Tasten 1, deren Reihenfolge die gleiche wie beim gewöhnlichen Klavier ist, sind auf einem Tragbalken 2 gelagert und an Stiften 3 verschwenkbar.
Der über den Tragbalken 2 hinausragende Teil 4 der Tasten endet in eine Gabel, in welche der Anreisshebel horizontal verschwenkbar angelenkt ist. Dieser Anreisshebel 5 besitzt an seinem Unterende eine Nase 6, mittels welcher beim Anschlagen die Saiten angerissen werden. Die Anzahl der Saiten für einen Ton ist die gleiche wie beim Klavier. Der Anreisshebel 5 durchsetzt einen Rahmen 7, in welchem seiner Funktion entsprechend seine Bewegung durch Führungsorgane geregelt wird. Derselbe besitzt zu diesem Zwecke vorteilhaft ovale Öffnungen 8, in welchen in einem Winkel von beispielsweise 600 Bänder, Streifen oder Fäden 9'9'gespannt sind, die dem Anreisshebel 5 beiseiner Auf-und Abbewegung als Führung dienen.
In der Ruhelage ruht der Anreisshebel 5 auf einer den Schenkel bzw. das Aufschlagen des zurückfallenden Anreisshebels dämpfenden Polsterung 10 des unteren Rahmenteiles.
Wird eine Taste 1 angeschlagen, so bewegt sich der Anreisshebel 5 nach oben, wobei mit seiner Nase 6, die hiebei an den Saiten 11 vorbeistreift, diese zum Ertönen gebracht werden. Bei seiner Bewegung nach oben wird der Anreisshebel durch den Faden 9 (links) aus seiner vertikalen Bahn abgelenkt und bis zum Ende der Aufwärtsbewegung schräg nach oben geführt. Beim Abwärtsgang hingegen legt er sich an den Faden 9'an, der ihn wieder in seine Anfangsstellung zurückführt, ohne dass die Saiten berührt weiden. Um zu verhindern, dass sich die Tasten 1 beim Anschlagen etwa seitlich verdrehen, ist ein Arm 12 an die Tasten lotrecht drehbar angelenkt, der im Schlitze 14 des Rahmens 7 eingreift und dadurch die Geradeführung der Taste sichert.
Es kann der Fall eintreten, dass der Charakter des Musikstückes es verlangt, dass nur zwei oder nur eine Saite zum Ertönen gebracht werden.
Um dies zu ermöglichen, ist der Rahmen 7 im Zapfen 15 drehbar gelagert. Durch eine Verdrehung des Rahmens 7, die mittels Pedals erfolgt, können hiebei die auf dem unteren Rahmenteil 8 ruhenden
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Anreisshebel Jso weitgehoben werden, dass beim Anschlage nur zwei oder selbst nur eine Saite im Bereiche der Anreisshebel liegen.
Ein anderer, bisher nicht erreichter musikalischer Effekt kann durch nachstehend beschriebene
Einrichtung erzielt werden.
In dem Rahmen 7 lose eingebaut oder sich knapp an diesen anlehnend ist ein zweiter Rahmen 16 vorgesehen, der horizontal verschiebbar angeordnet ist. Dieser Rahmen 16 trägt korrespondierend mit den Leitfaden 9'des Rahmens 7 gleichfalls einen Leitfaden 16' (wie 9'). Aber nur diesen. Wird nunmehr während des Spiels der Rahmen 16 nach links verschoben (was zweckmässig mittels Pedale bewirkt wird). so bewegen sich die Fäden-M'in die Bahn der sich abwärts bewegenden Anreisshebel 5, u. zw. so weit (Fig. 2), dass diese gezwungen werden, auch beim Abwärtsgang die Saiten anzureissen. Es kann durch diese Einrichtung demnach durch einmaliges Anschlagen ein Doppelton hervorgebracht werden. An Stelle des Leitfadens 9', 16'könnten auch die Leitfäden 9'in einem verschiebbaren Rahmen angeordnet sein.
Bei kleineren Instrumenten kann die Anordnung so getroffen sein, dass zwischen je zwei benach- barten Tasten ein entsprechender Zwischenraum freibleibt, durch den verhindert wird, dass der Spieler zwei oder mehr Tasten zugleich greift.
Zur Dämpfung der Töne ist noch eine Einrichtung vorgesehen, die aus einem die ganze Besaitung überquerenden Balken 17 besteht, der kammartig angeordnete Arme 18 trägt, die auf einer Seite gepolstert sind und zwischen die einzelnen Saitengruppen eingreifen. Mittels Pedals ist dieser Balken 17 verschiebbar, wobei sich die Arme 18 mit ihrer Polsterung an die Saiten anlegen können und die Dämpfung herbei- führen.
Zu den Funktionen der vorbeschriebenen Mechanik dienen drei Pedale von denen jedoch, um die
Handhabung fallweise zu vereinfachen, zwei miteinander-gekuppelt werden können. Diese Kupplung bezieht sich auf jenes Pedal, durch welches die Verdrehung des Führungsrahmens 7 (und somit die Aus- schaltung einer oder zwei Saiten aus dem Bereich des Anreisshebels) erfolgt und zweitens auf jenes Pedal, mittels welchem durch Verschiebung des zweiten Rahmens 16 die doppelte Funktion des Anreisshebels 5 bewirkt wird. Zu diesem Zwecke ist das ersterwähnte Pedal mit einer Zentrallochung versehen, während das zweite Pedal einen Drehzapfen aufweist, der in das obgenannte eingreifen kann. Stimmt die Normallage beider Pedale miteinander überein, so funktionieren beide zusammen unter dem Drucke des rechten
Fusses zusammen und der Klangeffekt ist der gleiche wie bei der Verdrehung des Rahmens 7.
Will man aber Doppeltöne erzielen, so genügt dazu eine entsprechende Linksdrehung des zur Verschiebung des
Rahmens 16 dienenden Pedals.
Bei Anwendung dieser Mechanik auf Klaviere normaler Grösse-ändern sich selbstverständlich die Grössenverhältnisse der Mechanik und entfällt die Anordnung von freien Räumen zwischen den Tasten
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. lavieret-und Klaviermeehanik, dadareh gekennzeiehnett dass sämtliche Tasten von ihrem
Stütz-und Drehpunkt an unter gleichem Winkel geneigt sind und jede derselben einen zweckmässig in dem scherenförmigen Ende des schrägen Tastenteiles gelagerten, quer drehbaren Anreisshebel trägt.
Claims (1)
- 2. Klavieret- und Klaviermechanik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Taste mit einem in der Querrichtung drehbaren rückwärtigen Anreisshebel versehen ist, der in einer aus nicht starrem Material bestehenden Führung so geleitet wird, dass er beim Drücken der Taste eine oder mehrere einem Ton entsprechende Saiten des Instrumentes betätigt.3. Klavieret-und Klaviermechanik nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasten zwecks Geradführung derselben mit Leisten versehen sind, die in zugehörigen zweckmässig im Rahmen, u. zw. in dem oberen Längsteil desselben vorgesehenen Schlitzen gleiten und geführt sind, und deren der Taste näheres Ende mit derselben drehbar verbunden ist.4. Klavieret- und Klaviermechanik nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zu beiden Seiten einer schwarzen (halbtonigen) Taste befindlichen weissen (ganztonigen) Tasten durch einen verhältnismässig breiten leeren Zwischenraum getrennt sind.5. Klavieret- und Klaviermechanik nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Führungen für den Anreisshebel der Tasten aus zwei schräg gespannten Fäden, Streifen oder Bändern aus Seide, Stoff od. dgl. besteht.6. Ktavieret-und Klaviermechanik nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schrägführungen in einem Rahmen vorgesehen sind, in dessen zweckmässig ovalen Ausschnitten je zwei oder bei aneinanderstossenden weissen Tasten je vier schräge Fäden od. dgl. angeordnet sind, wobei die untere Rahmenleiste mitpolsterungen zum Dämpfen des Aufschlages der Anreisshebel versehen ist.7. Klavieret-und Klaviermeehanik nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die beiden Fäden od. dgl. gebildete Führung durch Verschiebung eines zusätzlichen dritten Fadens etwa mittels eines Pedals gegen den ersten, den Anreisshebel aufwärts leitenden Fadens (9) hin derart verengbar ist, dass der Anreisshebel beim Abwärtsgang die gleiche Bahn wie beim Aufwärtsgang einschlagen muss und daher die zugehörige Saite oder Saiten auch beim Abwärtsgang betätigt, wobei alle verschiebbaren Fäden in einem besonderen quer beweglichen Rahmen angebracht sein können. <Desc/Clms Page number 3>8. Klavieret-und Klaviermechanik nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung einer Gruppe übereinanderliegender einem Ton entsprechender Saiten zwecks Änderung der Tonstärke der die Führungen (Fäden od. dgl.) enthaltende Rahmen schwenkbar ist, um den Hub der Anreisshebel nach unten derart zu verkürzen, dass letztere nur eine oder einen Teil der Saiten jeder Gruppe betätigen bzw. eine oder mehrere Saiten derselben ausgeschaltet werden.9. Klavieret- und Klaviermechanik nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorteilhaft kammformiger Dämpfer vorgesehen ist, dessen wirksame Teile (Zinken) zwischen den Saiten oder Saitengruppen angeordnet sind und auf der den Saiten zugewendeten Seite mit dämpfendem Material belegt sind, das durch Verschiebung des Dämpfers mittels eines Pedals od. dgl. an die Saiten angelegt werden kann. EMI3.1
Applications Claiming Priority (1)
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- 1927-09-26 AT AT111022D patent/AT111022B/de active
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