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Nasser Gasmesser mit Sciieberstellerung.
Die Erfindung bezieht sieh auf nasse Gasmesser mit Sehiebersteuerung, u. zw. jener Art, bei welcher je eine oder mehrere ineinandergeschachtelte Messgloeken in zwei getrennten Messkammern senkrecht geführt werden. Die Erfindung besteht in der besonderen Anordnung der Führungsvorriehtung für die Messgloeken sowie in der Ausgestaltung des Schieberantriebs und des Gasmessergehäuses.
Auf der Zeichnung zeigen Fig. 1-3 verschiedene Anordnungen der Messglockenführung und Fig. 4 den Schieberantrieb. In Fig. Ï-8 ist der Einbau der Glocken und der Schieber und die Ausbildung des Gasmessergehäuses in verschiedenen Schnitten dargestellt.
Nach Fig. l ist in jeder der zwei Messkammern je eine Glocke untergebracht. Die Glocke 1 wird durch ein Gelenkparallelogramm 2-2 geführt, welches innerhalb der Glocke liegt und in die Sperrflüssigkeit taucht. Die Entlastung geschieht durch ein ebenfalls im Innern der Glocke angeordnetes Gegengewicht 3.
Zur Hubbegrenzung dienen eine Kurbel 4 und eine Schubstange 5.
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kammer untergebracht, die sieh gegenseitig entlasten. Die äussere Glocke G und die innere Glocke g sind an den entgegengesetzten Enden zweier gleichlanger doppelarmiger Hebel < -h angelenkt. Das Gestänge muss hiebei zwischen äusserer und innerer Glocke untergebracht werden, was einen, wenn auch geringen, Verlust an messender Fläche verursacht. Das Gestänge kann aber auch ganz ins Innere verlegt werden, wenn nach Fig. 5 ein Bügel b von der äusseren Glocke her ins Innere der Innenglocke geführt wird ; die beiden Glocken können dann beinahe gleich gross gehalten werden.
Nach Fig. 3 ist die einseitige Aufhängung der Glocken vermieden. Das Gelenkparallelogramm h-h ist verdoppelt, es sind zwei Bügel b verwendet. Die Zwischenhebel s sind nötig, um den Haupthebeln h freies Ausschwingen zu gewährleisten.
Die Anordnung von zwei ineinandergeschachtelten Glocken hat den Vorteil der hohen Raumaus-
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Druckunterschied zwischen Eingang-und Ausgangseite.
Die senkrecht geführten Messglocken schneiden die Sperrflüssigkeit mit scharfen Kanten, geben also kleinen Widerstand. Durch das senkrechte Ansteigen sind die Messräume gegenüber Glocken, die um wagrechte Achsen schwingen, vollständig ausgenutzt. Die Gasverdrängung ist nur von der Grösse des Gloekenhubes abhängig, die Messgenauigkeit bleibt also auch bei Absenken des Flüssigkeitsspiegels oder schiefer Aufstellung unverändert gleich. Die Führungseinriehtung der Glocken wird dadurch, dass sie dauernd in die Sperrflüssigkeit taucht, geschmiert.
Die Gasverteilungsschieber werden durch ein Getriebe gesteuert, welches in seiner Wirkung dem Idealfall einer plötzlich wirkenden Umsteuerung nahekommt (Fig. 4). Ein doppelarmiger Hebel mit den Armen B mit einem Gleitschlitz und D wird durch die Glocke mittels des Zapfens A zum Schwingen gebracht und treibt seinerseits den zweiarmigen Hebel E an, welcher in einer von den Messräumen getrennten Kammer aus der Sperrflüssigkeit austaucht und den Schieber hin und her bewegt.
Bei dem sowohl die beschriebene Glockenanordnung als auch die Schiebersteuerung nach Fig. 4 aufweisenden Gasmesser nach Fig. 5-8 ist das Gehäuse in zwei Messkammern 7 und eine Zwischenkammer II unterteilt, welche wieder durch Kanäle in Kammern III und IV zerlegt ist. Die Kammer III ist unten durch die Sperrflüssigkeit, oben durch die Wand d abgeschlossen und daher gasfrei. Sie enthält
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das Zählwerk. Dieses wird durch eine senkrechte Welle a angetrieben, die von der Kurbelwelle w getrieben wird. Diese Anordnung macht eine Stopfbüchse überflüssig, beseitigt somit die Ursache von Reibungsverlusten und die Gefahr der Undichtheit. Die Kammer IV ist mit dem Schieberraum V, der mit Gas von der Eingangseite erfüllt ist, in freier Verbindung.
In ihr tauchen die Hebel E aus der Flüssigkeit auf. Sie treiben die Schieber S an, die auf dem von den Kanälen i, gebildeten Rost gleiten. Die Steuerung wird durch den Hebel H in Bewegung gesetzt, welcher an die innere Glocke g angeschlossen ist. Die Kanäle E's leiten den Gasstrom zwischen die Messglocken, die Kanäle Kj führen unter die inneren
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werden also gleichzeitig gesteuert.
Ist einer der beiden Schieber in der Stellung nach Fig. 5, so strömt durch E und E3 Gas ein, die beiden Glocken werden gegeneinander gedrückt und das zwischen ihnen enthaltene, bereits gemessene
Gas entweicht durch den Kanal Ks unter der Muschel des Schiebers in den Ausgang. Die Rohre R leiten das Gas in den Ausgangsstutzen. Die Bewegung der Glocken beider Kammern wird mit einer Phasenverschiebung durch die Schubstangen auf die Kurbelwelle M) übertragen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nasser Gasmesser mit Schiebersteuerung, bei welchem je eine oder mehrere ineinandergeschachtelte Messglocken in zwei getrennten Messkammern senkrecht geführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung unter-und innerhalb der Messglocken ausschwingt und vollständig in die Sperrflüssigkeit taucht.