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Österreichische PATENTSCHRIFT N"10766. FiRMA W. LEDERLE FREIBURG 1. B.
Schmiervorrichtung für Kraftmaschinen.
Die Erfindung betrifft eine Schmiervorrichtung für solche Kraftmaschinen, bei welchen das Kurbelgehäuse geschlossen ist, so dass sich am Boden desselben eine gewisse Menge des der Kurbel zugeführten bezw. von derselben abgeschleuderten Öles ansammeln kann.
Die Kurbel taucht hiebei bei jeder Umdrehung einmal in dieses Öl ein und nimmt eine bestimmte Menge desselben mit, wodurch das Kurhellager und infolge der Schleuderwirkung der Kurbel auch der Cylinder und der Kolben geschmiert werden. Da hiebei ds Kurbelgehäuse vollständig geschlossen sein muss, so geht die Erneuerung des Öles zu langsam vor sich, denn dieselbe ist nur von der Menge abhängig, welche durch den Kolben in den
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noch dadurch in kurzer Zeit dick und zähe, dass es beständig in dem Kurbelgehäuse eingeschlossen ist, ohne dass frische Luft hinzukommt. diese Mängel sollen nun gemäss vorliegender Anmeldung dadurch vermieden werden, dass in dem Kurbelgehäuse ein Überlauf angeordnet wird.
Man kann dadurch jederzeit der Kurbel frisches Ö@ zuführen, weit der Überschuss durch diesen Überlauf nach aussen
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ein Teil desselben von dem Kolben in den Cylinder mitgerissen wird.
In umstehender Zeichnung sind in den Fig. 1-6 drei Ausführungsbeispiele einer solchen Schmiervorrichtung dargestellt.
In Fig. 1 ist Cl die Kurbel, welcher das Öl von einem Kompressionsöler b aus zugeführt wird, welcher eine für 10 bis 12 Stunden genügende Quantität Schmieröl aufnehmen kann. Das ans diesem auslaufende Ö ! gelangt nun in die bekannte an der Kurbel angebrachte C'entrifugalschmierung c und von hier infolge der bei der Kurbeldrehung auftretenden Fliehkraft zu dem Kurbelzapfen d bezw. in das Kurbellager. Das ans diesem ausgeschleuderte ÖI sammelt sich nun am Boden des Kurbelgehäuses e an, in welchem ein Überlaufrohr f angeordnet ist.
Das abgeschleuderte Öl kann sich infolge dessen nur bis zur Höhe der oberen Öffnung des Überlaufrohres hezw. der in demselben vorgesehenen Sieblöcher ansammeln und fliesst dann nach aussen ab. Wie die Zeichnung erkennen lässt, ist dieses. Überlaufrohr f aussen mit Gewinde versehen, so dass man es beliebig hoch einstellen kann, was besonders dann zweckmässig ist, wenn die Maschine zeitweilig einer stärkeren Schmierung bedarf.
Das erwähnte Überlaufrohr hat ausserdem noch den weiteren Zweck, das Kurbelgehäuse zu kühlen und zwar geschieht dies dadurch, dass bei jedem Hub des Kolbens eine bestimmte Menge Luft von aussen durch das Überlaufrohr hindurch in das Kurbelgehäuse hinein und wieder ans demselben herausgedrückt wird.
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zapfen bezw. das Lager desselben in das darin enthaltene öl eintauchen kann. Es ist ohneweiteres ersichtlich, dass auch hier das verbrauchte Öl über die seitlichen Ränder der Schale genau der Zuführung des frischen Öles entsprechend abfliessen kann und die Kühlung des Kurbelgehäuses in der Weise erfolgt, dass Luft durch die Öffnung g ab-
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Dia Fig. 5-6 veranschaulichen eine Ausführungsform der Schmiorvorrichtung für Zweicylindermaschinen.
Bei solchen Maschinen braucht nämlich keine Öffnung im Kurbel-
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diese Öffnungen beständig ab, so dass kein Staub in das Innere des Kurbelgehäuses gelangen kann. Selbstverständlich kann man statt der Schale auch einen Siphon zum Abschluss des Überlaufrohres benutzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmiervorrichtung für Kraftmaschine, deren Kurbel in einem geschlossenen Gehäuse läuft und in ihrer tiefsten Stellung in das am Boden des Gehäuses sich ansammelnde Öl eintaucht, dadurch gekennzeichnet, dass eine im unteren Teile des Kurbel- gehäuses befindliche Öffnung derart durch eine Schale oder ein Überlaufrohr abgeschlossen ist, dass dem Zufluss frischen Öles entsprechend das verbrauchte Öl aus der Schale und Gehäusewand ausfliesst.