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Österreichische
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NIELS ANTON CHRISTENSEN IN MILWAUKEE (V. ST. A.).
Schmiervorrichtung für Kompressoren u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Schmiervorrichtung, besonders für Kompressoren und bezweckt, eine zuverlässige, selbsttätige Schmierung solcher Maschinen zu gewährleisten, die zum Schutze gegen Schmutz und Staub gänzlich verschalt werden müssen und daher schwer zugänglich sind. Zu diesem Zwecke ist im Kurbelgehäuse ein Ölfang oberhalb der mit einer nach oben offenen Ölrinne versehenen Pleuelstange angeordnet. welcher durch die in Bewegung bessndlichen Massen gespeist wird. Durch diesen Ölfang wird die in der Pleuelstange befindliche Ölrinne ununterbrochen und selbsttätig z.
B. durch eine oberhalb der Rinne im (31fang angeordnete Bohrung mit Öl gespeist, um das zur Schmierung für den Kreuzkopfzapfen, Kurbelzapfen und Kolben nötige Schmiermaterial von der Pleuelstange aus zu den genannten Teilen durch in diesen in bekannter Weise angeordnete Bohrungen zu liefern.
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die Pleuelstange in Draufsicht und Querschnitt, sowie den Kreuzkopfzapfen im Schnitt, u. zw. in vergrössertem Massstabe dar.
In Fig. 1 ist 2 die Tragplatte und 3 das Kurbelgehause, welches vollkommen geschlossen und in die Kreuzkopfführung 5 fortgesetzt ist. an welche der Zylinder 4 an-
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andere Ende der Welle 7 trägt innerhalb der Kammer ein Zahnrad. 9, welches mit einem Zahnrad 10 in Eingriff steht. Dieses sitzt auf dem in die Kurbelkammer ragenden Ende
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nehmbaren Decke) bei 14 ve-rschraubt.
Diese Kammer hat einen tiefen Boden 16 zur Aufnahme von (il oder sonstigem Schmicrmatl'rial (Fig. 1), in welches die Kurbelwelle bei jedem Hub eintaucht. (Die Drehuugsrichtung ist durch Pfeile angegeben. ) Das Öl wird auf diese Weise nach aufwärts, entlar der Gehäusewandungen und gegen die Decke der Kurbelkammer geschleudert, von wo es teilweise in pillen Ölfang 18 gelangt. Dieser besteht aus einer Fangplatte 19, welche an der oberen Gehäusewand des Kompressors parallel zur Kurbelwelle angeordnet ist.
Während des Betriebes des Kompressors wird dieser Ölfang ununterbrochen mit Öl ver-
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gestattet (Fig. 2), welche das Schmiermittel durch Rohren 21 den Kurbellagern 6 zuführen ; da diese Lager innerhalb der Ölkammer angeordnet sind, so tropft auch das aus denselben austretende Öl wieder in die Hauptötkammer zurück. Eine dritte Öffnung 22 der
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kommunizieren (Fig. 5).
In der Verbindungsstellung dieser Bohrungen findet das Öl seinen Weg durch eine Bohrung 80 des Kreuzkopfgelenkes 31 und durch die Kanäle 32,33 der
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Anordnung der Bohrungen 26 der Pleuelstange und der Bohrungen 27 im Kreuzkopfzapfen 28 ist eine solche, dass durch einen Teil des Kolbenhubes, von der Totlage an begonnen, die Neigung der Pleuelstange die Verbindung zwischen den Bohrungen 26 und 27 unterbricht, derart, dass das in den Zapfen und in den Kolben vorhergelangte Öl am Zurückströmen verhindert wird, bis der Kolben seinen Hub vollendet hat. Sobald diese
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seiner Trägheit folgend, aus der Pleuelstange in den Zapfen und die Schmierwege zum Zylinder geführt wird.
Da die Rinne 23 der Pleuelstange direkt unterhalb der Bohrung 22 des Ölfanges 19 liegt, so wird beim Gang der Maschine stets ein ausgiebiger Ölzufluss zu dieser Rinne erfolgen, während, wie oben ausgeführt, das Schmiermittel bei Bewegung der Pleuelstange in beiden Richtungen abgegeben und verteilt wird.
Das Zahnrad 9 rotiert innerhalb des Ölgehäuses (Fig. 2) und führt das Öl an seinem Umfange und durch das Zahnrad 10 zum Lager 12 der Motorwelle. Das Niveau des Schmiermittels in der Ölkammer ist vorteilhaft nur so hoch, dass die unteren Teile der Kreuzkopfführung nicht in das Öl tauchen, da die Hauptzuführung des Öles durch die Kurbel bewirkt werden soll ; doch kann gewünschtenfalls auch eine direkte Ölzuführung vorgesehen werden. Ein in die Kreuzkopfführung 5 eingelassenes, schwach geneigtes Rohr 36 ist mit dem Ölfang 18 verbunden, um die Gleitflächen 37 besonders zu schmieren.
Sollte ein zu reichlicher Ölzufluss eintreten, so kann man diesen durch bekannte technische Massnahmen, z. B. durch Drosselung der Ölwege, entsprechend verringern.