<Desc/Clms Page number 1>
Elektrische Uhr.
Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausgestaltung der elektrischen Uhr nach den Patenten Nr. 92101 und Nr. 98858.
Diese Patente beziehen sich auf eine elektrische Uhr, deren Triebwerk aus drei gezahnten, gleichachsigen Seheiben besteht, die durch eine gemeinsame Klinke derart in Bewegung gesetzt werden, dass die Sekundenscheibe bei jeder Pendelschwingung, die Minutenscheibe bei jeder 60. und die Stundenscheibe bei jeder 720. Pendelschwingung um einen Winkel von 60 verdreht wird. Die Sekundenscheibe trägt auf beiden Seiten stromleitende Lamellen oder kurvenförmige Stromleiter, auf denen Kontakt- bürsten od. dgl. nach Massgabe der Form von an der Minuten-und Stundenscheibe angebrachten stufen-
EMI1.1
einrichtung betätigen.
Die Erfindung gestaltet nun diese elektrische Uhr als Hauptuhr einer Zentraluhrenanlage aus und gibt Mittel zum Repetieren von Stunden und Viertelstunden an, so dass auch zwischen den einzelnen Stundenquartalen zu jeder Minute eine akustische Zeitangabe von der Haupt-oder einer Nebenuhr bewirkt werden kann. Dabei wird gegenüber den bekannten Repetiereinrichtungen der wichtige Vorteil erzielt, dass die repetierte Zeitangabe anstatt bis zu einer vollen Viertelstunde bloss um höchstens drei Fünftel einer solchen von der tatsächlichen Zeit abweicht, da während der letzten zwei Fünftel eines Viertels bereits das bevorstehende Viertel angezeigt wird.
Die zu diesem Zwecke vorgenommenen Verbesserungen der Kontakteinrichtungen können auch für sich allein verwendet werden und stellen dann eine Verbesserung der in den beiden genannten Patentschriften beschriebenen elektrischen Uhr in der Hinsicht dar, dass vollständige elektrische Isolierung des Werkes und der Zeiger von den stromführenden Teilen erzielt wird, so dass die Uhr vollkommen gefahrlos auch während des Betriebes gestellt werden kann. Anderseits ermöglichen diese Verbesserungen erst die Schaltung der Uhr als elektrische Hauptuhr einer Zentraluhrenanlage im wesentlichen ohne zusätzliche mechanische oder elektrische Einrichtungen zu erfordern und bilden somit einen wesentlichen Bestandteil der Erfindung.
In der Zeichnung ist eine Ausführung der Erfindung beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt die Gesamtanordnung der erfindungsgemäss eingerichteten Uhr im Aufriss ; Fig. 2 ist eine Rückenansicht zu Fig. 1 ; Fig. 3 zeigt eine Einzelheit zu Fig. 1, vergrössert in perspektivischer Darstellung ; Fig. 4-12 zeigen Einzelheiten der kurvenförmigen Stromleiter und der zu ihnen gehörigen Steuerscheiben ; Fig. 13 zeigt eine weitere Einzelheit zu Fig. 1 in Seitenansicht.
Das Pendel der Uhr ist mit P, der antreibende Elektromagnet mit E, die Schaltklinke mit Kl, der am Pendel angebrachte Kontakt, der bei jeder Schwingung einen Stromschluss bewirkt, mit K, die Sekunden-, Minuten-und Stundenscheibe sind mit , M, St, die Achshülsen mit ,-4,. , die Schleifkontakte mit
EMI1.2
Messing oder einem andern geeigneten Metall angefertigt. Sie sind mit je zwei Scheiben aus isolierendem, mechanisch festem Material, durch Prisonstifte 101 gegen Drehung verbunden. An den Aussenseiten dieser Isolierscheiben sind die kurvenförmigen Stromleiter aus Messing eingelassen und mittels der Schräubchen 100 an den Isolierscheiben befestigt.
Um einen elektrischen Schluss mit den Zahnscheiben M
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
versenkt, im ändern die Gewinde eingeschnitten. Auf diese Weise pressen die Schräubchen MC die beiden Isolierscheiben und die zwischen diesen befindliche Zahnscheibe zusammen. Eine der beiden Isolierseheiben jedes Paares und die Zahnscheibe selbst sitzen auf einer gestuften Hülse 104, die auf der Aehs- hülse bzw. A2, A3 aufgepresst ist, während die andere Isolierseheibe unmittelbar auf der Achshülse sitzt ; auf diese Weise ist die mechanische Verbindung jedes Scheibenpakets mit der zugehörigen Achshülse hergestellt, jedoch jeder elektrische Schluss zwischen seinen stromführenden Teilen und der Achshülse verhindert.
Fig. 6 zeigt das an der Rückseite der Isolierscheibe 110 der Minutenscheibe M eingelassene Kontakt- stüek 108 in Ringform mit vier sternförmigen Fortsätzen 107, den Viertelstundenkontakten. Die an der Vorderseite der Zahnscheibe M angebrachte Steuerscheibe 0 besitzt einen vierfach abgetreppten Umfang und wird mittels des Messingringes 109 von den Schräubchen 100 mit der Zahnscheibe M und der andern Tsölierscheibe und der Kontaktscheibe 108 zusammengespannt. Durch diese Verbindung wird auch die richtige Winkelstellung der Zahnscheibe, der Kontakt-und der Steuerscheibe zueinander gewährleistet.
Die Steuerfortsätze 107 des Kontaktringes ; ! ( ? kommen dabei, in der Drehrichtung der - Scheibe gerechnet, im zweiten Fünftel der einzelnen Umfangsteile der Steuerscheibe 0 zu stehen.
An dem Messingring 109 ist eine federnde Zunge 102 befestigt, die auf dem Stromleiter der benachbarten Scheibe schleift.
Die als mittlere der drei Zahnscheiben angeordnete Sekundenscheibe S ist in gleicher Weise beiderseits mit Isolierscheiben verbunden, in deren jeder kurvenförmige Stromleiter eingelassen sind, die mittels der Schräubchen 100 das ganze Scheibenpaket zusammenhalten. Die der Minutenscheibe zugewendete Isolierscheibe 112 trägt den kurvenförmigen Stromleiter 120, auf dessen Stirnfläche die federnde Zunge 102 des Stromleiters 109 der benachbarten Scheibe 0 schleift und der mit vier durch kurze isolierende Stellen voneinander getrennten leitenden Stellen am Umfang der Isolierscheibe 112 versehen ist, die in der Drehungsrichtung gerechnet steigend abgetreppt sind.
Ähnlich ist die der Stundenscheibe zugekehrte Isolierscheibe 111 ausgebildet, nur trägt sie einen kurvenförmigen Stromleiter 116
EMI2.1
nach Art der beschriebenen Feder 102 des Ringes 109 angeordnet.
Die Stundenscheibe St ist in gleicher Weise beiderseits mit Isolierscheiben verbunden, von denen die der Sekundenseheibe zugewendete Seh in zwölf gleichen Umfangsteilen spiralig abgetreppt ist und als Steuerscheibe dient und einen stromleitenden Ring 115 eingelassen hat, auf dem die Feder 103 des Stromleiters 116 schleift und an welchem die Schräubchen 100 befestigt sind. Die andere Isolierscheibe 113 auf der der Sekundenseheibe abgewendeten Seite der Zahnscheibe St trägt einen Messingring 114 mit einem einzigen radialen Fortsatz 117.
Im eingebauten Zustand stehen somit sämtliche Stomleiter miteinander in elektrisch leitender
EMI2.2
an der Vorderseite der Minutenscheibe M, durch die federnde Zunge 102 steht der Ring 109 in Kontakt mit dem ringförmigen Teil des Leiters 120 der Sekundenseheibe S, der wieder durch Schrauben 100 mit dem Leiter 116 auf der andern Seite der Sekundenscheibe in Verbindung steht, dessen federnde Zunge 103 auf dem Ring njder Stundenscheibe ? schleif t. Dieser Ring 115 ist durch die Schräubchen 100 wieder mit dem vordersten Ring 114 leitend verbunden. Auf der hintersten Isolierscheibe 110 schleift
EMI2.3
Uhrachse durch die Steuerscheiben 0 bzw. & gesteuert.
Um ein unbeabsichtigtes Verdrehen der Zahnscheiben zu verhindern, werden erfindungsgemäss Bremsfedern B vorgesehen (Fig. 13), die sich gegen die Seitenflächen der Zahnscheiben mit leichtem Druck anlegen. Zweckmässig werden solche Bremsfedern nur bei der Stunden-und Minutenscheibe angeordnet, die nur langsam vorrücken, wodurch der Mehrverbrauch an Kraft verschwindend ist.
Bei der verhältnismässig rasch laufenden Sekundenscheibe wäre der Reibungsverlust hingegen fählbar, weshalb von einer Bremsvorrichtung abgesehen wird. Es genügt hier bereits die Reibung der Kontaktfedern 102, 103, um ein unbeabsichtigtes Verdrehen zu verhindern.
Die erfindungsgemässe Uhr kann ohneweiters an das vorhandene Netz angeschlossen werden.
Hiefür sind zwei Hauptklemmen 1 1, 2 vorgesehen, von denen die Stromkreise für die einzelnen Einrichtungen der Uhr abzweigen.
Der Stromkreis des Triebwerkes wird von der Hauptklemme 1 (Fig. 2) zur Klemme 19 geführt, wobei zweckmässig an denselben Leiter auch die für einen ändern Zweck vorhandene Klemme 20 ange-
EMI2.4
der Uhr (Fig. 1) zwei Kontaktfedern F18, F19 angeordnet, die durch den am Pendel angebrachten Kontaktstift K bei jedem Hin-und Rückgang verbunden werden. Ein Stromsehluss erfolgt aber nur bei der Bewegung nach. ljnks,. da noch eine weitere vom Pendel beeinflusste Kontaktvorrichtung Vor-
EMI2.5
<Desc/Clms Page number 3>
Pendels ein an diesem angebrachter Stift 40 zu stossen kommt.
Das Ende der Feder F17 ist abgetreppt (Fig. 3). In seinem Bereich liegen die Enden zweier vertikal angeordneter Federn F36, F37, die an den unmittelbar übereinander angeordneten Klemmen 36 bzw. 37 angebracht sind. Die an der Klemme 37 angebrachte Feder F37 ist gerade und endigt etwa einen Millimeter oberhalb des Endes der Feder F36,
EMI3.1
stufe der Feder-Fi, gegenüber und trägt ein Kontaktblättchen, das einer an der Klemme 16 angebrachten Kontaktschraube gegenÜber steht.
An der Klemme 36 ist. keine Leitung angeschlossen, hingegen an
EMI3.2
tung ist folgende : in der Mittellage des Pendels drückt der an diesem angebrachte Stift 40 die Wölbung der Feder F17 nieder und bringt diese ausser Kontakt mit den Federn F36 und F37'Bei einer Bewegung des Pendels nach links schiebt sich das Ende der längeren Feder Foc über die entsprechende (niedrigere) Treppenstufe der Feder FI7 und verhindert so, dass diese Feder FI7 mit dem Ende der kiirzeren Feder Fg in Kontakt kommt.
In diesem Fall ist jede leitende Verbindung von der Klemme 17 zu den Klemmen 37 und 16 unterbrochen, so dass bei der darauffolgenden Rechtsschwingung kein Stromschluss erfolgen kann.
EMI3.3
Stift 40 freigegeben und die Feder Fgg nach rechts aus dem Bereich der Feder FI7 gedrängt, so dass diese mit der Feder in Kontakt kommen kann, und bei der darauffolgenden Linksschwingung des Pendels im Augenblick, wo der Stift K. die Federkontakte Fjs. F19 verbindet, ein Stromimpuls in die an die Klemmen 16 und 37 anschliessenden Leitungen gelangt.
Erfolgt eine übermässig starke Schwingung nach rechts, so wird auch die Feder F., nach rechts abgedrängt und von der Kontaktschraube der Klemme 16 abgehoben ; es ist in diesem Falle der Stromkreis über Klemme 16 unterbrochen. Diese Lage ist in Fig. 3 dargestellt.
Von der Klemme 16 ist die Leitung zur Klemme 15. eines Silitstabes Sil und von dessen andrer Klemme 14 zur Klemme 13 des antreibenden Elektromagneten F geführt, von dessen andrer Klemme 12 die Rückleitung zur Hauptklemme 2 erfolgt. (In diese Leitung ist die noch zu besprechende Klemme 23 geschaltet) Der Elektromagnet F erhält also bei jeder Linksschwingung des Pendels einen Stromimpuls, ausser wenn die vorangehende Rechtsschwingung so stark war, dass der zuletzt besprochene Fall der Ausschaltung des von der Feder F17 gesteuerten Stromkreises 17, ri FS7'16 fintrat. Diese Vorrichtung wirkt also als selbsttätiger Regler der Schwingungsweite des Pendels P.
Das Triebwerk der Nebenuhren wird an die beiden obersten Klemmen 3, 4 des an der Seitenwand des Uhrgehäuses angebrachten Klemmensatzes angeschlossen. Die. Klemme 3 ist unmittelbar mit der Hauptklemme 2, Klemme 4 mit einer Klemme 34 verbunden, die an der Vorderseite der Gehäuserückwand eine Kontaktzunge F34 trägt. Dieser Klemme unmittelbar benachbart sind zwei weitere mit Kontakt-
EMI3.4
<Desc/Clms Page number 4>
in Beruhrtg kommen, was dem halb-, Dreiviertel- und vollen Stundenschlag entspricht.
Da sich die mit 60 Zähnen besetzte Sekundenscheibe jede Sekunde um einen Zahn weiterdreht, so wurde jede Minute das Viertelstundenschlagwerk ertönen, wenn nicht besondere Vorkehrungen getroffen wären, die weiter unten beschrieben werden. Die leitenden und die dazwischenliegenden isolierenden Umfangsstellen der Scheibe 112 nehmen je ein Sechzigstel des Umfangs ein, so'dass die Kontakte in Abständen von je zwei Sekunden mit dem Schleifkontakt SkI in Berührung komm 1, was auch den Stromimpulsen der Kontaktvorrichtung F, Fg entspricht.
In die mit der Minutenscheibe M verbundene Isolierscheibe 110 ist, wie erwähnt, der leitende Ring 108 mit vier strahlenförmigen Fortsätzen 107 eingelassen, deren jeder einem Umfangsteil der Steuerscheibe 0 zugeordnet ist. Im Bereich dieser Fortsätze 107 schleift auf der Scheibe 110 eine Kontaktfeder Fus, dise infolgedessen nur alle Viertelstunden mit einem leitenden Teil in Berührung kommt, so dass das Viertelstundenschlagwerk nur alle 15 Minuten eingeschaltet, die sonstige Zeit aber ausgeschaltet ist, wenn es nicht durch die noch zu besprechende Repetiervorrichtung willkürlich in der Zwischenzeit eingeschaltet wird.
Vom Schleifkontakt Sk1 geht die Verbindung über dessen Befestigungsbolzen 29 zur Klemme 28 des Elektromagneten Mi und von dessen anderer Klemme 27 über die Klemme 26 zur Klemme 25 des Silitstabes Si2, dessen andre Klemme 24 mit den beiden Anschlussklemmen 7, 8 verbunden ist. An der Klemme 26 ist an dieselbe Leitung die Klemme 27 des Magneten M2 angeschlossen, dessen Klemme 38 mit dem Befestigungsbolzen 39 des Schleifkontaktes Sk2 verbunden ist. Dieser wird von den Umfangsstufen der mit der Stundenseheibe St verbundenen Steuerscheibe Sch gesteuert und schleift auf dem Umfang der mit der Sekundenseheibe verbundenen Isolierscheibe 111, bzw. deren Stromleiter 116, dessen 12 Kontaktstellen je ein Sechzigstel des Scheibenumfanges einnehmen, ebenso wie die dazwischenliegenden Isolierstellen der Scheibe 111.
Für das Zusammenwirken der Steuerscheibe Sch und der Kontakte 116 gilt sinngemäss dasselbe, was über die Steuerscheibe 0 und die Kontakte 120 gesagt wurde : je nach der Höhe des jeweils mit dem Schleifkontakt Sle, in Eingriff befindlichen Umfangsteiles der Steuerscheibe Sch können ein, zwei oder mehr bis zu zwölf in Intervallen von je zwei Sekunden aufeinanderfolgende Stromschlüsse erfolgen, wobei auch hier die Fortsätze 107 der mit der Minutenseheibe M verbundenen Isolierscheibe 110 die effektiven Stromschlüsse auf die einzelnen Viertelstunden beschränken, wenn nicht, wie oben gesagt, die Repetiervorrichtung in der Zwischenzeit betätigt wird.
Die beiden Elektromagneten MI, M2 betätigen in übereinstimmender Weise das Viertelstunden-
EMI4.1
angelenkt und tragen je einen langen Hebelarm jHi, H in Form eines elastischen Stieles mit einem Hämmerchen am Ende, das bei jedem Stromschluss gegen die Gongstäbe G1, G2 geschleudert wird. Eine am Magnet befestigte Feder bringt jedesmal den Anker wieder in die Ausgangslage zurück. Für das Viertelstundenzeiehen ist ein einzelner Gongstab 6*1 vorgesehen, während für das Stundenzeichen entweder ein anders gestimmter Gongstab oder mehrere Gongstäbe G2 vorgesehen sind, untereinander auf
EMI4.2
Die Klemmen 29, 39 der Schlagwerkelektromagnete M1, M2 sind mit den Klemmen 6 bzw. 6 verbunden, an die die Viertelstunden-bzw.
Stundenschlagwerke der Nebenuhren angeschlossen werden, wobei die Klemme 7 zum Anschluss der gemeinsamen Rückleitung dient.
Wie gelegentlich der Beschreibung des Sehlagwerkes erwähnt, können die Viertelstunden-und Stundenkontakte normalerweise nur alle Viertelstunden geschlossen werden, wenn nämlich der auf der Isolierscheibe 110 schleifende Kontakt mit einem der vier Fortsätze 107 des Ringes 108 in Berührung steht. Um die Uhr jedoch zum Repetieren, d. h. zum Schlagen zwischen den einzelnen Viertelstunden zu befähigen, ist eine zweite Kontaktfeder F35 vorgesehen, die auf dem Ring 108 schleift und an der Klemme 35 befestigt ist, die mit der Anschlussklemme 10 verbunden ist. Die Klemme 11 ist mit der Hauptklemme 2 verbunden, z. B. durch Anschluss an die Klemme 12 des Elektromagneten E. Wird die
EMI4.3
Sekundenscheibe. (also jede Minute).
Während nun bei den bisher bekannten Repetiereinrichtungen noch kurz vor dem Ende eines Viertelstundenintervalls das vergangene Viertel angezeigt wird, die Zeitangabe also nahezu um eine volle Viertelstunde von der wirklichen Zeit abweichen kann, ermöglicht die erfindungsgemässe Einrichtung eine zuverlässige und von der wirklichen Zeit nur wenig abweichenden Zeitangabe : wie bereits gelegentlich der Beschreibung der Steuerscheiben erwähnt, nehmen die Viertelstundenkontakte 107 eine ganz bestimmte Stellung zu den Abstufungen der Steuerscheibe 0 ein, u. zw. stehen sie genau im zweiten Fünftel der einzelnen Umfangsteile derselben.
Die Steuerseheibe < S'cA wird gegenüber der Steuerscheibe 0 so eingestellt, dass sie dem Schleifkontakt Blé2, immer dann ein neues Segment gegenüberstellt, wenn der Schleifkontakt Sk1 vom niedrigsten auf den höchsten Quadranten der Steuerscheibe 0 umgestellt wird.
Solange dieser Schleifkontakt Si noch im Bereich des Quadranten der Steuerscheibe 0 steht, der. dem vergangenen Viertel entspricht, wird bei Betätigung der Repetiervorrichtung dieses Viertel geschlagen. Dies ist durch drei Fünftel eines Viertelstundenquadranten, also durch neun Minuten, der Fall. Bei einer Weiterdrehung der Minutenscheibe kommt der nächste Quadrant der Steuer-
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
vor 7 Uhr 54 Minuten das Viertelstundenschlagwerk dreimal und das Stundenschlagwerk siebenmal und unmittelbar hierauf das Vieitelstundenschlagwerk viermal und das Stundeschlagwerk achtmal schlägt.
Je nachdem wie die Scheiben 111 und 112 zueinander eingestellt werden, kann nach französischer Art zuerst das Stunden-und dann das Viertelzeichen gegeben werden oder nach deutscher Art zuerst das Viertelzeichen und dann das Stundenzeichen.
Um die Uhr auch zur Betätigung einer Weekereinrichtung verwenden zu können, sind zwei Anschlussklemmen 20, 21 (Fig. 1) an der andern Seite des Uhrkastens vorgesehen. Die Klemme 20 ist direkt mit der Hauptklemme 1 verbunden, zweckmässig durch die für das Haupttriebwerk bereits vor- handene Leitung. Die Klemme 21 ist mit der Klemme 22 verbunden, von der aus ein Sc ! Jleifkontakt F22 auf einer konzentrisch zu den Zeigerachse angebrachten Trommel T schleift, die den Weckerzeiger Zu trägt. Diese Trommel besteht aus isolierendem Material und hat an ihrer zylindrischen Mantelfläche einen leitenden Ring eingelassen, der andauernd in Kontakt mit dem Schleifkontakt Dz steht.
Am hinteren
Ende der Trommel ist eine Kontaktfeder Ft angebracht, die mit dem leitenden Ring in Verbindung steht und auf der vordersten, mit der Stundenscheibe verbundenen Isolierscheibe 113 im Bereich des Kontakt- fortsatzes 117 schleift. Dieser erhält von der Kontaktfeder F23 über die Viertelstundenkontakte 107 und sämtliche stromführenden Teile des Werkes alle Vieitelstunden Strom. Wenn er nun bei der Drehung der Stundenscheibe mit der Kontaktfeder Fi der Trommel T in Berührung kommt, so erfolgt Strom- leitung von dieser über den Schleifkontakt F22 zur Klemme 22 und von dieser über die Klemme 21 zur Glocke G. Die Rückleitung erfolgt von der Klemme 20 zur Hauptklemme 1 zweckmässig über die für das Haupttriebwerk bereits vorhandene Leitung.
Durch diese Einrichtung kann die Weckeinrichtung auf jede beliebige Vieitdstunde eingestellt werden, was praktisch vollkommen genügt. Gegebenenfalls würde es auch keine Schwierigkeiten bieten, die Weckeinrichtung auch für die zwischen den einzelnen Vierteln gelegenen Intel villlr einzurichten, doch bietet dies keinerlei Vorteile gegenüber der beschriebenen Einrichtung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Uhr, deren Geh-, Schlag-und Läutewerk durch gleichachsige, gezahnte Scheiben mittels einer gemeinsamen, vom Uhrpendel betätigten Klinke angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Betrieb der Uhr (Hauptuhr) bereits vorhandenen mechanischen Einrichtungen (Pendel.
Schaltklinke, Zahnscheiben, Steuerscheiben usw. ) und Kontakteinrichtungen (Pendelkontakte, Schleifkontakte usw. ) selbst für den Anschluss von Nebenuhren dienen.