<Desc/Clms Page number 1>
Gesellschaftsanschlnss für mehrere FernsprechteiluelMMer.
Bei der Verwendung einer gemeinschaftlichen Anschlussleitung für mehrere Fernsprechteilnehmer ist es erwünscht, dass der Aufruf der Teilnehmer wahlweise erfolgt und dass Gespräch der Teilnehmer durch die in die gleiche Leitung geschalteten Partner nicht gestört werden können. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, müssen in den Teilnehmerstationen besonders eingerichtete Stationsapparate und in den Zentralen besondere Einrichtungen für den wahlweisen Aufruf und für die Blockierung angewendet werden. Es sind daher für die Einrichtung der Stationen und der Zentralen grössere Aufwendungen, als bei Einzelanschlüssen notwendig, die den Vorteil der Benutzung einer gemeinsamen Anschlussleitung für mehrere Stationen sehr herabmindern.
Ferner haben diese Gesellsehaftsansehlüsse den Übelstand, dass einem Teilnehmer die Benutzung der gemeinsamen Anschlussleitung auf unbestimmte Zeit versagt sein kann, wenn seine Mitpartner die Leitung stark in Anspruch nehmen.
Bei dem nachstehend beschriebenen System für Gesellschaftsanschlüsse wird eine gemeinsame Leitung jedem Teilnehmer während bestimmter Zeiträume, z. B. während eines bestimmten Teiles jeder Stunde ausschliesslich zur Verfügung gestellt, u. zw. in der Weise, dass bei Halbanschlüssen ein Teilnehmer während jeder ersten und der zweite Teilnehmer während jeder zweiten halben Stunde, bei Drittelanschlüssen ein Teilnehmer während der ersten, einer während der zweiten und einer während der letzten 20 Minuten jeder Stunde, bei Viertelansehlüssen jeder Teilnehmer während eines bestimmten Viertels jeder Stunde usw. an die Leitung zur Zentrale angeschlossen ist.
Die Zuweisung der Leitung an die Teilnehmer erfolgt in den angegebenen Zeitabschnitten durch ein Uhrwerk, das gleichzeitig die Abtrennung der Mitpartner von der Leitung vornimmt, so dass kein Gespräch von einem Mitpartner abgehört oder gestört werden kann. Bei den Drittel-, Viertel-und Mehr- fachansehlüssen kann durch das Uhrwerk bei der Herstellung der Verbindung eines Teilnehmers mit
EMI1.1
zwei andern Teilnehmern, beim Viertel-und Mehrfachanschlüssen zwischen zwei oder allen von der gemeinsamen Anschlussleitung abgetrennten Teilnehmern hergestellt werden. Beim Z. B.-Betrieb ist zur Herstellung dieser Sprechmöglichkeit die Aufstellung einer besonderen Speisebatterie für die abgetrennte Teilnehmerstationen erforderlich.
Bei dieser Einrichtung sind in der Zentrale keine besonderen Vorkehrungen für einen wahlweisen Aufruf notwendig und es entfällt die Anbringung von Blockierungseinrichtungen in den Teilnehmerstationen. Der Anruf der Stationen kann mit den für die Einzelansehlüsse vorhandenell Aufrufeinriehtttugen erfolgen und es können daher in den Teilnehmerstationen die gleichen Stationsapparate wie für die Einzelanschlüsse verwendet werden.
Für die zeitweise An-und Abschaltung der an einer gemeinsamen Anschlussleitung liegenden Teilnehmerstationen ist nur ein Uhrwerk mit einer Schaltvorrichtung notwendig. Dieses Uhrwerk, am zweckmässigsten ein solches, das mit einer elektrischen Aufziehvorrichtung versehen und entweder vom Starkstromnetz oder, wenn ein solches nicht vorhanden ist, mit Batteriestrom betrieben wird, kann entweder für jede Anschlussleitung besonders an der Stelle, wo von der gemeinsamen Anschlussleitung die Zuführung zu den Teilnehmern abzweigt und die zweckmässig bei einem dieser Teilnehmer gewählt werden kann, untergebracht werden oder es wird in der Zentrale ein für alle Gesellschaftsanschlüsse gemeinsames
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Eine Ausfübrungsart für die erstgedachte Einrichtung ist durch'Fig. l veranschaulicht. Die von der Zentrale kommenden Leitungsdrähte 1 und 2 der gemeinschaftlichen Anschlussleitung sind an der Stelle, wo die Leitungen zu den Teilnehmern abzweigen, und die am zweckmässigsten bei einem Teil-
EMI2.1
geteilt sind. An je zwei nebeneinanderliegende Teile dieser Ringe sind die Leitungen ? i, und 13 zu den G & SfUsehaftsteiInehmerstationen angeschlossen. Im Mittelpunkt der Ringe ist eine Achse gelagert, die mit einer Uhr in Verbindung steht und mit dieser in jeder Stunde eine Umdrehung macht. Auf der Achse sind die zwei Bürsten bl und befestigt, von denen jede die Verbindung eines vollen Ringes mit einem der geteilten Ringe bewirkt.
Bei der Drehung der Achse wird daher bei der in der Figur dargestellten Einrichtung für Drittelansclüsse die Anschlussleitung während der ersten 20 Minuten mit dem Teilnehmer 1, während der zweiten 20 Minuten mit dem Teilnehner 2 und während der letzten 20 Minuten jeder Stunde mit dem Teilnehmer'3 verbunden. Die Bürsten Cl und C2 bewirken, dass während der Zeit, durch welche ein Teilnehmer mit der Zentrale verbunden ist, die beiden andern Teilnehmer miteinander verkehren können.
Die Einrichtung kann auch auf andere Weise, z. B. derart ausgeführt werden, dass die drei fest-
EMI2.2
samen Anschlussleitung verbundene Ringe aber drehbar in einer Ebene oder auf einer Trommel angebracht werden, oder dass etwa die Uhr nach je 30,20 oder 15 Minuten einen Kontakt schliesst und dadurch die Bewegung eines Schalthebels verursacht, der die für die Verbindung der Teilnehmer mit der Zentrale erforderliche Schaltung durch Einwirkungen auf Federkontakte herbeiführt.
Die Anwendung eines für alle Gesellschaftsleitllngen gemeinsamen Uhrwerkes in der Zentrale kann in folgender Weise stattfinden. In Fig. 2 ist angenommen, dass durch die Uhr U in der Zentrale in bestimmten Zeitabschnitten, z. B. alle 20 Minuten eine Anzahl von Impulsen von der Batterie B über Kontakte 6, die b-Leitung zu dem an der Gabelungsstelle der gemeinsamen Anschlussleitung befindlichen Fortschaltewerk F gesendet werden. Bei jedem Impuls wird das Sperrad S um einen Zahn vorwärts geschoben und bringt dadurch die auf derselben Achse befestigten Schalträder R1, R2, R3 in eine solche Lage, dass einer der drei Federnsätze die Verbindung eines Teilnehmers mit der Zentrale und die beiden
EMI2.3
für O. B.-Betrieb.
Bei einem andern Betriebssystem muss die Schaltung der Uhr und des Vorschaltewerkes entsprechend diesem System geändert werden. Bei Z. B.-Betried müsste, wenn auf die Sprechmöglichkeit der Teilnehmer untereinander Wert gelegt wird, eine besondere Speisebatterie hiefür vorgesehen werden.
Auch diese Einrichtung kann noch auf verschiedene andere Weise, z. B. derart ausgeführt werden, dass die von der Stromquelle B ausgehenden Ströme an der Gabelungsstelle der Leitung ein Schaltwerk betätigen, das die für die Verbindung der Teilnehmer mit der gemeinschaftlichen Anschlussleitung erforderlichen Schaltungen durch Drehung von zwei Bürsten, die auf zwei mit der gemeinschaftlichen Anschlussleitung verbundenen, vollen Ringen und auf mit den Teilnehmerstationen verbundenen Ringsegmenten schleifen, herbeiführt.
Bei den vorstellenden Ausführungen von Gesellschaftsansehlüssen kann ein Teilnehmer mit allen Einzelanschlüssen und mit jenen Gasellschaftsanschlüssen verkehren, denen die gleiche Sprchzeit (etwa von 0-20 Minuten in jeder Stunde) zugewiesen ist, wie ihm selbst. Um über allfälligen Wunsch der Teilnehmer auch den Verkehr mit andern Teilnehmern nicht gleicher Sprechzeit zu ermöglichen, kann beim Drittelanschluss die in Fig. 3 angegebene Einrichtung angeordnet werden. Diese besteht aus einem Klinkenkästchen, das an den in Fig. 1 angegebenen Apparat angeschlossen wird.
Dadurch werden die von den Ringsegmenten zu den drei Teilnehmerstationen I, 11 und III führenden Leitungen über je zwei Trennklinken T1, T1', T2, T2' und T3, T3' geführt und es ist dem Teilnehmer der Station I möglich, über Wunsch eines der drei Teilnehmer seine Station während der Sprechzeit eines andern, dessen Zu-
EMI2.4
solcher Verbindungen kann mittels einer Schnur mit zwei Stöpseln in der in Fig. 3 angedeuteten Weise erfolgen. Bei der in der Figur bezeichneten Stöpselverbindung spricht z. B. der Teilnehmer 111 während der Sprechzeit des Teilnehmers 11. In die Schnur kann allenfalls eine Schlusszeicheneinrichtung eingebaut werden.
Gegen ein Bestehenbleiben der Schnurverbindung nach Ablauf der betreffenden Sprech-' zeit kann durch ein Läutewerk W vorgesorgt werden, das durch die Bürste des Schaltapparates nach
EMI2.5
erinnert, die Verbindung zu trennen und die beiden Stöpsel in zwei an dem Kästchen vorgesehene Rastklinken K1 und K2 zu stecken. Wenn der Teilnehmer I dies unterlässt, so wird er nach Ablauf der nächsten Sprechzeit neuerlieh durch das Läutewerk erinnert ; allenfalls kann auch eine Fortläuteeinrichtung angewendet werden.
Bei Halbansehlüssen und bei Viertelanschlüssen sind für diesen Zweck ähnliche Einrichtungen anwendbar, die sich von den in Fig. 3 beschriebenen durch Wegfall oder Hinzutreten von
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Verbindungen erreicht werden können.
Es ist auch noch die Lösung möglich, dass den einzelnen Teilnehmern nicht bestimmte Gesprächzeiten, sondern bestimmte Rufzeiten in rascher Aufeinanderfolge von z. B. 2 Minuten zugewiesen werden, dass also die in der Zentrale befindliche Uhr U das Fortschaltewerk F und damit die Sehalträder , R"R, z. B. alle 2 Minuten durch Impulse beeinflusst, welche die Umschaltung für Rufzwecke besorgen. Die Sprechzeiten von z. B. je 10 Minuten werden sodann von der Zentrale den einzelnen Teilnehmern durch eine einfache Zusatzeinrichtung in der Zentrale zugewiesen, welche nach Fig. 4 aus einem Fort-
EMI3.2
einer Hilfstaste ST besteht. Der Teilnehmer wartet den Zeitpunkt seiner Einschaltung ab, der ihm z.
B. durch ein Schauzeichen kenntlich gemacht wird, und ruft die Zentrale an. Diese schaltet die Uhr durch Betätigung des Ausschaltefedernsatzes K aus, wodurch der Batteriekontakt 15 unterbrochen und der Überbrückungskontakt 14 geschlossen wird, und stellt die gewünschte Sprechverbindung für eine bestimmte Zeit, z. B. für 10 Minuten her.
Wird ein Teilnehmer der Zweigleitung von Aussen angerufen, so wartet die Zentrale die Einschaltung desselben ab oder beschleunigt diese durch Drücken des Hilfstasters HT, nachdem vorher der Ausschaltfedernsatz K betätigt worden war, wodurch die Impulse, welche normal die Uhr besorgt, durch Schliessen des Kontaktes 16 in beliebiger Zeitfolge abgegeben werden können, bis der gewünschte Teilnehmer am Fortschaltewerk Fi erscheint, und stellt dann bei ausgeschalteter Uhr die gewünschte Verbindung für eine bestimmte Zeit her. Die Verbindung zweier Teilnehmer einer Gesellschaftsleitung erfolgt einfach durch Abschalten der Uhr, während diese beiden Teilnehmer durch das Fortschaltewerk F verbunden sind.
Der Ausschaltfedernsatz K kann zweckmässig in eine Verbindungklinke der Zentrale gelegt werden, so dass die Ausschaltung der Uhr beim Stöpseln automatisch erfolgt. Die Gesprächszeiten werden bei der Zentrale auf eine bestimmte Zeitdauer beschränkt, nach deren Ablauf die Verbindung aufgehoben und die Uhr wieder eingeschaltet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gesellschaftsanschluss zur Benutzung einer gemeinschaftlichen Anschlussleitung zur Zentrale
EMI3.3
Anschlussleitung jedem Teilnehmer nur für bestimmte Zeiträume, während dieser aber ausschliesslich zur Verfügung gestellt wird.
2. Gesellschaftsanschluss nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Gesellschaftleitung an der Stelle, bei der die gemeinschaftliche Anschlussleitung sich zu den Teilnehmern gabelt, ein Uhrwerk in Verbindung mit einem Schaltwerk angebracht wird, das nach bestimmten Zeiträumen stets die Verbindung der gemeinschaftlichen Anschlussleitung mit einem Teilnehmer und gleichzeitig die Abtrennung der andern Teilnehmer von der gemeinschaftlichen Ansehlussleitung bewirkt.