AT104678B - Gesellschaftsanschluß für mehrere Fernsprechteilnehmer. - Google Patents

Gesellschaftsanschluß für mehrere Fernsprechteilnehmer.

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AT104678B
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    Gesellschaftsanschlnss   für mehrere   FernsprechteiluelMMer.   



   Bei der Verwendung einer gemeinschaftlichen   Anschlussleitung für mehrere Fernsprechteilnehmer   ist es erwünscht, dass der Aufruf der Teilnehmer wahlweise erfolgt und dass   Gespräch   der Teilnehmer durch die in die gleiche Leitung geschalteten   Partner nicht gestört werden können. Um diesen Anforderungen   zu entsprechen, müssen in den Teilnehmerstationen besonders eingerichtete Stationsapparate und in den Zentralen besondere Einrichtungen für den wahlweisen Aufruf und für die Blockierung angewendet werden. Es sind daher für die Einrichtung der Stationen und der Zentralen grössere Aufwendungen, als bei Einzelanschlüssen notwendig, die den Vorteil der Benutzung einer gemeinsamen   Anschlussleitung   für mehrere Stationen sehr herabmindern.

   Ferner haben diese Gesellsehaftsansehlüsse den Übelstand, dass einem Teilnehmer die Benutzung der gemeinsamen Anschlussleitung auf unbestimmte Zeit versagt sein kann, wenn seine Mitpartner die Leitung stark in Anspruch nehmen. 



   Bei dem nachstehend beschriebenen System für Gesellschaftsanschlüsse wird eine gemeinsame Leitung jedem Teilnehmer während bestimmter Zeiträume, z. B. während eines bestimmten Teiles jeder Stunde ausschliesslich zur Verfügung gestellt, u. zw. in der Weise,   dass   bei Halbanschlüssen ein Teilnehmer während jeder ersten und der zweite   Teilnehmer während   jeder zweiten halben Stunde, bei Drittelanschlüssen ein Teilnehmer während der ersten, einer während der zweiten und einer während der letzten 20 Minuten jeder Stunde, bei Viertelansehlüssen jeder Teilnehmer während eines bestimmten Viertels jeder Stunde usw. an die Leitung zur Zentrale angeschlossen ist. 



   Die Zuweisung der Leitung an die Teilnehmer erfolgt in den angegebenen   Zeitabschnitten durch   ein Uhrwerk, das gleichzeitig die Abtrennung der Mitpartner von der Leitung vornimmt, so dass kein Gespräch von einem Mitpartner abgehört oder gestört werden kann. Bei den Drittel-, Viertel-und Mehr-   fachansehlüssen   kann durch das Uhrwerk bei der Herstellung der Verbindung eines Teilnehmers mit 
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 zwei andern Teilnehmern, beim   Viertel-und Mehrfachanschlüssen zwischen   zwei oder allen von der gemeinsamen   Anschlussleitung   abgetrennten Teilnehmern hergestellt werden. Beim Z.   B.-Betrieb   ist zur Herstellung dieser   Sprechmöglichkeit   die Aufstellung einer besonderen Speisebatterie für die abgetrennte Teilnehmerstationen erforderlich. 



   Bei dieser Einrichtung sind in der Zentrale keine besonderen Vorkehrungen für einen wahlweisen Aufruf notwendig und es entfällt die Anbringung von   Blockierungseinrichtungen   in den Teilnehmerstationen. Der Anruf der Stationen kann mit den für die   Einzelansehlüsse vorhandenell Aufrufeinriehtttugen   erfolgen und es können daher in den Teilnehmerstationen die gleichen   Stationsapparate   wie für die Einzelanschlüsse verwendet werden. 



   Für die zeitweise An-und Abschaltung der an einer gemeinsamen Anschlussleitung liegenden Teilnehmerstationen ist nur ein Uhrwerk mit einer Schaltvorrichtung notwendig. Dieses Uhrwerk, am zweckmässigsten ein solches, das mit einer elektrischen Aufziehvorrichtung versehen und entweder vom Starkstromnetz oder, wenn ein solches nicht vorhanden ist, mit   Batteriestrom   betrieben wird, kann entweder für jede Anschlussleitung besonders an der Stelle, wo von der gemeinsamen Anschlussleitung die Zuführung zu den Teilnehmern abzweigt und die zweckmässig bei einem dieser Teilnehmer gewählt werden kann, untergebracht werden oder es wird in der Zentrale ein für alle Gesellschaftsanschlüsse gemeinsames 
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   Eine Ausfübrungsart für die erstgedachte Einrichtung ist   durch'Fig. l veranschaulicht. Die von   der Zentrale kommenden Leitungsdrähte 1 und 2 der gemeinschaftlichen Anschlussleitung sind an der Stelle, wo die Leitungen zu den Teilnehmern abzweigen, und die am zweckmässigsten bei einem Teil- 
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 geteilt sind. An je zwei nebeneinanderliegende Teile dieser Ringe sind die   Leitungen ? i,   und 13 zu den   G & SfUsehaftsteiInehmerstationen angeschlossen. Im Mittelpunkt   der Ringe ist eine Achse gelagert, die mit einer Uhr in Verbindung steht und mit dieser in jeder Stunde eine   Umdrehung macht.   Auf der Achse sind die zwei Bürsten bl und      befestigt, von denen jede die Verbindung eines vollen Ringes mit   einem   der geteilten Ringe bewirkt.

   Bei der Drehung der Achse wird daher bei der in der Figur dargestellten Einrichtung für   Drittelansclüsse   die Anschlussleitung   während   der ersten 20 Minuten mit dem Teilnehmer   1,   während der zweiten 20 Minuten mit dem Teilnehner 2 und während der letzten 20   Minuten   jeder Stunde mit dem Teilnehmer'3 verbunden. Die Bürsten Cl und   C2   bewirken, dass während der Zeit, durch welche ein Teilnehmer mit der Zentrale verbunden ist, die beiden andern Teilnehmer miteinander verkehren können. 



   Die Einrichtung kann auch auf andere Weise, z. B. derart   ausgeführt   werden, dass die drei fest- 
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   samen Anschlussleitung   verbundene Ringe aber drehbar in einer Ebene oder auf einer Trommel angebracht werden, oder dass etwa die Uhr nach je 30,20 oder 15   Minuten   einen Kontakt   schliesst   und dadurch die Bewegung eines Schalthebels verursacht, der die für die Verbindung der Teilnehmer mit der Zentrale erforderliche Schaltung durch Einwirkungen auf   Federkontakte herbeiführt.   



   Die   Anwendung eines   für alle   Gesellschaftsleitllngen   gemeinsamen Uhrwerkes in der Zentrale kann in folgender Weise stattfinden. In Fig. 2 ist angenommen, dass durch die Uhr U in der Zentrale in bestimmten Zeitabschnitten,   z.   B. alle 20 Minuten eine Anzahl von Impulsen von der Batterie B über Kontakte 6, die   b-Leitung   zu dem an der Gabelungsstelle der gemeinsamen   Anschlussleitung   befindlichen Fortschaltewerk F gesendet werden. Bei jedem Impuls wird das Sperrad S um einen Zahn vorwärts geschoben und bringt dadurch die auf derselben Achse befestigten Schalträder R1, R2, R3 in eine solche Lage, dass einer der drei Federnsätze die Verbindung eines Teilnehmers mit der Zentrale und die beiden 
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 für O. B.-Betrieb.

   Bei einem andern Betriebssystem muss die Schaltung der Uhr und des Vorschaltewerkes entsprechend diesem System geändert werden. Bei Z. B.-Betried müsste, wenn auf die Sprechmöglichkeit der Teilnehmer untereinander Wert gelegt wird, eine besondere Speisebatterie hiefür vorgesehen werden. 



   Auch diese Einrichtung kann noch auf verschiedene andere Weise, z. B. derart ausgeführt werden, dass die von der Stromquelle B ausgehenden Ströme an der Gabelungsstelle der Leitung ein Schaltwerk betätigen, das die für die Verbindung der Teilnehmer mit der gemeinschaftlichen Anschlussleitung erforderlichen Schaltungen durch Drehung von zwei Bürsten, die auf zwei mit der gemeinschaftlichen Anschlussleitung verbundenen, vollen Ringen und auf mit den Teilnehmerstationen verbundenen Ringsegmenten schleifen, herbeiführt. 



   Bei den   vorstellenden Ausführungen von Gesellschaftsansehlüssen kann   ein Teilnehmer mit allen Einzelanschlüssen und mit jenen Gasellschaftsanschlüssen verkehren, denen die gleiche Sprchzeit (etwa von 0-20 Minuten in jeder Stunde) zugewiesen ist, wie ihm selbst. Um über allfälligen Wunsch der Teilnehmer auch den Verkehr mit andern Teilnehmern nicht   gleicher Sprechzeit zu ermöglichen,   kann beim   Drittelanschluss   die in Fig. 3 angegebene   Einrichtung   angeordnet werden. Diese besteht aus einem Klinkenkästchen, das an den in Fig. 1 angegebenen Apparat   angeschlossen   wird.

   Dadurch werden die von den Ringsegmenten zu den drei Teilnehmerstationen I,   11   und III führenden Leitungen über je zwei Trennklinken T1, T1', T2, T2' und T3, T3' geführt und es ist dem Teilnehmer der Station I möglich, über Wunsch eines der drei Teilnehmer seine Station während der Sprechzeit eines andern, dessen Zu- 
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 solcher Verbindungen kann mittels einer Schnur mit zwei Stöpseln in der in Fig. 3 angedeuteten Weise erfolgen. Bei der in der Figur bezeichneten Stöpselverbindung spricht   z.   B. der Teilnehmer 111 während der Sprechzeit des Teilnehmers   11.   In die Schnur kann allenfalls eine Schlusszeicheneinrichtung eingebaut werden.

   Gegen ein Bestehenbleiben der Schnurverbindung nach Ablauf der betreffenden Sprech-' zeit kann durch ein   Läutewerk W vorgesorgt   werden, das durch die Bürste des   Schaltapparates nach   
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 erinnert, die Verbindung zu trennen und die beiden Stöpsel in zwei an dem Kästchen vorgesehene Rastklinken K1 und K2 zu stecken. Wenn der Teilnehmer   I   dies unterlässt, so wird er nach Ablauf der nächsten Sprechzeit   neuerlieh   durch das Läutewerk erinnert ; allenfalls kann auch eine Fortläuteeinrichtung angewendet werden.

   Bei   Halbansehlüssen   und bei Viertelanschlüssen sind für diesen Zweck ähnliche Einrichtungen anwendbar, die sich von den in Fig. 3 beschriebenen durch Wegfall oder Hinzutreten von 

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 Verbindungen erreicht werden können. 



   Es ist auch noch die Lösung möglich, dass den einzelnen Teilnehmern nicht bestimmte Gesprächzeiten, sondern bestimmte Rufzeiten in rascher Aufeinanderfolge von z. B. 2 Minuten zugewiesen werden, dass also die in der Zentrale befindliche Uhr U das Fortschaltewerk   F und damit   die   Sehalträder ,     R"R, z.   B. alle 2 Minuten durch Impulse beeinflusst, welche die   Umschaltung   für Rufzwecke besorgen. Die   Sprechzeiten   von z. B. je 10 Minuten werden sodann von der Zentrale den einzelnen Teilnehmern durch eine einfache Zusatzeinrichtung in der Zentrale zugewiesen, welche nach Fig. 4 aus einem Fort- 
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 einer Hilfstaste   ST   besteht. Der Teilnehmer wartet den Zeitpunkt seiner Einschaltung ab, der ihm z.

   B. durch ein Schauzeichen kenntlich gemacht wird, und ruft die Zentrale an. Diese schaltet die Uhr durch Betätigung des Ausschaltefedernsatzes   K   aus, wodurch der Batteriekontakt 15 unterbrochen und der   Überbrückungskontakt 14 geschlossen   wird, und stellt die gewünschte Sprechverbindung für eine bestimmte Zeit, z. B. für 10 Minuten her.

   Wird ein Teilnehmer der Zweigleitung von Aussen angerufen, so wartet die Zentrale die Einschaltung desselben ab oder beschleunigt diese durch Drücken des Hilfstasters HT, nachdem vorher der Ausschaltfedernsatz   K   betätigt worden war, wodurch die Impulse, welche normal die Uhr besorgt, durch Schliessen des Kontaktes 16 in beliebiger Zeitfolge abgegeben werden können, bis der gewünschte Teilnehmer am   Fortschaltewerk   Fi erscheint, und stellt dann bei ausgeschalteter Uhr die gewünschte Verbindung für eine bestimmte Zeit her. Die Verbindung zweier Teilnehmer einer   Gesellschaftsleitung   erfolgt einfach durch Abschalten der Uhr, während diese beiden Teilnehmer durch das Fortschaltewerk F verbunden sind.

   Der Ausschaltfedernsatz K kann zweckmässig in eine Verbindungklinke der Zentrale gelegt werden, so dass die Ausschaltung der Uhr beim Stöpseln automatisch erfolgt. Die Gesprächszeiten werden bei der Zentrale auf eine bestimmte Zeitdauer beschränkt, nach deren Ablauf die Verbindung aufgehoben und die Uhr wieder eingeschaltet wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Gesellschaftsanschluss   zur Benutzung einer gemeinschaftlichen Anschlussleitung zur Zentrale 
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 Anschlussleitung jedem Teilnehmer nur für bestimmte Zeiträume, während dieser aber ausschliesslich zur Verfügung gestellt wird. 



   2. Gesellschaftsanschluss nach Ansprach   1,   dadurch gekennzeichnet, dass für jede Gesellschaftleitung an der Stelle, bei der die gemeinschaftliche   Anschlussleitung   sich zu den Teilnehmern gabelt, ein Uhrwerk in Verbindung mit einem Schaltwerk angebracht wird, das nach bestimmten Zeiträumen stets die Verbindung der gemeinschaftlichen   Anschlussleitung   mit einem Teilnehmer und gleichzeitig die Abtrennung der andern Teilnehmer von der gemeinschaftlichen Ansehlussleitung bewirkt.

Claims (1)

  1. 3. Gesellschaftsansehluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Gabelungsstelle statt des Uhrwerks ein einfaches Fortschaltewerk bekannter Bauart aufgestellt wird, das von einer zweckmässig in der Zentrale aufgestellten Uhr in bestimmten Zeitabschnitten Impulse erhält und die einzelnen Teilnehmer aufeinanderfolgend durch bestimmte Zeiträume mit der gemeinschaftlichen Anschlussleitung verbindet.
    4. Gesellschaftsanschluss nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anschlüssen mit mehr als zwei Gesellsehaftsteilnehmern während des Anschlusses eines Teilnehmers an die gemein- schaftliche Anschlussleitung zwei oder alle übrigen Teilnehmer derselben Gesellschaftsleitung miteinander direkt verbunden werden.
    5. Gesellschaftsanschluss nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Gabelungstelle der gemeinschaftlichen Anschlussleitung ein Kli1Jkenkästchen oder eine ähnliche Vorkehrung angebracht wird, die es einem Teilnehmer ermöglicht, durch Herstellen von Stöpselverbindungen, durch Betätigung von Kippern oder Gleitwechsel einen der Gesellschaftsteilnehmer während der Sprechzeit eines andern Teilnehmers mit der gemeinschaftlichen Anschlussleitung zu verbinden.
    6. Gesellschaftsanschluss nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass den einzelnen Teilnehmern nicht bestimmte Sprechzeiten, sondern nur verhältnismässig rasch aufeinanderfolgende EMI3.4
AT104678D 1925-12-23 1925-12-23 Gesellschaftsanschluß für mehrere Fernsprechteilnehmer. AT104678B (de)

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