DE57653C - Selbstthätiger Centralumschalter - Google Patents
Selbstthätiger CentralumschalterInfo
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- DE57653C DE57653C DENDAT57653D DE57653DA DE57653C DE 57653 C DE57653 C DE 57653C DE NDAT57653 D DENDAT57653 D DE NDAT57653D DE 57653D A DE57653D A DE 57653DA DE 57653 C DE57653 C DE 57653C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H67/00—Electrically-operated selector switches
- H01H67/02—Multi-position wiper switches
- H01H67/04—Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
- H01H67/06—Rotary switches, i.e. having angularly movable wipers
Landscapes
- Mobile Radio Communication Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der selbsttätige Centralumschalter, Fig. 1
und 2, besteht aus .einer Scheibe von isolirender Masse, in deren Umfang so viele Metallklötzchen
eingelassen . sind, als Sprechstellen eingeschaltet werden. Fig. ι und 2 stellt
einen Umschalter für zwölf Theilnehmer vor. Im Mittelpunkte dieser Scheibe befindet sich
eine kleine Achse, welche ein Zahnrad a, sowie einen Zeiger b trägt. Oberhalb dieses Rades
befindet sich die Klinke c, welche um Punkt A beweglich und mit dem polarisirten Anker d
verbunden ist. Das Zahnrad hat doppelt so viele Zähne, als Sprechstellen vorhanden sind.
Auf der Scheibe ist ferner noch ein Elektromagnet E befestigt, dessen Drahtenden mit
der Leitung nach dem rufenden d. h. dem zugehörigen Theilnehmer einerseits und mit dem
Zeiger b andererseits verbunden, sind; endlich ist vom Zeiger b aus noch ein Nebenschlufs χ χ
zur Erde vorhanden.
An der Sprechstelle befindet sich ein Stromunterbrecher, mittelst dessen der Theilnehmer
Stromimpulse nach der Centralstelle senden kann. " Angenommen:, der polarisirte Anker d
hätte in dem über dem Elektromagneten E befindlichen Ende seinen Südpol, so kann sich
Abonnent 11 dadurch mit jeder beliebigen Sprechstelle verbinden, dafs er eine entsprechende
Anzahl von positiven Stromimpulsen durch den Elektromagneten sendet. Der Strom
geht von der Leitung durch das Metallst'ückchen 11, den Elektromagneten E, zum Mittelpunkte
der Scheibe und von hier durch χ χ
zur Erde.
Ist der Zeiger bis zum gewünschten Punkte vorgerückt, in Fig. 1 zum Metallstück 7, so
sendet Theilnehmer 11 einen negativen Strom durch den Umschalter, den Zeiger, das Metallstück
7 und die Leitung nach Stelle 7, wodurch der Wecker in 7 zum Läuten gebracht wird. Nach erhaltener Antwort, kann die
Unterhaltung beginnen.
Nach beendigter Unterhaltung sendet Theilnehmer
11 einen positiven Stromimpuls durch den Umschalter, wodurch Anker d einmal angezogen
und der Zeiger zwischen die Metall-· stücke 7 und 8 gedreht wird; somit ist die Verbindung zwischen 11 und 7 wieder aufgehoben.
Die Nebenleitung zur Erde übt keinen ungünstigen Einflufs auf die Sprechübertragung
aus, da sie sehr hohen Widerstand besitzt.
Jede Sprechstelle ist mit der in Fig. 5 dargestellten Vorrichtung ausgerüstet. In derselben
ist das Zahnrad e der Stromunterbrecher, f der Taster zum Anrufen, g der Hebel zum Aufhängen
des Telephons T, M das Mikrophon, J das Inductorium und B die Batterie. Der
Hebel/ hat einen isolirten Drehpunkt und zwei von einander isolirte Enden /, und f2,
wovon/j mit dem +-Pole, f2 mit dem
Pole der Batterie mittelst der Federn Ji1
bezw. /?2 verbunden sind. Ferner trägt dieser Hebel noch das isolirte Metallstück/3. In das
Zahnrad e greift eine Sperrklinke i, welche wieder ein isolirtes Metallstück Z1 trägt. Das
Zahnrad hat doppelt so viele Zähne, als Sprechstellen vorhanden sind, wovon jeder
zweite Zahn eine Nummer trägt, welche der entsprechenden Nummer der Schaltscheibe entspricht.
Will nun der Theilnehmer seine Schaltscheibe auf eine beliebige Nummer einstellen, so
hat er nur sein Zahnrad so weit zu drehen, bis die
gewünschte Nummer an der Sperrklinke angelangt ist, da durch diese Handhabung gerade
so viele positive Stromimpulse durch die Leitung nach dem Umschalter gesendet werden,
als zum Einstellen auf die gewünschte Nummer erforderlich sind. Der elektrische Strom läuft
hierbei vom +-Polder Batterie zur Feder A1
durch /j, das Stromschlufsstück A:,, das Zahnrad
e, die Sperrklinke ζ, den Zapfen z3 und
(da beim Drehen des Zahnrades e durch die Zähne die Klinke gehoben und der Zapfen z's
auf die Feder A2 gedrückt wird) A2 zur
Leitung und von hier zum Umschalter,
während der —--Strom vom Pol der
Batterie zur Feder A2, durch Hebelende/2, das
Stromschlufsstück A3 zur Erde läuft.
Ist der Zeiger am Umschalter bis zur gewünschten Nummer vorgerückt, so wird der
zum Anläuten erforderliche negative Strom einfach dadurch zur anzurufenden Stelle gesendet,
dafs man mittelst des Tasters I den Hebel/ herunterdrückt. Dadurch geht der
elrktrische Strom vom Pole der Batterie
durch die Feder h2, das Hebelende /2, das
Stromschlufsstück zur Linie, während der positive Strom vom -(--Pole durch die Feder A1,
das Hebelende/j und das Stromstück A5 zur
Erde abgeführt wird. Nach erhaltener Antwort wird der Fernsprecher vom Haken abgenommen,
■ wodurch Fernsprecher und Mikrophon zum Sprechen eingeschaltet werden. Nach
beendeter Unterhaltung ist das Zahnrad e bezw. der Umschaltzeiger keineswegs wieder
auf die Anfangsstellung zurückzubringen, sondern nur um einen Zahn vorwärts zu drehen.
Die einzelnen Umschaltscheiben werden hinter einander angeordnet, und zwar werden
je die gleichen Nummern sämmtlicher Scheiben mit einander leitend verbunden, wie auch jede
Sprechstelle mit dem ihrer Nummer entsprechenden Stromschlufsstück verbunden wird.
Fig. 2 stellt die Seitenansicht einer solchen Scheibe vor, und zwar befindet sich auf jeder
Seite (ein Umschalteapparat, so dafs also eine Scheibe für zwei Theilnehmer genügt.
Fig. 3 stellt das Schema einer Leitung für sechs Theilnehmer vor. Nach demselben
sprechen z. B. ι und 3, sowie 2 und 6. In Wirklichkeit ist jedoch die Drahtleitung einfacher,
als auf dem Schema verzeichnet, da einfach die gleichnumerirten Stromschlufsstücke
durch ein Metallband mit einander leitend verbunden sind und von diesem Metallband der Leitungsdraht nach derjenigen
Stelle führt, deren Nummer die Stromschlufsstücke tragen.
Erreicht die Theilnehmerzahl eine solche Höhe, dafs eine einzige Scheibe nicht mehr
genügt, so erhält jeder Theilnehmer an der Centralstelle statt einer Scheibe eine entsprechende
Anzahl derselben.
Fig. 4 zeigt i. B. einen solchen erweiterten Umschalter, bei welchem jede Scheibe I, II, III, IV
und V für je 100 Theilnehmer bestimmt ist. Der Anker der kleinen Scheibe ist südpolarisch,,
die Anker der Scheiben I, II, III, IV und V sind nordpolarisch polarisirt.
Mittelst positiver Stromstöfse stellt der rufende Theilnehmer den Zeiger der kleinen
Scheibe auf die gewünschte Scheibe^, und mittelst negativer Stromstöfse wird der Zeiger der
betreffenden grofsen Scheibe auf die gewünschte Nummer eingestellt. Der Anruf mufs in diesem
Falle durch Wechselstrom erfolgen.
Im letzteren Falle erhält jede · Sprechstelle den in Fig. 6 gezeichneten Apparat, Derselbe
besteht aus den beiden Einstellscheiben ex und e2 mit den Klinken i". und z2,. deren
jede eine isolirte Metallbüchse Wi1 und m.2
trägt. Durch Drehen des Zahnrades er werden positive, und durch Drehen von e2 negative
Stromimpulse nach dem Umschalter gesendet. Im ersteren Falle geht der elektrische
Strom vom +-Pole der Batterie B zum i Zahnrad e15 durch die Klinke i", den Zapfen A1,
die Feder k (da beim Drehen des Zahnrades der Zapfen A1 der Klinke mit der Feder k in
Berührung tritt) zur Linie, während der
Strom vom Pole durch das Zahnrad e2,
von dessen Achse durch Klinke Z2 nach der
Metallbüchse Ot1 , von hier durch das Stromschlufsstück
Zf3 (welcher Stromschlufs ebenfalls
durch Drehen des Rades hergestellt wird) zur Erde geleitet wird. Auf ähnliche Weise
können durch Drehen des Zahnrades e2 negative
Stromstöfse nach dem Umschalter geschickt werden.
Das Anrufen geschieht durch Wechselstrom, der durch eine Inductionsmaschine erzeugt
wird, zu welchem Zwecke das Inductorium J mit einem Eisenkern und einem Unterbrechungshammer versehen wird. Der Strom geht hierbei
vom Pole der Batterie durch die
Feder ft2, Hebelende/2, Stromschlufsstück A4
(durch Herunterdrücken des Signaltasters Z), (
den primären Draht 1, 1 des Inductoriums J1
den Unterbrechungshammer L, Stromschlufsstück ks, Hebelende ft zum positiven Pol.
Der erzeugte Wechselstrom geht vom secundären Drahte 2, 2 des Inductoriums durch den
Fernsprecher T, Stromschlufsstück A6 A7 A8
zur Linie, während das andere Ende des Secundärdrahtes zur Erde führt. Damit die
Umschaltscheiben durch die Anrufwechselströme nicht in Bewegung gesetzt werden, sind die Elektromagnete dieser Scheiben mit
entsprechend starkem Drahte umwickelt, so dafs eine Anziehung der' polarisirten Anker
ausgeschlossen ist.
Nach erhaltener Antwort wird der Fernsprecher vom Haken genommen, wodurch
Fernsprecher und Mikrophon eingeschaltet
werden. Damit der Mikrophonstrom den Unterbrechungshammer nicht zur Wirkung
bringt, wird der Hammer L polarisirt, so dafs der positive Mikrophonstrom nicht auf denselben
einwirkt, wohl aber der durch Herabdrücken des Tasters erzeugte negative Strom. Nach beendigtem Gespräche ist die Scheibe e2
in die Anfangsstellung wieder zurückzubringen. Um zu vermeiden, dafs die Scheibe ex gedreht
wird, bevor Scheibe e2 wieder in die Anfangsstellung gebracht worden, haben beide Zahnräder
nur eine einzige Kurbel, welche z. B. an einem Kettchen aufgehängt ist, und ist mittelst
einer auf der Achse des Rades e2 befestigten Scheibe eine Vorrichtung getroffen, dafs die
in e2 steckende Kurbel erst dann herausgezogen
und in el gesteckt werden kann, wenn e2 in
die Anfangsstellung zurückgekommen ist.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein selbsttätiger Centralumschalter für Fernsprechbetrieb, bei welchem durch die von dem rufenden Theilnehmer in die Leitung gesendeten Stromstöfse bestimmter Richtung mit Hülfe eines Elektromagneten mit polarisirtem Anker ein Schaltwerk in schrittweise Bewegung gesetzt wird, welches einen Stromschlufszeiger über die am Umfange einer Schaltscheibe angeordneten Stromschlufsstücke bewegt, bis nach Berührung des an die gerufene Theilnehmerstelle angeschlossenen Stromschlufsstückes durch den Zeiger vermittelst eines vom rufenden Theilnehmer gegebenen Stromes von entgegengesetzter Richtung der Anruf erfolgt.Die Abänderung des im Anspruch ι. bezeichneten Umschalters für den Gebrauch in gröfseren Fernsprechbetrieben in der Weise, dafs für jede Anschlufsleitung eine Hauptumschaltscheibe angeordnet wird, deren Stromschlufsstücke mit je einer für eine bestimmte Anzahl der übrigen Anschlufsleitungen eingerichteten Umschaltscheibe verbunden' sind, wobei die Verbindung der Leitung des anrufenden Theilnehmers mit derjenigen des Anzurpfenden dadurch bewirkt wird, dafs die Einstellung des Zeigers der Hauptumschälterscheibe durch Stromstöfse der einen Richtung, die Bewegung des Zeigers der Gruppenscheibe durch Stromstöfse entgegengesetzter Richtung erfolgt und der Anruf mittelst Wechselstromes bewirkt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57653C true DE57653C (de) |
Family
ID=332009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57653D Expired - Lifetime DE57653C (de) | Selbstthätiger Centralumschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57653C (de) |
-
0
- DE DENDAT57653D patent/DE57653C/de not_active Expired - Lifetime
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