DE67064C - Einrichtung an Fernsprechanlagen mit einer einzigen metallischen Leitung, um das Belauschen von Gesprächen zu verhüten - Google Patents

Einrichtung an Fernsprechanlagen mit einer einzigen metallischen Leitung, um das Belauschen von Gesprächen zu verhüten

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DE67064C
DE67064C DENDAT67064D DE67064DA DE67064C DE 67064 C DE67064 C DE 67064C DE NDAT67064 D DENDAT67064 D DE NDAT67064D DE 67064D A DE67064D A DE 67064DA DE 67064 C DE67064 C DE 67064C
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S. VON VASS in Raab, Ungarn
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft eine nur eine einzige metallische Leitung erforderlich machende Fernsprecheinrichtung, welche es verhindert, dafs das Gespräch auf anderen als der sprechenden und angesprochenen Stelle gehört wird. Diese Fernsprecheinrichtung beruht im wesentlichen darauf, dafs von dem Beginn des Gespräches auf den zwischenliegenden Sprechstellen sowohl die Fernhörer als auch die Mikrophone mittelst von der Anrufstelle ausgehender elektrischer Ströme ausgeschaltet werden.
Eine in solcher Weise eingerichtete Fernsprecheinrichtung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Auf der Sprechstelle sind zwei Fernhörer T, zwei Mikrophone M und zwei Wecker oder ein Doppelwecker W vorhanden (Fig. 1). Jede der beiden Gruppen kann in weiter unten zu erklärender Weise mit der Fernleitung F bezw. Erdleitung E durch je eine Stromschluisvorrichtung S in Verbindung gesetzt werden. Um jede der letzteren in Thätigkeit zu setzen, ist je eine eigenartige Einstellvorrichtung Si, Fig. 3, vorhanden. Eine solche Einstellvorrichtung Si ist in der Fig. 4 zusammen mit einer Einrichtung // schematisch dargestellt, durch welche die Schaltungen auf den zwischengelegenen Sprechstellen veranlafst werden. Dabei stellt die linke Seite der Figur die hier zunächst in Frage kommenden Theile der anrufenden, die rechte Seite diejenigen der Nachbarstelle dar.
Die Stromschlufsvorrichtung S, Fig. 4, besteht aus sechs paarweise einander gegenüberliegenden Stromschlufsstücken, von denen diejenigen ula.2 mit der Fernsprechleitung t f, diejenigen βJ β2 mit der Leitung der den Stromunterbrecher II bethätigenden Umschaltvorrichtung U, diejenigen γ1 γ2 endlich durch die Leitungsdrähte b b mit der Ortsbatterie B in Verbindung stehen. Zwischen diesen Stromschlufsstücken ist ein Doppelstromschlufskörper ef verschiebbar, dessen Theile e bezw. f dauernd mit der Erd- bezw. Fernleitung E bezw. F in Verbindung stehen. Man kann somit erstens in bekannter Weise den einen Ast der Fernsprechleitung t an die Erdleitung E, den anderen an die Fernleitung F anschliefsen, indem man die Vorsprünge ε δ der Stromschlufskörper ef denjenigen' a1 a2 der Fernsprechleitung t gegenüberstellt. Dasselbe gilt für die beiden Aeste der Umschalteleitung M, nur treten in diesem Falle an die Stelle der letzteren Stromschlufskörper diejenigen β1 ß2 der Umschalteleitung u. Von den Stromschlufsstücken y1 γ2 der Ortsleitung b tritt aber nur der eine, beim Ausführungsbeispiel der untere mit y2 bezeichnete in unmittelbare Berührung mit der Rückleitung E. Das obere Stromschlufsstück γ1 ist vielmehr dauernd mit einer Schleiffeder a in Verbindung, welche an dem leitenden Theil c eines isolirt gelagerten Viertelkreisabschnittes / der Einstellvorrichtung Si schleift. Dieser leitende Theil des letzteren, der um einen feststehenden Zapfen d drehbar, ist mit Zähnen c1 ausgerüstet. Dieselben sind derart angeordnet, dafs in die Lücken derselben eine Verlängerung/1
des Fernleitungs - Stromschlufsstückes f hineinreicht, sobald e mit y2 in Berührung ist. Beim jedesmaligen Vorüberbewegen eines Zahnes c1 wird von der Ortsbatterie B ein Strom in die Fernleitung F gesendet und gelangt zu der Nachbarstelle und durchfliefst dort,- in die Umschalteleitung u übertretend, die Windungen eines Elektromagneten g, zwischen dessen Polen zwei mit einander vereinigte, mittelst eines Querstückes hl und eines Zapfens Z?2 drehbar aufgehängte Magnete h spielen. Die Polarität der letzteren ist eine solche, dafs der Elektromagnet g bei seiner" Erregung die beiden Magnete h stets nach einer und derselben Seite hin drängt. Der Nordpol des Elektromagneten g mufs also' stets anziehen, wenn sein Südpol abstofsend wirkt, somit müssen entweder beide Nordpole oder beide Südpole der Magnete h nach unten gekehrt sein. Es sei hier vorausgesetzt, dafs die vereinigten Magnete h h aus der senkrechten, der Ruhelage, eine Schwingung nach links machen. Eine mit dem Querstück h1 verbundene Schaltklinke i wird dabei, in die Zähne eines Schaltrades k tretend, das letztere und einen mit demselben verbundenen Träger Z um den gemeinsamen Zapfen m drehen. Eine Folge hiervon ist, dafs die verschiedenen, auf den Armen / ° des Trägers Z befindlichen, weiter unten genauer zu erklärenden Schleifstücke λ aufser Berührung mit den bei dieser schematischen Figur ohne Indices gebliebenen Stromschlufsstücken αβγ kommen, welche auf den Armen n1 eines feststehenden Trägers η angeordnet sind. An diese Schleifstücke λ sind wiederum, wie weiter unten näher anzugeben, die Fernsprechleitung t sowie die Ortsbatterieleitung b und die Umschalteleitung u der angerufenen Nachbarstelle angeschlossen. Die Ortsbatterieleitung b besteht mit Rücksicht auf den Wecker und das Mikrophon aus mehreren parallel geschalteten Aesten, und diese Leitung, sowie die Fernsprechleitung können, wie weiter unten erklärt werden soll, durch eine Linksdrehung des beweglichen Trägers unterbrochen werden, so dafs die betreffenden Vorrichtungen einstweilen gebrauchsunfähig gemacht werden, bis durch eine entsprechende Rückdrehung des Trägers Z die Stromkreise wieder geschlossen sind. Die benachbarte Sprechstelle ist also zunächst nicht benutzbar. Bei der Linksdrehung des Trägers Z wurde ferner ein Zahn Z2 desselben unter der Nase o1 eines Armes ο fortgezogen, so dafs der letztere — um einen festen Zapfen o2 drehbar — mit seinem freien Ende sich abwärts bewegt. Auf der angerufenen Nachbarstelle ist nun eine ebensolche Stromschlufsvorrichtung S vorhanden, wie auf der anrufenden Stelle. Der einfacheren Darstellungsweise wegen ist aber der Arm ο als an der Vorrichtung der rufenden Stelle angreifend dargestellt. Dieser Arm. ο ist an seinem freien Ende mit einer in senkrechter Richtung geführten Stellstange ρ verbunden. Die letztere ist am unteren Ende gegabelt und verursacht bei ihrer Abwärtsbewegung — über eine Nase q an der Verlängerung des Doppelstromschlufsstückes ef tretend —, dafs die Vorsprünge <5 ε desselben vor die Stromschlufsstücke β l ß'2 treten, also den einen Ast der mit der Wickelung des Elektromagneten g verbunden zu denkenden Leitung u mit der Fernleitung F, den anderen mit der Erdleitung E verbindet, bezw. in einer solchen Stellung erhält. Es wird hierdurch ein Anschlufs der zwischen der anrufenden Stelle und der angerufenen Nachbarstelle gelegenen Fernleitung F lediglich an die durch den Elektro-' magneten g führende Leitung der letzteren Stelle möglich, vorausgesetzt, dafs die Stellstange ρ von aufsen nicht beeinflufst werden kann. Bei dem Anrufen der ersten Nachbarstelle war es erforderlich, den aus den Wickelungen des Elektromagneten g heraustretenden Strom der Leitung u in die Erde zu leiten, um den Stromkreis zwischen dieser und der anrufenden Stelle zu schliefsen. Beim Anrufen der zweitfolgenden Stelle jedoch mufs dieser Strom auf der ersten Nachbarstelle von dem zur rufenden Stelle führenden Fernleitungs-Stromschlufsstück durch die Wickelungen des Elektromagneten g hindurch zu dem zweiten Fernleitungs - Stromschlufsstück dieser Stelle geführt werden, auf der zweiten Nachbarstelle aber nach dem Austritt aus den Wickelungen zur Erde. Dieselbe Umsehaltung ist erforderlich, sobald eine neue Stelle hinzukommt. Die entsprechende Umschaltung geschieht ebenfalls selbstthätig von der rufenden Stelle aus, und zwar unter Benützung der folgenden Einrichtung :
Die in der Fig. 4 mit bei der Berührung radial vor einander liegenden Stromschlufsstücken ausgerüsteten Träger Z und η sind in Wirklichkeit, wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, als kreisrunde Scheibe L und Abschnitt N ausgeführt, bei denen die Berührung in axialer Richtung stattfindet. Von den letzteren sind zwei vorhanden, weil doch die ganze Vorrichtung symmetrisch gebaut und deshalb jeder (der einzelnen Theile (Fernsprecher, Mikrophon, Wecker) mit einer besonderen, im Falle des Ausrückens der betreffenden Sprechstelle zu unterbrechenden Leitung versehen sein mufs. Für die Umschaltevorrichtung U ist, dem Mittelpunkt der Scheibe zunächst gelegen, auf jeder Seite der letzteren ein Schleifring λ \ Fig. 2, vorhanden, welcher ununterbrochen leitend mit dem gegenüberliegenden verbunden ist und, mit . je einem Stromschlufsstück ß3 der Kreisabschnitte N in Berührung tretend, das für Fernleitung be-
stimmte Stromschlufsstück β l der linksseitigen Schaltvorrichtung S mit dem der rechtsseitigen in leitende Verbindung' bringt, d. h. mittelst desjenigen Theiles der Leitung u, welcher an die Windungen der Elektromagnete g angeschlossen ist. Von den letzteren müssen in Wirklichkeit zwei vorhanden sein, um den zeitweiligen Anschlufs der Leitung u an die Erdleitung zu ermöglichen. Bei derjenigen Stellung der Scheibe L nämlich, bei welcher Lücken λ2 der Ringe λ ' den Stromschlufsstücken ß3 gegenüberstehen, die letzteren also nicht zur Wirkung kommen, sind die beiden auf einer und derselben Seite der Scheibe L befindlichen Stromschlufsstücke ß4 ß4 durch je ein Schleifstück λ3 der Scheibe L leitend verbunden (Fig. 5). Von diesen Stromschlufsstücken β4 β4 ist aber je eins mit Erde bei ß2, das andere mittelst eines nur die Wickelung des einen der Elektromagnete g bildenden Astes der Leitung u mit der Fernleitung bei ß1 verbunden. Im ersteren Falle sind beide Elektromagnete hinter einander geschaltet, im letzteren Falle jeder derselben an Erde geschlossen.
Bezüglich der Fernsprechleitung t sei bemerkt, dafs dieselbe, vom Fernhörer T ausgehend, einerseits an das Stromschlufsstück α2, andererseits zur Inductiohsspule / und von dort nach dem dem . letzteren gegenüberstehenden Stromschlufsstück α1 geführt ist, indem dieser Stromkreis durch je zwei auf einer Seite der Scheibe L befindliche Stromschlufsstücke α3 α3 und ein die letzteren zeitweise verbindendes Schleifstück λ4 geschlossen wird. Die einzelnen Aeste der Ortsbatterie b sind mit einem Index versehen, entsprechend dem Zwecke, welchem dieselben dienen. So ist die Weckerleitung, soweit sie nicht anderen Zwecken dient, mit bw bezeichnet; in die Leitung bw sind zwei Stromschlufsstücke y3 y3 auf den Abschnitten N eingeschaltet. Die letzteren sind mit drei ferneren Paaren von Stromschlufsstücken ausgerüstet, nämlich einem solchen y4 y4 für zwei unmittelbar zur Batterie B führende Aeste der Leitung b und zwei Paaren y5 y5, an welche zwei später sich vereinigende, zu der weiter unten zu beschreibenden, durch Auf- und Abhängen des Fernhörers T zu bethätigenden Stromschlufsvorrichtung führende Leitungen angeschlossen sind. Diese Stromschlufsstücke y3 y4 y5 können durch ein Schleifstück λ5 der Scheibe L mit einander verbunden werden. Die Leitung bw ist andererseits mit einem Endstromschlufsstück ju ausgerüstet, welches demjenigen 1 an dem Arm s1 des um einen festen Zapfen r drehbaren Umschalthakens s entspricht. Ein Stromschlufsstück 2 dieses Armes s1 kann in Berührung sowohl mit demjenigen ν der Mikrophonleitung bm, als auch mit dem Stromschlufsstück κ des mit bu bezeichneten Theiles der Ortsstromleitung b treten, welche lediglich dann zur Benutzung kommt, wenn der Ortsstrom der rufenden Stelle für die Bethätigung der Umschaltevorrichtung Ü einer anderen Stelle benutzt wird. In ' den rechts- und linksseitigen, von der Batterie B zum Stromschlufsstück κ führenden Ast der letzteren ist nun ein Umschalter U1 eingefügt (Fig. 1 und 3). Derselbe besteht aus zwei gegen einander isolirten, aber starr mit einander verbundenen Doppelstromschlufsstücken b1 b2. Die Berührungsflächen derselben sind derart angebracht, dafs gleichzeitig eine Berührungsfläche des Stromschlufsstückes b1 und eine solche von b2 mit dem unteren bezw. oberen Stromschlufsstück y1 bezw. y2 der Stromschlufsvorrichtung S in Berührung gebracht werden kann. Der mit dem Stromschlufsstück b1 in Verbindung stehende Leitungszweig bu wird deshalb einmal an das untere, einmal an das obere der Stromschlufsstücke y1 y2 Strom abgeben, der mit dem Ast b% in Verbindung stehende aber den Strom in umgekehrter Richtung leiten. Es kann durch Verstellen dieses Umschalters somit ein Polwechsel der Elektromagnete g auf der angerufenen Stelle und auch den Zwischenstellen bewerkstelligt, die Scheibe L also in zwei Richtungen gedreht werden. Dieses Verstellen der Stromschlufsstücke b1 b2 geschieht beim Ausführungsbeispiel von den Abschnitten / aus. Die zwecks Drehens je eines derselben in eine Zahnlücke einzusetzende Nase 3, Fig. 3, einer federnden Kurbel 4 legt sich nämlich bei der Abwärtsdrehung kurz vor vollendeter Bewegung gegen eine um einen feststehenden Zapfen 5 drehbare Klappe -6, die auf den Stromschlufsstücken b 1 b 2 ruht, drängt diese also nach unten. Die Aufwärtsbewegung wird von einem Anschlag 7 des Abschnittes herbeigeführt. An dem Abschnitt / ist ferner ein radialer Vorsprung 8 angeordnet, welcher bei der Nullstellung des Abschnittes die Vorsprünge d ε des Doppelstromschlufsstückes ef vor ß1 ß2 stellt, d. h. indem der von einem Arm s2 des Umschalthakens s mittelst des angehängten Fernhörers den Druck einer nach aufsen wirkenden Feder ql überwindet, so dafs auf jeder Stelle das Hinleiten des Ortsstromes einer anderen derselben Linie angehörenden Stelle möglich ist. Das Doppelstromschlufsstück ef wird bei der Anordnung Fig. ι bis 3 nämlich nicht verschoben, sondern ist in einer waagrechten Ebene drehbar. Wird aber der Fernhörer T abgehängt, so drängt die Feder ql beide Doppelstromschlufsstücke ef nach aufsen, so dafs sie gegenüber von α1 α2 stehen (Fig. 3, linke Seite). Bei aus der Nullstellung gedrehtem Vorsprung 8 des Abschnittes / wird aber der vom aufgehängten
Fernhörer ausgeübte Drück das Doppelstromschlufsstück ef den Stromschlufsstücken y1 y2 gegenüberstellen. Entsprechend diesen drei Stellungen von ef sind auch die oben erwähnten Stromschlufsstücke μ ν κ so anzuordnen, dafs μ als in Frage kommend bei angehängtem Fernhörer und auf Ruhe gestellten Abschnitten / gemessen in der Schwingungsrichtung des Armes s1 zwischen den beiden anderen liegt, und zwar mul's beim Ausführungsbeispiel,'weil beim Drehen der Abschnitte aus der Ruhelage der Arm s1 nach oben schwingt, beim Abnehmen der Fernhörer nach unten, das Stromschlufsstück κ oberhalb, derjenige ν unterhalb der dem Schlufs der Weckerleitung entsprechenden Lage desArmes s1 angeordnet sein.
Bei der in den Fig. ι bis 3 dargestellten Vorrichtung ist die Stellstange ρ der schematischen Fig. 4 durch gegabelte' Arme P ersetzt. Dieselben sind auf einer Welle P1 befestigt, deren Arm O' mit einem Vorsprung L2 der Scheibe L in der mit Bezug auf Fig. 4 erläuterten Weise zusammen arbeitet.
Für gewöhnlich wird also die Vorrichtung die durch die rechte Seite der Fig. 1 veranschaulichte Lage einnehmen, so dafs die Doppelstromschlufsstücke ef, d. h. ihre Vorsprünge (J1E den Stromschlufsstücken ß1 ß2 der Umschalteleitung u gegenüberstehen, ohne dafs aber eine Verriegelung stattfände. Ferner sind auch die Fernsprechleitung und die Mikrophonleitung geschlossen; die letztere, soweit dies ohne Abheben des Fernhörers möglich ist. Die Umschalteleitung ist aber derart geschaltet, dafs beide Elektromagnet^ theils an die Fernleitung, theils an Erde angeschlossen sind. Beim ersten Stromstofs also, welcher durch Drehen desjenigen Zahnbogens / der anrufenden Stelle gegeben wird, mit welchem die Fernleitung der betreffenden Nachbarstelle in Verbindung steht, wird mittelst des zu der betreffenden Seite der Vorrichtung gehörigen Elektromagneten g eine Umstellung der Scheibe L derart erfolgen, dafs die Weckerleitung bw geschlossen wird. Der Wecker dieser angerufenen Stelle kommt somit in Thätigkeit, bis durch Abhängen des Fernhörers auf der angerufenen Stelle die Mikrophonleitung vollständig geschlossen wird, d. h. also, diejenige Seite der Vorrichtung ist zum Gespräche benutzbar, an welche die von der rufenden Stelle kommende Fernleitung sich anschliefst.
Soll aber diese Stelle übersprungen werden, so mufs ein zweiter Stromstofs veranlafst werden, welcher bewirkt, dafs die Sprechleitungen wieder unterbrochen , die Umschalte - Elektromagnete aber hinter einander geschaltet werden. Dies wird unter gleichzeitig stattfindendem Niederfallen der Arme P und Uebergreifen ihrer Gabeln über die Doppelstromschlufsstücke ef bewirkt, welches das Heranschieben der Vorsprünge & ε der letzteren an die Stromschlufsstücke ß'ß2 zur Folge hat, und somit wird jetzt der von der Ortsbatterie der anrufenden Stelle erzeugte Strom durch die Vorrichtung der angerufenen hindurch zur nächstfolgenden Stelle geleitet, um dort dieselben Wirkungen hervorzurufen, wie auf der nächst benachbarten Stelle.
Die in den beiden letzten Absätzen beschriebene Wirkungsweise setzt bezüglich der Stromschlufsstücke und Schleifringe bezw. Schleifstücke der Scheiben L und Abschnitte N folgende Anordnung voraus, indem von der Stellung der Theile in Fig. 2 ausgegangen werden mag, eine Stellung, welche mit Fortlassung überflüssiger Theile in der Fig. 5 wiederholt ist.
Dieser Fig. 5 gemäfs nämlich steht das Stromschlufsstück ß3 der Lücke λ2 des Schleifringes λ1 gegenüber, kommt also nicht in Frage, ß4 ß4 auf jeder Seite der Scheibe L werden durch ein Schleifstück λ3 verbunden, ebenfalls α3 α3 durch Schleifstück λ4, ferner y5y5 durch das Schleifstück λ5 mit'dem Stromschlufsstück y4 der Batterieleitung b. Die W'eckerstromschlufsstücke γ3 γ3 jedoch sind aufser Verbindung mit y4. Die letztere Verbindung wird aber durch den ersten Stromstofs hergestellt (Stellung Fig. 6), unverändert bleiben aber die übrigen Verbindungen bezw. Unterbrechungen. Das Ergebnifs ist, dafs auf der angerufenen Stelle der Wecker ertönt, bis durch Abhängen des Fernhörers auf derselben und dadurch bewirktes vollständiges Schliefsen der Mikrophonleitung das Sprechen ermöglicht wird, vorausgesetzt natürlich, dafs dieses Abhängen auf der · rufenden Stelle vorgenommen wurde. Selbstverständlich können hierbei nur die Fernhörer der durch Fernleitungen mit einander verbundenen Seiten der Vorrichtungen in Frage kommen. Will «man nicht die erste Nachbarstelle, sondern die folgende rufen, so wird ein zweiter Stromstofs unmittelbar hinter dem ersten gegeben, so dafs beim ersten nur ein kurzes Anläuten erfolgt. Dieser zweite Stromstofs ruft die Stellung Fig. 7 hervor. Bei derselben sind durch das Schleifstück λ5 nur zwei der Stromschlufsstücke γΒ γ5 verbunden, also sowohl die Weckerleitung als auch die Mikrophonleitung aufser Verbindung mit der Batterieleitung. Das Schleifstück λ4 berührt nur das eine der Stromschlufsstücke α3, die Sprechleitung ist also auch unterbrochen. Schliefslich steht von den Stromschlufsstücken ß4 nur noch der eine dem Schleifring λ3 gegenüber , das Stromschlufsstück ß3 hingegen liegt am Ring λ1 und bewirkt, dafs ein dritter Stromstofs die Scheibe L ohne eine fernere Aenderung in der Schaltung um eine dritte
Theilung weiter dreht, die Scheibe L der ersten Nachbarstelle aber um die erste Theilung verstellt und so fort.
Bei der Fig. 7 wurde auch der Arm O1, Fig. 2, seiner Stütze beraubt, _ indem die Nase L2 der Scheibe L unter demselben heraustrat, und' die Verriegelung der beiden Doppelstromschlufsstücke ef tritt ein, so dafs ein Abhängen des Fernhörers nunmehr auf den Zwischenstellen ohne Einflufs bleibt.
Bezüglich des Umschaltewerkes II ist noch zu erwähnen, dafs man an die mit einander starr verbundenen Magnete h am besten eine gewichtsbelastete Schnur 10 hängt (Fig. 1), damit nach der Unterbrechung des Stromkreises, welcher das Herausschwingen aus der Mittellage ermöglicht, diese Lage sofort wieder eingenommen wird. Der Antrieb der Scheibe L in der einen oder anderen Richtung wird am besten dadurch bewirkt, dafs mit dem Magneten h eine Welle 11 verbunden wird, auf welcher zwei Doppelhebel 12 drehbar sind. Der nach unten zeigende Arm derselben legt sich beim Herausdrehen der Magnete aus der Ruhelage gegen einen feststehenden Anschlag 13 derart, dafs beim Schwingen nach rechts der links liegende untere Arm festgehalten wird, der obere, kürzere, somit gehindert wird, auszuweichen. Derselbe wird vielmehr, da er in die Zähne eines mit auf die Welle L1 der Scheibe L gekeilten Schaltrades 14 eintritt, dasselbe links herum drehen. Ein zweites Schaltrad 14 ist'dem zweiten Doppelhebel 12 gegenübergestellt, die Zähne sind aber insofern verschieden, als die des einen für Links-, die des anderen für Rechtsdrehung bestimmt sind.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Fernsprechanlage, dadurch gekennzeichnet, dafs auf den einzelnen Sprechstellen der Wecker, das Mikrophon und. der Fernhörer doppelt vorhanden und die Leitungen für die eine Gruppe an den Fernleitungszweig von der anrufenden Stelle anschliefsbar ist, indem für gewöhnlich die Mikrophon- und Fernsprechleitung mit Ausnahme der durch Abhängen des Fernhörers zu bewirkenden Verbindung geschlossen, die Weckerleitung aber unterbrochen ist, um beim ersten von der anrufenden Stelle ausgehenden Stromstofs geschlossen zu werden, wobei diese Gruppe aber gegen die zweite mit dem Fernleitungszweig der nächstfolgenden Stelle ■ in Verbindung tretende Gruppe abgesperrt bleibt, so dafs ein Belauschen des Gespräches auf benachbarten Stellen ausgeschlossen ist und die Absperrung etwaiger Zwischenstellen dadurch veranlafst wird, dafs die diese Umschaltung mittelst Elektro-, magneten bewirkende' Vorrichtung unter Kurzschlufs sämmtlicher Wecker, Mikrophone und Fernhörer beide Fernleitungspole ein und derselben Vorrichtung verbindet.
  2. 2. Zum Umschalten der Leitungen auf den einzelnen Stellen von Fernsprechanlagen der unter 1. angegebenen Art eine Einrichtung, bestehend aus einem von Hand zu drehenden Zahnbogen /, Fig. 4, dessen leitende Zähne il den von der Ortsbatterie B zugeführten Strom in den der anzurufenden Stelle zugekehrten Zweig der Fernleitung F befördert, sobald dieselben mit der Nase f1 eines verschiebbaren, theils an die letztere, theils an die Erdleitung angeschlossenen Doppelstromschlufskörpersye in Berührung kommen, wobei dieser Stromstofs auf der angerufenen Stelle einen Elektromagnet g bethätigt, der — je nachdem man den einen oder anderen Pol der Ortsbatterie B an die Fernleitung anschliefst ■— mittelst eines Schaltwerkes 11, 12, 13, 14, Fig. ι und 2, die Drehung einer die unter 1. genannte Schaltung ermöglichenden Stromschlufsstücke tragenden Scheibe L veranlafst.
  3. 3. Bei einer Einrichtung der unter 2. angegebenen Art die Anordnung von Schleifstücken bezw. Schleifringen auf der Scheibe L derart, dafs von den auf jeder Seite der Scheibe L isolirt angeordneten Schleifstücken λ5 λ4 λ8 dasjenige λ5 bei der Ruhestellung der Vorrichtung die beiden Stromschlufsstücke y5 je eines Abschnittes N und somit den einen Ast der Mikrophonleitung bm mit dem Stromschlufsstück y4 der Batterieleitung b verbindet (Stellung Fig. 5), dasjenige λ4 aber mit ebenfalls auf jeder Seite paarweise vorhandenen Stromschlufsstücken α8 ο? der Fernsprechleitung A in Verbindung steht, so dafs auf der anrufenden Sprechstelle allein durch Abhängen des Fernhörers der vollständige Schlufs dieser Leitungen bewirkt werden kann, bei welcher Stellung ferner zwei Paare von je einem der Elektromagnete g an die Fernleitung einerseits, an Erde andererseits anschliefsenden Stromschlufsstücke ß4 ß4 durch ein Schleifstück λ3 verbunden sind, wobei durch Verdrehung der Scheibe L um eine Theilung aufser der Verbindung des Stromschlufsstückes y5 mit dem Stromschlufsstück y4 auch eine solche mit dem Stromschlufsstück y8 eintritt, um durch die
    ■ Weckerleitung bw bis zum Abhängen des Fernhörers den Ortsstrom der angerufenen Sprechstelle schliefsen zu lassen, durch' Verdrehen der Scheibe L in demselben Sinne um eine zweite Theilung die Berührung zwischen den Stromschlufsstücken y4
    und je eines der Stromschlufsstücke α.3 β4 und den Schleifstücken λ5 λ4 λ3 aufgehoben wird, dafür aber auf jeder Seite der Scheibe L vorhandene Stromschlufsstücke ß3 einer von einem Fernstromschlufsstück ß1 zum anderen unter Hintereinanderschalten beider Elektromagnete g führenden " Leitung durch mit einander dauernd in Verbindung stehende Schleifringe λ1 verbunden werden, um in diesem Zustande bei jeder ferneren Drehung der Scheiben L zu verharren.
  4. 4. Bei einer Einrichtung der unter 1. angegebenen Art die Anordnung einer Nase L2 i Fig. ι und 2, an der Scheibe L derart, dafs dieselbe allein bei der Einstellung der letzteren für Sprechen mit der betreffenden Stelle durch Drehen eines Armes O1 auf einer Welle P1 die gegabelten Arme P derselben veranlafst, die Doppelstromschlufskörper e f ' freizugeben, so dafs dieselben bei angehängtem Fernhörer ein Wecken, nach Abnehmen desselben ein Bethä'tigen des Mikrophons ermöglichen. .
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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