-
Vorrichtung zur Ausführung elektrischer Schaltvorgänge mittels Stromschlußvorrichtungen,
die durch Stifte eines sich drehenden Körpers in Wirkung gesetzt werden. Die Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ausführung elektrischer Schaltvorgänge mittels
Stromschlußvorrichtungen, die durch Stifte eines sich drehenden Körpers, z. B. einer
Scheibe oder einer Trommel, in Wirkung gesetzt werden. Bei solchen Vorrichtungen
ist es bekannt, auf der Scheibe oder Trommel mehrere Reihen glatter Stifte anzuordnen,
von denen jede Stiftreihe eine bestimmte Stromschlußvorrichtung oder bestimmte Stromschlußvorrichtungen
in Wirkung setzt, so daß durch- die Stiftreihen beispielsweise verschiedene Läutewerke
zu verschiedenen Zeiten beeinflußt werden können.
-
Durch die Erfindung ist bezweckt; -mittels einer einzigen Stiftreibe
die gleiche Wirkung zu erzielen, die bisher nur durch mehrere Stiftreihen erreicht
werden konnte. Zü diesem Zweck sind nach der Erfindung die Stifte derartig verschieden
abgesetzt, daß -beim jedesmaligen Vorübergehen eines Stiftes an den Stromschlußvörrichtungen
nur die in der Bahn eines vollen Teils dieses Stiftes liegende Stromschlußvörrichtung
oder Stromschlußv orrichtungen in Wirkung gesetzt werden, während die übrigen Stromscfilußvorrichtun-.gen
von dem abgesetzten Stiftteil unbeeinflußt gelassen werden. Bei dieser Vorrichtung
kann durch den vollen Teil eines *Stiftes z. B, eine zu einer bestimmten Signalvorrichtung
gehörige Stromschlußvorrichtung in Wirkung gesetzt werden, während eine zu einer
anderen Signalvorrichtung gehörige Stromschlußvorrichtung durch den abgesetzten
Teil dieses Stiftes ünbeeinflußt gelassen und erst durch den vollen Teil eines anderen
Stiftes zu einem anderen Zeitpunkt beeinflußt wird und so fort. Die neue Vorrichtung
bietet den. Vorteil; daß mittels einer einzigen Stiftscheibe oder mittels einer
verhältnismäßig schmalen Stifttrommel eine erheblich größere Anzahl zu verschiedenen
Zeiten zu schließender Signalstromkreise o. dgl. beeinflußt werden kann ais mittels.
der bekannten Vörrichtungen. .
-
Durch die Stifte der sich drehenden Scheibe oder Trommel können zu
bestimmten Zeiten (z. B. Stünden) Stromschlußvorrichtungen beeinflußt werden, die
mit entsprechend bestimmten Zeitabschnitten (z. B.Wochentagen) beeinflußten Stromschlußvorrichtungen
verbunden sind. Um mittels einer solchen Einrichtung beispielsweise an verschiedenen
Wochentagen -zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen* Orten Signale hervorrufen
zu könüen, sind zweckmäßig nach der Erfindung die entsprechend bestimmten Zeitabschnitten
(i. B. Wöchentagen) beeinflußten Stromschlußvorrichtungen gruppenweise verschiedenen
der die gewünschten Schaltvorigänge an verschiedenen Orten vermittelnden Leitungen
zugeordnet. Die entsprechend bestimmten Zeitabschnitten, (z. B. Wochentagen) beeinflußten
Stromschlußvorrichtungen können in Gruppen oder einzeln geschlossen oder geöffnet
werden, und einzelne, verschiedenen
dieser Grüppen zugehörige Stromschlußvor-
. richtengen können gemeinsam einer bestimmten der die gewünschten Schaltvorgänge
an den verschiedenen Orten vermittelnden Leitungen zugeordnet sein.
-
Auf der Zeichnung ist die neue Vorrichtung in einer Ausführungsform
veranschaa= licht.
-
Fig. i ist eine -Vorderansicht der Vorrichtung. _ .
-
Fig.2 ist eine Seitenansicht des Uhrwerks mit den zu bestimmten Zeiten
(z. B. Stunden) beeinflußten Stromschlußvorrichtungen.
-
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Uhrwerks mit den entsprechend bestimmten
Zeitabschnitten (z. B. Wochentagen) beeinflußten Stromschlußvorrichtungen: Fig.4
veranschaulicht eine Einzelheit- in größerem Maßstabe.
-
Fig. 5 stellt ein Schaltungsbild- dar.
-
- Am * Rahmen i eines Uhrwerks.2 ist eine winklig gebogene Platte
3 festgeschraubt, die ein ebenfalls winklig gebogenes Rahmenstück 4 trägt. An diesem
Rahmenstück sind neun Stromschlußvorrichtungen 5 befestigt, von denen, jede mit
zwei Kontaktfedern 6, 7 versehen ist. Die Kontaktfederpaare 6, 7 sind in mehreren
Reihen neben- und- hintereinander angeordnet. An dem - in .Fig. i oben liegenden
Ende sind die Kontaktfedern 6, 7 mit den unten beschriebenen Leitungen verbunden.
Am anderen Ende . sind die ,Federn 6, 7 mit Kontaktspitzen -und Kontaktplatten versehen.
Die eine Feder 7 jedes Paares ist an diesem Ende verlängert. Gegen .die verlängerten
Enden der Federn 7 wirken aus nicht leitendem Material bestehende Stifte 8, die
seitlich an den Armen 9 von neun zweiarmigen,- um einen Zapfen i i des Rahmens 4
drehbaren Hebeln-9, io angebracht sind. Die Hebelarme 9 sind teilweise so gebogen
(Fig.2) und winklig gegeneinander so versetzt (Fig. i), daß der Stift 8 jedes Hebelarmes
9 gegen je eine der neun Kontaktfedern 7 wirken kann. Die Hebelarme io sind in gleicher
Richtung nebeneinander angeordnet und besitzen Nasen i2,. die in der Bahn von Stiften
13 liegen. Diese Stifte sind in einer kreisförmigen Reihe seitlich an einer auf
einem Zapfen 14 der Platte 3 drehbaren Scheibe 15 angebracht, die durch das Uhrwerk
:2 angetrieben wird. Die Stifte 13 sind in dem Sinne verschieden abgesetzt, daß
sie verschieden lange und verschieden weit von der Scheibe 15 entfernte, ausgesparte
Teile 16 (Fig.2) "besitzen. Zur Bildung der Absätze 16 können an der Scheibe 15,
wie in Fig.4 dargestellt ist, glatte, mit Köpfen versehene Stifte 13 festgeschraubt
sein, auf denen eine oder mehrere stärkere Hülsen 17 und eine oder mehrere
schwächere Hülsen 18 aufgereiht sind. Die stärkeren und schwächeren Hülsen
17, 18 der einzelnen Stifte 13 können verschieden lang sein. -Die Scheibe
15 wird durch das Uhrwerk alle zwölf Stunden einmal gedreht. Bei der Drehung der
Scheibe 15 bewegen sich die Stifte 13 nacheinander an den Nasen 12 der zweiarmigen
Hebel 9, zo vorüber. Die vollen Teile der Stifte 13 wirken gegen die in ihrer
Bahn liegenden Nasen 12 bestimmter Hebel 9, io, so daß diese Hebel gedreht und die
von den zugehörigen Stiften 8 beeinflußten Kontaktfedern 7 mit den entsprechenden
Kontaktfedern 6 .in Berührung gebracht werden. Der abgesetzte Teil 16 jedes an den
Nasen i2 vorübergehenden Stiftes 13 läßt jedoch die ihm gegenüberliegenden
Nasen i2 unbeeinflußt. Die' entsprechenden Kontaktfedern 7 bleiben datier mit denn
zugehörigen Kontaktfedern 6 außer Berührung und werden erst durch die vollen Teile
anderer. Stifte 13 zu anderen Zeitpunkten gegen die. betreffenden Federn 6 gedrückt.
.
-
Die Stifte 13 können- auch so abgesetzt sein, daß durch die vollen
Teile dieser Stifte jedesmal nur ein einziger Hebel 9, io gedreht wird, während
alle übrigen Hebel unbeeinflußt bleiben.
-
Durch Schließen einer Stromschlußvorrichtung 5 könnte unmittelbar
ein elektrischer "Schaltvorgang ausgeführt, z. B. eine elektrische Signalglocke
zum Ertönen gebracht werden. - Will man jedoch z. B. ein akustisches Signal von
kurzer Zeitdauer hervorbringen oder in kurzem Zeitabstand ein Vor-und ein Hauptsignal
ertönen lassen, so wird noch- die im folgenden beschriebene Stromschlußvorrichtung
mit der Gruppe der Stromschlußvorrichtungen 5 verbunden.
-
Auf einer Spindel i9 des Uhrwerks'2, die sich in jeder Stunde einmal
dreht, -ist ein mit 24 schrägen Zähnen 2o- versehenes Rad 2 1 befestigt. Auf den
Zähnen 2ö ruhen die Nasen 22 bzw. 23 von zwei um Stifte 24.der Platte i drehbaren,
einarmigen Hebeln 25 bzw. 26, die seitlich ein wenig gegeneinander versetzt sind.
Auf den Hebeln 25, 26 sind Isolierstücke 27 vorgesehen, an denen eine aus zwei Kontaktfedern
28, 29 bestehende Stromschlußvorrichtung 3o angeordnet ist. Die Kontaktfeder 28
ist durch eine Leitung 31
mit den Kontaktfedern 6 der Stromschlußvorrichtungen
5 verbunden, während die Kontaktfeder 29 durch eine Leitung 32 mit dem einen Pol
einer beliebigen Stromquelle - in Verbindung steht.
-
Solange bei der Drehung des Zahnrades 21 beide Nasen 22, 23 sich auf
dem gleichen Zahn 2o befinden, ist die Stromschlußvorrichtung 3o geöffnet. Fällt
die Nase 23 von dem betrettenden Zahn 2o herab, so kommt die Kontaktfeder
29
mit der Kontaktfeder 28 in Berührung. Die Strornschlußvorrichtung go bleibt jetzt
während einer kurzen Zeit, z. B. I5. Sekunden, geschlossen, bis auch die Nase 22
von dem betreffenden Zahn herabfällt. Jetzt- bleibt die Stromschlußvorrichtung 30
geöffnet, bis die Nase 23 vom nächsten Zahn 2o herabfällt. Die Stromschlußvorrichtung
30 wird hierdurch von neuem geschlossen, bis auch die Nase 22 wieder von dem Zahn
2o herabfällt. Bei der dargestellten Ausführungsform. wird hiernach die Stromschlüßvorrichtung
30 in Abständen von 212 Minuten jedesmal 15 Sekunden lang geschlossen.
-
Die Nasen 12 der Schalthebel 9, io sind abgeflacht, so daß jeder Stift
13 der Scheibe 15 den betreffenden Hebel 9, io beim Vorübergehen an der Nase
i2 längere Zeit, d. h. etwa drei Minuten, zurückgedrückt hält. Infolgedessen wird
während einer entsprechenden Zeit auch die zugehörige Stromschlußvorrichtung 5 geschlossen.
Da während dieser Zeit die Stromschlußvorrichtung 3o zweimal geschlossen und geöffnet
wird, kann z. B. mittels einer mit der Kontaktfeder 7 der vorgenannten Stromschlußvorrichtung-5
verbundenen Signalvorrichtung in -kurzem Zeitabstande ein Vor- und ein Hauptsignal
gegeben werden.
-
Die- Nasen 12 der Schalthebel 9, io können auch so gestaltet sein,
daß während der Zeit, während welcher ein Stift 13 den entsprechenden Hebel
9, zo zurückgedrückt hält, die Stroinschlußvorrichtung 3o nur einmal geschlossen
wird, so daß mittels der mit der Kontaktfeder 7 der zugehörigen Stromschlußvorrichtung
5 verbundenen Signalvorrichtung nur ein einziges, - verhältnismäßig kurzes Signal
gegeben wird.
-
Jede Stromschlußvorrichtung 5 kann z. B. einer besonderen. Signalvorrichtung
zugeordnet sein, jedoch können auch die Stromschlußvorrichtungen 5 gruppenweise
je mit einer gemeinsamen Signalvorrichtung verbunden sein.
-
Sollen bestimmte Stromschlußvorrichtungen 5 beispielsweise an bestimmten
Wochentagen unwirksam gemacht werden, so wird noch die im folgenden beschriebene
Gruppe von Stromschlußvorrichtungen vorgesehen.
-
An dem Rahmenstück 3 ist eine Gruppe von neun Stromschlußvorrichtungen
33 (Fig. i) angeordnet, von denen jede zwei Kontaktfedern 34, 35 besitzt. Die Kontakt--federpaare
34, 35 (1,i9 3) sind in zwei übereinanderliegenden Reihen gegeneinander versetzt
angeordnet. An dem in Fig. i rechts liegenden Ende sind die Kontaktfedern 34, 35
mit den unten beschriebenen Leitungen verbunden. Am anderen Ende sind die Federn
34, 35 mit Kontaktspitzen und Kontaktplatten versehen. Gegen die an diesem Ende
verlängerten. und hakenartig gebogenen Federn 35 wirken Nockenscheiben 36, die auf
einer Welle 37 befestigt sind. Die Welle 37 ist in einem mit der Platte 3 verbundenen
Winkelstück 39 drehbar und trägt ein mit vierzehn Zähnen versehenes Schaltrad 40.
Das Schaltrad 40 wird durch einen Stift- 41 der Scheibe 15 jedesmal -um einen Zähn
weitergeschaltet, so daß es in jeder Woche eine Umdrehung ausführt. Bei der dargestellten
Ausführungsform ist jede Scheibe 36 mit zwei Nocken versehen, durch die die zugehörige
Kontaktfeder 35 mit der entsprechenden Kontaktfeder 34 in Berührung gebracht werden
kann. -Die Stromschlüßvorrichtungen 33 werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
in drei Gruppen durch die Nockenscheiben 36 (Fig. i) beeinlußt. Die Stromschlußvorrichtungen
33a1, 33a2, 33a3 (Fig. 5) werden z. B. Montags und Donnerstags, die Stromschlußvorrichtungen
33b1, 33b2, 33b3 Dienstags und Freitags; und die Stromschlußvörrichtungen 33`i,
33`2, 333 Mittwochs und Sonnabends geschlossen. Die einzelnen Kontaktfedern 3.5
der Stromschlußvorrichtungen 33 sind durch getrennte Leitungen 42 mit den einzelnen
Kontaktfedern? der obenbeschriebenenStromschlußvörrichtungen 5 verbunden. Die Kontaktfedern
6 der Stromschlußvorrichtungen 5 stehen, wie oben dargelegt ist, durch die Leitungen
34 32, in die die Stromschlußvorrichtung 3o eingeschaltet ist, mit dem einen Pol
einer Stromquelle in Verbindung. Mit dem anderen Pol dieser Stromquelle sind durch
eine Leitung 44 drei an verschiedenen Orten angeordnete Signalvorrichtungen I, II,
III -verbunden. Jede Signalvorrichtung ist durch eine besondere Leitung 45 mit je
einer Kontaktfeder 34 der drei vorher erwähnten Gruppen von Stromschlußvorrichtungen
33 verbunden, d. h. - die Signalvorrichtung I steht mit den Kontaktfedern 34 der
Stromschlußvorrichtungen 33a1, 33b-, 33c1, die Signalvorrichtung II mit den Kontaktfedern
34 der Stromschlußvorrichtungen 33a2, 33b2, 33 `" und die Signalvorrichtung III
mit den Kontaktfedern 34 der Stromschlußvorrichtungen .33a3> 33b3, 33c3 in Verbindung.
-
Mittels der beschriebenen Vorrichtung können zu verschiedenen Zeitpunkten,
z. B. Stunden, Minuten oder Bruchteilen von Minuten, und an verschiedenen Wochentagen
an verschiedenen Orten Signale gegeben oder andere Schaltvorgänge hervorgerufen
werden. In dem in Fig. 5 veranschaulichten Falle sind die drei Stromschlußvorrichtungen
33c1, 33c2, 33C3 geschlossen. Wird nun noch z. B, die mit der Stromschlußvorrichtung
33c1 verbundene Stromschlußvorrichtung 5 geschlossen.
so wird beim
ersten .Schließen der Stromschlußv orrichtung 30 zu einem bestimmten Zeitpunkt,
z. B: 2112 Minuten vor 6 Uhr, an einem Mittwoch oder Sonnabend mittels der Signalvorrichtung
I ein V orsignal gegeben, während beim zweiten Schließen der Strom schlußvorrichtung
30 Oin Hauptsignal gegeben wird.. Falls in der gleichen Stellung der Stromschlußvorfichtungen
33 z. B. die mit der Stromschlußvorrichtung 332 verbundene Stromschlußvorrichtung
5 geschlossen wird, so wird zu einem anderen Zeitpunkt, z. B. 21@@ Minuten vor 7
Uhr, mittels der Signalvorrichtung II ein V orsignal gegeben, während um 7 Uhr ein
Hauptsignal gegeben wird. Falls jedoch in der Stellung der Stromschlußvorrichtungen
33 nach Fig. 5 eine mit einer Stromschlußvorrichtung 33 der Gruppe 33t1, 33a2, 33a3
oder -der Gruppe 33b1, 33"2, 33°3 verbundene Stromschlußv orrichtung 5 geschlossen
wird, so wird keine Wirkung auf die Signalvorrichtungen T, II, III ausgeübt, da
die Stromschlußvorrichtungen 33 jener beiden Gruppen geöffnet sind. Erst wenn an
anderen Wochentagen die zu der Gruppe 33111, 33a=, 33a3 oder zu der Gruppe 33b1,
33b2, 33b3 gehörigen Stromschlußvorrichtungen 33 geschlossen sind, können die mit
der betreffenden Gruppe verbundenen Stromschlußvorrichtungen 5 die Signalvorrichtungen
I, II, III beeinflussen.
-
Die Stromschlußvorrichtungen 33 können auch -einzeln geöffnet und
geschlossen werden. .