DE38683C - Elektrischer Wächter-Kontrolapparat - Google Patents

Elektrischer Wächter-Kontrolapparat

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DE38683C
DE38683C DE188638683D DE38683DD DE38683C DE 38683 C DE38683 C DE 38683C DE 188638683 D DE188638683 D DE 188638683D DE 38683D D DE38683D D DE 38683DD DE 38683 C DE38683 C DE 38683C
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Germany
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station
disk
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Expired
Application number
DE188638683D
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English (en)
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O. skrivan und F. dvorak in Prag, Weinberge 291
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C1/00Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
    • G07C1/20Checking timed patrols, e.g. of watchman

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. August 1886 ab.
Dieser Wächter-Controlapparat kann für beliebig viele Stationen und für mehrere Wächter eingerichtet werden; es kann in der Nacht zu jeder Zeit von der Hauptstation controlirt werden, ob die Wächter auf ihrem Posten sind oder ob eine Unregelmäfsigkeit im Wachdienst vorgekommen ist, in welchem Falle eine Alarmglocke ertönt; aufserdem vermag der Wächter bei Feuer etc. dasselbe von der nächsten Station nach der Hauptstation zu melden, ohne seinen Platz zu verlassen. Unregelmäfsigkeiten oder Unterlassung in der Controle von nur einer Station sind ausgeschlossen, weil der Apparat jede Störung selbstthätig anzeigt, so dafs der Wächter gezwungen ist, die Apparate aller Stationen genau zur bestimmten Zeit zu bedienen.
In jeder Station oder Controlstelle, welche der Wächter zu besuchen hat, ist ein Stationscommutator, Fig. i, angebracht. Derselbe steht auf einer viereckigen Platte, welche je nach Bedarf in Relief hervorstehende Zahlen besitzt, und zwar bei:
einer Controle von 5 Minuten 12 Zahlen, - 10 '- 6
'5 20
"4
3 2
- 30 -
- 60 - ι Zahl.
Die Controle geschieht durch Drehen des
Zeigers ^ von einer Zahl zur anderen, wodurch die auf der Rückseite der Platte an der Achse des Zeigers sitzende Scheibe a, Fig. 2, mitgedreht wird. Die Scheibe α besitzt so viel Ansätze b, als die Platte Zahlen. Mit α ist die Scheibe c verbunden, die mit doppelt so viel Einschnitten versehen ist, als Scheibe α Ansätze hat oder als Zahlen vorhanden sind. In die Einschnitte der Scheibe c drückt die Feder/ die Sperrklinke c, um ein Zurückdrehen der Scheiben α und c zu verhindern. Die Ansätze b der Scheibe α gelangen durch Drehung des Zeigers ^ mit den Federn d, die durch Leitungsdrähte 1 ... 12 mit den Apparaten der Hauptstation, Fig. 5, verbunden sind, in Contact; ein zweiter Draht E bildet die Erdleitung.
Beim Bedienen sämmtlicher Stationen hat sich der Wächter streng nach einer Normaluhr zu richten, wozu jede beliebige Uhr verwendet werden kann.
In Fig. 3 ist ν w χ das Zeigerwerk der Uhr, an welcher das Minutenrad ν mit zwei Stiften g und h versehen ist, welche abwechselnd mit den Federn i und k in Contact treten. Kommt der Zeiger dieses Werkes auf die Zahlen VI und XII zu stehen, so ist Feder i einmal mit Stift h und das zweite Mal mit g in Contact, steht der Zeiger aber auf III' und IX, so ist Feder k erstens mit h und zweitens mit g in Verbindung. Die beiden Federn i und k sind isolirt und durch Drahtleitungen 8 und 7 mit dem Apparat verbunden, Fig. 5, während der dritte Draht 12, mit dem Körper der Uhr verbunden, zur Glocke G führt (s. Fig. 9).
In die Drahtleitung ist ein Ausschalter, Fig. 4, eingefügt, um die Leitung bei Tage ausschalten zu können, welches dadurch geschieht, dafs die Kurbel m in die gezeichnete senkrechte Lage gebracht wird. Die Kurbel m sitzt auf der Achse η und ist durch letztere mit den mit Ansätzen ο ο1 versehenen Scheiben ρ und q
(nur ρ sichtbar) verbunden. Die Scheibe q ist metallisch mit der Achse und dem Körper des Ausschalters verbunden, wohingegen die Scheibe p, von diesem isolirt, auf der Achse sitzt. In der senkrechten Stellung der Kurbel sind alle vier Federn dl d2 d3 of4 von den Scheiben getrennt, weil die Federn d1 ds in der Höhe der Scheibej? und d2 d^ in Höhe von q liegen. Ist die Kurbel nach links in die Lage von s gedreht, so treten die Federn dl rf3 mit der isolirten Scheibe ρ in Contact, wodurch die Leitung zwischen dem Apparat und der Batterie geschlossen ist, Feder d4 mit der Scheibe q und dem Körper in Contact, während Feder d2 isolirt bleibt. Da nun Feder d* mit sämmtlichen Contacten d5, Fig. 5, verbunden ist, und beim Abfallen des Ankers r die Leitungen geschlossen sind, so ertönen die Signale. Bei Drehung der Kurbel in Lage sl nach rechts treten wieder die Federn d1 ds mit der isolirten Scheibe ρ und Feder ti2 mit Scheibe q in Contact, wodurch ebenfalls die Verbindung mit AnkerV hergestellt ist, aber nur zum Alarm bei Feuersgefahr etc. angewendet wird.
Der Apparat der Hauptstation ist in Fig. 5 für sechs Stationen dargestellt. Derselbe besteht für jede Station aus einem Uhrwerk, welches einmal im Monat aufgezogen wird, aus zwei Multiplicationsrollen R R mit dem Anker r und den beiden Contacten d5 de, welche mit den entsprechenden Federn des Ausschalters, Fig. 4, verbunden sind. Der Anker r ist an seinem dem Uhrwerk zugekehrten Schenkel halbkreisförmig gebildet und mit zwei Zapfen ^1 ^2 ausgerüstet, Fig. 6 und 7, welche Zapfen wechselweise in das vierzähnige Sternrad t des Uhrwerkes eingreifen. Auf der Welle des Sternrades t sitzt eine mit zwei Nasen ηλ rc2 versehene Scheibe s8, welche Nasen abwechselnd mit den Federn fl und f2 in Contact treten. Da. bei einer Drehung des Commutatorzeigers der Anker r abfällt, also die Zapfen ^1 ^2 das Sternrad t freigeben, so macht das letztere jedesmal eine Drehbewegung; dasselbe thut die mit t verbundene Scheibe s3, wodurch die Nasen nl ix'2 einmal mit Feder fx das andere Mal mit /2 in Contact kommen.
Die Verbindung des Apparates mit den Stationen geschieht auf folgende Weise: Die ersten sechs Drahtleitungen führen zu den einzelnen Multiplicationsrollen JR R; die Ausgangsenden der letzteren sind durch Schrauben s4 mit dem Körper des Apparates verbunden. Alle Federn/1 und f2 und alle Contactpfeiler ds da sind durch Zweigleitungen im Apparate verbunden und haben die Ausgangsleitungen 7, 8, 10, 11. Der Ausgangsdraht 9 führt direct vom Körper aus. (Der Deutlichkeit wegen ist nur die Drahtleitung einer Station gezeichnet.)
Fig. 9 zeigt das Leitungsschema für sechs Stationen mit Einführung in die Hausleitung; dasselbe ist für ]/4 stündige Controle mit 1 5 stündiger Wachzeit angenommen.
Während der Drehung des Zeigers eines Commutators von einer Zahl zur anderen wird zwischen der Feder d und der Scheibe a, Fig. 2, die Stromkette unterbrochen, der Anker r im Apparat, Fig. 5, fällt ab und löst hierdurch das Sternrad t aus; letzteres wird um einen Zahn gedreht; kommt hierauf der Zeiger des Commutators zum Stillstand, so wird der Anker r angezogen und das Sternrad t dreht sich wieder einen Zahn weiter, macht also im Ganzen eine halbe Umdrehung. In der Zeit, in welcher der Anker r abgefallen ist, tritt derselbe in Contact mit Pfeiler d", der, mit der Glocke verbunden, die letztere ertönen läfst, zur Erkennung, wie viel Zeit der Wächter braucht, um von einer Station zur anderen zu gelangen.
Der Wächter mufs nach Ablauf einer Viertelstunde an der Normaluhr alle Zeiger ^ in den Cbmmutatoren gerichtet haben; in diesem Falle ist der Stromkreis zwischen dem Apparate und der Normaluhr unterbrochen. Sollte aber an einem der Commutatoren der Zeiger falsch stehen, so ist die Stromkette geschlossen und die Schelle ertönt zum Zeichen, dafs eine Unregelmäfsigkeit vorkam. Wenn ferner an einer der Scalen, Fig. 5, der Zeiger weniger zeigt, so hat der Wächter diese Station versäumt, zeigt aber der Zeiger mehr als die anderen, so ist der Zeiger des betreffenden Commutators zu weit gedreht.
Steht der Scale η zeiger auf einer geraden Zahl, so ist die Scheibe s3, Fig. 5 und 8, mit Feder/1 in Contact, steht der Uhrzeiger auf 6 oder 12, so ist Feder k, Fig. 3, aufser Berührung. Zeigen die Zeiger ^ des Commutators einer Station auf 3 oder 9, so ist im Apparat die Scheibe ss mit Feder f2 und in der Uhr, Fig. 3, die Feder i mit Stift h in Contact, mithin ist die Stromkette geschlossen, wie aus Fig. 8 ersichtlich. Die Stromkette für den Apparat ist in dem Falle, geschlossen, wenn alle Zeiger der Commutatoren auf derselben Zahl stehen, die Feder d die Scheibe α berührt, Fig. 2, und alle Federn/, Fig. 5, vermitttelst der Scheibe sa, des Sternrades t, der beiden Zapfen ^1 ^2, die am Anker r befestigt sind, durch letzteren mit den betreffenden Multiplicationsrollen R R in Verbindung stehen.
Eine dritte Stromkette gelangt zur Einschaltung, wenn bei Feuersgefahr der Wächter die Alarmsignale nach der Hauptstation giebt. Damit die Signale nur so lange zu hören sind, wie es nothwendig ist, hat der Wächter am nächsten Commutator den Zeiger zwei- oder dreimal herumzudrehen und denselben zwischen zwei Zahlen stehen zu lassen. In dieser Stellung ist der Anker r abgefallen, der Contact d6 schliefst mit dem Anker die Kette und die Glocke

Claims (1)

  1. ertönt so lange, wie der Zeiger des Commutators in der Stellung gelassen wird, welche derselbe innehatte, als das Alarmsignal nach der Hauptstation abgegeben wurde. Durch dieses Einstellen des Commutatorzeigers zwischen zwei Zahlen wird ein Vorschieben des Scalenzeigers um einige Striche bewirkt, wodurch auf der Hauptstation ersichtlich ist, von welcher Station das Alarmsignal abgegeben wurde.
    Pa te ν τ-An sprüche:
    i. An Wächter - Controlapparaten die Anordnung einer beliebigen Anzahl Stationscommutatoren (Fig. ι und 2), bestehend aus einer mit Zahlen und drehbarem Zeiger \ versehenen Platte, auf deren Rückseite die auf der Achse von % sitzenden Scheiben a und c sich befinden, wobei α so viel Vorsprünge b trägt, als die Platte Zahlen, und c mit doppelt so viel Einschnitten versehen ist, wie Zahlen auf der Platte vorhanden sind, zum Zwecke, bei Drehung von \ die Feder d mit Scheibe a in Contact zu bringen, um den Stromkreis zu schliefsen und ein Zurückdrehen von \ durch Eingreifen der Klinke e in die Ausschnitte von c zu verhindern.
    Die Anordnung eines Controlapparates für alle Stationen (Fig. 5), für jede Station bestehend aus einem Uhrwerk (Fig. 6 und 7), zwei Multiplicationsrollen R R, einem Anker r mit zwei Contacten (dh dej, welcher Anker r mit zwei Zapfen \' ^2 versehen ist, die in das mit Scheibe s3 verbundene Sternrad if eingreifen und das letztere beim Abfallen des Ankers freigeben, wodurch t einen Zahn weiter dreht, welches ein Weitergehen des Uhrzeigers auf die Zahl zur Folge hat, auf welche der Stationscommutatorzeiger ^ steht. Die Einfügung eines Umschalters (Fig. 4) auf der Hauptstation, dessen Kurbel fm) um Achse η drehbar ist, auf welcher die Scheiben ρ q sitzen, bei deren Drehung nach s die Federn d' d3 mit Scheibe p, nach sl die Feder cT2 mit Scheibe q in Contact treten, wodurch die Verbindung mit der Hauptstation hergestellt 'wird, zum Zwecke, beim Controliren jeder Station die Glocke (G) (Fig. 9) ertönen zu lassen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen. ·
DE188638683D 1886-08-05 1886-08-05 Elektrischer Wächter-Kontrolapparat Expired DE38683C (de)

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