DE12664C - Neuerungen an elektrischen Uhren - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Uhren

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DE12664C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C11/00Synchronisation of independently-driven clocks
    • G04C11/06Synchronisation of independently-driven clocks with direct mechanical action on the time-indicating means

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Description

1880.
Klasse 83.
SIEMENS & HALSKE in BERLIN. Neuerungen an elektrischen Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom to. Juni 1880 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Uhr mit neuer Ausführung, des bekannten Princips, bei elektrischen Uhrsystemen die eingetretenen Unrichtigkeiten in den einzelnen Uhren durch Zeigerstellung von einer Normaluhr aus auf elektrischem Wege ■ von Zeit zu Zeit zu corrigiren und einer damit verbundenen selbstthätigen Meldeeinrichtung, welche die fehlerhaft gehenden Uhren anzeigt. Die hierzu angewendeten elektrischen Uhren werden gleich gewöhnlichen Uhren durch Feder oder Gewichtswerk betrieben, und sind die nachbeschriebenen Einrichtungen an ihnen angebracht.
Während bei den früher ausgeführten Uhren mit elektrischer Corrigirung der Zeigerstellung, die durch den elektrischen Strom mittelst eines Elektromagneten oder dergleichen ausgeübte Kraft die Reibung der Zeiger zu überwinden hatte, hat bei unseren neuen Uhren die elektrische Uhr nur mit geringer Kraft einen kleinen Hebel zu bewegen, was die Zeigereinstellung mittelbar zur Folge hat.
Zu diesem Zwecke bringen wir an Uhren, die so regulirt sind, dafs sie wenig vorgehen, mit Haken· versehene Hebel h, Fig. 1, an, welche durch Vermittelung eines Elektromagneten M, wenn der Strom durch letzteren circulirt, in das Bereich, der Zeiger Z tritt. Kurz vor vollendeter Stunde wird von der Normaluhr aus ein Strom durch den Elektromagneten M gesandt, der Hebel h wird infolge dessen angezogen und der mit Reibung auf seiner Axe festsitzende Zeiger Z legt sich gegen den Haken des Hebels h und stellt sich somit selbstthätig auf die Normalstellung ein.
Genau zur vollen Stunde erfolgt durch die Normaluhr die Unterbrechung des Stromes und die Zeiger sämmtlicher in den Stromkreis eingeschalteter Uhren gehen alsdann mit corrigirter Zeit weiter. Hierbei können auch, wie in Fig. 2 gezeichnet, die Haken h fortdauernd im Bereiche der Zeiger Z gehalten werden und diese letzteren nur zur vollen Stunde durch die von der Normaluhr zu bewirkende Auslösung, nachdem sie sich selbst richtig gestellt haben, befreit werden.
Bei dieser Ausführung des oben bezeichneten Princips tritt bei einer Störung der elektrischen Stromgebimg, welche durch irgend welche Ursache, wie z. B. durch Unterbrechung der Leitung, hervorgerufen werden kann, der Uebelstand ein, dafs die Uhren in dem zuerst erwähnten Falle sämmtlich vorgehen, in letzterem Falle sämmtlich auf der vollen Stunde stehen bleiben. Soll dies vermieden werden, so wenden wir die in Fig. 3 dargestellte und im nachfolgenden beschriebene Einrichtung an.
Auf der Zeigeraxe α eines Uhrwerks beliebiger Construction ist der Minutenzeiger Z wie gewöhnlich mit Reibung drehbar aufgesetzt und steht mit dem Stundenzeiger durch die bekannte Räderübertragung in Verbindung. Mit dem Zeiger Z fest verbunden sind zwei hinter einander liegende, auf nahezu dem halben Umfange mit entgegengesetzt stehenden Zähnen versehene Sperrräder S1 ^2. In der Nähe derselben ist das um die Axe b drehbare Echappement E gelagert, welchem das an einem Gewichte P durch Federkraft oder sonstwie in der Richtung des Pfeiles getriebene Steigrad S das Bestreben ertheilt, eine hin- und hergehende Bewegung zu machen. Diese Bewegung ist in der Ruhelage dadurch verhindert, dafs der mit dem Echappement fest verbundene Hebel -if mit seinem unteren Ende von dem Haken m des Ankers A festgehalten wird. Die vorerwähnten Sperrräder S1 S2 werden von zwei Haken A1 h% umfafst, welche durch Vermittelung der Feder/ gegen die festen Anschläge J1 /2 gedrückt werden und in der Ruhelage aüfser Eingriff mit den Zähnen der Sperrräder stehen. Diese Haken sind in dem Punkt c des Hebels H gelagert. Wird ein Strom durch den Elektromagneten M gesandt, so wird der Anker A angezogen, der Haken m läfst den Hebel H los und das.Steigrad .S kann um einen Zahn vorwärts rücken. Hierbei bewegen die Haken Ji1 bezw. h% eines der Sperrräder S1 S2 dadurch, dafs sie in das Bereich der Zähne derselben fassen, und falls sie Zähne vorfinden, den mit den Sperrrädern fest verbundenen Zeiger Z um ein dem Hube der Haken Ji1 h2 entsprechendes Stück fortrücken.
Der in beliebiger Stellung befindliche Zeiger kann somit durch mehrmalige Stromgebung so weit gedreht werden, bis er die Normalstellung erreicht hat; in dieser aber finden die Haken keine Zähne mehr auf dem Umfange der Räder S1 S2 vor und können daher eine weitere Drehung des Zeigers nicht bewirken. Durch die entgegengesetzt stehenden Zähne der Sperrräder S1 S2 kann der Zeiger, sowohl wenn er zurückgeblieben als auch wenn er vorangeeilt ist, durch Stromgebung zur vollendeten vollen Stunde richtig auf Normalstellung eingestellt werden.
Damit der Hebel H, wenn der Anker A angezogen wird, nicht eine fortgesetzte oscillirende Bewegung machen kann, ist letzterer mit einer zweiten Nase η versehen, welche verhindert, dafs er in die Ruhelage zurücktritt, bevor nicht der Anker wieder abgefallen ist. Es ist also bei jeder Auslösung des Hebels H nur eine einmalige Bewegung der Haken Ji1 Ji2 möglich.
Wird der Winkel, um welchen die Haken A1 Zt2 den Zeiger bei einmaliger Auslösung stellen, gröfser gewählt als der innerhalb einer gewissen Zeit mögliche Fehler des Minutenzeigers des Uhrwerkes, so genügt die durch eine Normaluhr erfolgende Absendung je eines Stromes zur vollen Stunde, um die von sämmtlichen zu einem System verbundenen Uhren begangenen Fehler fortlaufend zu corrigiren.
Aufserdem aber können gröfsere Fehler durch Absenden einer Anzahl hinter einander folgender Ströme berichtigt werden, und die Uhren somit nicht nur regulirt, sondern auch thatsächlich innerhalb bestimmter Grenzen gestellt werden.
Soll auf letztere verzichtet und nur die geringe Correctur der Zeigerstellung durch einen stündlich von der Normaluhr ausgehenden Stromimpuls beibehalten werden, dann erhalten die Zahnräder ^1 s2 nur je einen Zahn an betreffender Stelle, oder man ersetzt sie durch einen Arm oder Stift.
Mit der vorbeschriebenen Regulirungs- und Stelleinrichtung für Uhren bringen wir ferner eine Controleinrichtung in Verbindung, welche die Zeitangabe der einzelnen zu einem System verbundenen Uhren auf einer Stelle zu überwachen ermöglicht. Das Wesen dieser Einrichtung ist in Fig. 4 dargestellt. Der Zeiger der Normaluhr N erhält aufser dem Stromschliefserai, welcher nur einen kurz dauernden Stromschlufs bewirkt und in einer der vorbeschriebenen Weisen die Correctur der Zeigerstellung bewerkstelligt, einen zweiten Stromschliefser c d, welcher zu einer gewissen Zeit, beispielsweise wie gezeichnet ist, wenn der Minutenzeiger auf 7 steht, einen etwa eine Minute andauernden Stromschlufs bewirkt.
Nehmen wir vorläufig an, dafs, wie in Fig. 4 gezeichnet ist, nur eine elektrische Uhr im Stromkreise läge, so richten wir dann dieselbe so ein, dafs, wenn der Zeiger auf 7 steht, beispielsweise durch Vermittelung der Knagge f der Stromkreis ein wenig länger als eine Minute unterbrochen wird.
Bei der Normaluhr ist ein elektrischer Wecker eingeschaltet, derselbe läutet, wenn die Stromunterbrechung e g nicht genau mit dem Stromschlufs c d zusammenfällt, d. h., wenn der Zeiger der zu regulirenden Uhr vor- oder zurückgeblieben ist.
Sind mehrere Uhren in einem Stromkreis mit der Normaluhr in Verbindung gebracht, so wird für jede dieser Uhren die gleiche Anordnung getroffen, jedoch so, dafs sie für jede Uhr zu einer anderen Zeit in Thätigkeit tritt, so dafs man also daraus, ob z. B. der Wecker eine, zwei von drei Minuten noch halb ertönt, erkennen kann, ob bezüglich die erste, zweite, dritte Uhr stehen geblieben ist, oder falsch geht.
Die vorbeschriebene Controleinrichtung bringen wir auch an Uhren jedes Systemes an.
Wird auch noch eine hörbare Controle darüber nothwendig, dafs der Regulirungsstrom seitens der Normaluhr mittelst Stromschlusses a b wirklich richtig abgegeben wird, so kann ein Wecker von anderer Klangfarbe bei y eingeschaltet werden bezw. bei χ ein Wecker geeig-^ neter Schaltung, oder mit verschiedener Zeitdauer läutend und so beiden Zwecken dienend, angebracht werden. Die eben beschriebene Controleinrichtung wenden wir auch an für elektrische Uhren jedes beliebigen Systemes.
Die vorbeschriebene Einrichtung für die elektrische Correctur der Zeigerstellung kann auch mit einem Schlagwerke der Uhr, falls ein solches an den elektrischen Uhren angebracht werden soll, vereinigt werden. Der vom elektrischen Strom bewegte Hebel löst dann das Schlagwerk der Uhr aus, in gleicher Weise wie der betreffende Auslösehebel des Schlagwerkes einer gewöhnlichen Uhr. Von einer Axe des Schlag-' Werkes aus wird der Hebel mit den Sperrklingen in oscillirende Bewegung gebracht, die Wiedereinlösung des Schlagwerkes geschieht wie bei jeder gewöhnlichen Uhr.

Claims (1)

  1. P ATENT-AN SPRÜCHE:
    i. Die Correctur der Zeigerstellung an elektrischen Uhren, bei welcher die vom elektrischen Strom ausgeübte Kraft die Reibung der Zeiger nicht direct zu überwinden hat, indem durch seine Einwirkung entweder die Zeiger der etwas vorgehenden Uhr festgehalten werden oder ein besonderes Werk, welches auch gleichzeitig ein Schlagwerk
    sein kann, vorübergehend ausgelöst wird, welches die Zeigercorrectur bewerkstelligt; im wesentlichen wie beschrieben.
    Die elektrische Controlsignaleinrichtung für Uhren, bei welcher von den zu regulirenden Uhren Unterbrechungen der Leitung bewirkt werden, welche gleichzeitigen, von der Normaluhr hergestellten Stromschlüssen entsprechen, wodurch bei Coincidenz von dem gleichen Gang sämmtlicher Uhren Zeugnifs gegeben, beim Abweichen einer derselben aber ein Älarmzeichen hervorgerufen wird, welches die abweichende Uhr kennzeichnet; im * wesentlichen wie beschrieben und dargestellt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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