DE201698C - - Google Patents

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DE201698C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/12Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 201698 KLASSE 74 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche dazu dient, bestimmte Zeichen auf elektrischem Wege zu übertragen.
. An der Empfangsstelle werden die Zeichen in bekannter Weise mit' Hilfe eines Morseapparates oder eines anderen Empfängers graphisch aufgezeichnet.
Die Vorrichtung besteht aus einem Uhroder Laufwerk a. Auf einer Welle dieses Uhrwerkes ist eine Signalscheibe b und eine Sperrscheibe c, . auf einer zweiten Welle, welche durch ein Zwischengetriebe des Uhrwerkes in Drehung versetzt wird, ist eine Vorrichtung zur Regelung der Geschwindigkeit in Form eines Windflügels d angebracht. Auf der Signalscheibe b sind entsprechend den zu übertragenden Zeichen Zähne von verschiedener Länge vorgesehen. Bei der Drehung der Signalscheibe b stoßen die Zähne gegen die Nase des Hebels e, welcher im Punkte f drehbar gelagert ist und mittels einer Feder g gegen die Signalscheibe b gepreßt wird, und drücken den Hebel e nach unten. Sobald ein Zahn an der Nase des Hebels e vorübergegangen ist, gleitet diese in die Zahnlücke usf. Je nach der Länge des Zahnes wird der freie Hebelarm längere oder kürzere Zeit gehoben, so daß er mittels des Zeichengebers h längere oder kürzere Zeit Stromschluß herstellt.
Hinter die Nase der Sperrscheibe c (Fig. 1)
greift die Sperrnase i des Sperrhebels k, welcher
_ im Punkte I drehbar gelagert ist. Wird der Hebelarm m des Sperrnebels k nach oben gedrückt (Fig. 2), so gibt die Sperrnase i die Sperrscheibe c frei; gleichzeitig wird mit Hilfe eines an dem Sperrhebel k angebrachten Sperrstiftes η die Nase 0 des Windflügels d festgehalten, ferner greift die an dem Hebelarm m angebrachte Nase p hinter. die Nase des Ankers q des Elektromagneten r, so daß der Hebel in der nach oben gedrückten Stellung bleibt; schließlich werden die an dem Sperrhebel befindlichen federnden Stromschlußstücke s gegen die am Uhrgestell isoliert angebrachten Kontaktstücke t gedrückt, wodurch ein Kontakt in der in der Zeichnung gestrichelt dargestellten, zu dem Elektromagneten führenden Leitung geschlossen wird (Stellung Fig. 2).
Dies ist die Ruhestellung der Vorrichtung. Soll nun durch die Vorrichtung ein Zeichen gegeben werden, um z. B. in der Zentralstation eines elektrischen Verteilungsnetzes das Herausfallen eines an entfernter Stelle angeordneten selbsttätigen Schalters zu melden, der einen Leitungsabschnitt oder einen Transformator bei Überlastung oder bei einem eintretenden Isolationsfehler selbsttätig abschaltet, so muß der Anker mit der Nase q zurückgezogen werden. Dies kann durch den herausfallenden Schalter mechanisch oder — wie im gezeichneten Ausführungsbeispiel angenommen ist — elektrisch erfolgen. Dient z. B. zum Auslösen des Schalters ein in einem Relaisstromkreis liegender Auslösemagnet, so kann man die Wicklung des Elektromagneten r ebenfalls an 6g diesen Relaisstromkreis anschließen, so daß er
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gleichzeitig mit dem Auslösemagneten des selbsttätigen Schalters erregt wird. Durch das Zurückziehen des Ankers q wird die Nase p des Hebelarmes m frei, und letzterer sinkt durch sein Gewicht nach unten; hierdurch geht der Sperrstift η nach oben und gibt dadurch den Windflügel d frei; gleichzeitig setzt sich die Sperrnase des Sperrhebels k auf die Kante u der Sperrscheibennase, und die Stromschlußstücke verlassen die Kontaktstücke t, wodurch der Strom im Elektromagneten r unterbrochen wird. Nach einmaligem Umlauf der Sperrscheibe c und somit der Signalscheibe b greift die Sperrnase i vor die Nase der Sperrscheibe c und sperrt das Uhrwerk (Stellung 1). Beim Wiedereinschalten des selbsttätigen Schalters muß gleichzeitig der Sperrhebel k wieder in die Stellung Fig. 2 umgelegt werden, wodurch der Fernzeichengeber für eine neuerliche MeI-dung bereitgestellt wird.
Da die Sperrung in der Ruhestellung 2 in bekannter Weise an einer Welle größerer Geschwindigkeit, z. B. am Windflügel d erfolgt, so ist der durch das Läuferwerk an der Sperrstelle η erzeugte Druck gering. Der Hebel k und die Nasen f, q können verhältnismäßig schwach gehalten werden, und es ist zum Zurückziehen der Nase q nur eine sehr geringe Kraft erforderlich. Nach erfolgter Zeichengebung erfolgt dagegen die Sperrung unmittelbar an der Achse der Signalscheibe b, so daß diese nur eine einzige Umdrehung macht. Da nun die Zähne auf einem Teil des Umfanges der Signalscheibe ζ. B. auf weniger als die Hälfte zusammengedrängt sind, und zwar bei zwei an der gleichen Signalleitung liegenden Fernzeichengebern, die etwa das Herausfallen zweier am Anfang und Ende eines Leitungsabschnittes angeordneter selbsttätiger Schalter melden sollen, auf verschiedene Hälften, wird die gegenseitige Überlagerung der Zeichen und daher eine Störung in der Meldung verhütet.
Für beide obenerwähnte Sperrungen wird ein einziger Hebel verwendet, welcher zur Einleitung der Zeichengebung und zur Bereit-Stellung für die nächste Meldung jeweilig in die entgegengesetzte Lage umgelegt wird.
Es sei bemerkt, daß bereits Fernzeichengeber bekannt sind, deren Laufwerk im Ruhezustand am Windfiügel gesperrt ist, während die Sperrung nach erfolgter Zeichengebung an der Achse der Signalscheibe stattfindet. Jedoch waren diese Vorrichtungen bisher sehr kompliziert gebaut, da eine Reihe von Hebeln verwendet wurde. Der im vorhergehenden beschriebene Fernzeichengeber zeichnet sich demgegenüber durch große Einfachheit aus, da ein und derselbe Hebel beide Sperrungen bewirkt. Dieser Hebel überwacht zugleich den Stromschluß des Auslösemagneten.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Fernzeichengeber, dessen Laufwerk im Ruhezustande an einer Achse großer Geschwindigkeit gesperrt ist, während das Einfallen der Sperrung nach erfolgter Zeichengebung von der Achse der Signalscheibe abhängig gemacht ist, gekennzeichnet durch einen einzigen Sperrhebel (k), welcher je nach seiner Lage die Achse großer Geschwindigkeit (Windflügeld) sperrt und diejenige der Signalscheibe (b) freigibt oder umgekehrt erstere freigibt und letztere sperrt.
2. Ausführungsform des Fernzeichengebers nach Anspruch 1 mit elektromagnetischer Auslösung, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (k) in der Ruhelage, in welcher er die Achse großer Geschwindigkeit sperrt, gleichzeitig einen Kontakt fs, t) im Stromkreis des Auslösemagneten fr) schließt, dagegen nach seiner Auslösung ihn unterbricht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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