AT104149B - Verfahren zur Darstellung lichtempfindlicher Schichten. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung lichtempfindlicher Schichten.Info
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Description
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Verfahren zur Darstellung lichtempfindlicher Schichten.
In dem Hauptpatent Nr. 97 932 ist gezeigt worden, dass man vermittels sogenannter Diazoanhydride praktisch wertvolle lichtempfindliche Schichten, insbesondere für Liehtpauspapier, erhalten kann. Mit diesen Schichten kann man aus Positiven unmittelbar positive Bilder erhalten.
In dem genannten Hauptpatent ist weiter gezeigt worden, dass man Diazoverbindungen gleichzeitig mit den Azofarbstoffkomponenten auf der Unterlage anbringen kann, ohne dass eine Beeinträchtigung der Wirkung bei dem entstehenden Bilde eintritt, ferner, dass die Kupplung der Diazo-und Azokomponente mit einem gasförmigen Alkali, z. B. Ammoniak erfolgen kann, wodurch die Entwicklung ohne Anwendung von FlÜssigkeiten möglich ist.
Um eine vorzeitige Kupplung beim Lagern zu verhindern, ist nach dem Hauptpatent die Anwendung von Säure vorgeschlagen worden. Auf diese Weise lassen sich Diazoverbindungen verschiedener Art mit Azokomponenten zusammen aufbringen. Wählt man andere Diazoverbindungen als Diazoanhydride so muss man jedoch, um eine vorzeitige Kupplung zu vermeiden, Säuren in grösserer Menge, z. B. Schwefelsäure zusetzen, wodurch die Haltbarkeit der Papierfaser erheblich beeinträchtigt wird. Auch haben die einfachen Diazoverbindungen den Nachteil, dass sie kaum gefärbt sind, so dass man den Endpunkt des Ausbleiehens schlecht verfolgen kann.
Es ist nun gefunden worden, dass man Papiere von einer Haltbarkeit und Lagerfähigkeit, die derjenigen der in dem Hauptpatent beschriebenen gleich oder nahe kommt, herstellen kann, ohne dass der Zusatz von grösseren Mengen von Säuren nötig wird, wenn man als Diazokomponenten Verbindungen wählt, die als Diazoanhydride in weiterem Sinne aufgefasst werden können und die aus Diazoniumverbindungen unter Austritt von Wasser entstanden gedacht werden können.
Diese Diazoverbindungen besitzen, wie die bereits angeführten Diazoanhydride, die nötige Beständigkeit und sind auch mehr oder weniger gefärbt.
Als solche Diazokomponenten können Amino-Diazoverbindungen angewendet werden, z. B. die Diazoverbindungen aus p-Diaminen und ihren Derivaten, und andere Aminodiphenylamine, wie z. B.
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Ferner kommen auch die Diazoverbindungen aus Aminokarbazol, Aminofluoren, Aminodiphenylenoxyd und ähnliche beständige Diazokörper in Betracht, die ebenfalls farbig sind und sieh ganz ähnlich verhalten.
Wie in dem Hauptpatent beschrieben, können der lichtempfindlichen Schicht gleichzeitig Metallsalze zugefügt werden, wie überhaupt alle Kombinationen ausgeführt werden können, die in dem Hauptpatent beschrieben sind. Anstatt der lichtempfindlichen Schicht die Metallsalze einzuverleiben, können auch die Metallverbindungen der angewendeten Diazo-oder Azokomponenten oder beider Verbindungen verwendet werden, falls diese salzbildende Gruppen enthalten oder mit Metallsalzen Doppelsalze bilden.
In diesem Falle erfolgt die Entwicklung des Bildes nach der Belichtung zweckmässig mit einem gasförmigen Alkali, das nach jeder beliebigen Methode erzeugt werden kann. Doch kann man auch die Entwicklung in einem wässerigen alkalischen Bade ausführen und in diesem Falle die Metallsalze dem Alkalibade zusetzen.
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Die Diazoanhydride, die in dem Hauptpatent beansprucht sind, sind aus dem vorliegenden Patentanspruch ausgeschlossen.
Beispiele :
1. 13'6 Gewichtsteile o-Aminodimethylanilin werden auf übliche Weise diazotiert und in der tief gelb gefärbten Diazolösung 8 Gewichtsteile Resorzylsäure und 15 Gewichtsteile Nickelsulfat gelöst.
Die Lösung wird auf l ! aufgefüllt und zum Aufstrich auf die gewünschte Unterlage (Papier usw. ) benutzt. Die nach dem Trocknen erhaltenen Schichten geben nach der Belichtung und Behandlung mit einem Alkali braunorange Kopien.
2.10 Gewichtsteile Phenyliminochinondiazidsulfat, 9 Gewichtsteile Resorzylsäure und 30 Gewiehtsteile Nickelsulfat NiSO4 + 7 HO werden in 1000 Raumteilen Wasser gelöst und die Unterlage mit dieser Lösung bestrichen. Die so erhaltenen Schichten werden in üblicher Weise belichtet und ergeben dann durch Behandlung mit einem alkalischen Mittel, wie z, B, gasförmigem Ammoniak oder Soda, unmittelbare braune positive Kopien.
3. 10 g p-Iminochinondiazidsulfosäure, die man durch Diazotieren von p-Phenylendiaminsulfo- säure erhält, werden mit 20 g 1-Amino-8-oxynaphthalin-3. 6-disulfosäure (H-Säure) in 1000 Raumteilen Wasser gelöst und die. Unterlage mit dieser Lösung bestrichen. Die so erhaltenen Schichten geben nach der Belichtung und darauf folgender Entwicklung mit einem alkalischen Mittel, z. B. gasförmigem
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4.12 g Dimethyliminochinondiazidsulfosäure, die man durch Diazotieren der p-Dimethylaminoanilinsulfosäure darstellt und 20 g ss- Naphthol-3. 6-disulfosäure werden in 1000 Raumteilen Wasser gelöst und mit dieser Losung die Unterlage bestrichen. Man erhält auf die gleiche Weise, wie im Beispiel 2 beschrieben, braune positive Kopien.
5.10 g Phenyliminochinondiazidsulfat, erhalten durch Diazotieren von p-Aminodiphenylamin werden mit 20 g ss-Naphthol-3. 6-disulfosäure in 1000 Raumteilen Wasser gelöst und auf eine Unterlage, z. B. Papier gebracht. Man erhält damit, ähnlich wie nach Beispiel 3 und 4 behandelt, dunkel-violette, positive Kopien.
6.9 Gewichtsteile 3-Aminokarbazol werden auf übliche Weise diazotiert und in der Diazolösung 8 Gewichtsteile Resorzylsäure und 15 Gewichtsteile Nickelsulfat gelöst. Diese Lösung wird auf 1 1 aufgefüllt und auf eine Unterlage aufgestrichen. Nach dem Trocknen, Belichten unter einem Positiv oder Negativ und Entwickeln mit einem Alkali erhält man braune Kopien.
. PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung lichtempfindlicher Schichten auf geeigneten Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, dass Diazoanhydride in weiterem Sinne, unter Ausschluss der im Hauptpatent Nr. 97 932 beanspruchten, gleichzeitig mit Azofarbstoffkomponenten gegebenenfalls unter Zusatz von Metallsalzen auf die Unterlage aufgetragen werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Metallsalze der Diazoverbindungen oder der Azokomponenten nach Anspruch 1 zur Darstellung der lichtempfindlichen Schicht benutzt werden.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindlichen Sehichten naeh den Ansprüchen 1 und 2 nach der Belichtung mit gasförmigem Alkali entwickelt werden.
Applications Claiming Priority (2)
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| AT97932D AT97932B (de) | 1922-12-15 | 1922-12-15 | Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten. |
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