AT97932B - Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten.

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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


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  Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten auf geeigneten Unterlagen. Sie können sowohl für   Liehtpauszwecke,   als auch für die Herstellung von photographisehen Bildern Verwendung finden. 



   Für die Herstellung von sogenannten   Lichtpa. uspapieren kam   bisher im allgemeinen nur das sogenannte Eisenverfahren zur Erzeugung eines negativen, aber auch eines positiven Papieres, in Frage. 



  Ferner hat man bereits gewisse Diazoverbindungen für die Herstellung von Licht-oder photographisehen Papieren verwendet. Die nach dem zuletzt genannten bekannten Verfahren erhältlichen Papiere sind 
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 Diazoverbindungen zu leicht zersetzen. 



   Es ist nun gefunden worden, dass die sogenannten Diazoanhydride sich zur Erzeugung von Lichtbildern besonders eignen, weil sie einerseits einen hohen Grad von Lichtempfindlichkeit besitzen, anderseits sehr beständig sind. 



   Als Diazoanhydride kommen hauptsächlich die Sulfosäuren der Naphthalin-1. 2-oder 2.1 Diazooxyde oder deren Derivate, vorzugsweise Halogen-oder Nitroderivate, in Frage. Die Papiere können sehr einfach in der Weise hergestellt werden, dass sie mit der Lösung z. B. der l-Diazo-2-Oxynaph-   thaHn-4-suIfosäure   bestrichen werden. Wird eine mit einer derartigen Schicht versehene Unterlage (Papier, 
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   Die Entwicklung des Bildes kann aber noch in anderer Weise geschehen. 



   Wie bereits erwähnt, werden die Diazooxyde durch Einwirkung des Lichte-   zerstört.   Bevor die völlige Zerstörung eintritt, bildet sich jedoch eine Verbindung, die möglicherweise eine weitere Hydroxyl- 
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 Azofarbstoffkomponente besteht, unter ein Positiv, bis das Diazooxyd unter den belichteten Stellen ausgebleicht ist, und setzt die Unterlage nach Wegnahme des Bildes noch kurze Zeit dem Lichte aus, so kuppelt die an den nichtbelichteten Stellen noch vorhandene Diazoverbindung mit dem durch das   Naehbelichten   in eine   Azofarbstoffkomponente umgewandelten   Teil des Diazooxyds und es entsteht auch in diesem Fall 
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 belichtung in der Weise erhalten, dass man die Kopie in vollem Sonnen-oder elektrischem Licht mit Alkali entwickelt. 



   Mit Hilfe der erwähnten Verbindungen kann man auch vermittels eines negativen Bildes ein positives Bild erzeugen. Dies kann in der Weise geschehen, dass man ausser den Diazoanhydriden noch ein säurebindendes Mittel in die lichtempfindliche Schicht einführt, zweckmässig in der Weise, dass man die Schicht des Diazooxyds vor der Belichtung in eine Lösung von Alkalien oder essigsauren Salzen (Katalysator) bringt und dann trocknet. Unter einem Negativ belichtet, entsteht dann unter den lichtdurchlässigen Stellen ein sofort sichtbares Positivbild, weil der am Licht zerstörte Teil der Diazoverbindung in eine Azofarbstoffkomponente übergeht und unter der Einwirkung des Alkalis sofort mit dem unveränderten Teil der Diazoverbindung kuppelt.

   Durch Auswaschen der   lichtempfindlichen   Schicht, wodurch die nichtbelichtete Diazoverbindung entfernt wird, wird das Bild fixiert. Für dieses Verfahren können auch solche Diazoverbindungen verwendet werden, die am Licht nicht rein ausbleiehen. 



   Man kann somit mit den nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen lichtempfindlichen Schichten,   sowohl Positive als Negative von der gleichen Vorlage erzielen. Setzt man den Diazoauhydriden   ausser dem Alkali noch eine Beize, wie z. B. Brechweinstein zu, so erhält man Schichten, die die Lichtempfindlichkeit des Chlorsilbers fast um das Doppelte übertreffen. Man kann das Farbstoffbild auch 
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 werden. 



   Mit diesem lichtempfindlichen Papier kann man von Positiven auch negative Kopien gewinnen, wenn man das lichtempfindliche Papier auf das Positiv legt und die lichtempfindliche Schicht belichtet. Zu diesem   Zweck so ! !   das die lichtempfindliche Schicht tragende Papier transparent sein. Es kann auch durch Films od. dgl. ersetzt werden. Die Bilder können ferner lediglich aus den Diazooxyden ohne jeden Zusatz und ohne jede besondere Weiterbehandlung in der Weise erzielt werden, dass man die unter einer 
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 nügend geeignet. Sie sind jedoch wasserempfindlich, so dass sie, z. B. im Regen, auslaufen.

   Führt man jedoch in die   Bildschicht gewisse Metallsalze   ein, insbesondere solche des Kupfers, Nickels, Eisens, Mangans oder Quecksilber, so erhalten die Bilder eine ganz erhebliche Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkung von Wasser, so dass sie praktisch völlig wasserbeständig sind. Durch   Einführung   solcher Metallsalze dürften wahrscheinlich die Metallverbindungen der entsprechenden Diazooxyde oder der Farbstoffe entstehen. Die Metallsalze können entweder gemeinsam mit den Diazooxyden oder den Farbstoffkomponenten in einer einzigen Lösung, oder für sich auf die Unterlage aufgebracht werden, oder sie können auch allein oder in Gemeinschaft mit der Azofarbstoffkomponente und einem gegebenenfalls nachträglich zugesetzten Alkali in ein Bad gebracht werden, in dem das belichtete Bild entwickelt wird. 



  Auch wird die Lichtechtheit solcher Bilder, insbesondere durch Kupfer-und Nickelsalze ebenfalls verbessert. Auch die Farben sind je nach der Anwendung der verschiedenen Metallsalze verschieden, so dass man verschiedenartige Farbtöne erzeugen kann. Man kann z. B. aus der chlorierten   1-Diazo-2-oxy-     naphthalin-4-sulfosäure   und Resorcin mit   Zink-und Aluminiumsalzen   sehr reine rote,   mit Kalk, alzell   blaurote, mit Eisensalzen bräunliche, mit   Mangansalzen schwarzblaue   und mit Kupfersalzen rotviolette Töne erhalten. 
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 Ammoniakwasser, Kalkhydratwasser u. dgl. 



   Ferner hat sich gezeigt, dass Kalksalze, insbesondere Chlorealcium eine intensivere   Entxvieltlu   der hergestellten Pausen, sowohl in Ammoniakgas, als in anderen wässrigen Bäder bewirken. 



   Beispiele :
1. Geeignetes Papier wird mit einer Lösung von 2'5 g l-Diazo-2-Naphthol-4-Sulfosäure in ein Liter   Wasser bestriehen. Nach   dem   Trocknen   ist das Papier   gebrauchsfertig und dauernd haltbar. Nach der   

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 entsteht ein positives violettes Bild. 



   In   derselben Weise können andere   Diazoanhydride, wie die 2. 1-Diazooxy-3. 6-naphtalintrisuIfosäure, 
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   ausgewaschen. 



  3. 20 Gewichsteile 1-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure und 5 Gewichtsteile Weinsäure werden   in 800 Teilen Wasser gelöst und dazu eine   Lösung   von 10 Gewichtsteilen Resorcin in 200 Teilen Wasser zugegeben. Mit dieser Lösung wird das Papier in der üblichen Weise bestrichen und getrocknet. 



   An Stelle des   Resoreins   können   äquivalente   Mengen   Phlorogiuem,     Phenylmethylpyrazolon   oder ähnliche Azofarbstoffkomponenten angewendet werden und an Stelle der Weinsäure, Zitronensäure u. dgl. 



    @ 4. 20 Gewichtsteile chlorierte 1-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure   und 10 Gewichtsteile Resorcin werden in 700   Gewichtsteilen Wasser gelöst und   dazu eine Lösung von 60 Gewichtsteilen Kupfervitriol in 300 Gewichtsteilen Wasser gegeben. 



   5. 20 Gewiehtsteile chlorierte 1-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure und 15 Gewichtsteile Phloro- glucin werden in 700 Gewichtsteilen Wasser gelöst und dazu eine Lösung von 60   Gewiehtsteilen Kupfer-   chlorid und 75 Gewichtsteilen Chlorkalzium in 300 Gewichtsteilen Wasser gegeben. 



   6. 17 Gewichtsteile 1-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure und 10 Gewiehtsteile Resorcin werden in700GewichtsteilenWassergelöstunddazueineLösungvon50GewichtsteilenNickelsulfatin300Gewichts- teilen Wasser gegeben. 



   7. 20 Gewichtsteile chloriertel-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure und 10 Gewichtsteile Resorcin werden in 700 Gewichtsteilen Wasser gelöst und dazu eine Lösung von 60   Gewichtsteilen     Manganehlorür   in 300 Gewichtsteilen Wasser gegeben. 



   Mit diesen Lösungen wird die Unterlage in der   üblichen   Weise bestrichen und fertig gemacht. 



   Nach der Belichtung kann das Bild in einer wässrigen Alkalilösung, z. B. einer solchen von Kalkhydrat der Ammoniak (von 5-10%   NH3 Gehn, lt)   oder auch in einer Ammoniakgasatmosphäre entwickelt werden. 



   8. 17 Gewichtsteile 1-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure und 10 Gewichtsteile Resorein werden 
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   gespült.   Oder man entwickelt die Kopien in einem   ammomakauschen Kupferbade   folgender Zusammensetzung :
2 Gewichtsteile Kupfervitriol gelöst in 80 Gewiehtsteilen Wasser, dazu 20 Gewichtsteile konzentriertes Ammoniakwasser. Hierauf wird gespült. 



   9.20 Gewichtsteile chlorierte 1-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfosäure werden in 1000 Gewichtsteilen 
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 wickelt, das aus einer Lösung   von 2@5 Gewichtsteilen Resorcin und 5 Gewichtsteilen Kupfervitriol in   80 Gewichtsteilen Wasser besteht, dem 20   Gewichststeile   konzentriertes Ammoniak hinzugegeben ist. 
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   PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten auf geeigneten Unterlagen, dadurch   gekennzeichnet, dass ais lichtempfindlicher   Stoff   am Lichte ausbleichende Diazoanhydride dienen.   
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