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Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten Es ist
bekannt, Diazoverbindungen aus aromatischen Diaminen, die in einer Aminogruppe oder
im Kern substituiert sein können. zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten
zu verwenden. .
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Auch sind in der französischen Patentschrift 660 575 Diazoverbindungen,
die einen hydrierten heterocyclischen Rest enthalten, zur Herstellung von lichtempfindlichen
Schichten vorgeschlagen worden, jedoch handelt es sich dort nur um solche Diazoverbindungen,.
die imstande sind, mit sich selbst zu kuppeln.
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Es ist nun gefunden worden, daß Diazoverbindungen aus solchen Diaminen,
die in einer Aminogruppe durch einen hydrierten Aralkylrest substituiert sind, besonders
gut zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten geeignet sind. Bei Verwendung
dieser neuen Diazoverbindungen erhält man bei der Darstellung des Bildes auf übliche
Weise ohne weiteres einen reinweißen Grund und ein Bild von sehr guter Haltbarkeit,
während man bei den bisher bekannten Diazoverbindun.gen zur Erzielung eines gleich
guten Bildes in vielen Fällen genötigt war,. den Schichten Thioharnstoff oder Reduktionsmittel,
wie z. B. Glukose, zuzusetzen. Ferner bringt die Verwendung dieser neuen Diazoverbindungen
den großen 'Vorteil mit sich, daß bei der Entwicklung dieser Schichten mittels eines
flüssigen Entwicklers ein Auslaufen der Bilder kaum mehr zu befürchten ist. Dies
ist ein großer Vorteil gegenüber den früher für diesen Zweck verwendeten Diazoverbindungen,
da diese bei der Entwicklung der Schichten mittels eines flüssigen Entwicklers zum
Auslaufen neigten und man zur Bekämpfung dieses Übelstandes gezwungen war, den lichtempfindlichen
Schichten oder dem Entwickler größere Mengen von Salzen zuzusteuern. Da, wie gesagt,
bei der Verwendung der neuen Diazoverbindungen dieser Nachteil nicht mehr auftritt,
wird einerseits eine Verbilligung erzielt und andererseits vermieden, daß. der Entwickler
auf Grund des Zusatzes größerer Mengen von Salzen zur Kristallisation neigen kann,
ein Nachteil der bisherigen Verfahren, der besonders bei der Anwendung von Entwicklungsmaschinen
störend war.
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Beispiele i,. 2o Gewichtsteile des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung
aus 4-Amino-i-(N-methyl-6-naphthalintetrahydrid-i, 2, 3, 4)-aminobenzol und 2o Gewichtsteile
Weinsäure oder einer anderen ein- oder mehrbasischen organischen Säure werden in
looo Raumteilen Wasser von 4o° gelöst und die Lösung auf Papier oder eine andere
Unterlage aufgestrichen.
Nach Belichten unter einer Vorlage entwickelt
man durch Auftragen einer alkalischen Lösung einer Azokomponente. Diese Entwicklerlösung
kann beispielsweise bestehen aus 4 Gewichtsteilen Borax, 0,3 Gewichtsteilen Phloroglucin"
ioo Raumteilen Wasser.
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Man erhält blauschwarze Bilder auf weißem Grund. Ersetzt man in der
Entwicklerlösung Phloroglucin durch Resorcin, so erhält man tiefdunkelbraune Bilder.
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2. 2o Gewichtsteile des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung
aus ¢ - Amino-2-methöxy - i - (N-metliyl-6 - naphthalintetrahydrid-i, 2, 3. 4)-aminobenzol
und 15 Gewichtsteile Milchsäure werden, wie in Beispiel i angegeben, gelöst und
auf eine Unterlage aufgebracht. Nach dem Belichten unter einer Vorlage entwickelt
min durch Auftragen einer alkalischen Lösung einer Azokomponente, die beispielsweise
folgende Zusammensetzung hat: 3 Gewichtsteile Borax, 3 Gewichtsteile Trinatriumphos@hat,
0,25 Gewichtsteile Phloroglucin, ioo Raumteile Wasser.
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Man erhält violettschwarze Bilder auf weißem Grund.
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3. 2o Gewichtsteile des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung
aus 4-Amino-i-(N-äthyl-N-methyl-6-naphthalintetrahydrid-i, 2, 3, 4)-aminobenzol
und 20 Gewichtsteile Weinsäure werden in iooo Raumteilen Wasser gelöst und die Lösung
auf Papier aufgestrichen. Nach dem Belichten unter einer Vorlage entwickelt man
durch Auftragen einer Lösung folgender Zusammensetzung: 4 Ger wichtsteile Natriumbicabonat,
2 Gewichtsteile Borax, o,3 Gewichtsteile Phloroglucin, ioo Raumteile Wasser.
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Man erhält tiefblauschwarze Bilder auf weißem Grund.
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4. 25 Gewichtsteile des Chlorzinkdoppelsalzes der Diazoverbindung
aus 4-Amino-3 - methyl - i - (N-äthyl-N-methyl-6-naphthaUn@ tetrahydrid-i, 2, 3,
c4)-aminobenzol, 25 Gewichtsteile Zitronensäure, 2o Gewichtsteile Aluminiumsulfat,
2,5 Gewichtsteile Phloroglucin werden in iooo Raumteilen Wasser gelöst und auf eine
Unterlage aufgestrichen.
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Nach dem Belichten unter einer Vorlage wird durch Einbringen in eine
Ammoniakatmosphäre entwickelt. Man erhält dunkelviolette Bilder auf weißem Grund.
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An Stelle von gasförmigem Ammoniak kann man zur Entwicklung auch eine
io°/oige So.dalösung verwenden, die mit einer Gummiwalze angetragen wird. Man erhält
blauschwarze Bilder auf weißem Grund.