AT146185B - Verfahren zur Haltbarmachung von Diazolichtbildern. - Google Patents

Verfahren zur Haltbarmachung von Diazolichtbildern.

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AT146185B
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Haltbarmachung von Diazolichtbildern. 



   Es ist bekannt, lichtempfindliche Schichten unter Verwendung von Diazoverbindungen herzu- stellen. Man hat sowohl Diazoverbindungen allein als auch Diazoverbindungen in Gemeinschaft mit Azofarbstoffkomponenten den verschiedensten Stoffen, welche lichtempfindlich gemacht werden sollen, wie z. B. Papier, Filmen oder Textilien, einverleibt. 



   Lichtempfindliche Schichten, die neben der Diazoverbindung auch eine Azokomponente enthalten, bringen den Vorteil mit sich. dass bereits die Einwirkung von alkalischen Gasen, wie z. B. Ammoniak, genügt, um das Bild hervorzurufen (vgl. D. R. P. Nr. 386433 und 422972). Je nach der angewandten   Diazo-und   Azokomponente erhält man Kopien in den verschiedensten Farbtönen und Eigenschaften. Es kann nun vorkommen, dass z. B. bei längerer Einwirkung des Ammoniakgases der Grund der Kopien mehr oder weniger stark gilbt, oder dass in vereinzelten Fällen die Lichtechtheit der Kopien zu wünschen übrig lässt. 



   Es ist nun gefunden worden, dass sich diese Erscheinungen weitgehend beheben lassen, wenn man der lichtempfindlichen Schicht Verbindungen des Schwefels zusetzt. Diese Zusätze können sowohl zusammen mit der lichtempfindlichen Substanz auf eine Unterlage aufgetragen oder während der Entwicklung der lichtempfindlichen Schicht einverleibt werden. 



   In Betracht kommen vor allem Verbindungen der Thiokohlensäure, wie z. B. Thioharnstoff, Thiosinamin,   Thiocarbaminsäure   und deren Derivate, weiter Thioglykolsäuren u. a. Auch kolloidaler Schwefel zeigt bereits eine Wirkung. Nicht brauchbar sind natürlich Schwefelverbindungen, die an und für sich mit Diazoverbindungen reagieren und diese in kupplungsfähige Verbindungen überführen. Im übrigen können neben den Schwefelverbindungen der lichtempfindlichen Schicht alle für die Diazotypie vorteilhaften Zusätze, wie z. B. Säuren, Metallsalze, Kolloide, wie Gelatine, Dextrin oder sonstige Stoffe, die die Aufnahmefähigkeit der Unterlage für die Lösung der lichtempfindlichen Stoffe begünstigen, hinzugefügt werden. 



   Beispiele :
1. 15 Gewichtsteile der   2-1-Diazooxynaphtalin-4-sulfosäure   werden mit 3 Gewichtsteilen Phloro-   glucin,   20 Gewichtsteilen Titanammoniumfluorid und 50 Gewichtsteilen Thioharnstoff in 1000 Volumteilen Wasser gelöst und auf Papier, Film od. dgl. aufgebracht. Nach dem Belichten unter einem Positiv, Entwickeln in gasförmigem Alkali und eventueller kurzer Nachbehandlung in feuchtwarme Atmosphäre erhält man schwarze Kopien, die eine bedeutend bessere Lichteehtheit zeigen als solche, die ohne Verwendung von Thioharnstoff als Zusatz hergestellt sind. 



   2.13 Gewichtsteile Chlorzinkdoppelsalz der Diazoverbindung des 2-Amino-5-äthylamino-l-toluols werden mit 2-5 Gewichtsteilen Phloroglucin, 60 Gewichtsteilen Borsäure, 50 Gewichtsteilen Weinsäure, 50 Gewichtsteilen Aluminiumsulfat, 30 Gewichtsteilen Thioharnstoff in 1000 Volumteilen Wasser gelöst. Bringt man die Lösung auf Papier od. dgl. auf, so erhält man nach der Belichtung und Entwicklung schwarze Kopien, die selbst bei langem Liegen in Ammoniak nicht im Weiss nachgilben und sich auch bei längerem Liegen am Tageslicht wesentlich günstiger verhalten als Kopien von Schichten, die ohne Verwendung von Thioharnstoff hergestellt sind. 



   3. 13 Gewichtsteile Chlorzinkdoppelsalz der Diazoverbindung des   2-Amino-5-äthylamino-l-toluols   werden mit   1-6 Gewiehtsteilen Phloroglucin, l Gewichtsteil Resorcin   einer Auflösung von 120 Gewichts- 

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 EMI2.1 
 Thioharnstoff, 20 Gewichtsteilen Dextrin in 1000 Volumteilen Wasser hinzugefügt und diese Lösung auf oder in einem Träger, z. B. Papier oder Film, wie üblich gebracht. Man erhält mit dieser Lösung schwarze Kopien von ganz ähnlichem Verhalten wie die in Beispiel 2 beschriebenen. 



   4.25 Gewichtsteile Chlorzinkdoppelsalz der Diazoverbindung des   5-Amino-äthylamino-1-2-toluoIs   
 EMI2.2 
 50 Gewichtsteilen Aluminiumsulfat und 40 Gewichtsteilen Thioharnstoff in 1000 Volumteilen Wasser gelöst und auf Papier u. dgl. aufgebracht. Nach der Belichtung und Entwicklung erhält man braune Kopien, die im Weiss nicht   nachgilben.   



   5. 12 Gewichtsteile Diazoverbindung des p-Aminodiphenylamins werden mit 16 Gewichtsteilen 2 : Oxynaphtalin-3 : 6-disulfosäure R, 30 Gewichtsteilen 1 : 3 :   6-Naphtalintrisu1fosäure,   30 Gewichtsteilen Weinsäure, 30 Gewichtsteilen Aluminiumsulfat, 30 Gewichtsteilen Thioharnstoff und 10 Gewichtsteilen Thiosinamin in 1000 Volumteilen Wasser gelöst und auf Papier od. dgl. aufgebracht. Nach der Belichtung und Entwicklung erhält man blaue Kopien, die sich bei längerem Liegen in Ammoniak und auch bei längerem Liegen am Tageslicht im Grund und der Echtheit des Farbstoffes bedeutend günstiger verhalten als Kopien von Schichten, die ohne Verwendung von schwefelhaltigen Verbindungen hergestellt sind. 



   Es sind zwar durch die   österr. Patentschrift   Nr. 138621 lichtempfindliche Schichten unter Schutz gestellt, die einen Zusatz von Schwefelverbindungen enthalten. Gemäss dieser Patentschrift werden diese Verbindungen den lichtempfindlichen Schichten auf Grund der Antioxygen-Theorie von Moureu (Chem. Zentralblatt 1932, 1/1917, C. R. 174, 258-264) zugesetzt. Die Schwefelverbindungen werden hiebei in ganz geringen Mengen-etwa in der Grössenordnung von   1/100 % - den   zum Herstellen der lichtempfindlichen Papiere benutzten Lösungen zugefügt. Wenn man die Schwefelverbindungen in diesen geringen Mengen den lichtempfindlichen Schichten einverleibt, üben sie jedoch allein keinerlei antivergilbende Wirkung aus.

   Um eine solche Wirkung zu erzielen, muss man die Verbindungen vielmehr, wie dies gemäss vorliegender Erfindung geschieht, mindestens in Zehntelprozenten den lichtempfindlichen Lösungen zusetzen, d. h. in Mengen, die zehn-bis hundertfach grösser sind, als sie gemäss dem genannten österr. Patent verwendet werden. Vorzugsweise benutzt man die Schwefelverbindungen erfindungsgemäss in hundert-bis tausendfach grösseren Mengen. So erhält man beispielsweise ausgezeichnet haltbare lichtempfindliche Schichten, wenn man den zum Sensibilisieren benutzten Lösungen zirka 2 bis zirka   10%   der Schwefelverbindungen zusetzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Haltbarmachung von Diazolichtbildern durch Zusatz von Schwefelverbindungen zur lichtempfindlichen Schicht oder beim Entwickeln, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwefelverbindungen, insbesondere Abkömmlinge der Thiokohlensäure, vorzugsweise Thioharnstoff, in relativ grossen Mengen verwendet, indem man beispielsweise den verwendeten Sensibilisierungslösungen Zehntelprozente, vorzugsweise mehrere Prozente der Verbindung zusetzt oder den Schichten entsprechende Mengen beim Entwickeln einverleibt.
AT146185D 1928-02-16 1929-01-31 Verfahren zur Haltbarmachung von Diazolichtbildern. AT146185B (de)

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