Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vereinzeln
flexibler, flächiger Gegenstände, insbesondere von
Papierbögen, Kartonbögen, Blechtafeln oder dergleichen,
wobei die Gegenstände von einem Stapel nach
oben abgehoben und dadurch vereinzelt sowie nachfolgend
in horizontal oder etwa horizontal verlaufender
Transportrichtung abtransportiert werden.
Es ist bekannt, von einem Stapel flexible, flächige
Gegenstände, beispielsweise Blechtafeln, mittels
einer Unterdruckeinrichtung vollflächig anzuheben
und dann in Transportrichtung horizontal zu transportieren,
um sie einem Weiterverarbeitungsprozeß
zuzuführen. Die Anzahl der pro Zeiteinheit angehobenen
und transportierten Gegenstände läßt sich
nicht beliebig erhöhen, da mit zunehmender Geschwindigkeit
die Gefahr wächst, daß mehrere Gegenstände
gleichzeitig angehoben werden, weil an der
zuoberst liegenden, angehobenen Blechtafel die
nachfolgende Blechtafel haftet. Trotz Abhilfemaßnahmen,
beispielsweise seitliches Einbringen von
Blasluft um den Trennvorgang der Tafeln zu verbessern,
lassen sich Mehrfachanhebungen bei sehr hohen
Stückzahlen nicht vermeiden. Hinzu kommt, daß bei
heutigen Anlegern mit Angriff an der Vorderkante
der Hubsauger während der Tafellücke zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Tafeln auf den Stapel aufsetzen,
die nächste Tafel ansaugen und abheben muß.
Dabei wird bei hohen Geschwindigkeiten die zur Verfügung
stehende Zeit zu kurz, um einen reibungslosen
und schwingungsarmen Transport zu ermöglichen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum Vereinzeln flexibler, flächiger Gegenstände
anzugeben, mit dem auch bei großen Stückzahlen
pro Zeiteinheit ein störungsfreier Betrieb
gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß zum Abheben eine in Transportrichtung fortschreitende,
den Gegenstand anziehende Haftwirkung
aufgebaut wird. Mithin basiert das erfindungsgemäße
Verfahren darauf, den flächigen Gegenstand nicht
vollflächig anzuheben, sondern fortschreitend bereichsweise,
nämlich derart, daß die auf ihn wirkende
Haftwirkung, die das Anheben bewirkt, in
Transportrichtung fortschreitet und demgemäß
zunächst die Hinterkante des flächigen Gegenstandes
angehoben und im Zuge des weiteren Anhebevorgangs
durch die sich fortschreitend aufbauende Haftwirkung
die daran anschließenden Bereiche des Gegenstandes
angehoben werden, bis die Vorderkante erreicht
ist. Der Gegenstand unterliegt während des
Anhebevorgangs aufgrund der fortschreitenden Haftwirkung
einer reversiblen etwa S-förmig gestalteten
Durchbiegung, das heißt, er wird -im Querschnitt
betrachtet- quasi in Form einer von der Hinterkante
zur Vorderkante laufenden "Welle" in die Anhebeposition
überführt. Ist diese Position erreicht, so
erfolgt der Abtransport in horizontaler beziehungsweise
etwa horizontal verlaufender Transportrichtung.
Ist der Gegenstand abtransportiert, so wird
der Folgegegenstand vom Stapel angehoben. Dieses
Anheben kann jedoch auch in Überlappungsposition
zum vorherigen Gegenstand erfolgen, das heißt, sobald
der zuvor angehobene Gegenstand ein Teilstück
abtransportiert ist, wobei jedoch noch eine teilweise
Überlappung zum Stapel vorliegt, wird im Bereich
der Hinterkante die Folgetafel angehoben. Die
Anhebung erfolgt somit in einem Bereich, der durch
den Abtransport der zuvor angehobenen Tafel bereits
freigegeben worden ist. Die fortschreitende Anhebung
der Folgetafel erfolgt in Abstimmung zum Abtransport
der zuvor angehobenen Tafel.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Haftwirkung als Unterdruckwirkung erzielt
wird. Mittels des Unterdrucks können flexible,
flächige Gegenstände aus beliebigem Material
angehoben werden. Sofern es sich bei den Gegenständen
um ferromagnetische Gegenstände handelt, ist es
auch möglich, die Haftwirkung durch magnetische
Haltewirkung zu erzielen. Im Zuge dieser Anmeldung
wird im wesentlichen auf die Unterdruckwirkung eingegangen.
Anstelle der Unterdruckwirkung läßt sich
bei ferromagnetischen Gegenständen jedoch auch eine
magnetische Haltewirkung setzen, so daß die gesamte
Offenbarung dieser Anmeldung dementsprechend auch
für magnetische Einrichtungen gilt, wenn konkret
Unterdruckeinrichtungen beschrieben werden.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum
Vereinzeln flexibler, flächiger Gegenstände, insbesondere
von Papierbögen, Kartonbögen, Blechtafeln
oder dergleichen, mit einer die Gegenstände von einem
Stapel nach oben abhebenden Hafteinrichtung und
einer die Gegenstände nach dem Abheben in horizontal
oder etwa horizontal verlaufender Transportrichtung
abtransportierenden Transporteinrichtung,
wobei an der Hafteinrichtung die den Gegenstand anziehende
Haftwirkung in Transportrichtung fortschreitend
aufgebaut wird. Zunächst wird demgemäß
durch eine im Bereich der Hinterkante des Gegenstandes
ausgebildeten Haftwirkung die Hinterkante
des Gegenstandes vom Stapel angehoben und dann werden
die übrigen Bereiche des Gegenstandes -und zwar
fortschreitend in Transportrichtung- aufgrund der
in Transportrichtung fortschreitenden Haftwirkung
der Hafteinrichtung angehoben.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Hafteinrichtung mehrere,
in Transportrichtung nebeneinanderliegende,
nacheinander aktivierbare beziehungsweise deaktivierbare
Saugelemente aufweist. Die Aktivierung eines
Saugelements führt dazu, daß der zugehörige Bereich
der Blechtafel in Anhebeposition angehoben
wird. Ist die Saugwirkung stark genug und/oder das
Saugelement in einem hinreichend geringen Abstand
zur Blechtafel, so erfolgt das Anheben aufgrund der
Saugwirkung. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen
sein, daß mittels einer Hubeinrichtung die Blechtafel
im Bereich ihrer Hinterkante auf ein höheres
Niveau angehoben wird, so daß die Saugelemente ihre
Wirkung entfalten können und die Tafel in diesem
Bereich halten. Diese Hubeinrichtung kann beispielsweise
eine pneumatische Einrichtung sein, das
heißt, es wird ein Kolben pneumatisch auf- und niederbewegt,
der an seinem freien Ende eine Saugeinrichtung
trägt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Hafteinrichtung mindestens
ein sich in Transportrichtung erstreckendes Saugmittel
aufweist, das durch Verlagerung eines Schiebers
in Transportrichtung fortschreitend aktivierbar
beziehungsweise in entgegengesetzter Richtung
deaktivierbar ist. Mittels des Schiebers können
beispielsweise Saugöffnungen geöffnet werden oder
es ist möglich, daß mittels des Schiebers eine
Saugkammer der Hafteinrichtung vergrößert beziehungsweise
verkleinert wird. Dies bedeutet, daß
eine im wesentlichen nach unten offene Saugkammer
eine von dem Schieber gebildete Seitenwand aufweist,
welche beim Anheben des Gegenstands in
Transportrichtung verlagert wird, so daß sich die
Saugkammer in Transportrichtung ausdehnt und aufgrund
dessen mit fortschreitender Ausdehnung das
fortschreitende Ansaugen des Gegenstandes erfolgt.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist vorgesehen, daß die Hafteinrichtung
in Transportrichtung kontinuierlich oder segmentweise
in Richtung auf den Gegenstand zu dessen Anheben
verlagerbar ist. Mithin erfolgt zunächst im
Bereich der Hinterkante des Gegenstandes ein Absenken
der Hafteinrichtung, so daß dort die Haftwirkung
eintritt und der entsprechende Bereich des Gegenstandes
angehoben wird. Kontinuierlich oder segmentweise
werden dann die angrenzenden Bereiche der
Hafteinrichtung in Richtung auf den Gegenstand verlagert,
so daß auch diese Bereiche des Gegenstandes
erfaßt und angehoben werden.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß sich nach
dem Anheben eines Bereichs des Gegenstandes die
Hafteinrichtung in diesem Bereich wieder vom Stapel
wegbewegt. Mithin tritt der entsprechende Bereich
der Hafteinrichtung in seine Ausgangslage zurück,
sobald in diesem Bereich der Gegenstand angehoben
wurde.
Es ist vorteilhaft, wenn die Hafteinrichtung mindestens
ein sich in Transportrichtung erstreckendes
Saugmittel mit einer Saugkammer aufweist, die durch
mindestens eine Trennwand in Teilkammern aufteilbar
ist und daß die Trennwände oder Bereiche von ihnen
zum Verbinden/Trennen benachbarter Teilkammern verlagerbar
sind. Zunächst ist die Saugkammer aufgrund
der Trennwände in Teilkammern unterteilt, wobei die
der Hinterkante der Blechtafel zugeordnete Teilkammer
mit Unterdruck beaufschlagt wird, wodurch das
Anheben des flexiblen, flächigen Gegenstandes in
dieser Zone erfolgt. Fortschreitend werden dann die
Trennwände verlagert, so daß die Teilkammern miteinander
in kommunizierende Verbindung treten, das
heißt, fortschreitend bis zur Vorderkante der
Blechtafel hin werden die Teilkammern zusammengeschaltet,
so daß sie nach und nach alle mit Unterdruck
versorgt werden und aufgrund dessen ihre Wirkung
entfalten, so daß der Gegenstand fortschreitend
kontinuierlich angehoben wird.
Es ist ferner vorteilhaft, wenn die Hafteinrichtung
mehrere, in Transportrichtung nebeneinanderliegende
Saugkammern/Saugöffnungen aufweist, die mittels einer
Unterdrucksteuereinrichtung nacheinander aktivierbar/deaktivierbar
sind. Die Aktivierung beziehungsweise
Deaktivierung kann beispielsweise mittels
einer Ventilsteuerung erfolgen, die zwischen
einer Unterdruckquelle und den Saugkammern beziehungsweise
Saugöffnungen liegt.
Vorteilhaft ist es, wenn die Hafteinrichtung mindestens
zwei in Transportrichtung benachbart zueinanderliegende
Saugriemenstrecken aufweist, die
gleichzeitig die Transporteinrichtung bilden, wobei
die Saugriemenstrecken hinsichtlich ihres Unterdrucks
und hinsichtlich ihres Antriebs nacheinander
oder gleichzeitig aktivierbar/deaktivierbar sind.
Auf diese Art und Weise ist es möglich, durch nacheinander
erfolgende Aktivierung des Unterdrucks die
Haftwirkung zu entfalten und den Gegenstand fortschreitend
anzuheben und anschließend den Gegenstand
durch gleichzeitige Aktivierung aller Antriebe
der Saugriemenstrecken horizontal abzutransportieren.
Verläßt die Hinterkante einer Blechtafel
eine Saugriemenstrecke, so kann diese bereits wieder
deaktiviert werden, wobei die Deaktivierung
hinsichtlich des Antriebs erfolgt, so daß -zur
Schaffung einer Blechtafel-Schuppung- die folgende
Blechtafel im Bereich ihrer Hinterkante angehoben
werden kann. Die einzelnen Saugriemenstrecken weisen
somit Langen auf, die kürzer sind als das
Längsformat (Format in Transportrichtung gesehen)
der Blechtafeln.
Es ist vorteilhaft, wenn zwischen benachbarten Saugriemenstrecken
Saugelemente liegen, die gesteuert
aktivierbar/deaktivierbar sind. Auch diese Saugelemente
können dann mit für das fortschreitende Anheben
der Blechtafeln benutzt werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Hafteinrichtung als Blaslufteinrichtung
ausgebildet ist, deren Blasluft im
wesentlichen entlang der Oberfläche des anzuhebenden
Gegenstands geblasen wird. Durch diese Beblasung
etwa parallel zur Oberfläche der Blechtafel
entsteht eine Sogwirkung, die die Blechtafel auf
ein höheres Niveau anhebt, wobei dies ebenfalls
fortschreitend erfolgt, also von der Hinterkante
ausgehend bis zur Vorderkante.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
kann vorgesehen sein, daß die Hafteinrichtung
als Unterdruckeinrichtung ausgebildet ist, der eine
Blaslufteinrichtung derart zugeordnet ist, daß die
Blasluft die Unterdruckwirkung mindestens teilweise
aufhebt. Wird somit die Unterdruckeinrichtung in
einem bestimmten Bereich mit Blasluft versorgt, so
entfaltet der Unterdruck dort keine Wirkung, es
kommt somit nicht zu einem Anheben einer Blechtafel
in diesem Bereich. Wird nun durch Steuerung der
Blasluft, wobei die Stärke und/oder die Richtung
und/oder der Auftreffort der Blasluft beeinflußbar
ist, die an sich uber die gesamte Lange der Blechtafel
konstante Unterdruckwirkung gezielt beeinflußt,
derart, daß sie sich in Transportrichtung
fortschreitend aufbaut, so erfolgt ein entsprechend
fortschreitendes Anheben des Gegenstandes.
Ist der Gegenstand mittels der Hafteinrichtung
vollflächig auf ein höheres Niveau angehoben, so
erfolgt anschließend der horizontale Abtransport
mittels einer Transporteinrichtung, die vorzugsweise
antriebsgesteuerte und vorzugsweise unterdruckgesteuerte
Saugriemen aufweist.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen, und zwar zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht auf eine Vorrichtung
zum Vereinzeln flexibler, flächiger Gegenstände,
- Figur 2
- die Vorrichtung der Figur 1 in einem anderen
Betriebszustand,
- Figur 3
- die Vorrichtung der Figuren 1 und 2 in
einem anderen Betriebszustand,
- Figur 4
- die Vorrichtungen der Figuren 1 bis 3 in
einem anderen Betriebszustand,
- Figur 5
- die Vorrichtungen der Figuren 1 bis 4 in
einem anderen Betriebszustand,
- Figur 6
- ein weiteres Ausfuhrungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 10
- eine weitere Darstellung des Ausführungsbeispiels
der Figur 9,
- Figur 11
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 12
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 13
- einen Querschnitt durch eine Unterdrucksteuereinrichtung
gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Figur 12,
- Figur 14
- einen Querschnitt durch eine Unterdrucksteuereinrichtung,
- Figur 15
- einen Querschnitt durch eine Unterdrucksteuereinrichtung,
- Figur 16
- eine Vereinzelungsvorrichtung mit Hafteinrichtung
und Transporteinrichtung,
- Figur 17
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 18
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 19
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 20
- eine Unteransicht auf die Vereinzelungsvorrichtung
der Figur 19,
- Figur 21
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 22
- ein letztes Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 23
- eine Seitenansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 24
- einen Querschnitt durch die Vereinzelungsvorrichtung
gemäß Figur 23 entlang
der Linie A-B,
- Figur 25
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 26
- eine Stirnansicht der Vereinzelungsvorrichtung
der Figur 25 entlang der Richtung
des Pfeils C in Figur 25,
- Figur 27
- die Vereinzelungsvorrichtung der Figur 25
in einem anderen Betriebszustand,
- Figur 28
- eine Stirnansicht entsprechend der Figur
26, wobei in den Figuren 26 und 28 bereits
angehobene, flexible, flächige Gegenstände
nicht dargestellt sind,
- Figur 29
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung,
- Figur 30
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Vereinzelungsvorrichtung, und
- Figur 31
- ein Diagramm.
Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Vereinzeln
flexibler, flächiger Gegenstände 2, die als Blechtafeln
3 ausgebildet sein können. Die Blechtafeln 3
sind als Stapel 4 übereinanderliegend angeordnet,
derart, daß ihre Ebenen horizontal verlaufen. Zur
Anlieferung des Stapels 4 ist es vorteilhaft, wenn
sich dieser auf einer Palette 5 befindet, die beispielsweise
mittels einer Rollenbahn 6 in die geeignet
ausgerichtete Position zur Vorrichtung 1
verfahren werden kann.
Die Vorrichtung 1 weist eine Hafteinrichtung 7,
eine Transporteinrichtung 8 und eine Hebeeinrichtung
9 auf. Die Blechtafeln 3 weisen jeweils eine
Hinterkante 10 und jeweils eine Vorderkante 11 auf,
wobei die Vorderkante 11 in Transportrichtung
(Pfeil 12) weist. Die zuoberst liegende Blechtafel
3 des Stapels 4 weist zur Hafteinrichtung 7 und zur
Transporteinrichtung 8 einen vertikalen Abstand
auf. Beim Abarbeiten des Stapels 4 wird dieser Abstand
in etwa eingehalten, dies bedeutet, daß durch
Abbau der Höhe des Stapels 4 eine nicht dargestellte
Hubeinrichtung in Aktion treten muß, die
den Reststapel so weit anhebt, daß der Abstand zur
Hafteinrichtung 7 beziehungsweise Transporteinrichtung
8 innerhalb eines bestimmten Bereiches erhalten
bleibt. Die Hebeeinrichtung 9 ist als Hubsauger
13 ausgebildet, der eine Kolbenstange 14 aufweist,
die pneumatisch mittels einer nicht dargestellten
Steuereinrichtung auf- und niederfahrbar ist und
die an ihrem freien Ende einen steuerbaren Saugkopf
15 aufweist. Im nachstehenden werden hinsichtlich
der Hafteinrichtung 7, der Transporteinrichtung 8
und der Hebeeinrichtung 9 jeweils die Erläuterungen
gemäß der dargestellten Ausführungsbeispiele gegeben,
wobei auf die Breite des Formats der Bogen beziehungsweise
Blechtafeln 3 keine Rücksicht genommen
wird. Weisen diese Bogen beziehungsweise Blechtafeln
3 jedoch eine nicht unerhebliche Breite auf
-wovon auszugehen ist-, so ist es möglich, daß über
die Breite verteilt mehrere Elemente der Hafteinrichtung
7, der Transporteinrichtung 8 und auch der
Hebeeinrichtung 9 angeordnet liegen, um die gesamte
Tafelbreite zu erfassen und ein störungsfreies Anheben
und Abtransportieren der Blechtafeln 3 zu gewährleisten.
Zunächst wird auf die verschiedenen Betriebsstellungen
der Figuren 1 bis 5 eingegangen, um die
Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zu erläutern.
Ist dies erfolgt, so werden in den nachfolgenden
Figuren verschiedene Ausführungsbeispiele
der Vorrichtung 1 erläutert.
Gemäß Figur 1 befindet sich der Stapel 4 unterhalb
der Vorrichtung 1. Um die zuoberst liegende Blechtafel
3 anzuheben und in der angehobenen Position
zu halten, senkt sich zunächst die Kolbenstange 14
des Hubsaugers 13 im Bereich der Hinterkante 10 auf
die Oberseite der zuoberst liegenden Blechtafel 3
ab, wobei der steuerbare Saugkopf 15 aktiviert ist,
das heißt, er entfaltet eine Saugwirkung. Anschließend
zieht sich -gemäß Figur 2- die Kolbenstange
14 zurück, wodurch die Blechtafel 3 im Bereich
ihrer Hinterkante 10 angehoben wird, derart,
daß ihre Oberseite gegen die Unterseite der Hafteinrichtung
7 tritt. Es ist erkennbar, daß durch
den Anhebevorgang eine elastische Formung der
Blechtafel 3 erfolgt, das heißt, ein Teil von ihr
befindet sich auf der Höhe der Hafteinrichtung 7
und ein anderer Teil noch auf der Höhe des obersten
Stapelniveaus, wobei der Bereich dazwischen eine S-förmige
Durchbiegung annimmt. Diese Durchbiegung
ist reversibel, das heißt, die Elastizitätsgrenze
der Blechtafel 3 wird nicht überschritten, so daß
keine bleibende Verformung zurückbleibt. Gemäß Figur
3 wird im Zuge des weiteren Anhebens von der
Hafteinrichtung 7 eine Haftwirkung entfaltet, die
-ausgehend von der Hinterkante 10- in Richtung auf
die Vorderkante 11 fortschreitet. Dieses Fortschreiten
kann kontinuierlich oder segmentweise erfolgen.
Stets ist jedoch gewährleistet, daß beispielsweise
durch in Transportrichtung 12 fortschreitend
erfolgenden Aufbaus eines Unterdrucks an
der Hafteinrichtung 7 eine fortschreitende Haftwirkung
entfaltet und demzufolge die Blechtafel 3 auf
das Niveau der Hafteinrichtung 7 durch deren Saugwirkung
angehoben wird. Sofern es sich bei der Hafteinrichtung
nicht um eine Unterdruckeinrichtung
handelt, sondern beispielsweise um eine Magnetanordnung,
so ist es auch möglich, im Falle von ferromagnetischen
Blechtafeln in entsprechender Art
und Weise eine Anhebung durchzuführen. Im Zuge der
fortschreitenden Anhebung wandert die S-Formung in
Richtung auf die Vorderkante 11, bis die gesamte
Blechtafel 3 gemäß Figur 4 angehoben ist. Sie befindet
sich somit in fluchtender Position oberhalb
des Stapels 4, gehalten von der Hafteinrichtung 7.
Ist die Blechtafel 3 vollständig angehoben (Figur
4), so tritt die Transporteinrichtung 8 in Funktion,
die -gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figuren
1 bis 5- als antriebsgesteuerte und unterdruckgesteuerte
Saugriemenvorrichtung 16 ausgebildet
ist, die mehrere Rollen 17 aufweist, über die mindestens
ein endloser Saugriemen 18 verläuft, wobei
sich innerhalb der Schlaufe des Saugriemens 18 mindestens
ein Unterdruckkasten 19 befindet. Zum horizontal
erfolgenden Abtransport der von der Hafteinrichtung
7 angehobenen Blechtafel 3 wird der Antrieb
der Transporteinrichtung 8 aktiviert, so daß
die von der Transporteinrichtung 8 von der Hafteinrichtung
7 übernommene Blechtafel 3 in Transportrichtung
12 abtransportiert, beispielsweise einer
Weiterverarbeitungsstation zugeführt wird. In den
Figuren 1 bis 5 ist die Transporteinrichtung 8 als
relativ kurze Einheit dargestellt. In der Praxis
kann sie eine wesentlich größere Lange aufweisen
oder es können mehrere Transporteinrichtungen 8 in
Reihe hintereinander geschaltet werden. Auf diese
Art und Weise wird die angehobene Blechtafel 3 abtransportiert,
wie dies in der Figur 5 dargestellt
ist. Es ist erkennbar, daß die Hinterkante 10 der
angehobenen Blechtafel 3 sich bereits derart weit
von den Hinterkanten 10 der Blechtafeln 3 des Stapels
4 wegbewegt hat, daß der Hubsauger 13 erneut
in Aktion treten kann, um die nächste Blechtafel 3
vom Stapel 4 anzuheben. Die Hafteinrichtung 7 tritt
dann mit entsprechend gesteuerter fortschreitender
Haftwirkung derart in Aktion, daß eine Übernahme
des entsprechenden Bereiches der folgenden Blechtafel
3 kollisionsfrei zur Hinterkante 10 der zuvor
angehobenen, sich wegbewegenden Blechtafel 3 erfolgt.
Mithin erfolgen die Anhebe- und Transportschritte
in sich überlappender Position der Blechtafeln
3, so daß eine sehr hohe Stückzahl pro
Zeiteinheit gefahren werden kann.
Die Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer
Hafteinrichtung 7 (die Transporteinrichtung 8 der
Vorrichtung 1 ist der Einfachheit halber nicht dargestellt).
Die Hafteinrichtung 7 weist mehrere, in
Transportrichtung (Pfeil 12) nebeneinanderliegende,
nacheinander aktivierbare/deaktivierbare Saugelemente
20 auf, die über eine Unterdrucksteuereinrichtung
21 an eine Unterdruckquelle 22 angeschlossen
sind. Im oberen Bereich der Figur 6 ist die
Konstruktion schematisch dargestellt. Es ist erkennbar,
daß die Unterdrucksteuereinrichtung 21
eine Vielzahl von Ventilen 23 aufweist, die zwischen
der Unterdruckquelle 22 und dem jeweiligen
Saugelement 20 liegen. Die Saugelemente 20 sind als
nach unten offene Kammern 24 ausgebildet, die über
Rohrstutzen 25 und über die an die Rohrstutzen 25
angeschlossenen Ventile 23 über eine gemeinsame
Saugleitung 26 mit der Unterdruckquelle 22 in Verbindung
stehen. Die Unterdrucksteuereinrichtung 21
steuert die Ventile 23 nacheinander derart an, daß
zum Anheben der zuoberst auf dem Stapel 4 liegenden
Blechtafel 3 diese zunächst im Bereich ihrer Hinterkante
10 und dann segmentweise fortschreitend
durch Aktivierung der jeweils angrenzenden Kammer
24 angehoben wird. Bei diesen Ausführungsbeispiel
ist keine Hebeeinrichtung 9 dargestellt. Dies gilt
generell für sämtliche Ausführungsbeispiele der Erfindung,
die entweder eine Hebeeinrichtung 9 aufweisen
können oder keine Hebeeinrichtung 9 besitzen.
Ist keine Hebeeinrichtung 9 vorgesehen, so
reicht die Haftwirkung der Hafteinrichtung 7 aus,
um den Abstand zur zuoberst liegenden Tafel 3 zu
überwinden, so daß durch Aktivierung der Hafteinrichtung
das Anheben der Tafel 3 selbsttätig erfolgt.
Die Figur 7 verdeutlicht ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Hafteinrichtung 7, die
-ebenso wie alle anderen Hafteinrichtungen 7 der
verschiedenen Ausführungsbeispiele- vorzugsweise
als ein oder mehrere Saugbalken ausgebildet ist. Im
vorliegenden Falle der Figur 7 ist eine sich in
Transportrichtung (Pfeil 12) erstreckende Saugkammer
27 vorgesehen, die nach unten hin offen ist,
das heißt, dort befindet sich lediglich ein Luftgitter
28. Im Bereich der Hinterkante 10 der sich
unterhalb der Hafteinrichtung 7 befindlichen Blechtafeln
3 (in Figur 7 nicht dargestellt) mündet eine
Saugleitung 29 in die Saugkammer 27. Die Luftleitung
29 steht mit einer Unterdruckquelle 22 in Verbindung.
In der Saugkammer 27 ist horizontal in
Transportrichtung 12 ein Schieber 30 verschieblich
gelagert. Der Schieber 30 weist eine Kolbenstange
31 und eine Kolbenwand 32 auf, die eine verlagerbare
Saugkammerwand 33 bildet. Wird mittels der
Kolbenstange 31 die Saugkammerwand 33 in Richtung
des Pfeiles 34 verlagert, so vergrößert sich das
aktive Volumen der Saugkammer 27 mit der Folge, daß
die Haftwirkung (Saugwirkung) in Transportrichtung
12 fortschreitend aufgebaut wird. Dies hat zur
Folge, daß aufgrund des Ansaugens eine Blechtafel 3
synchron mit der Bewegung des Schiebers 30 angehoben
und an der Hafteinrichtung 7 gehalten wird. Anschließend
erfolgt dann der Abtransport der Blechtafel
3 mittels der nicht dargestellten Transporteinrichtung
8.
Die Figur 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer
Hafteinrichtung 7, die oberhalb des Stapels 4 eine
ortsfeste Ebene 40 aufweist, von der Luftkissen 41
ausgehen, an denen ein Saugbalken 43 befestigt ist.
Mithin hängt der Saugbalken 43 über die Luftkissen
41 an der Ebene 40 oberhalb des Stapels 4. Der
Saugbalken 43 ist an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle
angeschlossen und über seine Länge,
also in Transportrichtung 12, flexibel ausgebildet,
so daß er in Richtung auf den Stapel 4 im Sinne einer
"durchlaufenden Welle" verformt werden kann.
Der Saugbalken 43 ist nach unten hin offen, so daß
ein Ansaugen einer Blechtafel 3 erfolgen kann. Aufgrund
der Vielzahl der über die Länge der Blechtafel
3 angeordneten Luftkissen 41, die vorzugsweise
als Ziehharmonika-Schläuche ausgebildet sein können,
läßt sich der Saugbalken 43 in Richtung auf
die Oberseite des Stapels 4 bewegen. Dies erfolgt
durch entsprechende Ansteuerung der Lufthissen 41,
so daß diese individuell ihre Länge einstellen.
Eine entsprechende, nicht dargestellte pneumatische
Steuereinrichtung nimmt die Ansteuerung der verschiedenen
Luftkissen ein und fährt sich derart
vor, daß zunächst ein Absenken des Saugbalkens 43
im Bereich der Hinterkante 10 der Blechtafeln 3 erfolgt,
wodurch die zuoberst liegende Blechtafel 3
angesaugt und angehoben wird. Nach dem Ansaugen
zieht sich das zugehörige Luftkissen 41 in seine
ursprüngliche Position zurück, das heißt, es entsteht
zwischen dem angehobenen Bereich der Blechtafel
3 und der folgenden, sich noch auf dem Stapel 4
befindlichen Blechtafel 3, ein Abstand. Im Zuge des
weiteren Anhebens der Blechtafel 3 werden die Luftkissen
41 kontinuierlich in Transportrichtung 12
derart angesteuert, daß sie den Saugbalken 43 derart
verformen, daß quasi ein Bogenbereich von ihm
bis zur Vorderkante 11 der Blechtafeln 3 des Stapels
4 verläuft. Auf diese Art und Weise wird eine
kontinuierlich fortschreitende Haftwirkung entfaltet
und die Blechtafel 3 angehoben. Der Abtransport
erfolgt mit einer nicht dargestellten Transporteinrichtung
8. In der Figur 8 ist der kontinuierlich
durchgebogene, in Transportrichtung 12 verlaufende
Bereich des Saugbalkens 43 mit dem Pfeil 44 gekennzeichnet.
Das Ausführungsbeispiel der Figur 9 entspricht dem
Ausführungsbeispiel der Figur 8, wobei jedoch keine
kontinuierliche Ansteuerung der Luftkissen 41 erfolgt,
sondern ein segmentweises Vorgehen in Transportrichtung
12, das heißt, die Luftkissen 41 nehmen
im wesentlichen nur zwei Zustände an, nämlich
einerseits den Normalzustand (kurze Länge) und den
aktivierten Zustand (lange Länge), so daß die Absenkung
des Saugbalkens 43 nicht im Sinne einer
kontinuierlichen, sich in Transportrichtung bewegenden
Durchbiegung vorgenommen wird, sondern diskontinuierlich.
Im übrigen ist die Funktionsweise
des Ausführungsbeispiels der Figur 9 jedoch ebenso
wie beim Ausführungsbeispiel der Figur 8. Allerdings
besteht der Unterschied, daß in Figur 9 der
Saugbalken 43 nicht auf den Stapel 4 aufsetzt, wie
dies in Figur 8 der Fall ist.
Das Ausführungsbeispiel der Figur 10 verdeutlicht
die Funktion des Ausführungsbeispiels der Figur 9
hinsichtlich einer überlappenden Position einer
Blechtafel 3 und einer Folgeblechtafel 3. Es ist
erkennbar, daß bereits eine Blechtafel 3 angehoben
und mittels der Transporteinrichtung 8 in Transportrichtung
12 abtransportiert wird. Die Hinterkante
10 dieser sich im Abtransport befindlichen
Blechtafel 3 liegt etwa auf der Mitte des Längenformats
des Stapels 4. Der rechts an die Hinterkante
10 der sich im Abtransport befindlichen
Blechtafel 3 liegende Bereich des flexiblen Saugbalkens
43 steht bereits wieder zur Verfugung, um
den Saugbalken mittels der expandierbaren Luftkissen
41 im Bereich der Hinterkante 10 in Richtung
auf den Stapel 4 abzusenken und eine sich in Transportrichtung
12 fortschreitende Haftwirkung aufgrund
entsprechend kontinuierlich durchlaufender
Saugbalkenverformung herbeizuführen, so daß -in
Überlappungsposition zur sich im Abtransport befindlichen
Blechtafel 3- eine neue Blechtafel 3 vom
Stapel 4 angehoben wird, ohne daß es zu einer Kollision
der beiden Blechtafeln 3 kommt.
Die Figur 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer
Hafteinrichtung 7, die ein sich in Transportrichtung
12 erstreckendes Saugmittel 51 aufweist, das
als Saugkammer 52 ausgebildet ist. Die Saugkammer
52 ist nach unten hin, also in Richtung auf den
Stapel 4, offen und steht über mehrere Luftansaugstutzen
53 und Saugleitungen 54 mit einer nicht
dargestellten Unterdruckquelle in Verbindung. Innerhalb
der Saugkammer 53 sind -quer zur Transportrichtung
12- Trennwände 55 angeordnet, so daß
die Saugkammer 52 in eine Vielzahl von Teilkammern
56 aufgeteilt ist. Die Trennwände 55 können in ihrem
oberen Bereich mittels Schwenkachsen 57 in
Richtung der Pfeile 58 verschwenkt werden, wodurch
sich das Volumen der Saugkammer 52 entsprechend
einstellen läßt. Beispielhaft sind drei Trennwande
55 gestrichelt dargestellt, wodurch die umgeklappte
Stellung verdeutlicht wird. Die nicht dargestellte
Unterdurckquelle ist mittels eines Ansaugstutzens
53 mit der ganz rechts liegenden Teilkammer 56 verbunden,
so daß bei der Aktivierung des Unterdrucks
im Bereich der Hinterkante 10 Haftwirkung entfaltet
wird. Werden nun die einzelnen Trennwände 55 nacheinander
-in Transportrichtung 12 gesehen- umgelegt
beziehungsweise geschwenkt, so wandert die Unterdruckwirkung
in Richtung der Transportrichtung 12,
so daß auf diese Art und Weise die Haftwirkung
fortschreitend in Transportwirkung 12 aufgebaut
wird. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 11 und
auch bei anderen im Zuge dieser Anmeldung dargestellten
Ausführungsbeispiele sind oftmals mehrere
Ansaugstutzen 53 über die Länge der Hafteinrichtung
7 verteilt angeordnet, wodurch es möglich wird,
nach einem Öffnen der Kammerabtrennung, also nach
Umlegen einer entsprechenden Trennwand 55, die vorausgegangene
Kammerabtrennung wieder zu schließen,
das heißt dort die Trennwände wieder in die senkrechte
Position zu bringen, so daß dort ein Drucklosschalten
möglich wird, um für die schuppenförmige
Vereinzelung der Blechtafeln 3 zunächst dort,
also beispielsweise etwa in der Mitte des Längsformats
einer Blechtafel 3 keine Haftwirkung zu entfalten,
da die Haftwirkung ja frühestens im Bereich
der Hinterkante 10 oder eine bestimmte Strecke nach
der Hinterkante 10 beginnen soll.
Die Figuren 12 und 13 zeigen ein Ausführungsbeispiel
einer Hafteinrichtung 7, die im Aufbau dem
Unterdruckkasten 19 der Figur 6 entspricht, das
heißt, es sind eine Vielzahl von Saugelementen 20
vorgesehen, die eine Vielzahl von nach unten offenen
Kammern 24 bilden. Die Kammern 24 sind über
Rohrleitungen 60 mit einer Unterdrucksteuereinrichtung
21 verbunden, die im Querschnitt in der Figur
13 dargestellt ist. Die Unterdrucksteuereinrichtung
21 weist einen Gehäuseblock 61 auf, in dem ein
Steuerzylinder 62 drehbar gelagert ist. Die Drehrichtung
ist mit einem Pfeil 63 angegeben. Der Antrieb
beziehungsweise die Drehung des Steuerzylinders
erfolgt mittels einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung.
Eine Unterdruckquelle 22 ist
axial an die Unterdrucksteuereinrichtung 21 angeschlossen,
so daß im Inneren des Steuerzylinders 62
ein Unterdruck herrscht. Der Steuerzylinder 62
weist Steueröffnungen 64 auf, die -je nach Drehstellung- mit Auslässen 65 des Gehäuseblocks 61
korrespondieren können. Auf diese Art und Weise
wird -je nach Drehstellung des Steuerzylinders 62- eine
Verbindung zwischen der jeweiligen Kammer 24
und der Unterdruckquelle 22 geschaffen, wobei dies
derart erfolgt, daß sich -ausgehend von der Hinterkante
10- eine Haftwirkung in Transportrichtung
aufbaut, wie dies bereits bei den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel näher dargelegt wurde. Der
Steuerzylinder 62 kann ferner Belüftungsöffnungen
66 aufweisen, die mit der Außenatmosphäre oder sogar
mit einem Drucklufterzeuger verbunden werden,
um die Kammern 62 zu belüften oder sogar mit Druckluft
zu beaufschlagen, um den Belüftungsvorgang zu
beschleunigen. Die genaue Druckluftführung ist -der
Einfachheit halber- nicht in den Figuren 12 und 13
wiedergegeben. Aus der Figur 12 ist schließlich
noch ersichtlich, daß innerhalb des Steuerzylinders
62 eine Kolbenscheibe 67 in Richtung des Doppelpfeiles
68 lagert, wodurch eine Anpassung an das
Längsformat der Blechtafeln 3 möglich ist, das
heißt, es wird eine entsprechende Anzahl von Kammern
24 angesteuert.
Das Ausführungsbeispiel der Unterdrucksteuereinrichtung
21 der Figur 14 entspricht im wesentlichen
dem Ausführungsbeispiel der Figur 13, jedoch ist
durch Axialwände 70 der Steuerzylinder 62 in Axialrichtung
in mindestens zwei Bereiche 80,81 aufgeteilt,
wobei einer der Bereiche Unterdruck und der
andere Druckluft führt. Den beiden Bereichen 80 und
81 sind Steueröffnungen 64 und 82 zugeordnet, so
daß pro Ansteuerung einer Kammer bei einer Drehung
des Steuerzylinders 62 eine Beaufschlagung mit Vakuum
und -entsprechend zeitversetzt- eine Beaufschlagung
mit Druckluft erfolgt. Es ist auch möglich,
mehrfach pro Umdrehung eine Beaufschlagung
mit Unter- und/oder Überdruck vorzunehmen. Mittels
geeigneter konstruktiver Einrichtungen ist es auch
denkbar, daß die Steueröffnungen 64 beziehungsweise
82 in ihrer Größe, vorzugsweise in ihrer Umfangsrichtungslänge,
veränderbar einstellbar sind, um
eine geeignete Einstellung der Haftwirkung vornehmen
zu können.
Die Figur 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem
am Gehäuseblock 61 in Umfangsrichtung eine Vielzahl
von Auslässen 65 vorgesehen sind. Der Steuerzylinder
62 liegt in Form von Dichtsegmenten 85 vor, die
winkelbeabstandet zueinander stehen und die Auslässe
65 -je nach Drehstellung- verschließen oder
freigeben. Zwischen den Dichtsegmenten 85 werden
unterschiedliche Bereiche 80 und 81 ausgebildet,
die mit Saugluft und/oder Druckluft beaufschlagt
sind. Aus diese Art und Weise ergibt sich eine andere
Ansteuerfolge der Kammern 24 gegenüber dem
Ausführungsbeispiel der Figur 14.
Das Ausführungsbeispiel der Figur 16 verkörpert
eine Zusammenfassung einer Hafteinrichtung 7 mit
einer Transporteinrichtung 8. Die Hafteinrichtung 7
ist als Haftbalken ausgebildet und liegt innerhalb
eines Endlostrums 88. Das Trum ist luftdurchlässig
ausgebildet, so daß durch das Trum 88 hindurch die
Haftwirkung (Saugwirkung) der Hafteinrichtung 7 auf
die Blechtafel 3 wirken kann. Ist die Blechtafel 3
mittels der Hafteinrichtung 7 angehoben, so setzt
sich das Endlostrum 88 mittels eines steuerbaren
Antriebs in Bewegung und transportiert die Blechtafel
3 in Transportrichtung 12 zu einem Weiterverarbeitungsort.
Die Hafteinrichtung 7 ist entsprechend
einem der Ausführungsbeispiele ausgebildet, die im
Zuge dieser Anmeldung beschrieben sind.
Die Figur 17 zeigt mehrere hintereinandergeschaltete
kombinierte Ausführungsformen gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Figur 16, wobei zwischen jeweils
benachbarten, mit Hafteinrichtung 7 versehenen
Endlostrums 88, Saugbalken 90 angeordnet
sind, die für einen gleichmäßigen Lauf der Blechtafeln
3 in den Übergangsbereichen 92 zwischen den
Systemen sorgen. Mit 101 sind die Umlenkrollen der
Endlostrums 88 bezeichnet.
Die Figur 18 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel,
das etwa dem der Figur 17 entspricht, wobei
jedoch Umlenkrollen 103 und die Hafteinrichtungen 7
derart ausgeführt sind, daß das Vakuum auch im jeweiligen
Zwischenraum 102 wirksam ist, wobei sich
dort jeweils eine Leitwalze 104 befindet. Erzielt
werden kann dies durch Umfangs- und/oder Umlenkrolle
103 oder durch gelochte Umlenkollen 104,
das heißt, diese sind luftdurchlässig, so daß dort
ebenfalls das Vakuum wirkt.
Die Figuren 19 und 20 zeigen ein Ausführungsbeispiel
einer Hafteinrichtung 7, bei der die Hafteinrichtung
als Blaslufteinrichtung ausgebildet ist,
deren Blasluft im wesentlichen entlang der Oberfläche
der anzuhebenden Blechtafel 3 geblasen wird.
Hierzu weist die Unterseite der Hafteinrichtung
entsprechende Austrittsöffnungen 110 auf, aus denen
Blasluft 111 austritt, wobei die Blasluft 111 eine
Richtung aufweist, die etwa parallel zur Oberfläche
einer Blechtafel 3 verläuft. Bei entsprechend
großem Abstand zwischen Blechtafel 3 und Hafteinrichtung
7 wird durch die Strömungsgeschwindigkeit
der Blasluft 111 ein Unterdruck erzeugt, so daß die
Blechtafel 3 in Richtung auf die Hafteinrichtung 7
angehoben wird. Nähert sich die Blechtafel 3 zu
sehr der Hafteinrichtung 7, so entsteht durch Impuls
der Luftströmung auf die Blechtafel 3 eine abstoßende
Kraft. Durch diese Verhältnisse "schwebt"
die Blechtafel 3 in gleichmäßigem Abstand an der
Hafteinrichtung und kann dadurch leicht und kratzfrei
transportiert werden. Der Transport wird vorzugsweise
mittels Endlostrums mit Saugeinrichtung
vorgenommen. Durch entsprechende Ansteuerung der
Blasluftöffnungen 110 läßt sich kontinuierlich
fortschreitend die Haftwirkung aufbauen. Von besonderer
Bedeutung ist bei der Ausführungsform der Figuren
19 und 20, daß beim Anheben der Blechtafel 3
kein Tafelkontakt erfolgt, so daß Beschädigungen
(Verkratzen usw.) vermieden sind.
Das Ausführungsbeispiel der Figur 21 betrifft eine
Vorrichtung 1, bei der -im Bereich der Vorderkante
11 der Blechtafeln 3 des Stapels 4- eine Luftdüse
120 angeordnet ist, aus der Blasluft austritt. Die
Blasluft wird zwischen einer bereits abgehobenen
und im Abtransport befindlichen Blechtafel 3 und
einer in der Abhebung befindlichen Blechtafel 3 gemäß
Figur 21 eingeblasen. Dadurch wird verhindert,
daß die Hinterkante der abtransportierten Blechtafel
3 die in der Abhebung befindliche Blechtafel 3
berührt. Ferner kann die Blasluft dafür verwendet
werden, daß die Saugwirkung der Hafteinrichtung 7
kompensiert wird. Hierzu ist die Blasdüse 120 entsprechend
verfahrbar, schwenkbar oder dergleichen
angeordnet, um zunächst das gesamte Vakuum der
Hafteinrichtung 7 zu kompensieren und dann -zum Anheben
einer Blechtafel 3- zunächst im Bereich der
Hinterkante 10 diese Kompensation einzustellen, wobei
das Einstellen fortlaufend in Transportrichtung
12 erfolgt, so daß sich dort das Vakuum der Hafteinrichtung
7 entfalten kann und auf diese Art und
Weise ein Anheben der Blechtafel 3 erfolgt.
Die Figur 22 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem
zusätzlich oder alternativ zur Luftdüse 120 ein Anschlag
130 vorgesehen ist, der sowohl in der Höhe
(Pfeil 132), als auch in Richtung des Transports
(Transportrichtung 12 gemäß Doppelpfeil 131) verfahrbar
positioniert werden kann. Es ist erkennbar,
daß der Anschlag 130 die im Abheben befindliche
Blechtafel 3 von der Hinterkante der bereits im Abtransport
befindlichen Blechtafel 3 fernhält, so
daß keine Kollision erfolgt. Die Position des Anschlags
130 wird vorzugsweise in Abhängigkeit von
der Position der jeweiligen Blechtafeln 3 verandert.
Die Figur 23 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 1, die als Hafteinrichtung 7 ein
endlos umlaufendes Trum 130 aufweist. Das Trum 130
besitzt ein luftundurchlässiges, endlos umlaufendes
Band 131, das an diametral gegenüberliegenden Stellen
mit jeweils einem Saugloch 132 versehen ist.
Innerhalb des Trums befindet sich ein an eine Unterdruckquelle
angeschlossener Saugkasten 133. Das
Trum 130 befindet sich oberhalb des Stapels 4, der
von flexiblen flächigen Gegenständen 2 gebildet
ist. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um Blechtafeln
3. Entgegengesetzt zur Transportrichtung
(Pfeil 134) befindet sich am Ende des Trums 130 ein
Hubsauger 135. Der untere Bereich des Trums 130 ist
mittels einer luftdurchlässigen Abdeckung 136 überfangen.
Die Abdeckung 136 ist feststehend angeordnet
und weist einen geringen Abstand zum Band 131
auf, so daß das aufgrund der Sauglöcher 132 als
Saugband ausgebildete Band 131 nicht an der Abdeckung
136 scheuert. Es ist jedoch auch möglich, ein
möglichst abriebfestes Band 131 einzusetzen, so daß
ein Kontakt des Bands 131 mit der Abdeckung 136
ohne nennenswerten Abrieb moglich ist.
Gemäß Figur 24 ist beidseitig der Hafteinrichtung 7
die Transporteinrichtung 8 ausgebildet, die von
zwei Saugriemenvorrichtungen 16 gebildet ist.
Die Vorrichtung gemäß der Figuren 23 und 24 hat
folgende Funktionsweise: Mittels des Hubsaugers 135
wird vom Stapel 4 der zuoberst liegende Gegenstand
2 an seinem der Transportrichtung 134 abgewandten
Ende angehoben. Aufgrund des umlaufenden Trums 130
gelangt eines seiner Sauglöcher 132 in die Nähe des
angehobenen Bereichs des Gegenstands 2 und übt aufgrund
der in Transportrichtung 134 fortlaufenden
Bewegung eine über den Gegenstand 2 laufende Saugwirkung
aus, so daß der Gegenstand 2 wellenartig
fortschreitend an die Unterseite der Abdeckung 136
angesaugt wird. Die beidseitig der Hafteinrichtung
7 angeordneten Saugriemenvorrichtungen 16 befinden
sich bei diesem Anheben des Gegenstandes 2 in Ruhestellung;
weisen jedoch beide eine Unterdruckwirkung
oder aber eine magnetische Wirkung auf, und
halten demzufolge den Gegenstand 2 fest. Ist der
Gegenstand 2 aufgrund der Saugwirkung des Sauglochs
132 vollständig angehoben, so setzen sich die Saugriemenvorrichtungen
16 in Bewegung und transportieren
den Gegenstand 2 in Richtung der Transportrichtung
134 ab. Es kann dann der nächste Gegenstand 2
vom Stapel 4 abgehoben werden. Dieses Abheben kann
auch teils überlappend mit dem sich im Abtransport
befindlichen vorherigen Gegenstand 2 durchgeführt
werden. Es ist -gemäß Figur 24- möglich, den Gegenstand
2 ohne Berührung mit der Unterseite der Abdeckung
136 abzutransportieren, sofern der Gegenstand
2 aufgrund seiner Flexibilität leicht nach
unten durchhängt. Dieses Durchhängen ist deshalb
gegeben, weil aufgrund des nicht mit Saugloch 132
ausgebildeten Bereichs des Bandes 131 im betrachteten
Betriebszustand vom Saugkasten 133 keine Saugwirkung
auf den Gegenstand 2 ausgeübt wird.
Die Figuren 25 bis 28 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 1 zum Vereinzeln
flexibler, flächiger Gegenstände 2. Sie weist als
Hafteinrichtung 7 mehrere in Transportrichtung betrachtet
mit Abstand nebeneinanderliegende Hubsauger
140 auf, die durch Ventile 141 von einer nicht
dargestellten Steuereinrichtung einzeln ansteuerbar
sind. Beidseitig der Hafteinrichtung 7 befindet
sich gemäß der Figuren 26 und 28 die Transporteinrichtung
8, die zwei Saugriemenvorrichtungen 16
aufweist. Es ergibt sich folgende Funktionsweise:
Zunächst fährt der entgegen der Transportrichtung
134 am weitesten entfernt liegende Hubsauger 140
nach unten und setzt auf den zuoberst liegenden Gegenstand
2 auf und hebt diesen -gehalten durch die
Saugwirkung- an, so daß der hintere Bereich des
flächigen Gegenstands 2 angehoben wird. Nachfolgend
setzt der benachbarte Hubsauger 140 auf den flächigen
Gegenstand 2 auf, wobei das Ventil 141 den Unterdruck
aktiviert und der entsprechende Bereich
des Gegenstandes 2 angehoben wird. Dies setzt sich
-in Richtung der Transportrichtung 134- bei den übrigen
Hubsaugern 140 fort, so daß schließlich der
gesamte Gegenstand 2 angehoben ist. Der Gegenstand
2 wird von den sich in Ruhe befindlichen Saugriemenvorrichtungen
16 haltend übernommen. Die ortsfest
stehenden Hubsauger 140 werden mittels der
Ventile 141 deaktiviert und der Gegenstand 2 wird
durch Inbetriebnahme des Antriebs der Saugriemenvorrichtungen
16 abtransportiert.
Aus der Figur 27 ist zu erkennen, daß ein überlappender
Abtransport der Gegenstände 2 erfolgen kann,
derart, daß ein sich im Abtransport befindlicher
Gegenstand 2 eine noch überlappende Position zum
Folgegegenstand 2 hat, indem im Bereich der Hinterkante
des zuerst abgehobenen Gegenstandes 2 bereits
der Folgegegenstand 2 vom dort befindlichen Hubsauger
140 beziehungsweise von den dort sich befindenden
Hubsaugern 140 angehoben wird.
Zur Figur 23 ist noch anzumerken, daß auf den Hubsauger
135 verzichtet werden kann, sofern ein derart
starker Unterdruck vom Saugloch 132 auf den Gegenstand
2 ausgeübt wird, so daß dieser allein
durch diese Saugwirkung angehoben wird. Es ist auch
möglich, einen Sauger 135 einzusetzen, der keine
Auf- und Abbewegung macht, jedoch eine hinreichend
starke Saugwirkung aufweist. Hinsichtlich der Auf- und
Abbewegung gilt dies auch -nach einem weiteren
Ausführungsbeispiel- für die Ausführung der Figur
25, so daß anstelle von Hubsaugern stationär angeordnete
Sauger 140 angeordnet sind, die also keine
vertikale Auf- und Abbewegung durchführen.
Die Figur 29 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 1, bei der ein sich über die
Länge des Gegenstands 2 erstreckender Saugkasten
beziehungsweise Saugbalken 150 vorgesehen ist. Die
Absaugung des Saugbalkens 150 erfolgt an dem Ende,
das entgegengesetzt zur Transportrichtung 134
liegt. Die Absaugung ist dort mit einem Pfeil 151
gekennzeichnet. Dem Saugbalken 150 ist -entsprechend
den Darstellungen der Figuren 26 und 28- beidseitig
jeweils eine Saugriemenvorrichtung 16
zugeordnet, die jedoch in der Figur 29 nicht dargestellt
sind. Es ergibt sich folgende Funktionsweise:
Mittels eines Hubsaugers 140 wird das entgegen
zur Transportrichtung 134 liegende Ende des Gegenstands
2 angehoben und gegen den Saugbalken 150
gesaugt. Der Saugbalken 150 ist über seine gesamte
Länge nach unten hin offen, so daß in dem Bereich,
in dem der flächige Gegenstand 2 gegen die Unterseite
des Saugbalkens 150 anliegt beziehungsweise
sich dieser Unterseite nähert ein Unterdruck ausgebildet
und demzufolge eine Saugwirkung entfaltet
wird, während der noch nicht angenäherte Bereich
des Gegenstands 2 von dieser Saugwirkung noch nicht
erfaßt ist. Auf diese Art und Weise wird der Gegenstand
2 unter Durchlaufen einer wellenförmigen elastischen
Verformung an den Saugbalken 150 angesaugt.
Ist dies erfolgt, so übernehmen die nicht
dargestellten Saugriemenvorrichtungen, die sich
beidseitig des Saugbalkens 150 befinden, den Abtransport
des Gegenstands 2. Aus der Figur 30 geht
eine entsprechend der Figur 29 ausgebildete Vorrichtung
1 hervor, die jedoch Steuerglieder zur Beeinflussung
des Unterdrucks aufweist. Demgegenüber
ist beim Gegenstand der Figur 29 quasi eine Selbststeuerung
vorgesehen, das heißt, je näher der entsprechende
Bereich des Gegenstands 2 an den Saugbalken
150 gelangt, um so stärker ist die ausgeübte
Saugwirkung und demzufolge bildet sich quasi
selbststeuernd ein Ansaugeffekt aus. Beim Ausführungsbeispiel
der Figur 30 ist demgegenüber innerhalb
des Saugbalkens 150 mindestens ein Trennglied
152 angeordnet, das beispielsweise als verlagerbare
Klappwandung oder aber auch als linear verfahrbare
Wandung ausgebildet sein kann. Mit dem Bezugszeichen
153 ist eine Klappwand und -nach einem anderen
Ausführungsbeispiel- mit dem Bezugszeichen 154 eine
Schiebewand bezeichnet. Die Trennglieder 152 werden
mittels einer nicht näher dargestellten Einrichtung
verlagert. Die Verlagerung erfolgt derart, daß sich
das Volumen des Saugbalkens 150 verkleinern läßt,
sofern die Klappwand 153 beziehungsweise die Schiebewand
154 so verlagert ist, daß nicht das gesamte
Volumen vom Unterdruck (Pfeil 151) beaufschlagt
wird, sondern nur ein Teil davon. Entsprechend
größer ist die Saugwirkung. Ist jedoch bereits ein
entsprechender Teil des flächigen Gegenstandes 2
angesaugt, so daß dieser -fortschreitend- in den
Bereich der entsprechenden Klappwand 153 beziehungsweise
der Schiebewand 154 gelangt, so wird die
Klappwand 153 in die waagerechte Position geklappt
beziehungsweise die Schiebewand 154 aus dem Innern
des Saugbalkens 150 herausgezogen, wodurch auch in
dem anschließenden Bereich des Saugbalkens 150 der
Unterdruck ausgebildet wird und demzufolge fortschreitend
das Ansaugen des flexiblen flächigen Gegenstandes
2 erfolgt. Bei den Ausführungsbeispielen
der Figuren 29 und 30 können für das anfängliche
Ansaugen des flexiblen Gegenstandes 2 Hubsauger 140
an dem zur Transportrichtung entgegengesetzt liegenden
Ende des flächigen Gegenstandes 2 vorgesehen
sein.
Mittels der Trennglieder 152 läßt sich die Saugwirkung
und auch die Geschwindigkeit der Fortschreitung
der Saugwirkung über die Längserstreckung des
Gegenstandes 2 steuern. Die Figur 31 verdeutlicht
dies anhand eines Diagramms. Auf der Ordinate ist
die Geschwindigkeit V angegeben, mit der die Saugwelle
über die Oberfläche des Gegenstandes 2 läuft;
auf der Abszisse ist die Längserstreckung L des Gegenstandes
2 aufgetragen. Es ist erkennbar, daß die
waagerechte Linie 160 ein lineares Verhalten zeigt,
das heißt, die Geschwindigkeit der Ansaugwelle ist
über die Längserstreckung des Gegenstandes überall
gleich. Es ist jedoch auch ein progressives Verhalten
durch entsprechende Steuerung einstellbar, wie
dies die Linie 161 verdeutlicht, das heißt, über
die Erstreckung des Gegenstandes steigt die Geschwindigkeit
der Welle an. Es läßt sich beispielsweise
auf diese Art und Weise eine Anpassung an die
zu leistende Hubarbeit erzielen. Selbstverständlich
ist auch eine progressive Kennlinie realisierbar.
Durch entsprechende Absaugsteuerung, beispielsweise
durch die erwähnten Trennglieder 151 oder aber auch
durch andere, vorstehend erwähnte Maßnahmen, läßt
sich somit eine variable Geschwindigkeit der Saugwelle
über den Laufweg erzielen, so daß eine entsprechende
Ansaugung des flexiblen Gegenstandes 2
erfolgt.