DEV0007942MA - - Google Patents

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DEV0007942MA
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ergosterone
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isoergosteron
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Isoergosteron. Isoergosteron (4, 6, 22-Ergostatrien-3-on) ist eine geeignete Verbindung zur Herstellung von Zwischenprodukten, z. B. für die Synthese des Progesterons, Testosterons, sowie von Nebennierenrindenhormonen, da es aus dem günstig zur Verfügung stehenden Steroid Ergosterin hergestellt werden kann und da es eine ungesättigte Seitenkette besitzt, die leicht zu den Seitenketten der vorstehend genannten Hormone abgebaut werden kann. Darüber hinaus kann die ungesättigte Ketogruppierung der Ringe A und B leicht in die in 4-Stellung ungesättigte 3-Ketogruppierung abgewandelt werden," die diese Hormone kennzeichnet.
Die bisher bekanntgewordenen Herstellungsverfahren für Isoergosteron sind schwierig zu wiederholen und ergeben nur geringe Ausbeuten. Das Verfahren von Wetter und Dimroth (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 70, 1937, S. 1665) ergibt nach Barton, Cox und Holmes (Journ.Chem.Soc, London, 1949, S. 1771) nur eine Ausbeute von 20% Isoergosteron, während nach dem Verfahren dieser Autoren eine Ausbeute von nur 6o°/0 durch Behandlung von besonders stark gereinigtem Ergosteron mit
509 696/502
V 7942 IVb/12 ο
Salzsäure erhalten wird. Heilbron, Kennedy, Spring und Swain (Journ.Chem.Soc, London, 1938, S. 869) stellten Isoergosteron durch Alkalihydrolyse von Ergosteron-3-enolacetat her, jedoch wird nach diesem Verfahren eine unbestimmte Menge eines Produktes erhalten, das schwierig zu reinigen ist. Diese genannten bekannten Verfahren werden durch die nachstehenden Formelbilder erläutert.
RO
Ergosteron-3-enolester Alkalihydrolyse
Isoergosteron
HClI
Ergosteron
Es würde nun gefunden, daß Isoergosteron in sehr hohei Ausbeute durch Hydrolyse, von Ergosteron-3-enolestern mit Schwefelsäure, die in einem Alkanol, das nicht mehr als 4 Kohlenstoffatome im Molekül enthält, gelöst ist, in Gegenwart oder Abwesenheit von Wasser hergestellt werden kann.
Die Schwefelsäure kann beispielsweise in Methanol oder Äthanol gelöst sein.
Als Enolester wird vorzugsweise das Ergosteron-3-enolacetat, das durch Oppenauer-Oxydation von Ergosterin und Acetylierung des erhaltenen Ergosterons hergestellt werden kann, verwendet. Es können jedoch auch andere 3-Enolester des Ergosterons,
z. B. das 3-Propionat, verwendet werden. Diese neue Verbindung kann durch Umsetzung von Propionsäureanhydrid in Pyridin mit Ergosteron hergestellt werden. Für die Herstellung des Ergosteron-3-enolpropionats wird im Rahmen der .vorliegenden Erfindung Schutz nicht begehrt.
Das erfindungsgemäße Verfahren. wird durch die folgenden Beispiele erläutert.:· :,vi..■..(<■
Beispiel·. 1".
Ein Gemisch aus Ergosteron-3-enolacetat (100 g) und Methanol (5000 ecm) wurde mit einer Lösung aus Schwefelsäure (150 ecm; spezifisches'Gewicht = 1,84) in Wasser (125 ecm) umgesetzt und dann am Rück- ' flußkühler erwärmt. Nach 1Z2 Stunde bildete sich ein Niederschlag. Nachdem dieser sich wieder aufgelöst hatte, wurde die Lösung eine weitere Stunde erwärmt. Nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur wurde eine dem Volumen des Reaktionsgemisches gleiche Wassermenge zugesetzt und das sich abscheidende rohe Isoergosteron abgetrennt. Das Reaktionsprodukt wurde in Äther gelöst und nacheinander mehrere Male' * bis zur neutralen Reaktion mit Wasser gewaschen. Nach dem Verdampfen des Äthers wurde eine schwachgelbe, flüssige Masse, die beim Umkristallisieren aus t Methanol 82 g reines Isoergosteron ergab,' erhalten; Schmelzpunkt 108 bis 1090; lmax: 283 ταμ; log ε: 4,44.
Beispiel 2
Ein Gemisch aus Ergosteron-3-enolacetat (20 g), Äthanol (1000 ecm) und Schwefelsäure (60 ecm) wurde unter Rückflußkühlung 3 Stunden erwärmt. Das Reaktionsgemisch wurde nach dem Abkühlen, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet und ergab 14 g Isoergosteron vom Schmelzpunkt 102 bis 1050.
Beispiel 3
Ergosteron-3-enolpropionat wurde durch Umsetzung von Propionsäureanhydrid in Pyridin mit Ergosteron hergestellt. Es kristallisierte in weißen Platten aus Äthylacetat und besaß einen Schmelzpunkt von 117 bis 1190; [α]χ> = —143°- Das Ergosteron-3-enolpropionat wurde, wie im Beispiel 1 für das Ergosteron-3-enolacetat beschrieben, hydrolysiert und ergab in 96°/0iger Ausbeute Isoergosteron vom Schmelzpunkt 101 bisiO4°. Beim Umkristallisieren aus Methanol wurde reines Isoergosteron vom Schmelzpunkt 106 bis 108° erhalten.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE: ^0-
1. Verfahren zur Herstellung von Isoergosteron durch Hydrolyse eines Ergosteron-3-enolesters, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrolyse /v in Gegenwart oder Abwesenheit von Wasser mit Schwefelsäure, die in einem Alkanol mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen im Molekül, insbesondere in Methanol oder Äthanol, gelöst ist; durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsverbindung Ergosteron-3-enolacetat oder Ergosteron-3-enolpropionat verwendet.
© 509 696/502 2. 56

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