DEST005810MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. Januar 1953 Bekanntgeniacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Wolle zur Verringerung -des Verfilzens oder Einlaufens beim Waschen in wäßrigen Flüssigkeiten.
In der britischen Patentschrift 692 258 wird ein Verfahren zur Herstellung eines nicht einlaufenden, aus Wolle gefertigten Endprodukts beschrieben, welches darin besteht, daß die Wolle mit einer wäßrigen Lösung von Peroxymonoschwefelsäure oder einem ihrer Salze, die nicht weniger als 10 Gewichtsprozent Schwefelsäure enthält, behandelt wird.
Es,wurde nun gefunden, daß das Nicht-Einlaufen der Wolle durch Behandeln mit wäßrigen Lösungen der Peroxymonoschwefelsäure oder ihrer Salze ohne Zusatz so großer Mengen Schwefelsäure, wie sie vorher angewandt wurden, erreicht werden kann, vorausgesetzt, daß die Wolle nach Behandlung mit diesen Lösungen mit bestimmtem reduzierenden Lösungen oder Dispersionen behandelt wird.
Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verringerung des Verfilzens oder Einlaufens von Wolle, wobei das ganz oder teilweise aus Wolle bestehende Material in einem beliebigen Fertigungsabschnitt mit einer wäßrigen Lösung von Peroxymonoschwefelsäure oder einem bzw. mehreren Salzen dieser Säure behandelt wird, wobei die Lösungen auf einen pH-Wert unter 8 eingestellt sind und
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dann mi) einer wäßrigen Lösung oder Dispersion eines oder mehrerer Salze der schwefligen Säure oder mit Verbindungen, welche in wäßriger Losung solches Salz oder solche Salze bilden, behandelt werden.
Peroxyinonosehwefelsäure, H2SO;, oder ihre Salze sind die einzigen Oxydationsmittel bei der ersten Stufe des Verfahrens; die erzielte Wirkung läßt sich nicht auf die Bildung von Wasserstoffperoxyd, Additionsvorbindungen von Wasserstoffperoxyd oder lVrsnlfaten in Lösung zurückführen. Das Bad, das lVroxymonoschwefclsäure oder ihre Salze enthält, ist zweckmäßig frei von Wasserstoffperoxid, jedoch stört die Anwesenheit von Peroxyd die Wirkung der IVroxyinonoschwefelsätire nicht.
Die Behandlung mit dm Lösungen von Peroxyjnonoschwefelsäiire oder ihrer Salze kann in einem Temperaturbereich von Zimmertemperatur bis 70" erfolgen, während das Bad, das die Lösungen oder Dispersionen von Salzen der schwefligen Säure enthält, auf Temperaturen zwischen Zimmertemperatur und ioo° gelialten werden kann.
Die Lösungen oder Dispersionen der Salze der schwefligen Säure werden zweckmäßig bei dem durch die normalen Salze in Lösung oder Dispersionen gegebenen Pn-W'1'1'1 gebraucht; sie können jedoch auch verwendet werden, wenn sie alkalisch oder schwach sauer gemacht wurden.
Vorzugsweise werden normale Sulfite statt der sauren Salze der schwefligen Säure angewandt. Wenn die Behandlung mit Peroxymonosehwefelsäure oder ihren Salzen im sauren Gebiet erfolgt ist und wenn ein saures Sulfit verwendet werden soll, ist es besser, die Wolle vor Behandlung mit dem sauren Sulfit auszuspülen oder zu neutralisieren.
Salze der schwefligen Säure, die sich als geeignet erwiesen haben, umfassen jene folgender Kationen: Natrium, Lithium, Kalium, Aluminium, Barium, Calcium, Magnesium, Mangan, Strontium, Zink, Ammonium oder deren Mischungen. Basische Sulfite der oben erwähnten Metalle können ebenfalls verwendet werden.
Die Lösungen können auf die Wollerzeugnisse aufgetragen werden bzw. es kann das Material darin eingetaucht oder damit besprengt werden.
Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Konzentration der angewandten Chemikalien. Niedrige Konzentrationen der Peroxymonoschwefelsäure oder ihrer Salze bei der ersten oder schwache Lösungen bzw. Dispersionen der Salze der schwefligen Säure bei der zweiten Behandlungsphase erfordern eine längen· Kinwirkungszeit. Durch geeignete Wahl der Konzentration kann die Einwirkungsdauer auf nur wenige Sekunden verkürzt werden. Das Verfahren ist deshalb in jeder Phase sowohl auf kontinuierliche technische Verfahren als aurli auf das Bottichverfahren anwendbar, da durch Verwendung von Lösungen geeigneter Konzentrationen die Dauer der Behandlung so eingestellt werden kann, daß sie der üblichen Zeit, die die Produkte zum Passieren der Hader benötigen, entspricht.
Die Lösungen sind stabil und nehmen beim Gebrauch nur langsam an Stärke ab. Die Lösung der l'eroxymojioschwefelsäure ist längere Zeit haltbar, wenn sie keine fremden Elcktrolytc oder andere Verunreinigungen enthält.
Die folgende Versuchsreihe soll den einzigartigen Effekt, der bei der Herstellung nicht einlaufender Produkte durch Anwendung von Peroxymonoschwefelsäure und anschließende Behandlung mit Sulfit erzielt wird, zeigen. Stücke (ein Teil) von reinwollenem Stoff wurden bei 250 50 Minuten lang mit 30 Teilen 0,012 normaler Lösungen von a) 'Wasserstoffperoxyd, b) Peroxydischwcfelsäure, c) Peroxymonoschwefelsäure behandelt, wobei ein Stück mit der Lösung a), ein anderes mit der Lösung b) und ein weiteres mit der Lösung c) behandelt wurde; dabei wurden all diese Lösungen auf den pn-Wcrt von 2,2 eingestellt.
Die Stücke wurden dann mit Wasser gespült und die Hälfte jedes Stückes dann für sich bei 250 30 Minuten lang in einem Bad, das 5 g Zinksulfit pro Liter enthielt, behandelt.
Die Proben wurden ausgespült und dann einem Verfahren zur Prüfung des Einlaufens in dem Standardwalkgerät unterworfen, wobei folgende Ergebnisse erzielt wurden:
Flächenabnahme
Unbehandelt 23,i°/0
Wasserstoffperoxyd 28,4%
Wasserstoffperoxyd, an- go
schließend Zinksulfit 21,6%
Peroxydischwefelsäure 26,8°/0
Peroxydischwcfelsäure, anschließend Zinksulfit .... 21,8%
Peroxymonoschwefelsäure 21,1%
Peroxymonoschwefelsäure,
anschließend Zinksulfit . . 3,8%
Zinksulfit 22,0°/,,
Im folgenden wird an Beispielen gezeigt, auf welche Weise eine merkliche Widerstandsfähigkeit gegen das Einlaufen erreicht werden kann, wenn das Verfahren gemäß der Erfindung ausgeführt wird. Die Mengen ■ sind jeweils als Gewichtsteile angegeben.
Beispiel 1
35 Teile vorher gereinigter, feuchter Wolle werden insgesamt I1J2 Sekunden lang durch eine Lösung, die 360 Teile io°/0iger Peroxymonoschwefelsäure in 675 Teilen Wasser enthält, bei einer Temperatur von 250 hindurchgezogen, wobei der pirWcrt der Lösung mit Schwefelsäure auf 0,5 eingestellt wird.
Das Gewebe wird dann durch eine Mangel gepreßt, 10 Sekunden lang an der Luft gelassen und 30 Sekunden lang in eine Lösung von 100 Teilen kristallisierten Natriumsulfits in 1000 Teilen Wasser bei 250 eingetaucht. Es wird darauf mit Wasser gespült und im normalen Verfahren zu Ende behandelt.
Beispiel 2
1
Ein Bad zur Behandlung wird aus 80 Teilen io%igcr Peroxymonoschwefelsäure, einem Teil sulfatiertcm Fettalkohol als Benetzungsmittel und 130 Teilen Wasser hergestellt. Dann wird Schwefelsäure zugesetzt, so daß der pH-Wert 0,3 ist, und die Temperatur auf 350 eingestellt.
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Gereinigtes reinwollenes gestricktes Gewebe für Unterzeug wird im trockenen Zustand durch eine Feuchtmangel gegeben, deren untere Walze in das oben beschriebene, zur Behandlung dienende Bad eintaucht. Die Mangel ist so eingestellt, daß 6o% der zur Behandlung dienenden Flüssigkeit zurückbehalten werden.
Die Wolle wird dann io Sekunden lang an der Luft
gelassen und darauf 6 Sekunden lang in eine Lösung von ioo Teilen' kristallisiertem Natriumsulfit in iooo Teilen Wasser bei 35° eingetaucht. Danach wird die Wolle gut gespült.
Beispiel 3
Es wird ein Bad, das 10 Teile io°/0iger Peroxymonoschwefelsäure in 1150 Teilen Wasser enthält, hergestellt; der pH-Wert wird mit Hilfe von Natriumhydroxyd auf 4,5 eingestellt.
38 Teile eines Wollgewebes werden in diesem Bad bei 25° ι Stunde lang behandelt, worauf eine Lösung, die entsprechend verdünnt ist, 5 Teile Natriumsulfit und 2 Teile Natriumkarbonat enthält, zu dem zur Behandlung verwendeten Bad hinzugefügt wird, während die Temperatur auf 25° gehalten wird. Die Behandlung wird 30 Minuten lang fortgesetzt; dann wird die Wolle mit Wasser gespült und in dem normalen Verfahren zu Ende behandelt.
Beispiel 4
38 Teile wollene Serge werden bei 300 1 Stunde lang mit 115c Teilen Wasser, das 10 Teile io%iger Peroxymonoschwef elsäure enthält und mit Hilfe von Schwefelsäure auf den pH-Wert von 1,4 eingestellt wurde, behandelt.
,35 Die Serge wird dann in einem Bad, das 2 Teile Natriumkarbonat in 1000 Teilen Wasser enthält, bei 20° neutralisiert. Nach 5 Minuten wird das überschüssige Alkali mit Wasser herausgespült. Die Wolle wird danach 30 Minuten lang bei 250 in einem Bad, das 20 Teile Kaliumbisulfit in 1000 Teilen Wasser enthält und anfangs einen pH-Wert von 4,7 hat, behandelt und schließlich mit reinem Wasser gespült.
Beispiel 5
38 Teile wollene Serge werden bei 25° 1 Stunde lang
mit 1150 Teilen Wasser behandelt, in dem sich 10 Teile io%iger Peroxymonoschwefelsäure befinden und ■ dessen pH-Wert mittels Schwefelsäure auf 1,4 gebracht wurde; es enthält ferner 0,2 Teile sulfatierten Fettalkohol, der als Benetzungsmittel hinzugesetzt wird. Die Serge wird dann mit Wasser gespült und bei 25° 30 Minuten lang in einem Bad behandelt, das 20 Teile Calciumsulfit in 1000 Teilen Wasser enthält.
Schließlich wird die Wolle mit Wasser gespült.
Beispiel 6
Ein trockenes reinwollenes Gewebe wird durch den Spalt einer Feuchtmangel gepreßt, deren untere Walze in ein Bad eintaucht, das 50 Teile io°/0iger Peroxymonoschwefelsäure, ι Teil sulfatierten Fettalkohol als Benetzungsmittel und 55 Teile Wasser enthält; die Temperatur beträgt 30° und der pH-Wert ist 0,4.
Die Lösung, die von der unteren Walze mitgenommen wird, durchfeuchtet das Gewebe sofort beim Durchgang durch den Spalt.
Das Gewebe wird dann 20 Sekunden lang an der Luft gelassen, damit die Lösung mit der Wolle reagieren kann, und darauf durch eine andere Feuchtmangel gepreßt, deren untere Walze in das zweite, zur Behandlung dienende Bad eintaucht, das 10 Teile kristallisiertes Natriumsulfit und 10 Teile kalzinierte Soda in 100 Teilen Wasser bei einer Temperatur von 30° enthält. Die Lösung, die von der Walze mitgenommen wird, macht das Gewebe während des Preßvorganges in der Mangel augenblicklich säurefrei. Das Wollgewebe bleibt dann 10 Sekunden lang an der Luft und wird schließlich mit Wasser gespült.
Beispiel 7
50 Teile Wollgewebe, das schon mit Hilfe von sulfatiertem Fettalkohol gereinigt wurde, werden bei 250 40 Minuten lang mit einer Lösung aus 10 Teilen io°/0iger Peroxymonoschwefelsäure in 1400 Teilen Wasser bei einem pH-Wert von 1,7 behandelt.
Das wollene Material wird darauf gespült und 10 Sekunden lang bei 950 durch ein Bad gezogen, das 10 Teile kristallisiertes Natriumsulfit in 100 Teilen Wasser enthält. Dann wird das Gewebe gespült und getrocknet.
Beispiel 8
80 Teile eines Sockengewebes aus 50% Wolle und 50% Baumwolle werden bei 250 40 Minuten lang in einem Bad behandelt, das 10 Teile io%iger Peroxymonoschwefelsäure in 2000 Teilen Wasser bei einem pH von 2,0 enthält.
Das Material wird zweimal gespült und dann 30 Minuten lang in einem zweiten Bad von 25° behandelt, das ic Teile kristallisiertes Natriumsulfit, 3 Teile Zinksulfit und 1 Teil Ammoniak-Lösung (spezifisches Gewicht 0,900) in 2000 Teilen Wasser enthält. Das Sockengewebe wird dann gut mit Wasser gespült und in der üblichen Weise zu Ende behandelt.
105 Beispiel 9
40 Teile Wollstoff werden bei 6o° 15 Minuten lang bei einem pH-Wert von 1,8 mit einer Lösung aus 10 Teilen io°/0iger Peroxymonoschwefelsäure in 110. 1200 Teilen Wasser behandelt, wobei der pH-Wert, falls dieses nötig ist, mit Schwefelsäure eingestellt wird. Der Stoff wird dann einmal bei 6o° mit Wasser gespült und 10 Minuten lang bei 400 in einem Bad behandelt, das 6 Teile Magnesiumsulfit in 1200 Teilen Wasser bei einem pH-Wert von 8,5 enthält. Der Stoff wird darauf gespült.
Beispiel 10
40 Teile gereinigtes Kammgarn werden 20 Minuten lang bei 260 in einem Bad behandelt, das 10 Teile io°/0iger Peroxymonoschwefelsäure in 1400 Teilen Wasser bei einem pH von 2,0 enthält.
Das Garn wird dann gespült und 30 Minuten lang bei 30° in einem zweiten Bad behandelt, das 7 Teile Mangansulfit in 1400 Teilen Wasser bei einem pH von
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8,4 enlliäll. Danach wird das darn gut mil Wasser gespült.
Beispiel ii
35 Teile gereinigtes Kammgarn werden bei 320 .'|5 Minuten lang mit einer Lösung aus 10 Teilen lo"/0iger IVroxymonoschwefelsäiire in 1400 Teilen Wasser bei einem pN von 2,0 behandelt. Das darn wird dann gespült und 30 Minuten lang bei 280 in einem Mad behandelt, das basisches Aluminiumsulfit enthält; dieses wurde aus 7'/.,TeHeIi kristallisiertem Natriunisulnt, i1/., Teilen Ammoniak S. d. O. 900 und 3 'Teilen Kaliumalaun in 1500 '!'eilen Wasser hergestellt. Darauf wird das darn mit Wasser gespült.
Beispiel 12
.|o 'Teile reinwollenes (iewebe werden bei 250 50 Minuten lang mit einer Lösung aus 10 Teilen io"/0iger IVroxymonoschwefelsäure in 1200 Teilen Wasser, die mit Hilfe von Natriumhvdroxyd auf einen pn-Wert von 6,8 gebracht wurde, behandelt. Das Cicwelx' wird dann mit Wasser gespült und bei 250 30 Minuten lang mit einem zweiten Mad behandelt, das 5 Teile kristallisiertes Natriumsulfit und 2 Teile kalzinierte Soda in 1000 'Teilen Wasser gelöst enthält. Das ('icwcl)c wird danach mit Wasser gespült.
Beispiel 13
20'Teile feuchtes gereinigtes Wollgewebe werden insgesamt 1'/., Sekunden lang durch eine Lösung, welche 370 Teile l'eroxymonoschwefelsäure in ()j(i Teilen Wasser enthält, bei einer Temperatur von 27" und einem mit Schwefelsäure auf 0,5 eingestellten Pn-Wert hindurchgezogen. Das dewebe wird dann durch eine Mangel gepreßt und 17 Sekunden lang au der Luft gelassen. Es wird danach gut mit Wasser gespült und in einen Hott ich gebracht, der 5 Teile Ziiiksiillit in 1000'Teilen Wasser bei 270 enthält, und unter diesen Bedingungen 30 Minuten lang behandelt.
Darauf wird die Wolle mit Wasser gespült.
Meispiel 14
Eine Wollsträhne wird durch die folgenden fünf Hader gezogen, die in den Bottichen einer üblichen Reinigungsanlage mit fünf Becken aus nicht rostendem Stahl bereitet werden. Die 'Temperatur in dem ersten und zweiten Becken wird auf 32" gehalten; die genaue Konzentral ion wird durch tropfenweisen Zusatz eingestellt. Das erste Becken enthält 120 Teile i()"/oiger l'eroxymonoschwefelsäure, 5 Teile einer nicht dissoziierten Verbindung, einem Alkylphenyläther des i'olyäthylcnglvkols, der als Benetzungsmittel dient, ()()() 'Teile Wasser und so viel Schwefelsäure, dal.) ein Pn-Wert von 0,8 erreicht wird. Das zweite Becken enthält 100 'Teile kristallisiertes Natriumsulfit, 30'Teile Natriunibikarbonat und 1000 Teile Wasser. Im dritten Becken ist eine Lo1SUHg aus 10 Teilen !essigsäure in 1000 Teilen Wasser bei Zimmertemperatur. Im vierten und fünften Becken befindet ,sich fliel.ieiides Spülwasser von Zimmertemperatur.
Die Transportgeschwindigkeit der Strähne ist eine solche, dal.! die Zeit des Eintauchens in jedes Bad (> Sekunden beträgt; zwischen den Becken werden Mangeln angebracht, so daß sich die folgende Zeittafel ergibt:
Eintauchen in das erste Bad.. 6 Sekunden Vom ersten Bad zur ersten
Mangel 9
Von der ersten Mangel zum
zweiten Bad 9 -
Eintauchen in das zweite Bad 6 Vom zweiten Bad zur zweiten
Mangel 6
Nach dieser Behandlungsphase ist die Zeit zum Eintauchen in Essigsäure und zum Spülen die gleiche wie für eine normale Reinigungsoperation.
Beispiel 15
100 Teile von Maschinen- und Spinnölen entfetteter Sockenwolle werden mit 3000 Teilen Wasser behandelt, das 10 'Teile Pcroxymonoschwf feisäure enthält und dessen ρ,,-Wert durch Ätzkali auf 7,5 eingestellt ist. Die Temperatur des Bados beträgt i8°, die Behandlungsdauer 30 Minuten. Am Ende dieser Zeit wird das dut mit kaltem Wasser gespült und in ein Bad gegeben, das 60 Teile Zinksulfit in 3000 Teilen Wasser enthält. Die Behandlungsdaucr beträgt Minuten bei 350. Das dut wird anschließend gespült und dann wie üblich zur Formung auf Platten gegeben.

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Behandlung von Clewebcn oder anderem wenigstens zum Teil aus Wolle bestehendem Textilmaterial zur Verringerung des Einlaufens beim Waschen in wäßrigen Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß solches Material zunächst mir einer wäßrigen Peroxymonoschwefelsäure oder eines ihrer Salze enthaltenden Lösung bei einem ρ,,-Wert unter 8 und dann mit einer wäßrigen Lösung behandelt wird, die normale, saure oder basische Salze der schwefligen Säure oder Verbindungen, welche solche Salze in wäßriger Lösung· bilden, enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Pcroxyschwefelsäure oder Peroxymonosulfate enthaltenden Bades zwischen Zimmertemperatur und 70° liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des zweiten, ein Salz der schwefligen Säure enthaltenden Bades zwischen Zimmertemperatur und Siedetemperatur liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das ein Salz der schwefligen Säure enthaltende Bad ein Sulfit mindestens eines der Kationen Natrium, Lithium, Kalium, Aluminium, Barium, Calcium, Strontium, Magnesium, Mangan, Zink oder Ammonium enthält.
5. \'erfahrcn nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren kontinuierlich durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösungen aufgetragen werden bzw. mittels Bürsten oder durch Besprengen zur Anwendung kommen.
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