DE547331C - Verfahren zum Veredeln von Cellulosefasern - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Cellulosefasern

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DE547331C
DE547331C DE1930547331D DE547331DD DE547331C DE 547331 C DE547331 C DE 547331C DE 1930547331 D DE1930547331 D DE 1930547331D DE 547331D D DE547331D D DE 547331DD DE 547331 C DE547331 C DE 547331C
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DE
Germany
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copper
cellulose fibers
fibers
alkali
solution
Prior art date
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Expired
Application number
DE1930547331D
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English (en)
Inventor
Dr Kurt Hess
Dr-Ing Carl Trogus
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE547331C publication Critical patent/DE547331C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/58Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with nitrogen or compounds thereof, e.g. with nitrides
    • D06M11/59Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with nitrogen or compounds thereof, e.g. with nitrides with ammonia; with complexes of organic amines with inorganic substances
    • D06M11/62Complexes of metal oxides or complexes of metal salts with ammonia or with organic amines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/32Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/36Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/38Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • D06M11/42Oxides or hydroxides of copper, silver or gold

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Veredeln von Cellulosefasern Nach dem Verfahren gemäß der amerikanischen Patentschrift 682 494 und der englischen Patentschrift iq:283/r9oo erhält Baumwolle durch Behandlung mit heißer, konzentrierter Kupferoxydammoniak enthaltender Natronlauge Seidenglanz. Dieselbe Wirkung kann auch durch eine getrennte Behandlung von Baumwolle zunächst mit heißer, konzentrierter Natronlauge und nachfolgend mit Kupferoxydammoniaklösung erzielt werden. Es wird dabei darauf hingewiesen, daß bei der zweiten Art der Behandlung die Fasern entweder oberflächlich angegriffen oder vollkommen gelöst werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Cellulosefasern die textilchemisch wichtigen Eigenschaften von mercerisierten Fasern, wie z. B. größere und egalere Anfärbbarkeit, leichtere Bleichbarkeit, erhöhten Glanz sowie auch eine größere chemische Reaktionsfähigkeit für den Fall der Verwendung als Ausgangsmaterial für Veresterungsvorgänge, verleihen kann, wenn man die Fasern bzw. Garne und Gewebe daraus mit Kupferoxydammoniaklösungen behandelt, die solche Mengen von starken Alkalien, wie Natriumhydroxvd, enthalten, daß die lösende Wirkung der kupferoxydammoniaklösung verhindert wird, nach dem Aufziehen gewisser Mengen Kupfer das Fasergut durch Einbringen in ein Bad von verdünntem Alkali, z. B. einer 2 bis 5@/oigen wäßrigen Natronlauge, von der anhaftenden Flotte befreit und danach mit einer verdünnten Säure, z. B. Schwefelsäure oder Essigsäure, entkupfert. Das Entkupfern nach der Behandlung mit Alkali kann auch mit einer Ammonsulfatlösung oder unter Zusatz von Ammonsulfat zu der angewandten Säure erfolgen. Ferner kann die Entkupferung direkt mit Säure, d. h. ohne alkalische Nachwäsche, vorgenommen werden. Diese Art der Entkupferung ist vorteilhaft, wenn man für chemische Umsetzungen besonders reaktionsfähige Fasern erhalten will. Für die Entkupferung sind außer Säuren auch andere Entkupferungsmittel, z. B. Cyankalilösungen, geeignet.
  • Die Kupferkonzentration der Kupferflotte sowie die Konzentration des Säurewaschbades können in weiten Grenzen variiert werden, jedoch darf der Gehalt an freiem Alkali der Kupferflotte die Grenze von ungefähr 1,5 bis 21)/" nicht unterschreiten.
  • Die Behandlung erfolgt bei gewöhnlicher Temperatur. Die Begrenzung der Temperatur nach unten ist durch die Löslichkeit der Reagenzien in den kupferhaltigen Lösungen gegeben, nach oben durch deren Zersetzung, wobei 4o bis 5o° C nicht überschritten werden sollen.
  • An Stelle von ammoniakhaltigen Kupferalkalilösungen kann man auch ammoniakfreie Kupferalkalilaugew -- verwenden, die Alkali in sblcher Konzentration enthalten, bei der keine-Ä.lkalitner-cerisation erfolgt, die also beispielsweise unterhalb I7,5 Gewichtsprozent, z. B. 5 bis iooioig, sind.
  • Führt man die Operationen ungespannt aus, so beobachtet man eine starke Schrumpfung des Materials; dies kann verhindert werden durch Arbeiten mit aufgespanntem Fasergut.
  • Im Gegensatz zu den in der amerikanischen Patentschrift 682 494 und in der englischen Patentschrift 14283/Igoo beschriebenen Verfahren bleiben die gemäß dem vorliegenden Verfahren behandelten Fasern vollkommen erhalten, ohne daß dabei besondere Vorsichtsmaßregeln zu treffen sind. Die dabei erzielten Effekte sind ähnlicher Natur wie die bei der Mercerisation mit konzentrierter Natronlauge. Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß man die Effekte bei wesentlich niedrigeren Alkalikonzentrationen als bei den bisher bekannten Mercerisierungsverfahren erhält, wodurch einerseits eine wesentliche Ersparnis an Chemikalien, andererseits eine erhebliche Schonung der Faser und Gewebe möglich ist. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht in der weitgehenden Variationsmöglichkeit des zu erzielenden Effektes, der beliebig eingestellt werden kann. Mit -besonderem Vorteil kann man sich daher des Verfahrens bei Mischgeweben aus natürlichen und künstlichen Fasern bedienen, die bei den bisher bekannten Mercerisierungsverfahren leicht erhebliche Schädigungen erleiden.
  • Beispiel I In einer Flotte, bestehend aus 250g Kupfersulfathydrat, 3009 Natriumhydroxyd, 3,51 Wasser und 61 io bis 25"/"igem Ammoniak, werden Zoo bis q.oo g Cellulosematerial eingetragen, nach einer halben bis einer Stunde herausgenommen und in etwa ao 1 2 bis 5"1"ige Natronlauge eingetragen. Aus diesem Bade wird nach etwa io Minuten herausgenommen und nach dem Abspülen mit Wasser oder direkt in ein neues Bad, bestehend .aus io 1 2o"/"iger Essigsäure, eingegangen, um die Ware zu entkupfern. Schließlich wird mit Wasser gewaschen und getrocknet.
  • Beispiel e 3009 Cellulosematerial werden in io 1 einer Kupferalkalilösung eingetragen, die dadurch erhalten wird, daß man zunächst eine 3o"1"ige Kupfersulfatlösung in 3,3 1 etwa 3o"/"iger Natronlauge unter starkem Rühren bis zur Sättigung an Kupferhydroxyd einträgt und die entstandene tiefblaue Lösung auf io 1 verdünnt. Nach etwa halb- bis einstündigem Verbleiben wird die Ware mit Wasser gut abgespült und z. B. mit g","iger Schwefelsäure entkupfert und schließlich gründlich gewaschen.
  • Beispiel 3 Arbeitet man unter sonst gleichen Bedingungen, wie in Beispiel i angegeben, mit der Abänderung, daß man statt einer io"1"igen Natronlauge eine I6"J"ige an Kupfersulfat gesättigte Lösung verwendet, so lassen die Fasern trotz der hohen Alkalikonzentration die plastisch-elastischen Eigenschaften bei Benetzung mit der Lauge vermissen, die man bekanntlich bei Abwesenheit von Kupfer bei dieser Alkalikonzentration beobachtet und die für die Mercerisierung von Cellulosefasern charakteristisch sind. Nach dem Auswaschen wie in Beispiel i erhält man Fasern, die trotz der Verhinderung ihrer Queliüng in der Lauge die in der Beschreibung gegebenen Eigenschaften aufweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zum Veredeln von Cellulosefasern durch Behandeln mit einer Kupferoxydammoniakalkalilösung bzw. Kupferalkalilösung, dadurch gekennzeichnet, daß man die Cellulosefasern mit solchen Lösungen der genannten Art behandelt, deren Gehalt an freiem Alkali mindestens 1,5 bis 2 "/", jedoch unterhalb 17,5 "/", d. h. der Mercersierungsgrenze, liegt, worauf man die kupferhaltigen Fasern, gegebenenfalls nach Behandlung mit verdünntem Alkali,. in bekannter Weise entkupfert.
DE1930547331D 1930-01-17 1930-01-17 Verfahren zum Veredeln von Cellulosefasern Expired DE547331C (de)

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DE (1) DE547331C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE902484C (de) * 1944-12-30 1954-01-25 Cilander Ag Verfahren zum Veredeln von Textilgut aus regenerierter Cellulose

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE902484C (de) * 1944-12-30 1954-01-25 Cilander Ag Verfahren zum Veredeln von Textilgut aus regenerierter Cellulose

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