DEP0048564DA - Verfahren zur Herstellung von löslichen Goldverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von löslichen Goldverbindungen

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DEP0048564DA
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Germany
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gold
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compound
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soluble
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Application number
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English (en)
Inventor
Ernst A. H. Dr. Friedheim
Original Assignee
Friedheim, Ernst A. H., Dr., New York
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Description

Beschreibung
zu dem Patentgesuche
des Herrn Ernst A»He Friedheim, New York, Vereinigte Staaten von Amerika
betreffend
"Verfahren zur Herstellung von löslichen Goldverbindungen".
Die vorliegend® Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von neuen und verbesserten Goldverbindungen und insbesondere Goldverbindungen von verringerter Giftigkeit 9 in denen das Au-Atom an S-Atome von organischen Dimercapto-Verbindungen der nachstehend beschriebenen Art gebunden ist„
Es ist bekannt 9 dass man durch Zugabe einer wässerigen Lösung von 2r3~Dimereaptopropanol zu einer wässerigen Lösung von Goldnatriumthiosulfat oder Goldnatriumthiomalat Goldverbindungen herstellen kann« Dies® Produkte entstehen in Form eines schweren* gelben Niederschlages 9 der in Wasser 9 verdünnter Salzsäure, Matriumhvdroxvd-Lösung 9 Alkohol und Aether unlöslich ist und
aus einer Goldverbindung von 2,3-Dimercaptopropanol besteht, die auf 1 Molekül 2f3-Dimercaptopropanol 2 Atome Gold enthält.
Im Gegensatz au diesen bekannten Verbindungen werden erfindungsgemäss neue Goldverbindungen hergestellt, die toifse Giftigkeit zeigen9 zu injizierbaren Lösungen aufgelöst werden können und Radikale von 293-Dimercaptopropanol oder anderen ©rganischen Dimercaptoverbindungen der nachfolgend beschriebenen Art enthalten»
Ferner kann man gemäss der vorliegenden Erfindung eine Goldverbindung isolieren9 die in Wasser 9 Methanol 9 Aethanol* Aeetonf Propylenglycol und Methylacetamid löslich ist und Radikale von 2 Molekülen 2,3-Dimercaptopropanol auf je ein Atom Gold in dem Molekül enthält»
Man kann erfindungsgemäss injizierbare, goldhaltige Li5-eungen j^^fe^^w^Sftigkeit in der Weise herstellen« dass man eine iönisierbare dreiwertige oder einwertige Goldverbindung enthaltend® LSsniäge in der 1 Atom Gold vorhanden ist, mit mindestens 2 Molekülen 29J-Dimercaptopropanol oder einer der anderen nachfolgend beschriebenen organischen Dimercapto-Verbindtingen bei einem geeigneten p&^fert sar Heaktion bringt.
Bia Einzelheiten der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung und insbesondere in den Ausführungsbeispielen beispielsweise erläutert»
Bs ist gefunden worden9 dass die Heaktion zwischen einer
ionisierbaren So lötverbindung, z.3e H(Au Cl.).4HpO, oder GoIdthiosulfat, und 2,3-Dimercaptopropanol^unter den erfindungsgemassen Bedingungen/-®ia»eÄi^^i^t4«fe«««aSfcs^/' Wert ear über 7, vorzugsweise 9—11» injizierbare lösungen von Verbindungen ergibt, die im Molekül Radikale von 2 Molekülen 2,3-Dimercaptopropanol und 1 Atom Gold enthaltene Solche injizierbaren Lösungen kann man erhalten* wenn man die Reaktion zwischen 2,3-Dimercaptopropanol und der als Ausgangsmaterial benutzten GoIdverbindung in i/asser oder in injizierbaren organischen Lösungsmitteln, z.B. Propylenglykol oder Methy!acetamid ausführt und die entstehende Lösung auf ein© im wesentlichen neutrale oder leicht alkalische Reaktion einstellte
Ähnliche Verbindungen erhält manf wenn organische Goldverbindungen9 «*@ z.B. Goldthiomalat oder Goldthioglukose gemäss d@r forliegenden Irfindung mit 2,3-Dimercaptopropanol zur Reaktion gebracht werden, sowie in Reaktionen zwischen 2 9 3-Dimercaptopropanol und organischen Goldverbindungen, in denen das Gold; wie z.Be in Golddiaethyrhromid« an ein Kohlenstoffatom gebunden ist«
Aus Lösungen« die durch Reaktion zwischen einer geeigneten Goldverfeindungg z„Be H(Au Cl.)e4H20 und 2g3»Dimercaptopropaaol in der nachstehend beschriebenen Weise hergestellt wurden, kann man ein® Goldverbindung isolieren^ die für je 1 Atom Gold zwei 2,3-Simercaptepropamol-Radikale ent&ält» Diese erfindungsgenäss
hergestellte neue Verbindung ist löslich in Y/asser, physiologischer Kochsalzlösung, Alkohol und injizierbaren organischen Flüssigkeiten, z.B8 Propylenglykol und Methylacetamid.
Beispiel 1. Herstellung einer injizierbaren, wässerigen Goldlösung« 4182 Gramm saures Goldchlorid (Au Cl,«HCle4H9O). gelöst in 600 cm einer normalen, wässerigen !Tatriumhydroxyd-Lösung lässt man in dünnem Strahl und unter Mischen in eine Mischung von 26 Gramm 2,3~Dimercaptopropanol und 1,3 Liter Wasser einlaufen. Is bildet sich ein bräunlicher Niederschlag, der sich beim Rühren auflöst. Die so erhaltene, klare, orange-gefärbte Lösung stellt man durch Zusatz von Säure, z.B. verdünnte Salzsäure, Essigsäure oder CO2 auf einen f8/Wert von 7*8 ein, Nach dreitägigem Stehen bei Zimmertemperatur wird die Lösung von der geringen Menge unlöslicher Substanz abfiltriert und mit so viel destilliertem Wasser versetzt 9 dass sie per Liter 10 Gramm metallisches Gold enthalte Man kann die Lösung durch ein Bakterienfilter filtrieren und für medizinisch® Zwecke verwenden«,
Statt die Goldlösung in die Suspension von 2,3-Dimercapto» propanol ©infliessen zu lassen, kann man umgekehrt diese Suspension der Goldlösung zugeben«
Beispiel 2, Isolierung der Goldverbindung*
Sin Liter der gemäss Beispiel 1 erhaltenen Goldlösung wird im Yakuum zur Trockene verdampft. Der Rückstand, der ein orangefarbenes Goldsalz und/anorganische Salze enthält, wird mit
300 cm Aceton ausgelaugt, die orange gefärbte Acetonl^sjuig wird von dem unlöslichen Material abfiltriert und im Vakuum zur Trockene verdampft» Der verbleibende Rückstand, der aus der Verbindung von Gold und 2,3-Dimercaptopropanol besteht, wird als ein hochviskoaer und hygroscopischer Syrup erhalten, der, wenn völlig trocken, bei-5°I sich verfestigt. Die Verbindung ist löslich in fasser, Methanol g Äethanols Aceton, Propylenglykol und Methylacetamid und ist unlöslich in Aether und Kohlenstofftetrachloride Beim Ansäuern mit Essigsäure, schneller mit Salzsäure, wird in der wässerigen Lösung ein orange-gelber Niederschlag erzeugt. Beispiel 3. Eine Lösung von 215 mg (0,52 Millimol) AuCl,.HCl.4H5O in 5 cm-3 Wasser wird in eine Lösung von 144 mg (1.04 Millimol) 2g3~Bimeycaptopropionsäure in 5 cm Wasser eingeführt. Es entsteht @ia flockigers brauner niederschlag, der sich bei Zugabe Ton 221 mg (2«08 SCillimole) Na2CO, zu einer klaren Lösung von » 7 auflöst. Di® so gebildete Verbindung kann man durch Verdampfen der Lösung zur Trockene im Yakuum in fester Form herstellen. Bei Ansäuren mit Säure geben konzertierte Lösungen dieser Verbindung einen gelben Niederschläge Sie Verbindung 1st unlöslich in Asther und Chloroform*
Xn alkalisea-wässeriger Lösung gibt das nach Beispiel 1 oder 2 erhaltene Reaktionsprodukt mit Fitroprussidnatritm eine positive Mii®l-»S@aktion. Bas gemäs® Beispiel 2 isolierte Material enthält 4.4$ Gold tmd das entspricht einem Verhältnis von 1 Atom
Gold zu 2 Molekülen 2,3-Dimercaptopropanol. Dies scheint darauf hinzuweisen, dass die Verbindung das Gold in dreiwertiger Form enthält, ζ«Be entsprechend der Formel
HO-OH2-CH-SH
(D
Die gemäss Beispiel 2 isolierte Verbindung ist wärmebeständig, sie bleibt beim Erhitzen während einer Stunde bei 11' unverändert«
In der in den Beispielen 1 und 3 beschriebenen Reaktion kann das molekulare Verhältnis zwischen der Dimercapto-Verbindung und der Gold-Verbindung, deh„ 2 Moleküle der Dimercapto-Verbindung auf 1 Atom Gold 9 weitgehend variiert werden» Insbesondere kann die relativ® Menge der Dimercapto-Verbindung auf 3 Moleküle für 3® 1 Atom Gold erhöht werden, ohne den Verlauf der Reaktion oder die Natur des Reaktionsproduktes wesentlich zu verändern« Die Erfindung ist deshalb auf die in den Beispielen beschriebenen Mengenverhältnisse nicht beschränkt.
Bei der Herstellung der Verbindungen gemäss der vorliegenden Erfindung ist es wesentlich, dass die Reaktion bei einem ^pKHTert über T9 zweckmässig bei einem pM Wert von 9 bis 11 ausgeführt wird»
Man kann die vorliegende Erfindung mit verschiedenen Abänderungen ausführenο Z0B0 können anstelle von AuCl,βHCl*4H2O, ander® Goldverbindungen, z.S» Na(AuCl,)e2H«0, HAuBr4* KAtIBr1, benutzt werden9 den 'pa/Vert der Reaktionsmischung kann
man mit EOH9 Ua^CO,, KpCO, oder Diaethylamin einstellen, und man kann die Reaktion in einem organischen Lösungsmittel, vtts z.B. Propylenglykol oder Methylacetamid«ausführen, das etwas Wasser enthalten kann. Die in der Ausführung der Erfindung vorzugsweise benutzten Dithiole sind 2,3-Dimereaptopropanol und 2,3-Dimercaptopropioasäure„ Aber 2,3-Dimereaptopropylaethylaether und Dithiole von anderen aliphatischen Verbindungen, die mindestens 3 Kohlenstoff atome enthalten, und in denen die zwei -SH Radikale mit benachbarten Kohlenstoffatomen verbunden sind und aromatische Ortho-Dithiole können auch verwendet werdene Man kann z.B* aliphatische Dimereapto-Verbindungen von der allgemeinen Formel
»R-Z
SH SH
verwenden? in denen R eine aliphatische Kette? die bis zu 17 Kohlenstoffatome enthalten kann, bedeutet und Z eins der Radikale ~QH, -COOHj »COO-alkylj -CH, oder das Glukose-Radikal bedeutete Als Beispiele von aromatischen Dithiolen können Phenylaethandithiol*^Ls2lund 1,2-Dimereaptobenzol erwähnt werden« Ferner kann man die Goldverbindung, die Diaercapto-Terbindung und die zur Eilnstelluog d@s gewünschten ßg^ertes benutzten Stoffe dem Reaktionsmedium gleichzeitig oder einen nach dm anderen vorzugsweise unter Rühren zusetzen, um eine gemäss der Erfindung zusammengesetzte Lösung oder Komposition zu erhalten. Aber die bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass man eine neutrale oder alkalisch
CH2.CHJ

Claims (3)

  1. Goldlösung mit einer neutralen oder alkalischen Lösung der c :■--&- riischen Dimercapto-Verbindung mischt«
    Der Ausdruck "ionisierbare Goldverbindung" dient in der vorliegenden Anmeldung zur Bezeichnung von Goldverbindungen, die in dem benutzten Seaktionmedium Gold-Ionen bilden«
    Man kann die Verbindungen und Produkte der vorliegenden Erfindung für alle Zwecke verwenden, für die die bekannten Goldverbindungen benutzt werden, wobei die erfindungsgemaesen Erzeugnisse den Torteil der verringerten Giftigkeit zeigen.
    wirksamen,
    löslichen Goldverbindungen von verringertet Giftigkeit, dadurch gekennzeichnet 9 dass man auf eine ioni^Sierbare Gold verbindung in einer Lösung mit einem höheren ßH Wert als 7 mti 293-Dimercapt< prepsaol oder 2^-Dimercaptoprp^ionsäure einwirken lässt, um ein lösliches Produkt zu erhall
  2. 2) Verfahren nadn Anspruch I9 dadurch gelcennzeichnet, dass man für 1 Atom erlöstes Gold etwa 2 Mole 2,3-Dimercaptopr®paaol oder 2g3-?jBiiaeroaptopropionaäure benutzt.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichne
    dass man eine wässerig-alkalische Lösung einer ionisierbaren
    @oldT@rMndiinge wie ZeS» saures (loldchlorid (Au Cl^ β HCl 2g3<=Dia©rcaptopropas.ol einwirken lässt und die Beaktionsmischung
    \
    mit Säiiasaijiej!!^

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