DEP0018728DA - Verfahren zur Herstellung von gesinterten Formlingen aus Borcarbid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gesinterten Formlingen aus Borcarbid.Info
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Description
Es ist bekannt, Formlinge aus gesintertem Borcarbid in der Weise herzustellen, dass Borcarbidpulver in einer Form, die im allgemeinen aus Graphit besteht, unter hohem Druck auf Sintertemperatur erhitzt wird. Derartige Formen sind äusserst kostspielig, da nur hochwertiges Material verwendbar ist und die Formen selbst sowie die dazugehörigen Stempel sehr genau gearbeitet sein müssen; es treten sonst Schwierigkeiten beim Sintern und Herausnehmen der Formlinge ein. Der Aufwand an Material für die Formen ist verhältnismässig sehr gross, da sie etwa doppelt so lang sein müssen wie der fertige Pressling. Dies hat seinen Grund darin, dass das Borcarbidpulver während der Sinterung unter Druck stark an Volumen verliert. Die Formen sind unter der Einwirkung von Druck und hoher Hitze einem starken Verschleiss unterworfen und können meist nur einmal benutzt werden. Nach der Sinterung müssen die Formen so lange im Ofen verbleiben bis die Abkühlung erfolgt ist. Die Ausnutzung der meist kleinräumigen Hochtemperaturöfen ist daher unbefriedigend. Aus vorstehendem ergibt sich, dass die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wesentlich durch den Verbrauch an hochwertigen und kostspieligen Formen belastet wird.
Durch das im folgenden beschriebene Verfahren gelingt es, die Aufwendungen für die Formen wesentlich zu senken und eine bessere Ausnutzung der Öfen durch Anwendung eines ununterbrochenen Arbeitsganges zu erreichen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass Borcarbidpulver, zweckmässig nach Zusatz bindend wirkender Mittel, unter Druck geformt und dann die Formlinge unter Druck gesintert werden. Dadurch, dass das Pulver vor der Sinterung unter hohem Druck geformt wird, sind für die Sinterung wesentlich kürzere Formen nötig, als wenn die die Verformung, wie bisher üblich, erst mit der Sinterung begonnen wird. Durch die Anwendung von kürzeren Formen für die Sinterung unter Druck werden die Aufwendungen für die Formen erheblich gesenkt und damit wird die Wirtschaftlichkeit der Herstellung gesinterter Formlinge aus Borcarbid wesentlich erhöht.
Als Bindemittel, mit dem gegebenenfalls das Borcarbidpulver versetzt wird, kann z.B. Dextrin, Glyzerin, Stearin, Bakelit u. dergleichen dienen. Diese werden, wenn sie nicht schon an sich flüssig sind, zweckmässig in einem geeigneten Lösungsmittel aufgelöst. Für das Formen vor der Sinterung wird im allgemeinen ein Druck über 5 t/cm(exp)2, vorteilhaft 20 - 30 t/cm(exp)2 angewandt, während bei der Sinterung ein Druck über 300 kg/cm(exp)2 günstig ist. Es wurde dabei die Beobachtung gemacht, dass die nötige Sintertemperatur bei Erhöhung des Druckes sinkt, was sich im Falle der Anwendung von Formen aus Graphit für die Brauchbarkeit der fertigen Formlinge günstig auswirkt, da bei niedrigerer Temperatur die Aufkohlung des Borcarbids durch den Graphit sehr verzögert wird.
Um die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zur erhöhen, kann man es gemäss der Erfindung, in ununterbrochenem Arbeitsgang ausüben. Man geht zu diesem Zweck so vor, dass man die vorgepressten Formlinge im Sinterofen, unter jeweiliger Unterbrechung des Druckes, schrittweise in und aus der Sinterzone bewegt. Der Ofen braucht dabei nicht nach der Sinterung jeweils eines Presslings abgestellt zu werden, bis der gesinterte Formling sich abgekühlt hat. Dieser wird vielmehr nach der Sinterung aus der Sinterzone an eine kühlere Stelle geschoben, während ein neuer, vorgewärmter Pressling in die Sinterzone gelangt. Die dauernde Aufrechterhaltung der gleichen Ofentemperatur verleiht dem Ofen eine längere Lebensdauer und erleichtert seine Bedienung.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von gesinterten Formlingen aus Borcarbid, dadurch gekennzeichnet, dass Borcarbidpulver, zweckmässig nach Zusatz von bindend wirkenden Mitteln, unter Druck verformt und die Formlinge dann unter Druck gesintert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Borcarbidpulver zuerst unter einem Druck über 5 t, vorteilhaft unter 20 - 30 t/cm(exp)2 verformt und die Formlinge unter einem Druck von über 300 kg/cm(exp)2 gesintert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgepressten Formlinge, unter jeweiliger Unterbrechung des Druckes, im Sinterofen schrittweise in und aus der Sinterzone bewegt werden.
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