DE28648C - Neuerung an Vorrichtungen zum Kühlen von Schlackengufssteinen - Google Patents

Neuerung an Vorrichtungen zum Kühlen von Schlackengufssteinen

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DE28648C
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CH. J. DOBBS in Middlesbrough, Grafschaft York, England
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/54Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from molten material, e.g. slag refractory ceramic materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)

Description

KAISERLICHES
(Grafschaft York, England).
Bei der Herstellung von Pflaster- und Ziegelsteinen aus Hochofen-Schlacke wurden bis jetzt die Schlacken direct vom Hochofen in Formen gelassen und die erhaltenen Steine nach Erhärtung in einem grofsen erhitzten Glühofen ausgeglüht und nachher langsam abgekühlt, da ohne ein solches Ausglühen die Steine spröde und unbrauchbar waren.
Diese Erfindung besteht nun darin, dafs man die Steine oder Ziegel gleich nach Erhärtung der äufseren Kruste und, während der innere Theil noch im flüssigen Zustande ist, in einen geschlossenen Raum bringt, welcher nicht weiter geheizt wird. Es ist dann die noch in den Steinen vorhandene Hitze genügend, um ein gleichmäfsiges Ausglühen derselben zu bewirken, indem die gröfsere Hitze der inneren Masse allmälig der äufseren Kruste sich mittheilt, so dafs die ganze Masse nach einiger Zeit eine gleichmäfsige Temperatur besitzt, von wo an man die Steine sich allmälig abkühlen läfst. Man erhält somit ohne weiteren Verbrauch von Brennstoff ein vollkommen zähes Product.
Die zu diesem Zweck verwendeten Oefen werden zweckmäfsig in kleineren Dimensionen ausgeführt und mehrere derselben neben einander gestellt und durch communicirende Oeffnungen oder Kanäle verbunden, so dafs beim Abkühlen des einen Ofens die abgehende Hitze zur Anwärmung der nächstliegenden Oefen verwendet werden kann, bevor die Steine hineingebracht werden.
Da in vielen Fällen an den Hochöfen nur wenig disponibler Raum ist, so ist die Anwendung von kleinen Glühöfen oder Kammern den grofsen, bisher gebrauchten, vorzuziehen, und werden daher Oefen oder Kammern verwendet, die auf Rädern laufen und nach dem Einladen der Steine in der Nähe des Hochofens nach einem entlegeneren Orte gefahren werden können, woselbst dann das Ausglühen und Abkühlen stattfindet.
Auf beiliegender Zeichnung sind beispielsweise zwei Constructionen der oben beschriebenen Kammern oder Oefen angedeutet.
Fig. ι zeigt theilweise in Ansicht und theilweise im Schnitt eine Reihe von mit einander communicirenden Kammern A A und Fig. 2 einen Längenschnitt einer Kammer.
Die Kammern A sind von Chamotte und mit einer eisernen Umhüllung versehen, sie sind vorn durch eine ebenfalls mit Chamotte gefütterte Doppelthür B B geschlossen, welche durch eine Stange C gehalten werden. In diesen Thüren sind zwei Oeffhungen D D angebracht, die mit Platten E E verschlossen sind.
Ferner sind bei F Oefmungen hergestellt, die mit den Platten G verschlossen werden. Die Kammern commüniciren mit einander vermittelst Oeffnungen H, die durch Schieber / geschlossen werden können.
Nachdem die Schlackensteine aufsen hart geworden sind, werden sie sofort in die Kammern, zuerst durch die untere Oeffhung D und dann durch die obere Oeffnung eingeführt.
Nach dem Anfüllen werden die Oeffnungen D geschlossen und die Steine einfach sich selbst überlassen, wobei, wie oben beschrieben, die
innewohnende Hitze vollkommen genügt, um ein gleichmäfsiges Durchglühen zu bewirken.
Nachdem die Steine nun ungefähr 12 Stunden in diesem abgeschlossenen Zustande gelassen worden sind, werden sie langsam abgekühlt, zu welchem Behufe die OefFnungen mehr oder weniger aufgemacht werden, wobei auch ein Theil der Hitze durch Oeffnung H in die nächstliegenden Kammern gelassen wird, um dieselben vorzuwärmen, ehe dieselben eine Ladung Steine erhalten. Nach Erkalten werden die Thüren BB aufgemacht und die Steine werden entfernt.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht und Fig. 4 einen Längsschnitt einer Kammer, welche fahrbar gemacht ist, zu oben beschriebenem Zwecke. Die Kammer ist hier von cylindrischer Form, um genügende Stärke der Hülle ohne Verstrebungen zu erhalten; sie kann jedoch auch von anderer Form sein. Die Construction ist sonst wie bei Fig. 1 und 2 und sind gleiche Theile mit den gleichen Buchstaben bezeichnet.

Claims (1)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    Zum Ausglühen von Pflaster- oder Ziegelsteinen aus Schlacke die Anordnung einer Anzahl mit einander durch OefFnungen oder Kanäle H communicirender Kammern A A, so dafs die ausgestrahlte Wärme der Steine in der einen Kammer zum Vorwärmen der nächstliegenden Kammer verwendet werden kann, indem solche Oeffnungen zeitweilig durch Schieber^abgeschlossen werden können (s. Fig. ι und 2).
    Zum Ausglühen von Pflaster- oder Ziegelsteinen aus Schlacke die Anordnung einer auf Rädern montirten Glühkammer A derart, dafs, nachdem dieselbe in der Nähe des Hochofens ihre Ladung von Steinen erhalten hat, dieselbe nach einem entfernten Ort gefahren werden kann, um dort das Ausglühen und Abkühlen zu vollenden (s. Fig. 3 und 4).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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