DEP0004328DA - Verfahren zur Herstellung von Kalziumlaktat und Milchsäure aus Molke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kalziumlaktat und Milchsäure aus MolkeInfo
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Description
Das vorliegende Verfahren hat die Verbilligung der Kalziumlaktat- bzw. Milchsäureherstellung aus Molke zum Ziel, um diese Farbrikation, die aus Rentabilitätsgründen zum grossen Teil zu Gunsten der Milchsäureerzeugung aus Kartoffelstärke aufgegeben wurde, wieder rentabel zu machen. Das neue Verfahren besteht darin, dass so gearbeitet wird, dass es möglich ist, die Kalziumlaktat-Melasse nach zur Herstellung von Molkengetränken zu verwerten. Dadurch wird einerseits auf eine grosse Ausbeute an Kalziumlaktat bzw. reiner Milchsäure verzichtet, auf der anderen Seite wird aber die Melasse zu einem hohen Preis verwertet, wie bei der Kalziumlaktatgewinnung, so dass die Gewinnung von Kalziumlaktat und Milchsäure aus Molke dadurch rentabler wird als die alleinige Herstellung von Milchsäure aus Kartoffelstärke. Bei der Milchsäureherstellung war es bisher üblich, in Gegenwart von Schlämmkreide zu vergären, dann mit Kalziumhydroxyd leicht alkalisch zu machen und dann durch Erhitzen auf 90° das Molkeneiweiss auszufällen. Dieses Molkeneiweiss ist wegen der alkalischen Reaktion sehr schlecht. Es wird daher nach dem neuen Verfahren grundsätzlich so gearbeitet, dass das Molkeneiweiss entweder gar
nicht durch Erhitzen ausgefällt wird, oder nach der Schlämmkreidevergärung, nach Abfiltrierung der überschüssigen Schlämmkreide und Einstellung auf einen pH-Wert von 4,5 - 5,5, der für die Eiweissfällung am günstigsten ist. Die zweite Neuerung besteht darin, dass diese saure Kalziumlaktatmolke mit oder ohne Eiweiss nur schwach eingedickt wird und zwar auf 1:2 bis 1:4, so dass nach Abkühlen unter Rühren nur ein kleiner Prozentsatz des Kalziumlaktats auskristallisiert und zwar 50% der vorhandenen Kalziumlaktatmenge. Das auskristallisierte Kalziumlaktat wird abfiltriert und die Melasse wird mit Schwefelsäure versetzt, so dass das darin befindliche Kalziumlaktat in Milchsäure und Gips verwandelt wird. Dadurch, dass man nicht sehr stark eingedampft hat, fällt der Gips gut filtrierbar aus und die so angesäuerte Melasse kann als vitaminreicher, milchsäurehaltiger Grundstoff für Limonadenherstellung benutzt werden.
Ausführungsbeispiel:
1000 Ltr. Quarkmolke werden auf 45° erwärmt und mit 1% Termobakterium helveticum versetzt und 24 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Es wird in Gegenwart von 2% Schlämmkreide gesäuert. Sobald die Lösung milchzuckerfrei ist, wird mit Kalziumhydroxyd auf ein pH von 5,0 eingestellt und auf 90° erhitzt. Das Molkeneiweiss wird abfiltriert. Falls in Eindampfern aus nichtrostendem Stahl, emailliert oder aus Aluminium eingedampft werden kann, erfolgt die Eindampfung in der vorliegenden Form.
Stehen jedoch nur Eindampfer aus Eisen zur Verfügung, so wird vorsichtig auf pH 6,6 neutralisiert und dann am 1:3 eingedampft. Nach dem Eindampfen wird unter Rühren auf 25° abgekühlt und 24 Stunden langsam durchgerührt. Dabei bildet sich ein Satz von Kalziumlaktat. Die gebildeten Kristalle werden abfiltriert.
Ausbeute aus 100 Ltr. 5 - 7 kg. Die Restlösung enthält etwa noch 2-4% Kalziumlaktat und wird beispielsweise bei einem Kalkgehalt von 0,4% Ca mit 20 kg. 50%iger Schwefelsäure versetzt und der gebildete Gips abfiltriert. Man erhält so eine Menge von ca. 80 kg eines milchsauren Konzentrates mit etwa 120 SH, das zur Herstellung von Brauselimonaden dient, gegebenenfalls aber nochmals eingedampft wird. Das gebildete Kalziumlaktat wird nochmal umkristallisiert und dann direkt verkauft oder zur Herstellung chemisch reiner Milchsäure benutzt.
Claims (3)
1) Verfahren zur Herstellung von Kalziumlaktat bzw. Milchsäure unter Vergärung der Molke mit Zusatz von Schlämmkreide, dadurch gekennzeichnet, dass man unter schonender Behandlung des Molkeneiweisses nur so weit eindampft, dass höchstens 50% des gebildeten Kalziumlaktats auskristallisieren und dass man die kalziumlaktathaltige Melasse dann mit Schwefelsäure ansäuert, so dass man einen milchsauren Sirup erhält, der zur Limonadenher-
stellung geeignet ist.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Molkeneiweiss bei dem Verfahren nicht ausgefällt wird.
3)Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Molkeneiweiss bei einem pH von 4,5 -5,5 ausgefällt wird.
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