DEF0016186MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. November 1954 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand des Patents 928 902 ist ein Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Monoazofarbstoffen,
das darin besteht, daß man diazotierte Cyananiline, die im Kern lediglich durch Alkylgruppen
und/oder Halogenatome substituiert sind, mit in p-Stellung zur Aminogruppe kuppelnden
aromatischen Aminen, in denen ein Wasserstoffatom der Aminogruppe durch einen Oxalkylrest und das
andere Wasserstoffatom durch einen Alkyl- oder Oxalkylrest ersetzt ist, kuppelt und dabei die Komponenten
so wählt, daß sie keine Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen enthalten. Nach diesem Verfahren
werden wasserunlösliche Monoazofarbstoffe erhalten, die klare, licht- und waschechte gelbstichigorange bis bordorote Färbungen auf Polyamid- und
Acetatkunstseidefasern ergeben.
Es wurde nun weiter gefunden, daß man gleichfalls wertvolle wasserunlösliche Monoazofarbstoffe erhält,
wenn man Cyananiline, die im Kern lediglich durch Alkylgruppen und/oder Halogenatome substituiert
sind, hier mit solchen in p-Stellung zur Aminogruppe kuppelnden Aminen der Benzolreihe, in denen ein
609 527/505
F 16186 IVb/22a
Wasserstoffatom der Aminogruppe durch einen Alkyl-
oder Oxalkylrest ersetzt sein kann, kuppelt. Die so erhältlichen Monoazofarbstoffe können noch nachträglich
acyliert werden, wodurch auch die Oxygruppe der Oxalkylreste, falls solche als N-Substituenten in
der Azokomponente vorhanden sind, verestert werden können. Der Oxalkylrest in der Azokomponente kann
gegebenenfalls auch mit einem Kernkohlenstoffatom zu einem Ring geschlossen sein. Im übrigen wählt
ίο man auch hier die Komponenten so, daß sie keine
Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen enthalten.
Die neuen wasserunlöslichen Monoazofarbstoffe
ergeben klare, licht- und waschechte orange bis blaue Färbungen auf Polyamid- und Acetatkunstseidefasern.
Die Farbstoffe zeichnen sich dadurch aus, daß man mit ihnen auf beiden Faserarten gleiche oder
nahezu gleiche Farbtöne von besonderer Klarheit und gleicher oder nahezu gleicher Lichtechtheit erzielen
kann. Hierdurch unterscheiden sie sich in vorteilhafter Weise von den aus dem USA.-Patent 2 249 749 bekannten
vergleichbaren wasserunlöslichen Monoazofarbstoffen, die in der Diazokomponente eine Nitrogruppe
als Substituenten und in der Azokomponente einep-ständige—N(C2H6) C2H4O CO O C2 H5—Gruppe
enthalten.
15,3 Gewichtsteile i-Amino-2-cyan-5-chlorbenzol
werden in 50 Gewichtsteilen konzentrierter. Salzsäure gelöst und unter gutem Rühren und Kühlung 35 Gewichtsteile
20°/Oige Natriumnitritlösung zulaufen gelassen.
Nach Beendigung der Diazotierung wird die Lösung nitriert, das Filtrat mir verdünnter Natronlauge
teilweise neutralisiert (kongoviolett) und mit einer Lösung von 15,1- Gewichtsteilen Ί-N-Oxäthylamino-3-methylbenzol
in verdünnter Salzsäure vereinigt. Die schon beginnende Kupplung wird durch Zugabe von Natriumacetat zu Ende geführt, wobei
sich der Farbstoff als rotes Pulver abscheidet. Der Farbstoff wird abfiltriert und neutral gewaschen. Er
bildet in trockenem Zustand ein hellrotes Pulver, das sich in organischen Lösungsmitteln mit oranger Farbe
löst. Acetatkunstseide und Polyamidfasern färbt er, durch geeignete Zusätze in feine Verteilung gebracht,
in klaren orangen Tönen.
Das nach Beispiel 1 hergestellte trockene, hellrote Pulver wird in überschüssigem Essigsäureanhydrid
etwa 30 Minuten zum Sieden erhitzt, das entstandene Eisessig-Essigsäureanhydrid-Gemisch im Vakuum soweit
als möglich entfernt, der Rückstand mit Wasser verrieben, abgesaugt und getrocknet. Der erhaltene,
hellrote Farbstoff färbt Acetatkunstseide und Polyamidfasern, durch geeignete Zusätze in feine Verteilung
gebracht, in klaren, orangen Tönen.
Ih gleicher Weise, wie im Beispiel 1 angegeben, wird
aus 15,3 Gewichtsteilen i-Amino-s-chlor^-cyanbenzol,
50 Gewichtsteilen konzentrierter Salzsäure, 35 Gewichtsteilen 20°/Oiger Natriumnitritlösung und 12,8 Gewichtsteilen
i-Amino-2,5-dimethylbenzol ein Farbstoff erhalten, der, durch geeignete Zusätze in feine Verteilung
gebracht, Acetatkunstseide und Polyamidfasern in klaren, orangen Tönen färbt.
Die folgende Tabelle enthält eine Reihe weiterer
Diazo- und Azokomponenten, die nach den Angaben in den vorangehenden Beispielen gekuppelt werden
sowie Angaben über die färberischen Eigenschaften der jeweils entstehenden' Monoazofarbstoffe.
| 40 | Diazokomponente | Azokomponente | Farbton Acetatseide I Polyamidfaser |
Scharlach |
| i-Amino-s-chlor^-cyanbenzol .... | I-N-Oxäthylamino-3-methylbenzol | stark Rot | ||
| stichigorange | stark Rot | |||
| 45 | desgl. | I-N-Oxäthylamino-3-methylbenzol, | stark Rot | stichigorange |
| Farbstoff nachträglich acetyliert | stichigorange | Orange | ||
| desgl. | i-Amino-3-methylbenzol | Orange | Orange | |
| desgl. | i-N-Äthylamino-3-methylbenzol | Orange | Orange | |
| 50 | desgl. | i-Amino-2, 5-dimethylbenzol | Orange | Gelbstichig |
| i-Amino-2-cyan-5-chlorbenzol .... | N-Oxäthylaminobenzol | Gelbstichig | orange | |
| orange | stark Rot | |||
| desgl. | i-N-Oxäthylamino-3-methylbenzol | stark Rot- i | stichigorange | |
| 55 | stichigorange | Orange | ||
| desgl. | i-N-Butylamino-3-methylbenzol | Orange | Gelbstichig | |
| desgl. | i-Amino-2, 5-dimethylbenzol | Gelbstichig | orange | |
| orange | Orange | |||
| 60 | desgl. | i-N-Oxäthylamino-3-methylbenzol, | Orange | |
| Farbstoff nachträglich acetyliert | Orange | |||
| desgl. | i-Amino-2-methyl-5-äthoxybenzol | Orange |
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Claims (1)
- F16186IVb/22aPATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Monoazofarbstoffen nach Patent 928 902, dadurch gekennzeichnet, daß man diazotierte Cyananiline, die im Kern lediglich durch Alkylgruppen und/oder Halogenatome substituiert sind, hier mit in p-Stellung zur Aminogruppe kuppelnden Aminen der Benzolreihe, in denen ein Wasserstoffatom der Aminogruppe durch einen Alkyl- oder Oxalkylrest ersetzt sein kann, wobei der Oxalkylrest gegebenenfalls auch mit einem Kern-Kohlenstoffatom zu einem Ring geschlossen sein kann, kuppelt und gegebenenfalls die so erhältlichen Monoazofarbstoffe anschließend acyliert.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 648768;
USA.-Patentschrift Nr. 2 249 749.
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